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Bitcoinadressen


gillian
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Hallo,

 

ich habe einige Fragen zu Bitcoin, die ich dem Internet nicht ganz entnehmen kann..

 

Wie entstehen Bitcoin Adressen? Hier steht, dass Bitcoin Adressen in der Blockchain registriert werden "sobald die erste gültige Zahlung an diese Adresse geschickt wurde" (Absatz: "Adressen können offline erzeugt werden").Wenn ich mir jetzt also ein irgendwo ein Wallet erstelle -damit aber noch keine Transaktionen mache- und eine weitere Person sich auch ein Wallet erstellt kann es passieren, dass diese Person genau die gleiche Adresse bekommt und somit genau wie ich auch Zugriff auf diese hat. Die Chance das soetwas überhaupt passieren würde liegt aufgrund der vielen Möglichen Buchstaben & Zahlenkombinationen bei nahezu 0, aber ein seriöser Programierer wird ja wohl kaum dem Zufall die Macht übergeben..

Wenn ich meinem Freund A 14 Bitcoins schicken möchte und mich bei der Adresseingabe vertippe (jaja ich weiß immer copy & paste und so aber nur theoretisch), dann wird -nach meinem Verständnis- diese neue Adresse in der Blockchain registriert (mal angenommen die gehört noch niemandem, was auch am wahrscheinlichsten ist) und diese Adresse besitzt dann 14 Bitcoins. Niemand hat jedoch einen passenden privaten Schlüssel dazu. D.h. 14 Bitcoins sind für die Ewigkeit verloren..?

 

Ich bitte um Aufklärung :F

Danke :)

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vor 45 Minuten schrieb gillian:

Wenn ich mir jetzt also ein irgendwo ein Wallet erstelle -damit aber noch keine Transaktionen mache- und eine weitere Person sich auch ein Wallet erstellt kann es passieren, dass diese Person genau die gleiche Adresse bekommt und somit genau wie ich auch Zugriff auf diese hat.

Korrekt.

Noch etwas spezifischer: Da jede Wallet durch das Hochindizieren des Seed weitere Adressen erzeugt und das Hochindizieren "unendlich" weit möglich ist, enthält jede Wallet "unendlich viele mögliche und gültige" Adressen - und damit enthalten alle Wallets exakt dieselben Adressen und dieselben Privatekeys.

(einfache Mathematik mit Unendlichkeiten)

vor 45 Minuten schrieb gillian:

Die Chance das soetwas überhaupt passieren würde liegt aufgrund der vielen Möglichen Buchstaben & Zahlenkombinationen bei nahezu 0

Korrekt.

vor 45 Minuten schrieb gillian:

aber ein seriöser Programierer wird ja wohl kaum dem Zufall die Macht übergeben..

Das ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Das ist so als ob Du als bunt angemaltes Sandkorn irgendwo auf diesen Planeten fallen gelassen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort schon ein anderes bunt angemaltes Sandkörnchen liegt entspricht nahe Null ... also sogar ziemlich nah an der Null.

Irgendwo hatten wir mal eine Rechnung angestellt wieviele Adressen ein Computer in der Sekunde errechnen muss um eine bereits mit Coins belegte Bitcoin-Adresse zu ermitteln. (irgendjemand findet das bestimmt recht fix und verlinkt das hier noch)

vor 50 Minuten schrieb gillian:

Wenn ich meinem Freund A 14 Bitcoins schicken möchte und mich bei der Adresseingabe vertippe (jaja ich weiß immer copy & paste und so aber nur theoretisch), dann wird -nach meinem Verständnis- diese neue Adresse in der Blockchain registriert (mal angenommen die gehört noch niemandem, was auch am wahrscheinlichsten ist) und diese Adresse besitzt dann 14 Bitcoins. Niemand hat jedoch einen passenden privaten Schlüssel dazu. D.h. 14 Bitcoins sind für die Ewigkeit verloren..?

Ja, so ist das bei Ethereum - jede Adresse, die dem formalen Zeichensatz entspricht und die richtige Länge hat ist gültig.

