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tar

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  1. Ja, da sind d'accord. Nicht wirklich, da man hier wechselnde Gläubiger-Schuldner-Beziehungen ignoriert, aber egal - ich weiß, worauf du hinauswillst. Sorry, aber jeder Vermögenswert und damit auch jede Forderung ist in irgendeiner Form ein temporärer "Wertspeicher". http://galgitron.net/Post/The-Myth-of-Store-of-Value Dass man irgendeinen "Wert" nicht für immer speichern kann, weil es eine volatile Relation mit verschiedensten Abhängigkeiten (Zeit, Ort, Fälligkeit, Zugang, Angebot/Nachfrage, etc. p.p.) ist, habe ich bereits erläutert. Da Bitcoin sehr volatil ist, ist es nun gerade kein gutes Beispiel für einen hinreichend stabilen "Wertspeicher".
  2. @Axiom0815 Um genau dieser Fehlannahme ("der Zins und Zinseszins bricht dem System das Genick") zuvorzukommen (derlei Debatten habe ich zur Genüge durch), habe ich in meiner vorigen Antwort auf das Grundsätzliche verwiesen. Es ist eben nicht der Zins, der dem System fehlen würde, sondern es geht ganz grundsätzlich um das "Problem", Schulden bedienbar zu halten (Zinsforderungen sind eben auch nur Schulden). Theoretisch besteht dieses "Problem" überhaupt nicht, denn sobald ein Gläubiger sich beim Schuldner in gleicher Höhe verschuldet, fehlt dem Schuldner überhaupt nichts (auch kein Zins). In der Praxis wird allerdings Vermögen (und darunter eben auch Geldvermögen) aus folgenden Gründen akkumuliert: staatliche Umverteilung zugunsten der Interessenspartei, die ihr Rechtssystem durchgesetzt hat privatwirtschaftliche Vorsorge zum Vermögensschutz (Rente, (unternehmerische) Rücklagen, usw.) Gewinnrealisierung durch Investitionen (hierunter zählt u.U. auch die Pfändung beim fallierenden Kreditvertrag) Durch entsprechende Gesetze zur Besteuerung oder dem Jubeljahr (Erlassjahr) ließ sich die (Geld-)Vermögensakummulation aus 2. und 3. auch praktisch auflösen (es gibt aber Nebeneffekte bzgl. des Innovationspotentials), doch 1. lässt sich nicht einfach lösen. Hier kommt es dann irgendwann zu Umwälzungen (bspw. tiefgreifende Krisen, Revolutionen, Kriege), die mit unterschiedlichen Formen der Entschuldung einhergehen (bspw. Gläubigermord oder Vernichtung der schuldrechtlichen Verträge in der Revolution oder Externalisierung der Schulden im Krieg, usw.).
  3. Genau dorther, wo auch die Steuerzahlung, die Mietzahlung, usw. usf. herkommen. Der Zins ist einfach nur eine weitere Forderung/Verbindlichkeit. Woher nehmen Schuldner die nächste Mietzahlung, die nächste Grundschuldrate - kurz: sämtliche auferlegten (Steuern, Tribut) und vereinbarten (Privatverträge)) Kosten, die zu einem konkreten Termin fällig sind? Nochmal ein kurzer Einwurf dazu: In der Sippe/Gemeinschaft werden die Kosten des Lebenserhalts von der Gemeinschaft sozialsolidarisch aufgefangen. Man gibt einfach- auch in der eigenen Not. In der Gesellschaft findet dies nicht einfach so statt (weil man in der eigenen Not Anonymen nicht freimütig gibt) - hier zwingt der Staat zur Umverteilung, wofür er zum Erhalt seines Rechtssystems (und zur Bevorzugung seiner Klientel = politisches Dilemma) Tribut fordert (fordern muss). Die Frage ist also nicht: "Woher kommt der Zins?" - sondern "Woher kommt die Tilgung, also das "Geld" an sich, mit dem ja getilgt wird?" Das wird noch deutlicher, da wir ja wissen, dass ein Kreditnehmer das vom Kreditvertrag erhaltene Guthaben direkt einsetzt (um etwas zu bezahlen: eine alte oder eine neue Schuld durch Kauf). Woher nimmt er daraufhin das "Geld" zur Tilgung des Kreditvertrags? Bei der Tribut-/Steuerforderung ist es noch offensichtlicher: Woher nimmt der Steuerschuldner das "Geld" (= hier das, was der Staat als Steuerzahlungsmittel festlegt) zur Tilgung? Die Antwort lautet, indem sich ein anderer beim Schuldner verschuldet. Das ist entweder ein gänzlich neuer Schuldner ("Nachschuldner" = neue Schulden (=Guthaben) im System) oder ein Gläubiger (Verrechnung der gegenseitigen Schulden (=Guthaben) = weniger Schulden (=Guthaben) im System) Findet der Schuldner diesen jemand bis zur Fälligkeit seiner Schulden nicht, kommt die Sanktion zum Tragen (je nach Rechtssystem: Pfändung von Sicherheiten, Insolvenzverfahren, Gefängnis, Sklaverei, Verstümmelung, Tod), wobei der Gläubiger ggf. die entsprechenden Forderungen abschreiben muss und sich damit sein Vermögen verringert.
