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Thiasos

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  1. Noch sind wir lange nicht so weit. Und bis dahin, sind 32 MB kein Problem, denn Leitungskapazitäten und Festplattenspeicher wachsen ja ebenso. Es ist ja noch nicht so lange her, dass Streaming-Angebote, wie Netflix, völlig undenkbar waren. Heute ist das der Normalfall. Um Satoshi zu zitieren (https://www.mail-archive.com/cryptography@metzdowd.com/msg09964.html): The bandwidth might not be as prohibitive as you think. A typical transaction would be about 400 bytes (ECC is nicely compact). Each transaction has to be broadcast twice, so lets say 1KB per transaction. Visa processed 37 billion transactions in FY2008, or an average of 100 million transactions per day. That many transactions would take 100GB of bandwidth, or the size of 12 DVD or 2 HD quality movies, or about $18 worth of bandwidth at current prices. If the network were to get that big, it would take several years, and by then, sending 2 HD movies over the Internet would probably not seem like a big deal. Sobald also Bitcoin die Kapazitäten des VISA-Netzwerk verarbeiten muss, werden die heutigen Limitierungen längst überwunden sein. Und falls jetzt das Argument kommen sollte, dass viele Full Nodes mit einem Raspi nicht mehr betrieben werden könnten, so schreibt Satoshi in derselben Mail: Long before the network gets anywhere near as large as that, it would be safe for users to use Simplified Payment Verification (section 8) to check for double spending, which only requires having the chain of block headers, or about 12KB per day. Only people trying to create new coins would need to run network nodes. At first, most users would run network nodes, but as the network grows beyond a certain point, it would be left more and more to specialists with server farms of specialized hardware. A server farm would only need to have one node on the network and the rest of the LAN connects with that one node. Full Nodes waren überhaupt nicht vorgesehen. Mit Nodes meinte Satoshi immer Miner. BTC in der heutigen Form entspricht leider, spätestens mit dem Segwit-Fork, nicht mehr der Definition im Whitepaper
  2. Um zu verstehen, ob das in irgendeiner Weise sinnvoll ist, sollte man sich mal mit den Zielen von Bitcoin Cash auseinandersetzen und ein wenig in die Zukunft schauen. Bitcoin Cash hat sich ja auf die Fahne gesetzt, ein Peer-to-Peer Cash System aufzubauen und viele weitere Anwendungsfälle sind denkbar. So geht es ja nicht nur beim Protokoll-Upgrade am 15. Mai um die Erhöhung der Blocksize, sondern auch um die Reaktivierung verschiedener OP_CODES, welche Smart Contracts oder Colored Coins auf der Blockchain erlauben werden. Und falls so spannende Anwendungen wie die unzensierbare Twitter-Alternative Memo - oder auch andere spannende Projekte, die auf der BTC-Blockchain nicht möglich sind - an Fahrt aufnehmen sollten, dann ist es gut, wenn die Blocksize ausreichend ist. Für BTC ist eine Blocksize Erhöhung eher nicht sinnvoll und nicht geplant, da hier andere Ziele verfolgt werden und auch die Anzahl der Transaktionen innerhalb eines Jahres um mehr oder weniger die Hälfte zurückgegangen ist: https://bitinfocharts.com/comparison/transactions-btc-wma7.html#1y
  3. Thiasos

    Bitcoin Cash (BCH)

