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Adrian

Möglicherweise Bitcoin Betrug

Empfohlene Beiträge

Moment, Moment, hier geht einiges durcheinander. Da ich in einem früheren Leben mal in der Betrugsabteilung einer Bank gearbeitet habe, erlaube ich mir durchaus qualifizierte Aussagen. Die 15.000 Euro gelten für bestimmte Geldwäsche-relevante Geschäftsfälle AUSSERHALB einer bestehenden Geschäftsbeziehung, insb. Bareinzahlungen. Wenn ich z.B. in eine Bank gehe und 15.000 Euro bar mit Zahlschein überweisen will, dann muss die Bank mich identifizieren (vermutlich hat sie intern sicherheitshalber eine geringere Grenze festgesetzt, sofern sie solche Geschäfte überhaupt noch macht).

 

Mit dem UNBAREN Zahlungsverkehr auf einem bestehenden Konto (Geschäftsbeziehung) hat das nichts zu tun. Bei der Begründung dieses Kontos bist Du jedoch zu identifizieren, das gebietet neben den - übrigens europaweit weitgehend einheitlichen - Geldwäscheregeln auch die deutsche Abgabenordnung, um prinzipiell Ermittlungen in Steuersachen zu ermöglichen. Die zum Konto gehörenden Buchungsunterlagen sind nach Vorgaben der Abgabenordnung und den Buchführungspflichten des HGB zehn Jahre durch die Bank aufzubewahren.

 

Du kannst grundsätzlich auf einem Konto so viel Millionen hin und her bewegen, wie Du lustig bist, das ist vom Gesetzgeber nicht reglementiert. Allerdings bist Du vertraglich bei den hier genannten Banken sicher auf eine private und keinesfalls gewerbliche Nutzung des Kontos festgelegt. Das wollen die Banken auch relativ strikt befolgt wissen, da bei gewerblichen Transaktionen schärfere Kontrollpflichten gelten, die insb. Direktbanken nicht leisten können oder wollen, da der Personaleinsatz von Geldwäschespezialisten zu teuer ist. Ganz unabhängig von der gewerblichen Nutzung kündigen diese Banken in der Regel beim ersten Vorfall, denn auch ein Fortsetzen der Geschäftsbeziehung würde unter Umständen ein gesondertes Monitoring nach sich ziehen, die Bank ist nach dem Vorfall bösgläubig. Da wir in Deutschland Vertragsfreiheit haben, kann die Bank eine Kontobeziehung nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ohne Angabe von Gründen fristgemäß kündigen. Die werden den Teufel tun, Begründungen oder Kriterien bekannt zu geben oder zu diskutieren.

 

Nur am Rande sei erwähnt, dass ein gebuchter Geldeingang aus einer Überweisung nicht rückgängig gemacht werden kann, die Bank verstößt anderenfalls gegen den abgeschlossenen Girovertrag. Das diese Gutschrift auf Grundlage eines Zahlungsvertrages zwischen Banken geschah, bei dem die Absenderbank irrigerweise davon ausging, einen - mangels Willenserklärung des tatsächlichen Kunden - nicht bestehenden Überweisungsvertrag zu erfüllen, ist für die Wirksamkeit der Gutschrift unbeachtlich. Zugegeben, die Erkenntnis hilft in einem ersten Schritt wenig, wenn die Empfängerbank aus vorauseilendem Gehorsam bzw. zur Pflege der gegenseitigen Beziehung erst einmal durch Buchung/Sperrung materielle Fakten schafft. Eine rechtliche Auseinandersetzung dürfte für die Bank aber kaum zu gewinnen sein. Wenn ich in einem Geschäft per Vorauskasse zahle und die Vorauskasse durch eine gefälschte Überweisung von einem mir bekannten Konto erreiche, so wird der Händler auch eine Rückzahlung des Geldes zu Recht verweigern, wenn er die Ware schon herausgegeben hat. Ist doch Sache der Bank für die Sicherheit ihrer abgehenden Zahlungen zu sorgen. Wenig anders ist es hier. Der reinen Lehre nach muss die Absenderbank sehen, wo sie Ihr Geld herbekommt, denn die ist die Geschädigte (nicht etwa der vermeintlich überweisende Kontoinhaber).

 

Und bankfachlich noch am Rande: Leider ist die Verifikation der Konten nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, da im Fall der erfolgreichen Übernahme des Onlinezugangs ja auch die Zahlungseingänge für einen Angreifer sichtbar sind.