  4. Das ist unpräzise. Beim Kredit entstehen nämlich immer 2 Paare von Forderungen/Verbindlichkeiten: 1. Paar: der Gläubiger hält eine verzinste Forderung gegen den Schuldner mit Fälligkeitstermin (meist Raten) = Verbindlichkeit des Schuldners ggü. dem Gläubiger mit Fälligkeitstermin der Schuldner belastet hier sein Vermögen, da er dem Gläubiger etwas als Sicherheit bis zur Fälligkeit anbieten muss (bspw. Grundpfand- oder Lohnpfandrecht) 2. Paar: der Schuldner hält eine unverzinste Forderung gegen den Gläubiger ohne Fälligkeitstermin (diese kann jederzeit, auch sofort, eingelöst werden) = Verbindlichkeit des Gläubigers ggü. dem Schuldner = "Liquidität" = "Guthaben" = umgangssprachlich "Geld"(!) der Gläubiger belastet hier sein Vermögen, da die Forderung jederzeit gegen sein Vermögen eingesetzt werden kann (das ist die sogenannte "Liquidität") einsetzen bedeutet entweder mit diesen Forderungen beim Gläubiger einen ganz bestimmten Vermögenswert einzufordern (wie Gold im Goldstandard oder Zentralbankgeld bei Privatbankenguthaben) oder mit diesen Forderungen entsprechende Verbindlichkeiten ggü. diesem Gläubiger zu tilgen Wie man sieht, sind bei jedem Paar die Forderungen = Verbindlichkeiten und damit wird klar, dass es gesamtgesellschaftlich überhaupt kein Geldvermögen gibt, da sich dieses immer zu Null addiert. Einzelwirtschaftlich gibt es dies aber sehr wohl, d.h. wenn ein Schuldner komplett ausfällt und seine Verbindlichkeit nicht mehr bedienen kann, dann wird auch die Forderung wertlos. Dann kann der Gläubiger nur noch schauen, ob die Sicherheiten des Schuldners noch etwas hergeben. Der Zins ergibt sich wiederum historisch aus dem Diskont (Zinsabschlag beim Kauf einer Forderung vor ihrer Fälligkeit). Zum Verständnis nehmen ein Beispiel an, in dem Gläubiger A eine zinslose Forderung gegen Schuldner S in Höhe von 10 Säcken Getreide hält, die zur nächsten Erntezeit im Herbst fällig ist. Im Juli benötigt A nun allerdings schon vor der Fälligkeit Getreide und geht deswegen zu Bauer B, der genug Getreide rumliegen hat. A bietet nun B seine Forderung gegen S an. Da B auf die Rückzahlung durch S warten muss, kommt es zum Abschlag, bspw. gibt B nun nur 8 Säcke Getreide an A. Von den 10 Säcken, die B im Herbst von S erhält, sind die 2 Säcke Differenz für B der Zins(gewinn) - hier also satte 25 %. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn im Zins stecken noch weitere Unwägbarkeiten und zwar vor allem die Volatilitätserwartung der eingesetzten Sicherheit des Schuldners sowie der geschuldeten Sache oder Währung. Nehmen wir mal wieder Getreide, so wird bspw. klar, dass der Vermögenswert des Getreides zur Erntezeit allgemein sinkt und im Frühling recht hoch ist (Produktionszyklus, bspw. Schweinezyklus). Aufgrund dieser Wertschwankungen haben antike Gläubiger enorm hohe Zinsen gefordert (30 % und mehr waren keine Seltenheit).
