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Kryptowährung und Zukunft aus libertärer Sicht

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vor 9 Minuten schrieb cash365:

Zum Zins. Rein technisch kann man es anders betrachten. ..aber das Endergebnis bleibt doch das gleiche. Wer einen Grundstock an Kapital besitzt, wird durch den Verleih Kapital erwirtschaften, welches wiederum Kapital erwirtschaftet. Reich wird eben reicher, weil der verliehene Zins auch seinen Zins fordert....

Oder Irre ich hier total in einer Endlosschleife? 

 

Du hast schon Recht. Kryptos sind nicht dazu da, zu verhindern, dass Reiche noch reicher werden, sondern zu verhindern, dass durch Inflation unfreiwillige Enteignung stattfindet.

Dem Libertarismus ist es auch egal, wenn Reiche durch freiwillige Interaktionen noch reicher werden. Es geht darum, dass die Armen oder Mittelständischen nicht durch unfreiwillige Regulationen noch ärmer werden.

bearbeitet von IchhabCoinGeld

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vor 59 Minuten schrieb IchhabCoinGeld:

Man kann sogar einzelne Privatkontrakte mit Privatverleihern machen

Momentan sagt man noch "Kredithai" 

(Scnr:-)) 

Wenn das dazu führen würde, dass wir aus unserem fiktiven Grundgesetz den Passus "Bei Geld hört die Freundschaft auf" endlich Mal streichen können, bin ich dabei :)

Edith sagt: es geht mir auch gar nicht ums Recht haben... nur wenn ich mir das früher gern als Beispiel genommene Schachbrett mit den Reiskörnern vor Augen halte, frage ich mich halt ernsthaft, wie lange das funktionieren sollte, ein "gerechtes" und stabiles Währungssystem mit der Möglichkeit, Kapital zu erwirtschaften, indem ich Kapital verleihe...

Generell denke ich, es wird immer an der Gier und dem Streben nach Macht scheitern, egal was für tolle Systeme man entwickelt....

 

bearbeitet von cash365

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vor 4 Minuten schrieb cash365:

Wenn das dazu führen würde, dass wir aus unserem fiktiven Grundgesetz den Passus "Bei Geld hört die Freundschaft auf" endlich Mal streichen können, bin ich dabei :)

Haha, im Sinne von "Bei Geld hört die Freundschaft auf, aber beim Zins fängt sie wieder an?" 😁

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vor 24 Minuten schrieb cash365:

Der mir unterstellte Überlegenheitsgedanke trifft nicht zu. Auch liegst es mir fern, Menschen beleidigen zu wollen.

Aber der feste und unerschütterliche, verinnerlichte Glaube an nicht objektiv nachprüfbare Gottheiten, Jesus und andere Figuren aus entsprechenden Schriften und deren Einfluss auf unsere biologischen Zustände und ihre Wichtigkeit im Hinblick auf den Zustand des Todes entspricht nunmal der Definition des Wahns. Ausnahme ist der Punkt der Beeinträchtigung der Lebensführung, da diese Form von  Überzeugung der inhaltlichen Denkstörung gesellschaftlich akzeptiert ist.

Natürlich gebe ich dir recht, dass das hier der falsche Rahmen für solche Diskussionen ist und werde das akzeptieren.

Danke.

vor 24 Minuten schrieb cash365:

Zum Zins. Rein technisch kann man es anders betrachten. ..aber das Endergebnis bleibt doch das gleiche. Wer einen Grundstock an Kapital besitzt, wird durch den Verleih Kapital erwirtschaften, welches wiederum Kapital erwirtschaftet. Reich wird eben reicher, weil der verliehene Zins auch seinen Zins fordert....

Oder Irre ich hier total in einer Endlosschleife? 

 

Wenn man unterstellt, dass das Geld vorher durch eigene Arbeit entstanden ist, ist das auch so okay, weil man seine in Geld "gespeicherte Arbeit" nicht selbst nutzt, sondern anderen zur Verfügung stellt. Wenn man keine in Geld "gespeicherte Arbeit" hat, muss man seine direkte Arbeit verkaufen und erhält dafür Lohn.

