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Was hält Blockchain davon ab, im realen Sektor angewendet zu werden?

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Unternehmen und wichtige Entscheider scheuen sich derzeit noch, Blockchaintechnologie anzunehmen. Neben Fragen der Digitalisierung sind es vor allem rechtliche Grundlagen, die derzeit noch unklar sind. Welche Fragen müssen geklärt werden, bevor Blockchain einen Platz in der Wirtschaft finden kann? 
https://base58.de/was-haelt-blockchain-davon-ab-im-realen-sektor-angewendet-zu-werden/

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Moin Base,

in den späten 80er und frühen 90er Jahren habe ich den Übergang dieses Internetzes in den Mainstream sehr aktiv begleitet. Zu dieser Zeit wurden exakt die gleichen Fragen gestellt, wie heute bei Blockchain, Crypto etc. Frage heute nicht zu viel nach den Details, sondern warte einfach etwas ab:

Microsoft hat 1995 auch noch geglaubt, mit MSN (Microsoft Network, Bestandteil von Win95), das Rennen gegen das Internet zu gewinnen. Der CEO von Nokia hat 2005 noch gesagt, dass sich ein Mobiltelefon ohne Tasten NIEMALS am Markt durchsetzen kann, insbesondere nicht, wenn es jede Nacht aufgeladen werden muss. 

Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen..

Beantwortet es deine Frage ein wenig?

LG

Garbach

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Ich denke, es ist ähnlich wie RGarbach sagt. Manche Entwicklungen, vor allem wenn es sich um komplexe Sachverhalte handelt, lassen sich schlicht nicht vorhersagen. Selbst sehe ich einiges an Potential bezüglich der Blockchain-Technologie und ich bin auch zuversichtlich, dass die Blockchain tatsächlich im realen Sektor zunehmend Anwendungen finden wird. Nur ist es halt so, dass "der reale Sektor" unglaublich gewaltig und komplex ist. So etwas gerät meist nicht auf einen Schlag in Bewegung und plötzlich ist alles anders wie vorher. Das wird wahrscheinlich ein schleichender Prozess sein und die Blockchain wird erst mal im Kleineren ausprobiert werden, bevor sie sich dann vielleicht im Großen durchsetzt. Oder etwas ganz Neues, das vielleicht auf der Blockchain basiert? Spannend bleibt es allemal! 

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Man wartet eben ab um zu sehen wo die Reise hingeht. wenn man da unter den ersten ist, setzt man vielleicht auf das falsche Pferd und ist schnell weg vom Fenster. So etwas kann und will sich niemand erlauben. Wo ist Nokia heute?

Ich glaube das Potenzial sehen einige Leute, was man dann aber konkret umsetzen kann und was sich davon auch zu Geld machen lassen kann, darüber gibt es eher nur Vermutungen. s wird also noch seine Zeit brauchen bis man erste Erfahrungen gemacht hat, diese ausgewertet hat und dann weiß in welche Richtung man gehen soll.

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Wenn man jemandem vor 30 Jahren gesagt hätte, dass es in 30 Jahren Elektroautos und Touchhandys geben wird, hätte das eventuell niemand geglaubt. Manche Sachen kommen einfach mit der Zeit.

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Blockchain ist teurer und langsamer als jede Datenbank und hat nur einen Vorteil: Man braucht keine zentrale Instanz, der man vertrauen muss. Wann spricht sich das denn endlich mal herum?

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vor 56 Minuten schrieb Coins:

Blockchain ist teurer und langsamer als jede Datenbank und hat nur einen Vorteil: Man braucht keine zentrale Instanz, der man vertrauen muss. Wann spricht sich das denn endlich mal herum?

nie, weil die zentrale Instanz anscheinend der einzige Weg zur Eliminierung der ständig und überall stattfindenden Geldwäsche, Drogen- und Waffenhandel ist. Terroristen natürlich nicht zu vergessen.

Wer kennt sie nicht, Stammterroristen in der eigenen Stadt?

bearbeitet von _/\_
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vor 8 Minuten schrieb _/\_:

Wer kennt sie nicht, Stammterroristen in der eigenen Stadt?

Schlimm sind die.

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Mein Senf dazu aber nicht von mir formuliert(besser könnte ich das auch nicht).