    Ein Hard Fork meint nicht zwingend, dass ein Split entsteht. Hier geht es lediglich um ein Protokollupgrade, der bei Bitcoin Cash alle 6 Monate stattfinden soll. Es wird also keinen neuen Bitcoin Unlimited Coin geben, den Börsen unterstützen müssten. Im Wesentlichen geht es um die Erhöhung der Blocksize auf max. 32 MB und um die Reaktivierung einiger Befehle der Bitcoin Script Language. Siehe dazu: https://github.com/bitcoincashorg/spec/blob/master/may-2018-reenabled-opcodes.md Mit der Wiederaktivierung dieser Befehle werden Smart Contracts auf der Bitcoin Cash Blockchain möglich.
  4. Vor einigen Tagen ist der Beta Test gestartet. Mit https://cointext.io/ wird es möglich, BCH mittels Feature Phone via SMS zu senden und zu empfangen, ohne direkt mit dem Internet verbunden zu sein.
  5. Es wird sich zeigen, welche Rechtsauffassung sich durchsetzen wird. Aber ein Unternehmen, dass wie z. B. Coinbase in den USA seinen Sitz hat, wird sich sicherlich ganz genau überlegen, welche Risiken es eingehen möchte.
  6. Natürlich können Zentralbanken sowas wie IOTA nutzen, so lange sie es komplett kontrollieren können. Aber es wäre nun mal kein offenes, dezentrales, zensurresistentes, neutrales System, sondern im Prinzip nicht mehr als eine verteilte Datenbank. Jetzt basiert IOTA zwar nicht auf eine Blockchain, aber ich zitiere mich trotzdem mal selber: Zentralbanken, Unternehmen oder Staaten können diese Anforderungen niemals erfüllen. Wenn eine Zentralbank-Blockchain aber zum Beispiel niemals offen und/oder dezentral sein kann, wozu braucht es dann überhaupt eine Blockchain, wenn eine verteilte Datenbank dasselbe viel kostengünstiger bewerkstelligen kann? Eine Blockchain ist ein System, in dem niemand jemanden vertrauen muss. Bei einem System, in dem eine Zentralbank eine Währung ausgibt, muss aber der Zentralbank vertraut werden. So ein System gibt es heute schon.
  7. Die allermeisten Großkonzerne dürften hoffentlich keinen oder wenig Einfluss auf das Internetprotokoll (IP) haben. Im besten Fall sollten Konzerne dann ebenfalls keinen Einfluss auf das Protokoll einer Kryptowährung haben. Andernfalls wäre das wirklich fatal. Eine Kryptowährung muss dezentral, offen, neutral, zensurresistent, grenzenlos sein. Zudem ist ein Protokoll ein Mittel zum Zweck, im Falle des Internets dient es dazu, den Transfer von Daten zu ermöglichen. Im Falle einer Kryptowährung dient es analog zum Internetprotokoll dazu, Transaktionen zu ermöglichen. Ich sehe keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen IP und des zugrundeliegenden Protokolls einer blockchainbasierten Kryptowährung. Und analog zum Internet ermöglicht zum Beispiel das Bitcoin-Protokoll weitere Schichten (2nd und 3rd Layer) oben drauf zu packen. Nicht grundlos wird auch vom "Internet of Money" gesprochen. IOTA ist für mich eher - um bei dieser Analogie zu bleiben - eine Art Intranet, zumindest so lange es einer zentralen Instanz bedarf. Und ja, die Vernetzung bei Unternehmen findet zum Beispiel mittels VPN statt. Doch werden dazu keine eigenen Leitungen genutzt, sondern das Internet. VPN ist in diesem Sinne eine Anwendung, die durch das Internet erst möglich ist. Und genauso werden sich auch blockchainbasierte Anwendungen entwickeln. Lightning ist eine erste Anwendung und es wird noch viele weitere geben.
  8. Und trotzdem nutzen alle Großkonzerne dieser Welt das Internet.
  9. IOTA bezeichnet sich ja selbst nicht als Blockchain-Technologie. Der Coordinator soll zudem nur temporär existieren. Und eine zentrale Instanz ist ja eben NICHT das Merkmal der Blockchain-Technologie. Eine Blockchain zeichnet unter anderem ja aus, dass JEDER am System teilnehmen kann, dass Transaktionen unumkehrbar sind, dass die Sicherheit des Systems nicht in zentralen Händen liegt, das es keine Eintrittshürden gibt, etc. Eine staatliche Währung müsste aber gewährleisten, dass jeder, der am System teilnimmt, sich ausweist. Bestimmten Personen könnte die Teilnahme verweigert werden. Jede Zahlung muss einer bestimmten Person/Partei zugeordnet werden können. Bestimmt Transaktionen dürften nicht ausgeführt werden. Die Geldmenge müsste gesteuert werden können. Transaktionen müssten rückgängig gemacht werden können, und so weiter und so fort.All dies widerspricht den Prinzipien einer offenen Blockchain und lässt sich nur durch ein verteiltes Datenbanksystem bewerkstelligen. Zudem: Weiterentwicklungen wären zentral organisiert und würden vermutlich technologisch permanent den offenen Blockchains hinterherhinken, wo tausende Entwickler immer neue Ideen einbringen können.