Wenn man nun das Geld zum Beispiel erbt, ist dass schon etwas komplizierter. Ist die Arbeitskraft der Eltern für ihre Kinder, dass es ihnen besser geht, nicht gut angelegt? In der Evolution ist es ja das Ziel, seine Gene weiter zu geben. Um das optimal zu machen, bauen Vögel Nester und füttern die Jungtiere, Menschen bringen da eben noch mehr für ihre Kinder auf.

Wenn man es natürlich aus der Sicht des Neids betrachtet, ist es natürlich ein Problem. Der hat und ich nicht.

Wenn das Geld irgendwie durch Unrecht beschafft wurde, stimmt die obere Argumentation nicht mehr. Aber dies ist dann nicht der Fehler des Zins, sonder die unrechtmäßige Beschaffung des Geldes.

Wenn ein Goldschmied damals mehr Schuldscheine ausgestellt hatte, als er wirklich Gold in seinen Tresoren hatte, und darauf (also auf nichts) Zinsen erhob, war das Betrug.

Heute nennt man es im Bankwesen anders. FIAT-Geld

Und genau deshalb sind viele hier und beschäftigen sich mit der Krypto-Währung.

 

Axiom

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vor 38 Minuten schrieb Axiom0815:

Danke.

Wenn man unterstellt, dass das Geld vorher durch eigene Arbeit entstanden ist, ist das auch so okay, weil man seine in Geld "gespeicherte Arbeit" nicht selbst nutzt, sondern anderen zur Verfügung stellt. Wenn man keine in Geld "gespeicherte Arbeit" hat, muss man seine direkte Arbeit verkaufen und erhält dafür Lohn.

Aber da liegt doch für mich immer noch das Problem. Ich traue nun zurecht nicht mehr dem Goldschmied mit seinen Schuldscheinen, sondern (angeregt durch deine Signatur) der Mathematik.

Und wenn ich dann nicht nur für meine, sondern auch für die in Geld gespeicherte Arbeit anderer (dem Zins also) wieder in Geld gespeicherte Arbeit anderer bekomme...

Dann sagt mir die frühe Mathematik mit ihrer Weizenkornlegende ja, dass das nicht funktionieren kann. Welche Möglichkeiten habe ich dann?

Auf der ersten Seite war irgendwo das Argument, Angebot und Nachfrage würden dann auch den Zins bestimmen. Solange wir wirtschaftlich auf ständiges Wachstum ausgerichtet sind, wird die Nachfrage hoch bleiben. Und durch die Mathematik findet wieder eine Umverteilung von unten nach oben statt.

So dass letztendlich nach einer gewissen Zeit nur die Anbieter den Zins bestimmen. Denn sie bestimmen, ob sie verleihen oder nicht...Wer genug hat, hat ja die Alternative. Wer nichts oder wenig hat und mehr will, muss sich unterwerfen und fügen... (hier kommt ja dann die moralische Verpflichtung den Kindern gegenüber sehr schön zum tragen)

Na ja, und der Neid, der wird wohl immer Teil jeder Gesellschaft bleiben...

Aber ich stimme dir und IchhabCoinGeld natürlich zu, dass es besser ist, ein System etablieren zu wollen, das dem jetzigen gegenüber zumindest geringfügige Vorteile bietet, statt sich der utopischen Vorstellung hinzugeben, dass die geistig und emotional vom System global verdorbene Gesellschaft den intrinsischen Antrieb hat, sich grundlegend zu ändern...

 

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vor 22 Minuten schrieb cash365:

Und wenn ich dann nicht nur für meine, sondern auch für die in Geld gespeicherte Arbeit anderer (dem Zins also) wieder in Geld gespeicherte Arbeit anderer bekomme...