Quote

1. Bitcoin ist ein dezentrales P2P-Netzwerk;
2. Von Instanzen, deren Interessen unterschiedlich sein können;
3. Bitcoin will die konstante Anzahl der möglichen Einheiten garantieren;
4. Bitcoin muss deshalb das Doublespending-Problem lösen;
5. Darum benötigt Bitcoin einen Konsenzmechanismus;
6. Dieser muss leicht zu verstehen und zu verifizieren sein;
7. Ein Angriff darauf muss teuer sein.

Was ist daran so schwer diese sieben Punkte für das Design nachzuvollziehen? Die Blockchain und deren angeblich ach so revolutionäre Verkettung ist der unwichtigste Teil beim ganzen Konzept! Das Revolutionäre an Bitcoin ist, dass sich das System selbst erhält und zugleich sicher ist, ohne zentrale Eingriffe von aussen. Lässt man einen Punkt von oben weg, dann fällt das System zusammen wie ein Kartenhaus. Zehn Jahre funktioniert das System nun schon so, das ist eigentlich extremst bemerkenswert!

Punkt 5 ist deshalb so wichtig, und damit die Miner, da man durch den Konsenz-mechanismus die Instanz definiert, welche den nächsten Block anhängen darf. Ohne diesen Mechanismus wäre das System nicht mehr dezentral und für ein zentrales System braucht man keine Blockchain mehr sondern es reicht eine einfach Datenbank. Und demnach gilt, dass

Bitcoin = Blockchain

(und es gilt natürlich auch Litecoin = Blockchain, Namecoin = Blockchain, etc. pp.)

Desweiteren gilt:

a) M-Pesa und andere Dienstleister wie Banken erfüllen 1. nicht.
b) Proof of Stake erfüllt 6. und 7. nicht, auch nicht bei Cardano.
c) IOTA und Ethereum erfüllen 1. und 6. und 7. nicht.

Punkt 6 ist nämlich wichtig, da sich nur so jeder von der Sicherheit des Konzeptes überzeugen kann. Und viele der angepriesenen Alternativen sind imho noch nicht einmal von den Machern verstanden. Nicht umsonst schreibt der Buterin ellenlange Blogs über seine nächste Frickelmethode um PoS doch noch sicher zu biegen.

 

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Ich bin der Auffassung, dass in den meisten Anwendungsfällen einfach keine Notwendigkeit einer dezentralen Buchungsauthorisierung besteht - also eine klassische Datenbanklösung vollkommen ausreicht. Man muss schon genauer hinschauen, um sinnvolle Anwendungsfälle ausfindig zu machen.

Darüber hinaus wird bezüglich Zahlungen der Aspekt der rechtlichen Absicherung übersehen, denn de facto gibt es bei keinem Crypto Ledger (bzw. Blockchain) jemanden, der im Schadensfall haftbar gemacht werden könnte. Die Haftung kommt ausschließlich über externe Unternehmen/Anbieter zustande, wie bspw. Crypto-Börsen, die ihrerseits für die Bestände ihrer Kunden auf dem Crypto Ledger (bzw. Blockchain) haften und dafür wiederum eine eigene Datenbank (kann man auch als deren Ledger verstehen) nutzen, über die nachvollziehbarerweise sie die Kontrolle haben.

Ferner sind es auch die ganzen technischen und sicherheitsrelevanten Aspekte, die den Otto-Normal-Bürger nicht gerade dazu verleitet, sich in Eigenverantwortung Wallets anzulegen und diese selbst vor Fremdzugriffen zu schützen.

Zuguterletzt ist es die nachwievor hohe Volatilität, die kryptographische Tokens für mittel- bis langfristige Verträge ausschließen, da diese Volatilität eine Vertragspartei einseitig bevorteilen würde.

Abgesehen von all diesen Problemen, konnte mir bis dato auch noch niemand beantworten, was der konkrete Anwendungsfall von Bitcoin sein soll, den nicht auch zig andere Tokens abdecken könnten.

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Gegenfrage, wie lange hat es den gedauert bis der Otto-Normal-Bürger das WWW genutzt hat und wie lange hat es gedauert bis das OSI-Modell fürs WWW fertig war.