  5. Das stimmt schon, aber man muss schon neben den Befunden von Anthropologen, Ethnologen und vor allem (Rechts-)Historikern auch die buchhalterische Praxis berücksichtigen, wenn man nicht gänzlich vom Elfenbeinturm aus herumtheoretisieren möchte.
  6. Du glänzt mit historischer Ignoranz. https://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System#Gold-Dollar-Standard https://www.goldseiten.de/wissen/goldstandard/geschichte/goldverbot.php Sie sind kein "Geld", höchstens potentielles Zahlungsmittel - wie jeder andere Vermögenswert auch.
  7. Wo steht da sofort (was übrigens bzgl. den Forderungen ggü. dem Gläubiger zeitnah erfolgt - wozu sonst überhaupt Kredit nehmen?) und wo steht da, dass eine Begleichung von Verbindlichkeiten seitens des Schuldners A, der gerade den Kreditvertrag geschlossen hat, erfolgt und nicht von einem dritten Schuldner B ggü. dem Emittenten (grundsätzlicher Schulden- und Vermögenserhaltungsdruck, der überhaupt erst zum Wirtschaften führt), bei dem der A mit der Liquidität aus dem Kreditvertrag bezahlt (und gern auch über noch mehr Stufen)? Es gibt keinen intrinsischen Wert. Wert ist eine Relation zweier Entitäten, die von Zeit, Ort, Fälligkeit, Erwartungen usw. abhängt. Siehe oben. Also befürwortest du, keinen Krieg ggü. Staaten führen zu können, die ihre Handlungsfähigkeit nicht durch den Goldstandard begrenzen. Damit kann man sich auch nicht mehr verteidigen. Spitzenansatz.
  8. Vermögenseingriffsrechte umfassen Forderungen jedweder Art, darunter findest du neben den Steuerforderungen sämtliche Forderungen/Verbindlichkeiten aus Privatverträgen. Das Rechtssystem, das ein Staat dank seines Gewaltmonopols setzt und durchsetzt, gewährleistet, dass man mit der Emission (= sofort einlösbare Forderungen ggü. dem Emittenten) entsprechende Verbindlichkeiten beim Emittenten tilgen kann. Sobald der Staat (wieder) vorschreibt, dass man die Emission jederzeit gegen ganz bestimmte, volatile Vermögenswerte (hier: Gold) tauschen kann, beschränkt er die Flexibilität und Deckungssicherheit der Währung auf eben diesen einen volatilen Vermögenswert (Gold eben). Damit macht er nicht nur sich, sondern die Allgemeinheit von diesem abhängig und muss darüber hinaus das Eigentumsrecht beschränken (Markteingriff: Goldverbot), um die Währung halbwegs stabil zu halten. Ferner schränkt er sich in seiner Währungs- und Wirtschaftspolitik ein (Finanzierungsproblem aus öffentlichen Mitteln im Goldstandard, weswegen man diesen bspw. im Kriegs-/Verteidigungsfall aufhob). Wieso werden diese Nachteile damit schöngeredet, dass ein Goldstandard "real" gedeckt wäre? Das "reale" Ding (physische Sphäre: der Klumpen Gold) besitzt einen Vermögenswert (Rechtssphäre), der eine volatile Relation im Zeitverlauf darstellt und darauf basiert, zu welchem Termin etwas benötigt wird/notwendig ist. Es gibt da keinen intrinsischen, ewigen Wert, der irgendwie stabil wäre.