Dann sagt mir die frühe Mathematik mit ihrer Weizenkornlegende ja, dass das nicht funktionieren kann. Welche Möglichkeiten habe ich dann?

Du sprichst von Zinseszins, also ein exponentiellen Wachstum. Das schiebt Bitcoin den Riegel vor, weil es auf 21 Mio Coin begrenzt ist.
Man kann gerne versuchen, immer wieder das Geld + Zins weiter zu verleihen, aber es geht nicht unendlich. Dem exponentiellen Wachstum wird abgeschnitten, weil Du keinen mehr findest, der Dir Zinsen zahlt. Die einen Mathematische Kurve wird also durch die andere abgeschnitten.

Aber schon vorher beginnt ein gesellschaftliches Ungleichgewicht.Um Dir das zu verdeutlichen. stelle Dir mal eine neue Krypto-Währung vor, wo es max. 21 Mio Coin gibt. die aber nicht geminet werden, sonder bei Start alle Dir gehören. Welchen Erfolg hat wohl die Währung und welchen Wert der Coin?

Noch ein Gedanke: Geld leiht man sich nicht für Konsum, sondern um damit etwas zu schaffen, im günstigen Fall ein Mehrwert, der neben den Zinsen, weiteren Mehrwert schafft, dass etwas übrig bleibt. Man also nicht verarmt, sondern sich selber auch Wohlstand schafft.

Axiom

bearbeitet von Axiom0815
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Wie soll sich denn Macht verschieben, wenn sich die Eigentumverhältnisse nicht verändern? Das kapitalistische Prinzip bleibt doch erhalten. Es wird doch weiterhin der Großteil keine andere Möglichkeit haben, als seine Arbeitskraft an irgendwelche achsofleißigen Unternehmer zu verkaufen, die den erzeugten Mehrwert in ihre Taschen stecken.

Und genau das ist es doch, was ihr "libertären" (dass ich nicht lache!) Demagogen wollt.

 

bearbeitet von xSBx

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vor 18 Minuten schrieb Axiom0815:

Geld leiht man sich nicht für Konsum, sondern um damit etwas zu schaffen, im günstigen Fall ein Mehrwert, der neben den Zinsen, weiteren Mehrwert schafft, dass etwas übrig bleibt. Man also nicht verarmt, sondern sich selber auch Wohlstand schafft.

Axiom

Und der Mehrwert will "konsumiert" werden :) 

Da müsste man jetzt in die große Werte Diskussion gehen...Hat es wirklich einen "Wert", das zehnmilliardste dicke Auto, das produziert wird? Hat die Unmenge an Überangeboten, die wir uns als "Mehrwert" schaffen, wirklich einen Wert? 

Was und vor allem wer ist es wert, wert zu sein? 

Aber wie die Religion, ein viel zu großes Thema für ein Forum...Zumindest, solange es kein Philosophen Forum ist :)

In diesem Sinne

schönes Wochenende

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vor 42 Minuten schrieb cash365:

Dann sagt mir die frühe Mathematik mit ihrer Weizenkornlegende ja, dass das nicht funktionieren kann. Welche Möglichkeiten habe ich dann?

Da liegt der Hase im Pfeffer. Die Weizenkornlegende sagt lediglich, dass ein extrem hoher Betrag als exponentielle Funktion (y=2^x mit x=64) "kaschiert", für einen mathematischen Laien niedrig aussieht. Der exponentielle Wachstum beim Zinseszins wird beim Fiatgeld durch Inflation ausgeglichen. Da es bei Kryptos keine Inflation gibt, bricht das exponentielle Wachstum von Zinseszins bei einer Obergrenze abrupt ab, wie Axiom erklärt hat.