Und hast du auch das was über deinem Post ist gelesen und verstanden? Falls ja dann sollte dir klar sein warum BTC die Nr1 ist und bleiben wird, falls nein dann kannst du natürlich weiter an irgendwelche Token glauben.

Ich erinnere auch daran das schon recht früh von den BTC Devs ganz klar gesagt wurde das die altcoins völlig wuppe sind, jede Technik die es Wert ist implementiert zu werden wird auf die BTC Chain gepackt mittels zusätzlicher Layer.

Wir haben jetzt Layer 1 seit 10 Jahren, Layer 2 Lighting Network fängt gerade an und es gibt auch direkt Konkurenz(GRIN), Layer 3 wird mit Sicherheit Techniken beinhalten die eine Kommunikation/Tausch zwischen diversen Chains/Devices etc. ermöglichen werden. 

Irgendwann werden wir dann ein Layer bekommen der ähnlich dem Layer 7 im OSI Modell ist, wallets etc. werden so einfach zu benutzen sein wie Webbrowser oder EMail clients.

Ich bin mir auch recht sicher das wir auch ein Layer mit Quantencrypto bekommen werden, sobald Quantencomputer tatsächlich eine Gefahr für sämtliche Verschlüsslungsmethoden darstellen.

bearbeitet von hagbase
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@hagbase

Vom energieverschwenderischen PoW als Konsensmechanismus halte ich in Anbetracht vernünftigerer Alternativen überhaupt nichts.

Analogien zur Adoption des WWW passen nicht so recht, wenn es darum geht, Vermögenswerte (und nicht einfach nur eine Information) zu übertragen. Hierbei geht es, wie bereits angesprochen, um die Kontrolle über das eigene Vermögen und Haftungsfragen (Rechtssphäre). Der Unterschied liegt vor allem darin, dass die Information beim Diebstahl im WWW dem Informationshalter in der Regel nicht verloren geht (Medium A schreibt bspw. vom Webauftritt des Medium B ab - Medium B hat die Information weiterhin auf seiner Webseite). Hier stellen sich dann eher Fragen der Geheimhaltung, Verleumdung oder des Urheberrechts (nachträgliche Kompensation).

Wieso wird sich dahingehend nicht vielmehr gefragt, wieso gerade wir Deutschen (auch die jüngeren) so am Bargeld hängen und wieso selbst (und gerade in Kryptokreisen) ggü. haftenden Unternehmen (präzise: Geschäftsbanken) so eine enorme Skepsis herrscht, dass man deren privaten Ledgern nur in bestimmtem Maße vertraut - und dass, obwohl die dort bestehenden Kundenkonten durch Haftungsregelungen im geltenden Recht abgesichert sind?

Meiner Auffassung nach liegt der Grund, dass man diese Fragen in der Kryptoszene nicht stellt, im dort fehlenden Verständnis der (mehrfachen) Besicherung von Forderungen ggü. Zentralbanken (hierunter auch Bargeld) und der (gegenseitigen) Besicherung von Forderungen ggü. Privatbanken, was meist mit zwei unrealistischen Vorstellungen einhergeht:

  • im sog. Tauschtheorem wird sich statt einer immateriellen Rechtsübertragung im Zeitverlauf (Steuer/Vertrag und anschließende Schuldtilgung) ein Dinge-Tausch zum Zeitpunkt (blaue Murmel gegen grüne Murmel) vorgestellt und man landet beim Geld als Tauschmittelding (als Überbrücker zur Vereinfachung der ach so komplizierten Tauschvorgänge), was durch Muscheln oder sonst ein Ding hervorgegangen wäre: hier herrscht die volle Konzentration auf die physische Sphäre (Ding, Besitz, Nutzen), während die Rechtssphäre gänzlich ignoriert wird (Tribut/Steuern als ökonomischer Grundpfeiler und später: Vermögen, Eigentum, Vertrag, Haftung)
  • bzgl. der "Geldschöpfung aus dem Nichts" übersieht man, dass beide Partner eines Kreditvertrags ihr jeweiliges Vermögen belasten (der Schuldner belastet sein Vermögen für Liquidität,  der Gläubiger sein Vermögen für erwartete Zinseinnahmen)

Das sind natürlich ganz andere Aspekte als rein technische und werden daher von reinen Technikfreaks, wie sie sich zuhauf in der Kryptoszene finden, nicht berücksichtigt.

bearbeitet von tar

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Du verstehst nach wie vor das Konzept der Blockchain nicht, das erwarte ich auch nicht von jemanden der XRP als Avatar hat(nicht persönlich nehmen).