  9. Du bist ein Troll par excellence. Weiter so 😉
  10. Die besteht nachwievor im Vermögenseingriffsrecht ggü. dem Schuldner. Wenn die Immobilie hier bereits "Schrott" ist, wird sich die Haftungsmasse der Bank auch nicht auf die Immobilie beziehen, sondern von vornherein auf das Grundstück (Grundpfandrechte, die im Grundbuch stehen!). Natürlich kommt es dennoch vor, dass Vermögenswerte deutlich an Wert verlieren und der Emittent entsprechend Probleme bekommen kann. Nehmen wir mal an, es wurde beim Kreditvertrag vergessen, vorher ein Bodengutachten durchzuführen und es stellt sich im Nachhinein als Giftmüllhalde heraus und der Bodenwert wäre plötzlich Null. Dann fangen Rechtsstreitigkeiten an und es werden i.d.R. Nachforderungen an Sicherheiten seitens der Bank gestellt, insofern die Bank Wind davon bekommt (und bei Fallierung des Schuldners darauf zugreifen müsste). Ob der Schuldner diesen aber überhaupt nachkommen muss/kann, bleibt hier offen, da es sich ggf. um ein Versäumnis seitens der Bank handelt (Pech gehabt). Vermögenswerte sind eben generell nichts stabiles und folglich gibt es auch nicht die allheilbringende Lösung eines irgendwie gearteten stabilen Vermögenswerts, wie wohl auch du im Gold zu finden meinst.
  11. Dass Gold vor Inflation schützt, ist ein Irrtum: http://socialdemocracy21stcentury.blogspot.com/2012/10/the-gold-standard-did-not-prevent-price.html Davon können dir auch die Spanier ein Lied trällern: https://diepresse.com/home/wirtschaft/hobbyoekonom/641144/Die-erste-Inflation-der-Weltgeschichte Das Offensichtliche: https://www.gegenfrage.com/wie-die-bank-england-den-goldstandard-aufgab/
  12. Nur wenn Vermögenseingriffsrechte neuerdings "Nichts" sind. Deine Frage ergibt keinen Sinn: Die sog. "Geldmengen" beinhalten Forderungen und andere Vermögenswerte. Beides sind Teile des Vermögens. Wie will man Vermögen überhaupt real und nominal trennen? Vermögen ist ein Rechtsbegriff und damit per se nominal bewertbar und aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Vermögen und Forderungen und deren Rechtsfolgen auch volatil. Die "Dichotomie des Geldes" ist eben auch dahingehend ein eklatanter Fehlschluss der (neo)klassischen Lehre. Sogenannte "Realgüter" sind Vermögenswerte. Fiatgeld gibt es nicht ohne Deckung mit Vermögenswerten (worunter ebenfalls Forderungen zählen). Die schlechteste Form des Fiatgeldes finden wir beim Direktankauf öffentlicher Anleihen durch Zentralbanken. Dieses beruht in direkter Weise auf reiner Staatsmacht, konkret: auf der geforderten Steuerzahlung (warum sollte man es sonst akzeptieren?) und der dahinterstehende Vermögenstitel ergibt sich aus den erwarteten Steuereinnahmen. Die Crux ist, dass die ZB am Markt vorbei agiert und eine willkürliche Bewertung dieses Vermögenstitels vornehmen kann, wodurch dieses Fiatgeld "nicht-genuin" ist. Die Konsequenz ist dann, dass damit das bestehende "genuine" Fiatgeld entwertet wird, da es auf am Markt bewerteten Sicherheiten beruht. Hierbei sehe ich mittlerweile ernsthafte Gefahren, da die Verhältnisse gerade gekippt werden: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/eugh-urteil-c49317-anleihen-kaeufe-ezb-zulaessig-deflation-pspp/ Wie will man Realwirtschaft und Finanzwelt trennen? Beides beruht aufeinander. Du benötigst nicht das BIP, sondern die globale Vermögensentwicklung.