  10. Gesetzliche Währungen liegen ja schon lange fast nur noch digital vor, d. h. sie existieren lediglich als Nullen und Einsen in Computersystemen. Das analoge Geld (das Bargeld) ist ja nur ein kleiner Teil. Was du meinst ist vermutlich, dass gesetzliche Währungen irgendwann mal auf der bzw. auf einer Blockchain existieren werden. Dies wird jedoch niemals passieren, weil gesetzliche Währungen nicht auf einer Blockchain existieren könnten. Eine Blockchain muss immer offen, neutral, borderless und zensurresistent sein, sonst ist es keine Blockchain, sondern eine Datenbank. Und diese Voraussetzungen können/dürfen gesetzliche Währungen nicht erfüllen. Im Prinzip lässt sich ja schon heute eine Kryptowährung durch Tether in USD wandeln. Aber das ist eben nicht ohne Risiken. Ich gehe davon aus, dass der Anteil von Bitcoin (welches Bitcoin auch immer) im Wirtschaftskreislauf immer größer werden und FIAT im Laufe der Zeit an Bedeutung verlieren wird. Noch stehen wir ganz am Anfang.
  11. wohl eher langfristig. Hier reden wir von Dekaden. Ich schrieb "eine Alternative". Ich meinte nicht, dass es dasselbe ist. Worauf ich hinaus will: Lightning könnte sich meines Erachtens gut für das Internet der Dinge eignen.
  12. Nur um es zu konkretisieren: Falls meine oben genannten Probleme nicht existieren oder gelöst werden, dann würden die Exchanges sicherlich Lightning nutzen, alleine deshalb, weil der Markt es verlangt. Große Exchanges mit hohem Marktanteil werden aber vermutlich nicht aus eigenem Antrieb auf Lightning umstellen, sondern versuchen, dies möglichst lange hinauszuzögern. Falls das dann aber doch geschieht, würden die Kunden sicherlich nicht die gleichen Transaktionsgebühren wie heute bezahlen, denn in diesem Fall wäre es für Kunden ja noch einfacher, zu Exchanges mit den jeweils geringsten Gebühren zu wechseln.
  13. Ich bezweifel, dass Exchanges Transaktionen per Lightning-Netzwerk ermöglichen werden, und zwar aus mehreren Gründen: * Ich glaube nicht, dass Exchanges ein Interesse daran haben, dass Zahlungen zwischen anderen Exchanges kostengünstig möglich sind. Im Gegenteil, es liegt im Interesse der Exchanges möglichst hohe Hürden (Austrittsbarrieren) aufzubauen. Kein Unternehmen der Welt hat ein großes Interesse daran, den Wettbewerb untereinander zu fördern * Um einen Node zu betreiben, müssten Bitcoins auf Hot-Wallets liegen. Damit wären Einlagen der Nutzer in Gefahr * Bitcoin ist ein relativ simples Protokoll. Lightning dagegen ist unheimlich komplex und weit davon entfernt, wirklich produktiv eingesetzt werden zu können. Je komplexer eine Software jedoch ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und möglichen Angriffen. Ich bezweifel, dass sich große Exchanges als Beta-Tester zur Verfügung stellen und die bestehenden Risiken eingehen werden * Durch den Betrieb eines Nodes fungiert eine Exchange als Money-Transmitter. Exchanges können aber nicht kontrollieren, welcher Sender Bitcoins an an welche Emfpänger sendet. Dies müssen sie aber, um die Regeln des KYC (Know Your Customer) und AML (Anti-Money Laundering) zu erfüllen Lightning ist ein erster interessanter Ansatz, um 2nd Layer Lösungen auf die Blockchain zu bringen. Meines Erachtens ist es im Grunde nur für wenige Einsatzszenarien geeignet. Ganz sicher aber nicht, um hohe Beträge zu transferieren, sondern eher, um wiederkehrende Mikrotransaktionen zu ermöglichen. Für mich ist Lightning eher eine Alternative zu IOTA.
  14. Thiasos

    Bitcoin vs Bitcoin Cash: Diskussion

    Kleine Korrektur. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat Gregory Maxwell Blockstream bereits im November verlassen. Quelle: https://lists.linuxfoundation.org/pipermail/bitcoin-dev/2018-January/015586.html
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