Blockchain/BTC wurde ins Leben gerufen um das Bretton-Woods-System absolent zu machen.

Sicherheitspapiere an den kleinen Mann zu bringen ist nichts neues(Was anderes ist XRP nicht).

Ich war so wie viele andere auch bei der Geburt von XRP dabei, hatte die Möglichkeit direkt einzusteigen und habe es nicht gemacht.

Im blockchain Umfeld geht es nur um die Technik und nicht um Marketing.

 

bearbeitet von hagbase

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vor einer Stunde schrieb hagbase:

Blockchain/BTC wurde ins Leben gerufen um das Bretton-Woods-System absolent zu machen.

Falls es an dir vorbeigegangen sein sollte: Bretton Woods ist seit 1973 obsolet (nicht absolent).

vor einer Stunde schrieb hagbase:

Sicherheitspapiere an den kleinen Mann zu bringen ist nichts neues(Was anderes ist XRP nicht).

Mit dieser holprigen Übersetzung meinst du wahrscheinlich Wertpapiere und XRP sind keine Wertpapiere, sondern (wie auch BTC) digitale Tokens/Produkte/Güter - präziser: digitale Vermögenswerte.

vor einer Stunde schrieb hagbase:

Im blockchain Umfeld geht es nur um die Technik und nicht um Marketing.

Zig Scams zeugen vom Gegenteil. Bzgl. der praktischen Anwendung und langfristigen Preisentwicklung gebe ich dir allerdings recht, nur dass ich da keinerlei Vorteile von Bitcoin ggü. XRP mehr erblicken kann und die wenigen Anwendungsfälle, für die Bitcoin evtl. noch in Frage käme, von unterschiedlichsten Konkurrenten besser abgewickelt werden können. Aber das wäre eine eigenständige Debatte. Hier geht es ja um die grundsätzliche Anwendungsfrage aller Cryptos.

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vor 4 Stunden schrieb tar:

Analogien zur Adoption des WWW passen nicht so recht, wenn es darum geht, Vermögenswerte (und nicht einfach nur eine Information) zu übertragen. Hierbei geht es, wie bereits angesprochen, um die Kontrolle über das eigene Vermögen und Haftungsfragen (Rechtssphäre).

Du unterscheidest also zwischen "Vermögenswert" und "Information".

Was wäre, wenn Du diese Begriffe nicht länger trennst und alles "Information" nennst, was in der Blockchain liegt. Nur ist das eine eine wertvolle Information und das andere eine wertlose Information.

Das Interessante an der Blockchain ist, dass ich mit meinem privaten Schlüssel nachweisen kann, dass ich über die Information verfügen kann und diese an einen anderen übertragen darf. Mit der Übertragung verliere ich das Recht an der Information.

Ob die Information ein Bitcoin, ein Fahrzeug-Brief, ein Grundbucheintrag oder eine Lizenz ist liegt ganz im Sinne des Anwenders. Und wie wertvoll diese Information ist macht der Markt dann unter sich durch Angebot und Nachfrage aus.

 

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vor 2 Minuten schrieb Jokin:

Du unterscheidest also zwischen "Vermögenswert" und "Information".

Was wäre, wenn Du diese Begriffe nicht länger trennst und alles "Information" nennst, was in der Blockchain liegt. Nur ist das eine eine wertvolle Information und das andere eine wertlose Information.

Weil ohne präzise Herausstellung des rechtlichen Vermögens kein gedanklicher Rechtsbezug hergestellt wird und damit zugehörige Haftungsfragen und sonstige rechtliche Aspekte vollkommen aus dem Blick geraten. Das mag dem Techniker gefallen - geht nur am realen wirtschaftlichen Sektor, der aus dem Recht hervorgeht - ja, sich ganz und gar aufs Recht bezieht und ohne das Recht überhaupt nicht existieren kann - gänzlich vorbei.

vor 2 Minuten schrieb Jokin:

Das Interessante an der Blockchain ist, dass ich mit meinem privaten Schlüssel nachweisen kann, dass ich über die Information verfügen kann und diese an einen anderen übertragen darf. Mit der Übertragung verliere ich das Recht an der Information.