  13. Meine aktuelle Analyse des XRP-Charts: https://www.tradingview.com/chart/XRPUSD/xDaO9HNX-XRP-bear-trap-of-descending-triangle/ Seit 10 Monaten befindet sich XRP in der Konsolidierung zwischen 25 und 60 Cent. Das Volumen ist relativ gering. Nach meiner Elliott-Zählung sind wir momentan noch in der Unterwelle C der Welle (4) und der Markt entscheidet, wo C denn nun enden soll. Daraus hat sich ein fallendes Dreieck gebildet, das in den meisten Fällen bärisch ist, aber auch extrem bullisch werden kann, je länger es in der unteren rechten Ecke dieses Dreiecks bleibt und je mehr das Volumen in diesem Bereich steigt. Ein bärischer Ausbruch dieses Dreiecks könnte zu einem Ziel der Welle C bei etwa 2,4 Cent führen (Achtung!). Das Dreieck sieht aber nicht wirklich bärisch aus, da wir ein leicht steigendes Volumen und einen früheren Ausbruch dieses Dreiecks nach oben in der Woche vom 13. Mai beobachten können (aus dem momentan nur ein längeres Dreieck gebildet wurde). Stattdessen ist es meiner Ansicht nach wahrscheinlicher, dass wir (wenn es nicht direkt bullisch wird) wohl einen milderen Ausbruch nach unten sehen werden, der danach zu einer parabolischen Bewegung nach oben führt. Diese Bärenfalle würde in der Nähe des auch gültigen Bereichs der vorherigen Welle 4 bei etwa 16 Cent enden und dann einen neuen Aufwärtskanal bilden (im Chart rot dargestellt), der uns einen Hinweis auf die endgültigen Zielbereiche gibt.
  14. Bei ca. Minute 3:10 - XRP kann nicht in den Minusbereich sinken 😉 hier stimmt was mit dem 1,272 Fib Retracement nicht (und ich Depp versuche die ganze Zeit, das nachzubauen und wundere mich, wieso ich da nicht auf +1400 Satoshis rum komme). Übrigens füge ich für genau dieses "Problem" eine horizontale Null-Grenzlinie ein, um das sofort zu erkennen. Allerdings finde ich die mögliche, offene C-Korrektur dennoch bedenklich, siehe bspw. diese Analyse: https://www.tradingview.com/chart/XRPUSDT/runbgPw0-XRP-Descending-triangle-Mirror-level-like-on-btc-6000/ Auch ich halte ein maximales Tief bis 0,03 USD für technisch möglich, fundamental sehe ich das wahrscheinlichere Tief allerdings bei max. 0,15 USD: https://www.tradingview.com/x/aLUN45Y7 Ansonsten mal 4 Fragen: 1. Welchen Grund hat es, dass du keine logarithmische Ansicht zur TA nutzt? 2. Wieso schaust du dir überhaupt den XRPBTC-Chart an und konzentrierst dich nicht auf XRPUSD bzw. XRPEUR? Damit würdest du eine Einbeziehung der Bitcoin-Chart-Entwicklung komplett umgehen und es wäre deutlicher, in welche Richtung sich XRP tatsächlich entwickelt, denn es ist nützt nichts, wenn XRPBTC long geht, während BTCUSD und BTCEUR shorten. 3. Beim Volumen von Kauf oder Verkauf zu sprechen, ist irreführend. Es findet ja immer beides statt. 4. Wieso beginnst du bei ca. Minute 4:00 eine abwärtsgehende Welle mit einer aufsteigenden 1 zu zählen? Oder möchtest du eine Seitwärtsbewegung mit 12345 statt W-X1-Y-X2-Z zählen?
  15. XRP Channel: https://content.invisioncic.com/r263943/monthly_2019_05/image.png.fd6b5d3c6d3d4c95061b9576d1defbe9.png
  16. Du hast ein seltsames Rechts- und Geschäftsverständnis. Neben § 675u BGB sind deine Kontobewegungen gleichzeitig Bewegungen der Verbindlichkeiten deiner Geschäftsbank, die sie als Schuldner natürlich überprüfen sollte. Insbesondere dann, wenn Anweisungen auf Hausbank-fremde Konten erfolgen. Diese Garantie gibt es nirgends.