Bei Bitcoin-Adressen ist noch eine Prüfziffer enthalten, das ist dann so wie bei der IBAN - auch dort sind zwei Prüfziffern enthalten, die Dich vor fatalen Tippfehlern bewahren.

Daher: Niemals Adressen per Hand eingeben, sondern ausschließlich durch Kopieren und Einfuegen.

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Hallo gillian,

vor 45 Minuten schrieb gillian:

Wie entstehen Bitcoin Adressen? Hier steht, dass Bitcoin Adressen in der Blockchain registriert werden "sobald die erste gültige Zahlung an diese Adresse geschickt wurde" (Absatz: "Adressen können offline erzeugt werden").Wenn ich mir jetzt also ein irgendwo ein Wallet erstelle -damit aber noch keine Transaktionen mache- und eine weitere Person sich auch ein Wallet erstellt kann es passieren, dass diese Person genau die gleiche Adresse bekommt und somit genau wie ich auch Zugriff auf diese hat. Die Chance das soetwas überhaupt passieren würde liegt aufgrund der vielen Möglichen Buchstaben & Zahlenkombinationen bei nahezu 0

Bitcoin-Adressen entstehen eigentlich nicht, wenn man sie in seinem Wallet "erzeugt", sie sind quasi schon immer da. Es gibt eine festgelegte Menge von Bitcoin-Adressen (2^160), und wenn du in einer Wallet eine neue Adresse erzeugst, wird ein zufälliger Private Key und die dazugehörige öffentliche Adresse "ausgewürfelt". Sobald auf einer Adresse das erste Mal eine Zahlung eingeht, ist diese Transaktion und damit die Adresse in der Blockchain verewigt, existiert hat sie allerdings auch schon vorher.

Was das Thema "jemand kann zufällig meinen Private Key finden" angeht: ich verlinke nochmal ein Bild, dass die Mengenverhältnisse ganz gut zeigt: https://i.imgur.com/ag3KQ0L.png

vor 52 Minuten schrieb gillian:

aber ein seriöser Programierer wird ja wohl kaum dem Zufall die Macht übergeben.. 

Die ganze Verschlüsselung in diesem Zusammenhang verlässt sich darauf, dass es aufgrund des absurd großen Adressraums praktisch unmöglich ist, per Brute Force einen Key in sinnvoller Zeit gezielt zu erzeugen - wenn das nicht mehr funktioniert, haben wir ganz andere Probleme ?

vor 54 Minuten schrieb gillian:

Wenn ich meinem Freund A 14 Bitcoins schicken möchte und mich bei der Adresseingabe vertippe (jaja ich weiß immer copy & paste und so aber nur theoretisch), dann wird -nach meinem Verständnis- diese neue Adresse in der Blockchain registriert (mal angenommen die gehört noch niemandem, was auch am wahrscheinlichsten ist) und diese Adresse besitzt dann 14 Bitcoins. Niemand hat jedoch einen passenden privaten Schlüssel dazu. D.h. 14 Bitcoins sind für die Ewigkeit verloren..?

Durch einfaches Vertippen ist es sehr unwahrscheinlich, eine gültige Adresse zu produzieren - Bitcoin-Adressen enthalten eine Prüfsumme. Falls dir das aber doch gelingen sollte, dann sind die 14 Bitcoin tatsächlich verloren. Um heranzukommen, müsstest du dann ja den Private Key zu der Adresse ermitteln, und das ist wie oben geschrieben ziemlich unmöglich.

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vor 29 Minuten schrieb jscr:

und wenn du in einer Wallet eine neue Adresse erzeugst, wird ein zufälliger Private Key und die dazugehörige öffentliche Adresse "ausgewürfelt".

Schon an sich korrekt.

Jedoch genau genommen wird erstmal die Entropy erzeugt, hier sehr schön nachvollziehbar (Häkchen bei "Show Entropy Detail" setzen):

https://iancoleman.io/bip39/

 

 

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