Ob die Information ein Bitcoin, ein Fahrzeug-Brief, ein Grundbucheintrag oder eine Lizenz ist liegt ganz im Sinne des Anwenders. Und wie wertvoll diese Information ist macht der Markt dann unter sich durch Angebot und Nachfrage aus.

Merkst du nicht selbst, dass du hier von Vermögenswerten sprichst?

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Lös Dich doch mal von dem Ausdruck "Vermögen" - es geht bei der Blockchaintechnologie nicht um Vermögen, das ist lediglich ein Anwendungsfall - ein häufig genutzter von vielen weiteren.

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vor 2 Stunden schrieb Jokin:

Lös Dich doch mal von dem Ausdruck "Vermögen" - es geht bei der Blockchaintechnologie nicht um Vermögen, das ist lediglich ein Anwendungsfall - ein häufig genutzter von vielen weiteren.

Bzgl. Zahlungen trifft das nicht zu, da man nur mit Vermögenswerten Schulden begleichen kann.

Es irritiert mich, dass du Cryptos damit grundsätzlich von jeglichen Zahlungsvorgängen auszugrenzen gedenkst, denn die Mehrheit der vor allem bekannten Cryptos zielt ja genau auf Zahlungsvorgänge ab.

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vor 12 Stunden schrieb tar:

Bzgl. Zahlungen trifft das nicht zu, da man nur mit Vermögenswerten Schulden begleichen kann.

Es irritiert mich, dass du Cryptos damit grundsätzlich von jeglichen Zahlungsvorgängen auszugrenzen gedenkst, denn die Mehrheit der vor allem bekannten Cryptos zielt ja genau auf Zahlungsvorgänge ab.

Blockchain ≠ Crypto

Blockchains können auch in ganz anderen Bereichen Anwendung finden, z.B. zur transparenten und fälschungssicheren Aufzeichnung von Lieferketten. Da wäre die relevante Information eben nicht der Besitz der Waren, sondern die Übergabe der Waren.

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vor 2 Stunden schrieb derhobbit:

Blockchain ≠ Crypto

Blockchains können auch in ganz anderen Bereichen Anwendung finden, z.B. zur transparenten und fälschungssicheren Aufzeichnung von Lieferketten. Da wäre die relevante Information eben nicht der Besitz der Waren, sondern die Übergabe der Waren.

Natürlich.

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22 hours ago, tar said:

Falls es an dir vorbeigegangen sein sollte: Bretton Woods ist seit 1973 obsolet (nicht absolent).

Aber das das jetzige System aus dem Bretton Woods hevorgegangen ist und nach wie vor einer kleinen Elite dient, das hast du schon mitbekommen?  Genauso wie die Korruption im Bankensystem etc?

22 hours ago, tar said:

Mit dieser holprigen Übersetzung meinst du wahrscheinlich Wertpapiere und XRP sind keine Wertpapiere, sondern (wie auch BTC) digitale Tokens/Produkte/Güter - präziser: digitale Vermögenswerte.

Ehm nein ich meine das was ich sage.

22 hours ago, tar said:

Zig Scams zeugen vom Gegenteil. Bzgl. der praktischen Anwendung und langfristigen Preisentwicklung gebe ich dir allerdings recht, nur dass ich da keinerlei Vorteile von Bitcoin ggü. XRP mehr erblicken kann und die wenigen Anwendungsfälle, für die Bitcoin evtl. noch in Frage käme, von unterschiedlichsten Konkurrenten besser abgewickelt werden können. Aber das wäre eine eigenständige Debatte. Hier geht es ja um die grundsätzliche Anwendungsfrage aller Cryptos.

Wie bereits gesagt du verstehst die Intention hinter Bitcoin/Blockchain nicht. Genauso wie die IOTA Jünger nicht verstehen können das IOTA BTC immer noch nicht überholt hat, dabei sind doch soooooooo viele Großkonzerne dabei.

bearbeitet von hagbase

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Am 16.1.2019 um 14:01 schrieb tar:

@hagbase

Vom energieverschwenderischen PoW als Konsensmechanismus halte ich in Anbetracht vernünftigerer Alternativen überhaupt nichts.