  17. Weil die Goldbewertung am Markt nun mal nicht dauerhaft stabil bleibt, geschweige denn steigt - daher auch die bereits zuvor von zig Königen und Fürsten stets angewandte Münzverschlechterung zur Aufrechterhaltung der Staatsfinanzierung (= Bedienung öffentlicher Schulden). Da ist man bei fiat money wesentlich flexibler und allein deswegen ist das bereits einem wie auch immer gearteten Goldstandard vorzuziehen. Bis man sie halt nicht mehr einlösen kann, siehe England 1931 oder USA 1971. Der Verlass auf ein einziges "Gut/Produkt/Ressource/Ding" als Besicherung (Deckung) führt zur unmittelbaren Abhängigkeit von dessen alleiniger Volatilität, was Spanien im 16./17. Jh. gleich mehrfach zum Verhängnis wurde. Aber sie brachten dabei wenigstens anderen den "Wert" des Goldes bei. Die zuvor zur Finanzierung des Staatshaushalts angewandte Münzverschlechterung war keinen Deut besser. Übrigens wurde auch im Goldstandard Kredit vergeben und nicht primär Gold verliehen. Es gab und gibt keinen fundamentalen Unterschied zwischen einem Goldstandard und einem Papiergeldsystem, was Kredit betrifft: Der einzige Unterschied war, dass der Leitzins zur Refinanzierung mit dem Goldbestand der Notenbanken korrelierte. Gab diese zu viel Bargeld an die Geschäftsbanken aus (gegen Hinterlegung von Pfändern), drohte die Deckung unter das rechtlich geregelte Maß zu fallen und die Zinsen stiegen, um die Kreditvergabe der Banken zu drosseln (und damit die Nachfrage nach Bargeld). Es gab also im Goldstandard kaum Möglichkeiten den Marktzins zu manipulieren. Und das ist auch schon der einzige Unterschied. Wie wäre es auch anders möglich gewesen, allein die Goldminen selbst vorzufinanzieren, wenn nicht durch Kredit? Hat man all das erst begriffen, werden die Lobeshymnen auf den Goldstandard von libertärer Seite immer obskurer, weil sich das System dadurch eben keinen Deut ändert (Kreditkrisen kommen in kürzeren Intervallen, weil weniger stark aufgeschuldet werden kann. Aber das war´s auch schon). Darüber hinaus müssen die Freunde des Kapitalismus einmal erklären, was an einem staatlich verordneten Goldstandard marktliberaler sein soll, als an einem entfesselten Kapitalismus, dessen Produktivität nicht von künstlichen Goldbremsen verzerrt wird. (Quelle) Zusätzlich dieser Beitrag. Die Alternative wäre, den Krieg mangels Finanzierung direkt zu verlieren. Spitzenansatz! Dass die Aufgabe des Goldstandards notwendig war, kommt dir nicht in den Sinn? Wenn du ernsthaft meinst, dass fiat-Währungen per se instabiler als eine Goldwährung wären, rate ich dir, ein Geschichtsbuch aufzuschlagen.
  18. Bis England halt durch den Goldstandard pleite ging. 👍 Achso, ein Tauschtheoretiker. 🙄 Wieso nennst du nicht den USD, EUR, CHF, JPY oder gar den Eurodollar und Sonderziehungsrechte? Hinreichend stabile und mehrfach besicherte Währungen. Dauerhaft stabile gibt es nun mal nicht. Tolle Binsenweisheit.