Selbst wenn Geldverleiher in einem deflationaerem System wie mit Kryptos, die zahlenmäßige Wachstumsgrenze einkalkulieren und den Zinseszins so festlegen, dass er rein zahlenmäßig immer niedriger wird, so dass sich die Wachstumskurve asymptotisch an eine Wachstumsgrenze annähert, bleiben der reale technische und gesellschaftliche Fortschritt aber weiterhin exponentiell, Waren werden immer billiger, und zwar exponentiell, bzw. die angebotene Leistung der Ware wächst exponentiell. Man schaue sich das Leistungswachstum von Computern und Handys an. Es gibt keine Obergrenze und es gibt keinen Nachteil. Vor 30 Jahren waren riesige Handys Luxusprodukte, heute besitzt ein Großteil der Bevölkerung der dritten Welt Smartphones, die in die Hosentasche passen.

Es ist wie Axiom sagt: Alle profitieren davon. Der, der sich Geld leiht, wird nicht verarscht, sondern schafft sich auch Wohlstand.

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vor 17 Minuten schrieb cash365:

Und der Mehrwert will "konsumiert" werden :) 

Da müsste man jetzt in die große Werte Diskussion gehen...Hat es wirklich einen "Wert", das zehnmilliardste dicke Auto, das produziert wird? Hat die Unmenge an Überangeboten, die wir uns als "Mehrwert" schaffen, wirklich einen Wert? 

Was und vor allem wer ist es wert, wert zu sein?

Die Antwort ist simpel: In einem libertären System entscheidet das jeder freiwillig für sich, ohne Zwang von außen. Wenn du dein Geld für Konsum ausgeben willst, darfst du das.

Wenn jemand aber Geld für etwas "wertvolleres" als Konsum ausgeben will, so entsteht ein Bedarf, der in einem libertären System sehr schnell mit einem passenden Angebot beantwortet wird. Weil es gibt keine staatliche Beeinflussung, so dass sich bestimmte Angebote von vornherein nicht lohnen.

bearbeitet von IchhabCoinGeld
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vor einer Stunde schrieb xSBx:

Wie soll sich denn Macht verschieben, wenn sich die Eigentumverhältnisse nicht verändern? Das kapitalistische Prinzip bleibt doch erhalten. Es wird doch weiterhin der Großteil keine andere Möglichkeit haben, als seine Arbeitskraft an irgendwelche achsofleißigen Unternehmer zu verkaufen, die den erzeugten Mehrwert in ihre Taschen stecken.

vor 1 Stunde schrieb cash365:

 

Was sich durch den Libertarismus zugegebenermaßen nie ändern wird, ist das Prinzip der Ungleichheit, also dass Menschen zu einem bestimmtenen Zeitpunkt unterschiedlich viel besitzen. Dass alle gleich viel besitzen ist nicht Ziel des Libertarismus, denn im Libertarismus geht es darum, dass jeder auf freiwilliger und selbstverantwortlicher Basis mit anderen Menschen in Handel von Leistungen treten kann (wenn er zB seinen Besitz vergrößern will). Natürlich ist die Freiwilligkeit nur relativ größer als zum jetzigen, stark staatlich reguliertem System, und keine "absolute" Freiwilligkeit. Aber allein das ist schon ein großer Sprung, wie der Unterschied zwischen Monarchie und heutiger "Demokratie".

Es gibt zumindest nicht mehr den Fall, wo die Ungleichheit dadurch verursacht wird, dass die Reichen die Politik beeinflussen und diese wiederum den Markt durch staatliche Gewalt beeinflusst, damit die Reichen noch reicher werden. Alles bleibt gleich, man subtrahiert nur den Zwang und die Gewalt aus der Gleichung.

bearbeitet von IchhabCoinGeld

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vor 1 Stunde schrieb IchhabCoinGeld:

Dass alle gleich viel besitzen ist nicht Ziel des Libertarismus, denn im Libertarismus geht es darum, dass jeder auf freiwilliger und selbstverantwortlicher Basis mit anderen Menschen in Handel von Leistungen treten kann (wenn er zB seinen Besitz vergrößern will).

Ich glaube, der markierte Punkt ist ein weiterer, der die Gesellschaft mit daran hindert, sinnvolle Gesellschaftsformen zu etablieren.