Analogien zur Adoption des WWW passen nicht so recht, wenn es darum geht, Vermögenswerte (und nicht einfach nur eine Information) zu übertragen. Hierbei geht es, wie bereits angesprochen, um die Kontrolle über das eigene Vermögen und Haftungsfragen (Rechtssphäre). Der Unterschied liegt vor allem darin, dass die Information beim Diebstahl im WWW dem Informationshalter in der Regel nicht verloren geht (Medium A schreibt bspw. vom Webauftritt des Medium B ab - Medium B hat die Information weiterhin auf seiner Webseite). Hier stellen sich dann eher Fragen der Geheimhaltung, Verleumdung oder des Urheberrechts (nachträgliche Kompensation).

Wieso wird sich dahingehend nicht vielmehr gefragt, wieso gerade wir Deutschen (auch die jüngeren) so am Bargeld hängen und wieso selbst (und gerade in Kryptokreisen) ggü. haftenden Unternehmen (präzise: Geschäftsbanken) so eine enorme Skepsis herrscht, dass man deren privaten Ledgern nur in bestimmtem Maße vertraut - und dass, obwohl die dort bestehenden Kundenkonten durch Haftungsregelungen im geltenden Recht abgesichert sind?

Meiner Auffassung nach liegt der Grund, dass man diese Fragen in der Kryptoszene nicht stellt, im dort fehlenden Verständnis der (mehrfachen) Besicherung von Forderungen ggü. Zentralbanken (hierunter auch Bargeld) und der (gegenseitigen) Besicherung von Forderungen ggü. Privatbanken, was meist mit zwei unrealistischen Vorstellungen einhergeht:

  • im sog. Tauschtheorem wird sich statt einer immateriellen Rechtsübertragung im Zeitverlauf (Steuer/Vertrag und anschließende Schuldtilgung) ein Dinge-Tausch zum Zeitpunkt (blaue Murmel gegen grüne Murmel) vorgestellt und man landet beim Geld als Tauschmittelding (als Überbrücker zur Vereinfachung der ach so komplizierten Tauschvorgänge), was durch Muscheln oder sonst ein Ding hervorgegangen wäre: hier herrscht die volle Konzentration auf die physische Sphäre (Ding, Besitz, Nutzen), während die Rechtssphäre gänzlich ignoriert wird (Tribut/Steuern als ökonomischer Grundpfeiler und später: Vermögen, Eigentum, Vertrag, Haftung)
  • bzgl. der "Geldschöpfung aus dem Nichts" übersieht man, dass beide Partner eines Kreditvertrags ihr jeweiliges Vermögen belasten (der Schuldner belastet sein Vermögen für Liquidität,  der Gläubiger sein Vermögen für erwartete Zinseinnahmen)

Das sind natürlich ganz andere Aspekte als rein technische und werden daher von reinen Technikfreaks, wie sie sich zuhauf in der Kryptoszene finden, nicht berücksichtigt.

Wenn zwei Partner Geld aus dem Nichts schöpfen belasten sie ihr Vermögen...welches sie aber auch aus dem Nichts geschaffen haben könnten.

 

vor 6 Stunden schrieb derhobbit:

Blockchain ≠ Crypto

Blockchains können auch in ganz anderen Bereichen Anwendung finden, z.B. zur transparenten und fälschungssicheren Aufzeichnung von Lieferketten. Da wäre die relevante Information eben nicht der Besitz der Waren, sondern die Übergabe der Waren.

Genau für diesen Anwendungsfall für den es IDEAL ist, funktioniert es leider vorn und hinten nicht. Und zwar sowas von gar nicht das einem die Worte dafür fehlen.

Denn es geht nicht darum das ich Artikel zu einem Kunden rüber buche im System. Denn ICH muss vorher aufgrund der Lieferklette auch diverse Prüfungen durchführen weshalb ich als Nachweis der Prüfung auch die Artikel an den Ort buchen muss wo er geprüft wird. Das ist der Nachweis das es dort geprüft wird und weil die Artikel dann auch körperlich dort an dem Ort hinkommt, wird vermieden das jemand einfach ziwschendrin die Artikel nimmt und zum Kunden verschickt, ohne Prüfung usw.

Dann hat man aber ein Problem. Der Warenausgang / Versand bucht eine Verpackungseinheit mit100 Teile zum Kunden.