  19. Zunächst mal ist die Quantitätsgleichung für die Tonne, denn "Geld" ist kein quantitatives Ding und folglich kann es auch keine "Menge" davon geben. Stattdessen dokumentiert "Geld" rechtliche Schuldverhältnisse in unterschiedlichster Form und folglich kann es nur in Summen erfasst werden. Die bekannten "Geldmengen" M0-M3 sind auch insofern völlig Banane, da dort unterschiedlichste Gläubiger-Schuldner-Verhältnisse mit unterschiedlichsten Besicherungen und unterschiedlichsten Fälligkeiten zusammengefasst werden. Wem's gefällt, bitte - nur lässt sich nicht allzuviel aus diesem abstrusen Datenbestand ableiten. Ferner ist das reale BIP eine gänzlich willkürliche Größe, von der bspw. dubioserweise der Hochfrequenzhandel ausgenommen ist. Zuguterletzt ist die Umlaufgeschwindigkeit als Resultat der Quantitätsgleichung ein Witz. Die Gleichung ist damit nicht nur per se immer korrekt und damit nicht falsifizierbar, sondern vermittelt das falsche Bild, das "Geld" herumliefe (Geld wird sich als Ding vorgestellt, dass von A nach B usw. läuft) - dass sich stattdessen beständig Schuldverhältnisse (beim Kaufen und beim darauffolgenden Bezahlen) ändern, bleibt verborgen. Das kann man per se eben so nicht schlussfolgern, da völlig unklar ist, welche Schuldverhältnisse betroffen sind. Präziser: die EZB und die öffentlichen Anstalten erhöhen ihre Verbindlichkeiten, während Private und Unternehmen ihre Verbindlichkeiten verringern: https://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/wp-content/uploads/sites/11/2016/10/nmtm_schulden_6_oct16.png Es gibt kein wirtschaftliches Gleichgewicht. Die ganze Wirtschaft und gerade das Geldsystem beruhen auf sich beständig ändernden Ungleichgewichten. Ohne offene Saldos (Ungleichgewicht) gibt es überhaupt kein "Geld". Löse dich bitte von der Vorstellung, dass "Geld" ein Ding sei. Selbst Münzen können überhaupt nur beruhend auf offenen Schuldverhältnissen bewertet werden. Das ursächliche Schuldverhältnis, das den Antrieb jeglichen Wirtschaftens und Bewertens erst ermöglicht, ist der Tribut/die Steuer samt zugehöriger Sanktionierung bei Nichtbedienung zur Fälligkeit (Termin! -> Zins!). Da es per se kein wirtschaftliches Gleichgewicht geben kann (und folglich auch nichts wertstabiles!), sind auch Bankrotte unvermeidlich. Selbst bei intensivsten Eingriffen durch Staat & Zentralbank (Stichwort: lender of last resort) büßen entweder beide oder die Privatwirtschaft auf Dauer an Vertrauenswürdigkeit ein (keine Kreditwürdigkeit), so dass entweder diese fallieren oder zuvor die Privatwirtschaft kollabiert (wie bspw. durch laufende Münzentwertung oder diverseste Zentralbank-Experimente wie bspw. durch John Law in Frankreich). Um einen großen Kollaps zu vermeiden, wäre es vernünftig, kleinere zuzulassen. Ganz vermeiden lassen sie sich aber nicht. Nicht per se. Es kommt eben darauf an, wessen Schuldverhältnisse betroffen sind und wer wem wann und in welchem Umfang beispringt. Je nachdem gibt es dann kleinere oder größere Krisen. Ein Goldstandard ist hinsichtlich der Abbildung einer Marktwirtschaft zu unflexibel, denn entweder kann man den deflationären Effekten nicht ausreichend entgegenwirken (nur durch Goldverbot oder willkürliche Goldpreisfestlegung - das sind nichts anderes als glatte Enteignungen) oder man kann die Schuldverhältnisse mangels korrespondierendem Goldangebot nicht ausreichend ausweiten, so dass die Marktwirtschaft ausgebremst wird (was sich wiederum nachteilig auf die globale Wettbewerbsfähigkeit eines Staates auswirkt).
  20. Gerade deswegen nutzt die Mehrheit ja eben Geschäftsbankkonten - weil man bei Bargeld in der Brieftasche und eben auch bei Cryptos in der eigenen Wallet keinen Dritten Haftenden findet, sondern nur sich selbst. Dämmerts irgendwann? Diese Kugel Eis hat dich im Dezember 2017 noch 6.250 Satoshis gekostet - 1 Jahr später bereits 36.100 Satoshis. Erzähl mir mehr von Inflation. Wieso sollte gerade das für Cryptos nicht gelten? Es gibt übrigens auch nichts wertstabiles, da Wert immer eine Relation ist. Präferierst du den ach so erfolgreichen Goldstandard?
  21. Übrigens noch ein Aspekt, der bzgl. Banken gerne übersehen wird: Sie gewährleisten per Kreditvergaben und stufenweiser Besicherung in Verbund mit Zentralbanken die jeweilige Währungsstabilität inkl. ihrer niedrigen Volatität - im Gegensatz zu einzelnen Vermögenswerten (worunter eben auch Kryptos zählen). Gerade dahingehend ist "be your own bank" eine einzige Lachnummer.