Denn Eigenverantwortung übernehmen ist anstrengend. Und man muss die Konsequenz der eigenen Fehler selbst ausbaden. Man merkt das ja auch in Unternehmen und Verwaltungen. Irgendwo findet sich immer ein anderer "schuldiger" und Verantwortung wird hin- und her geschoben.

Ach ja, und natürlich der Neid, der ja schon erwähnt wurde. Es gab mal Experimente, da haben die Menschen lieber auf mehr Geld verzichtet, solange die Wahl sie nur in die Lage versetzt hat, mehr als die anderen zu haben.

Auch wenn die Wahl, dass die anderen mehr hätten, die gewesen wäre, in der man selbst wesentlich mehr besessen hätte...

(Quelle hab ich gerade nicht, sorry. Ich sollte jetzt auch endlich mal aufhören zu diskutieren ;) )

bearbeitet von cash365

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vor 6 Stunden schrieb cash365:

Ich glaube, der markierte Punkt ist ein weiterer, der die Gesellschaft mit daran hindert, sinnvolle Gesellschaftsformen zu etablieren.

Denn Eigenverantwortung übernehmen ist anstrengend. Und man muss die Konsequenz der eigenen Fehler selbst ausbaden. Man merkt das ja auch in Unternehmen und Verwaltungen. Irgendwo findet sich immer ein anderer "schuldiger" und Verantwortung wird hin- und her geschoben.

Dass Eigenverantwortung übernehmen schwer ist, ist eher ein Beweis, warum der Übergang von einer bevormundeten in eine libertäre Gesellschaft schwer ist. Ist die libertäre Gesellschaft etabliert, hat man keine andere Option, als eigenverantwortlich zu sein, außer man tritt freiwillig einer Untergesellschaft (zB einer kommunistischen) bei, die in einem libertären System ja beliebig gegründet werden kann. Man wird nur nicht vom Staat gezwungen, in der einen oder anderen Gesellschaftsform zu leben.

 

vor 6 Stunden schrieb cash365:

Ach ja, und natürlich der Neid, der ja schon erwähnt wurde. Es gab mal Experimente, da haben die Menschen lieber auf mehr Geld verzichtet, solange die Wahl sie nur in die Lage versetzt hat, mehr als die anderen zu haben.

Auch wenn die Wahl, dass die anderen mehr hätten, die gewesen wäre, in der man selbst wesentlich mehr besessen hätte...

Es steht ja jedem selbst überlassen, ob er neidisch ist oder nicht. Es gibt keine Gesellschaft, die den Neid verbieten kann oder sollte (!). Das wäre ja ein krasser Eingriff in die menschliche Gefühlswelt.

Nur ist halt die Frage: Bist du lieber neidisch auf jemanden, der mehr hat als du, oder bist du lieber in einem System, in dem der, der mehr hat als du, gegen seine Einwilligung enteignet wird, nur damit du dich weniger neidisch fühlst?

Was machen wir mit dir, wenn einer neidisch auf Dich ist? So Leute gibts doch sicherlich auch? Sollte der Staat deshalb in Deine Rechte eingreifen?

bearbeitet von IchhabCoinGeld

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vor 36 Minuten schrieb IchhabCoinGeld:

Dass Eigenverantwortung übernehmen schwer ist, ist eher ein Beweis, warum der Übergang von einer bevormundeten in eine libertäre Gesellschaft schwer ist. Ist die libertäre Gesellschaft etabliert, hat man keine andere Option, als eigenverantwortlich zu sein, außer man tritt freiwillig einer Untergesellschaft

Inhaltlich sind wir da einer Meinung. Dann habe ich es wohl nicht verständlich genug formuliert.

vor 36 Minuten schrieb IchhabCoinGeld:

Wenn dir Sportwagen so wenig bedeuten, wieso kritisierst du Leute, die sich welche kaufen?