 

Gruß

Stonie

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Um dem Problem mit betrügerischen Überweisungen zu begegnen: Man könnte im Käuferprofil angeben, wie oft und wann (Staffelung: letzte Woche, Monat, Jahr, ähnlich wie bei eBay, Amazon usw.) jemand erfolgreich mit seiner verifizierten Bankverbindung erfolgreich überwiesen hat. Um Betrug vorzubeugen, werden erstens nur Trades gezählt, die beim BTC-Kurs nicht mehr als bspw. 10% vom aktuellen Kurs abgewichen sind, und zweitens mehrere Trades mit dem gleichen Verkäufer nur einmal gezählt.

bearbeitet von espach

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Inwieweit würde das einen Mehrwert bringen?

 

Schon heute kann ich sehen (auch zeitlich differenziert), wie oft jemand als Käufer erfolgreich war. Am Verhältnis der bewertungsrelevanten Geschäfte zu allen kann ich auch sehen, ob Geschäfte mit verschiedenen Tradern abgeschlossen wurden. Da seit einem halben Jahr oder so nur noch Geschäfte mit verifizierten Konten möglich sind und der Support m.E. Betrüger zuverlässig hinauswirft, gibt es all das, was Du forderst.

 

Gruß

Stonie

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Danke für die Aufklärung. Was bewertungsrelevante Geschäfte sind, war mir noch nicht bewußt.

 

Dann verbleibt nur die Beschränkung der Bewertungen auf Trades, die nicht allzu stark vom aktuellen Kurs abweichen, als Neuwert in meinem Vorschlag ;-)

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Aber warum ... und warum gerade 10%? Bin ich weniger vertrauenswürdig, weil ich beim Kurs von 7,50 zu 8,30 gekauft habe? Warum soll die Bewertung nicht zählen? Fingierte Deals würde ich auch zu normalen Werten hinbekommen und wer das macht, zahlt hier für jeden Deal 1%. Wenn überhaupt, könnte man Deals über geringe Mengen außen vor lassen (z.B. nur 0,1 BTC oder so).

 

Einen Mehrwert sehe ich darin aber nicht unbedingt.

 

Gruß

Stonie

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Eine starke Abweichung vom aktuellen Kurs dürfte die einfachste Möglichkeit sein, erfolgreiche Trades mit mehreren Accounts vorzutäuschen, um ein entsprechend positives Profil zu generieren. Allerdings dürfte das sicher auch mit einem Preis nahe am aktuellen Kurs gut machbar sein.

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@Oliver_Flaskämper

Ich habe vergangene Woche die Bestätigung über die Einstellung des Verfahrens an den Support geschickt und seitdem ist nichts passiert. Es ist nicht einmal eine kurze Rückmeldung erfolgt, dass der Fall jetzt bearbeitet wird (abgesehen von eurer automatisierten Mail). Wie ist denn da die Abwicklung bei euch? In welcher Form erfolgt die Entschädigung und wann?

Danke schon mal im Voraus für die Infos.

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@Oliver_Flaskämper

Ich habe vergangene Woche die Bestätigung über die Einstellung des Verfahrens an den Support geschickt und seitdem ist nichts passiert. Es ist nicht einmal eine kurze Rückmeldung erfolgt, dass der Fall jetzt bearbeitet wird (abgesehen von eurer automatisierten Mail). Wie ist denn da die Abwicklung bei euch? In welcher Form erfolgt die Entschädigung und wann?

Danke schon mal im Voraus für die Infos.

 

Aktuell sind wir - trotz der Einstellung neuer Mitarbeiter - wieder etwas hinterher mit der Bearbeitung von Support-Tickets. Das geht aber aktuell wohl allen Bitcoin-Börsen so. Der Ansturm neuer User (aktuell 1.000 pro Tag bei bitcoin.de) fordert seinen Tribut. Können Sie mir die Ticket-ID per PM schicken? Ich schau mir das dann mal an.

 

Viele Grüße,

Oliver Flaskämper

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Hallo,

 

auf meine Überweisung per Sepa (ein vierstelliger Betrag) wurde jetzt seit 4 Tagen nicht reagiert. Mein Handelspartner ist irgendeine Briefkastenfirma in der Schweiz. Nichts gegen die Schweiz, aber muss ich mir Sorgen machen?

 

Vielen Dank.

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Am Wochenende hat deine Bank wahrscheinlich nichts getan. Mit Glück am Montag. Wenn sich eine der Banken noch einen Tag Luft verschafft hat ist es durchaus drin, daß der Empfänger das erst heute nach Ende des Bankarbeitstages sehen kann. Ich würde mir erst morgen Abend sorgen machen.

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Sind viele hier einige User einfach zu Blöd oder wollen die mich abziehen. Habe schon wieder eine Überweisung von einem Falschen Konto erhalten.

Wie geht ihr da vor? Geld einfach zurücksenden, aber kann er dann rechtlich gegen mir vorgehen?

bearbeitet von eiswuerfel

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