  22. Was genau hat "be your own bank" mit Haftungsrisiken zu tun, du Facepalmer des Monats?
  23. Kryptos können keine Banken ersetzen, da sie keine Haftungsrisiken abfedern können, d.h. es sind schlicht digitale Dinge (Eigentumsrecht am Objekt), für deren Sicherheit und Verlust man selbst verantwortlich ist. Guthaben bei Banken sind Vermögensrechte ggü. Rechtssubjekten (der zugehörigen Bank eben), für die die Bank im Zweifel haftet (siehe bspw. § 675 BGB). In gewissem Umfang gilt dies auch für Guthaben bei Kryptobörsen, wofür die Börse ggf. haftet, aber das ist im Recht zum Einen nicht so explizit festgelegt und zum Anderen gibt es keine derart tiefgreifenden Regelungen wie im sonst üblichen Zahlungsverkehr. Manche Kryptobörsen verfügen dahingehend auch über eine Bankenlizenz. Allerdings bleibt hier das Problem des notwendigen Vertrauens bestehen, weswegen bestehende Banken sich über Jahrzehnte (tlw. Jahrhunderte) "am Markt" als Zahlungsdienstleister und Liquiditätsanbieter etabliert haben, während Kryptobörsen in aller Regel "lediglich" den Kryptohandel in unterschiedlicher Form anbieten und kein Haftungsgeschäft betreiben (d.h. kein Kredit für's Häusle). Darüber hinaus legen Banken regelmäßig ihre Bilanzen offen.
  24. Dann möchte ich auch mal weit ausholen: Der wie auch immer in anonymen(!) und damit zwangssolidarischen Gesellschaften definierte Konsensmechanismus ist deren grundsätzlichem Zentralgewaltsprinzip, das Abgaben zum Aufbau und Erhalt der Rechtsordnung erfordert, nachgelagert. D.h. die ganze Veranstaltung ist von Grund auf ein Umverteilungssystem zugunsten der jeweils momentan stärksten Interessenverbände (Partikularismus), die diese Umverteilung im praktisch vollzogenen Recht (juristisch) mittels Gewaltandrohung und -ausübung (polizeilich und militärisch) durchsetzen. Bernays & Co. zielen auf eine massenpsychologische Beeinflussung bis Kontrollwirkung, die lediglich Ableitungen dieses grundsätzlichen Prinzips im Sinne der jeweils aktuell herrschenden Interessenverbände sind. Die beiden grundsätzliche Dilemma (1. Abgabenforderung zum Aufbau und Erhalt der Rechtsordnung und 2. zugehörige Umverteilungs- und Akkumulationsprozesse zugunsten der genannten Interessenverbände) werden aber selbst bei Auflösung derartiger Ableitungen nicht beseitigt, sondern verschieben sich lediglich zugunsten anderer profitierender Interessenverbände . Möchtest du dieses gesellschaftliche Grundprinzip zerschlagen, landest du unweigerlich bei nicht-anonymen sozialsolidarischen(!) Gemeinschaften, die kein gesetztes und per Zentralgewalt durchgesetztes Recht benötigen, sondern sich auf Bräuche und Sitten stützen, die mittels sozialer Beziehungen (eben nicht-anonym!) akzeptiert und per dezentraler Gewalt durchgesetzt werden. Dergleichen kannst du noch heute in der Familie, im Freundeskreis und im direkten nachbarschaftlichen Umfeld beobachten. Alle anderen sogenannten "Lösungen" (letztlich Veränderungen am geltenden und praktisch vollzogenem Recht durch parlamentarische Entscheidungen oder mittels Revolution) verschieben lediglich die Nutznießer eines grundsätzlich periodisch zum Scheitern verurteilten Systems, das sich stets neu errichtet (bis zum Totalkollaps, siehe Jared Diamond).
  25. Ein Schuldschein ohne Schuldner 😂 Merkst du nicht, welchen Unsinn du hier verzapfst? Eine Gleichsetzung mit fiat money ist irreführend. Als Debitist ist das alles nichts Neues für mich, sondern noch viel tiefgreifender. Ausgangspunkt sind nicht die letzten 150, sondern die letzten 70.000 und für Gesellschaften/Staaten insb. die letzten 5.000 Jahre.
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