Ich kritisiere nicht die Leute, die sich irgendwas kaufen. Solange meine persönliche Leistung nicht für deren Bedürfnis herhalten soll, so what?

Ich hinterfrage den Sinn dahinter, auf diesen Gebieten so massiv in den Verschleiß von Ressourcen und in die Überproduktion zu gehen. Und ja, ich verstehe nicht, warum Menschen Autos generell dermaßen huldigen, dass viele sogar bereit sind, große Mengen ihrer in Geld gespeicherter Arbeit in diese Objekte zu investieren. Um z.B. irgendwelche besonderen Felgen zu haben, die man sowieso kaum sieht, weil man drin hockt und fährt :)

Aber damit kritisiere ich nicht den einzelnen Käufer, sondern den Markt, der alleine schon aus dem Profitgedanken und der Gier diese Bedürfnisse immer weiter schürt und befriedigt...

Und... Ich bin tatsächlich in der glücklichen Lage, darauf nicht neidisch zu sein. Und das genau aus der Freiwilligkeit heraus, die du beschreibst. Niemand zwingt mich, neidisch zu sein. Egal in welchem System ich lebe und egal, was das System mit anderen macht. MEINE freie Entscheidung... Aber fairerweise dazu gesagt; Das System macht es einem nicht leicht und es ist ein aufwendiger emotionaler Prozess. Daher kann ich auch behaupten, ich weiß, dass Eigenverantwortung eine anstrengende Sache sein kann...

bearbeitet von cash365

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vor einer Stunde schrieb cash365:

Ich kritisiere nicht die Leute, die sich irgendwas kaufen. Solange meine persönliche Leistung nicht für deren Bedürfnis herhalten soll, so what?

Es ist ein freiwilliger Tauschhandel. Eine Firma braucht eine Leistung, du bietest eine Leistung und brauchst Geld. Was aus dem aus deiner Leistung resultierenden Profit geschieht, ist ja nicht Teil der Vereinbarung. Wenn es dich stört, keiner zwingt dich, für einen bestimmten Arbeitgeber zu arbeiten.

Der Unterschied zwischen dem Staat und einem Privatbetrieb ist: Apple, Google oder McDonald's schmeißen dich nicht ins Gefängnis, wenn du nicht für sie, sondern lieber für AlNatura, Demeter oder die Caritas arbeiten möchtest.

vor einer Stunde schrieb cash365:

Ich hinterfrage den Sinn dahinter, auf diesen Gebieten so massiv in den Verschleiß von Ressourcen und in die Überproduktion zu gehen. 

Darüber mache ich mir keine Sorgen. Jede Verknappung sollte in einer libertären Gesellschaft automatisch zu starkem Preisanstieg führen, so dass automatisch der Anreiz für alternative Ressourcen ansteigt. Nur in staatlich erzwungenen Planwirtschaften (siehe zB chinesischer Kommunismus unter Mao) kann es zu extremem Ressourcenverschleiß mit konsekutiven Hungersnoeten kommen.

 

vor einer Stunde schrieb cash365:

Und ja, ich verstehe nicht, warum Menschen Autos generell dermaßen huldigen, dass viele sogar bereit sind, große Mengen ihrer in Geld gespeicherter Arbeit in diese Objekte zu investieren. Um z.B. irgendwelche besonderen Felgen zu haben, die man sowieso kaum sieht, weil man drin hockt und fährt :)

Wir führen eine ökonomische und keine psychologisch/paedagogische Diskussion. Warum jemand Autos gut findet, ist seine private Psychologie und legitim, solange er es sich Autos nicht mit Gewalt geholt hat.

 

vor einer Stunde schrieb cash365:

Aber damit kritisiere ich nicht den einzelnen Käufer, sondern den Markt, der alleine schon aus dem Profitgedanken und der Gier diese Bedürfnisse immer weiter schürt und befriedigt...