Also kann der Kunde mit recht erwarten das 100 Teile bei ihm ankommen. Tun sie aber nicht. In der Verpackungseinheit sind nur 98 Artikel drin. Aus welchen Gründen auch immer.

Was dann? Wie kann man das dann in der Blockchain korrigieren? Gar nicht! Geht eben nicht. Darf auch nicht, denn so ein System was man nachträglich verändern kann würde niemals zertifiziert werden und wer so ein System einsetzt würde niemals über eine Bewertung als C-Lieferant hinauskommen.

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vor 5 Stunden schrieb hagbase:

Aber das das jetzige System aus dem Bretton Woods hevorgegangen ist und nach wie vor einer kleinen Elite dient, das hast du schon mitbekommen?  Genauso wie die Korruption im Bankensystem etc?

Das Rechtssystem wurde und wird permanent durch politisch widerstreitende Interessenverbände gesetzt (nicht zuletzt durch Gewalt!). Ganz klar, dass die sich daraus ergebenden Systeme, wie eben das darunter liegende Steuer- und Wirtschaftssystem und wiederum das darunter liegende Bankensystem gewisse Interessenverbände bevorteilt. Ist man mit der aktuellen Bevorteilung unzufrieden, sollte man sich politischen Prozessen zuwenden, die zu entsprechenden Gesetzesänderungen führen.

Patronage/Klientelismus/Korruption/Vetternwirtschaft ist übrigens die menschlich normalste, sozialste Interaktionsform, die in der Vorstellung des idealen Staat nicht mehr existieren sollte. Diese aber im öffentlichen Bereich auszuhebeln, war bereits ein Kunststück. Konkret haben wir Deutschen aus absolutistischen Zeiten einen durch großen militärischen Druck von außen sehr effektiv aufgebauten Verwaltungsapparat geerbt: eine meritokratische Bürokratie. Diese ist per se weder gut noch schlecht, aber sie ist in der Lage, Rechtsbeziehungen auch zwischen privaten anonymen Dritten verlässlich zu machen. Darauf basiert das Wirtschaften, das wir kennen. Nicht auf bloßer "Zentralmacht". Das wäre unterkomplex.

Nicht-verlässliche, weil nicht unpersönliche, sondern persönliche Verwaltungsstrukturen, sind allerdings weltweit die Regel. Der nord- und mitteleuropäische Sonderfall, der meritokratische, unpersönliche Verwaltungen hervorgebracht hat, ist genau das: ein Sonderfall. Die Regel sind persönliche Verwaltungsapparate: man muss jemanden kennen, der einen kennt - sonst läuft gar nichts. Jedenfalls nicht schnell und nicht zuverlässig. Verwandtschafts- und Bekanntschaftsverwaltung - das ist der Normalfall, weil Bekanntschaft und Verwandtschaft Standardformen menschlicher Sozialstrukturen sind.

Wir nennen persönliche Verwaltungen aus unserer Perspektive des Rechts dann "Korruption", weil es bei uns (noch) nicht ganz so schlimm ist. Der Repatrimonialisierung aber kann sich kein Staat entziehen. Dieser Entwicklung - zurück zur Standardform menschlicher Beziehungen auch in den Verwaltungen - müsste konstant entgegen gewirkt werden. Vor allem ganz oben... unangenehm. Dass man das auf privater Ebene nie in Gänze abschaffen kann, sollte einleuchten, da hier zwingend persönliche Sozialstrukturen vorhanden sind.

vor 5 Stunden schrieb hagbase:

Ehm nein ich meine das was ich sage.

Wie bereits gesagt du verstehst die Intention hinter Bitcoin/Blockchain nicht. Genauso wie die IOTA Jünger nicht verstehen können das IOTA BTC immer noch nicht überholt hat, dabei sind doch soooooooo viele Großkonzerne dabei.

Ich spreche nicht von IOTA und bitte erkläre mir dein Verständnis der Intention hinter Bitcoin/Blockchain.

vor 3 Stunden schrieb battlecore:

Wenn zwei Partner Geld aus dem Nichts schöpfen belasten sie ihr Vermögen...welches sie aber auch aus dem Nichts geschaffen haben könnten.

"Vermögen aus dem Nichts" - das ist doch mal ein Ansatz :D

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