Der (freie) Markt ist unmoralisch und vorurteilslos. Er setzt jeder Nachfrage ein Angebot gegenüber. Wenn es ein Bedarf nach Autos gibt, entsteht bald ein Angebot darauf. Der Markt fragt dich nicht danach, wie DU persoenlich bestimmte Bedarfe oder Angebote nach Moral oder Sinnhaftigkeit wertest. Und das ist gut so, sonst hätten wir eine Diktatur mit dir als Diktator.

 

vor einer Stunde schrieb cash365:

Ich bin tatsächlich in der glücklichen Lage, darauf nicht neidisch zu sein. Und das genau aus der Freiwilligkeit heraus, die du beschreibst. Niemand zwingt mich, neidisch zu sein. Egal in welchem System ich lebe und egal, was das System mit anderen macht. MEINE freie Entscheidung... Aber fairerweise dazu gesagt; Das System macht es einem nicht leicht und es ist ein aufwendiger emotionaler Prozess. Daher kann ich auch behaupten, ich weiß, dass Eigenverantwortung eine anstrengende Sache sein kann...

Stimmt. Auch die jetzige nichtlibertäre Welt bietet bereits viele Freiheiten.

bearbeitet von IchhabCoinGeld
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vor 10 Stunden schrieb xSBx:

Und genau das ist es doch, was ihr "libertären" (dass ich nicht lache!) Demagogen wollt.

 

Die Menschen wenden sich dem Libertarismus nicht hin, weil sie von Demagogie verführt wurden, sondern weil sie die Nase voll haben, wie aktuell in der Politik mit uns Menschen umgesprungen wird.

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vor 26 Minuten schrieb IchhabCoinGeld:

Der (freie) Markt ist unmoralisch und vorurteilslos. Er setzt jeder Nachfrage ein Angebot gegenüber. Wenn es ein Bedarf nach Autos gibt, entsteht bald ein Angebot darauf. Der Markt fragt dich nicht danach, wie DU persoenlich bestimmte Bedarfe oder Angebote nach Moral oder Sinnhaftigkeit wertest. Und das ist gut so, sonst hätten wir eine Diktatur mit dir als Diktator.

Im freien Markt könnte das funktionieren. Aktuell ist dieser jedoch höchst manipulativ. Er setzt nicht einem Bedarf ein Angebot gegenüber. Er erzeugt mit künstlichen erschaffenen Bedürfnissen und künstlicher Verknappung eine nicht natürliche (unfreie) Nachfrage. Einzig mit dem Ziel, sich selbst zu befriedigen. (Sorry für das Wortspiel)

bearbeitet von cash365
Satzbau
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vor 2 Minuten schrieb cash365:

Im freien Markt könnte das funktionieren. Aktuell ist dieser jedoch höchst manipulativ. Er setzt nicht einem Bedarf ein Angebot gegenüber. Er arbeitet mit künstlichen Bedürfnissen und künstlicher Verknappung und erzeugt dadurch eine nicht natürliche (unfreie) Nachfrage.

Das ist absolut wahr.

bearbeitet von IchhabCoinGeld

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vor 2 Minuten schrieb cash365:

Einzig mit dem Ziel, sich selbst zu befriedigen. (Sorry für das Wortspiel)

Das habe ich nicht verstanden. Der Markt ist doch nur ein abstrakter Begriff, wie kann er sich selbst befriedigen?

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Geldverleih ist/sollte dasselbe sein wie ein Investment: ich verleihe Geld bzw. gebe es aus, weil ich darauf spekuliere, dass es vermehrt wird. Ein Risiko an Verlust (bis hin zum Totalverlust) ist immer dabei. Dass die Kreditvergabe ein Mittel der Vermehrung des Fiatgeldes ist, heisst nicht dass Kreditevergabe an sich schlecht ist, sondern die Ausnutzung derer zur Geldschaffung.

Ein paar Worte zu Moral und Religion kann ich mir nicht verkneifen:

Wir leben in einer Gesellschaft (zumindet einige), in der wir es uns erarbeitet haben bzw. in der wir es uns erlauben können, Wissenschaft und absoluten Empirismus als einzig wahre Ideologien anzuerkennen. Es gab und es gibt Zeiten, in denen für das Überleben einer Gesellschaft die absolute Wahrheit nicht so entscheidend ist wie psychische, soziale und gesellschaftliche Stärke/Zusammenhalt. Für den Fortbestand einer Gesellschaft zählt nur, WIE sie mit den Herausforderungen umgehen kann, denen sie sich gestellt sieht. Ob das durch eine Religion mit strengen Regeln oder durch akribisch empirische Wissenschaft geschieht, ist egal. Wenn der Mensch überlebt, hat er überlebt. Die Religionen/Morallehren die es bis heute gibt, hatten evolutionäre Vorteile eingespielt, während jene Religionen/Morallehren, die nicht zum Fortbestand beigetragen haben, ausgestorben sind. Also hat die Religion ihre Daseinsberechtigung alleine aufgrund der Tatsache dass sie schon da ist, was ist denn eine bessere Daseinsberechtigung als das jahrtausendelange Dasein selbst? ;) Und auch heute, in der Wissenschaft und Logik vermehrt als Geldquelle -> sozialer Status -> evolutionärer Vorteil zählt, gibt es durchaus auch immer noch Nutzen von Religion, Moral, Glaubenskonzepten oder sogar auch ideologischen Modetrends. Vor ca. 2000 Jahren als lose Glaubensgeschichten in starke und mächtige Religionen verpackt wurden, herrschte eben der Zeitgeist der dies als notwendigen Schritt erfordert hat. Heute sind wir an einem Punkt angelangt, an dem man mit Wissenschaft und Logik schneller an Macht gelangen kann. Die Ideologien haben an sich nichts mit Fort- und Rückschritt zu tun, denn sie sind nur in den Köpfen. Für die Fort- und Rückschrittlichkeit einer Ideologie kann nur der tatsächliche Fortbestand, die Vermehrung oder das Aussterben als Maßstab genommen werden.

bearbeitet von qwerasadf

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freie konkurrierende währungen und ein starker staat

müssen kein widerspruch sein
ganz im gegenteil
der staat hat sogar stark dafür zu sorgen dass es nicht zu monopolen kommt
egal ob staatliche oder private (wie in den VSA)

wenn
die menschen in dem staat das auch mehrheitlich wünschen

 

 

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6 hours ago, E20 said:

freie konkurrierende währungen und ein starker staat

müssen kein widerspruch sein
ganz im gegenteil
der staat hat sogar stark dafür zu sorgen dass es nicht zu monopolen kommt
egal ob staatliche oder private (wie in den VSA)

wenn
die menschen in dem staat das auch mehrheitlich wünschen

Es muss kein Widerspruch sein, aber es fragt sich wieviele Monopole der Staat verlieren verlieren darf bis er handlungsunfähig ist...

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Am 21.1.2018 um 13:16 schrieb cash365:

Dann sagt mir die frühe Mathematik mit ihrer Weizenkornlegende ja, dass das nicht funktionieren kann. Welche Möglichkeiten habe ich dann?

Eigentlich reicht es in einem libertären System aufgrund der Deflation aus, wenn es einen Negativzins gibt, der nicht negativ genug ist, um den Preisabfall der Waren zu unterbieten. Damit wäre das "mathematische" Problem gelöst.

bearbeitet von IchhabCoinGeld

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Am 22.1.2018 um 15:38 schrieb qwerasadf:

Es muss kein Widerspruch sein, aber es fragt sich wieviele Monopole der Staat verlieren verlieren darf bis er handlungsunfähig ist...

das geldmonopol ist ja wohl schon bei der EU

das monopol gesetze zu schreiben ist in den händen diverser lobbygruppen

der staat ist also schon noch handlungsfähig
es is halt nur ein anderer "staat" als wir uns den so spontan vorstelen

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