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Heute Feiertag für alle bitcoin.de Mitarbeiter?


Serpens66
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Ich habe seit 12 uhr ein (für mich) sehr sehr wichitges Ticket über einen Trade eröffnet und bisher noch keine Antwort erhalten... Dabei ist der Support sogar am Wochenende normalerweise schneller.

Ich mach mir keine großen Hoffnungen mehr und muss den finanziellen Verlust wohl hinnehmen (Wiedereröffnung eines Trades), denn da ich nun schon solange nicht mehr dem Handelspartner kommunizieren kann, ist es sehr wharscheinlich, dass er den stornierten Trade anderweitig durchführt.

Schon 2013 habe ich drum gebeten, dass automatisch stornierte Trades 24 Stunden lang für Kommunikation offenbleiben, das würde nicht nur zig Tradern zugute kommen, sondern auch dem Support viel Arbeit ersparen... So bin ich nun nicht in der Lage zu erfragen, ob der Handelpartner den Trade noch durchführen will oder nicht...und sitze in der Zwischenzeit auf dem Spekulationsrisiko...

edit:
Um 21:16 hat der Support endlich reagiert. dankeschön.
Dennoch wäre ein Offenlassen der Kommunikation hilfreich. Die damals gestarteten Umfragen auf Uservoice sind genau das, was ich damals schon befürchtet und ausgesprochen habe: Besänftigung der Kunden, aber umgesetzt wird sogut wie nichts... Nur weil soviele Leute jetzt auf Expresstrades umgestiegen sind/umsteigen konnten, hagelt es nicht mehr so super viele Beschwerden.
 

Edited by Serpens66
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vor einer Stunde schrieb Serpens66:

dass er den stornierten Trade anderweitig durchführt [...] So bin ich nun nicht in der Lage zu erfragen, ob der Handelpartner den Trade noch durchführen will oder nicht...und sitze in der Zwischenzeit auf dem Spekulationsrisiko...

Wie meinst du das? Nach meinem Verständnis solltest du mit deiner Handelsstrategie nie auf dem Spekulationsrisiko sitzen. Entweder es gibt einen verbindlichen Trade, unabhängig davon ob er aus technischen Gründen (wenn der Käufer die Zahlung nicht entsprechend als angewiesen markiert) abgebrochen wurde, oder nicht. Letzteres kann eigentlich nur bei gegenseitiges Einvernehmen entstehen. Kniffliger wird es, wenn es technische Probleme gab. Aber schreib mal genauer was der Hintergrund ist, ggf. per PN.

Edited by ap7fxm
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Der Support ist die ganze Woche schon langsamer. Meine Nachmittagstickets wurden in dieser Woche immer erst am nächsten Vormittag bearbeitet. Letzte Bearbeitung heute gegen 11 Uhr. Vereinfachte Kommunikation im Fall einer Storno oder bei einem automatisch abgebrochenen Trade wäre auf jeden Fall wünschenswert. Der Support will meinen Textblock dazu bestimmt auch nicht nochmal lesen...

Ansonsten ist in NRW heute Feiertag.

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vor 2 Stunden schrieb ap7fxm:

Wie meinst du das? Nach meinem Verständnis solltest du mit deiner Handelsstrategie nie auf dem Spekulationsrisiko sitzen. Entweder es gibt einen verbindlichen Trade, unabhängig davon ob er aus technischen Gründen (wenn der Käufer die Zahlung nicht entsprechend als angewiesen markiert) abgebrochen wurde, oder nicht. Letzteres kann eigentlich nur bei gegenseitiges Einvernehmen entstehen. Kniffliger wird es, wenn es technische Probleme gab. Aber schreib mal genauer was der Hintergrund ist, ggf. per PN.

liegt natürlich am Arbitrage. Es wurde ein Kauf zu einem sehr günstigen Kurs auf bitcoin.de angenommen (da sich manche Leute warum auch immer solche Orders im Orderbook rauspicken), aber nicht rechtzeitig bezahlt (ja ausnahmsweise war ich diesmal der dumme.. :D)
Bei SEPA Trades hat man natürlich immer das Risiko, dass einer nicht zahlt, aber dennoch muss mein Bot ja den Arbitragehandel vervollständigen, indem er die Coins teurer wieder verkauft, was er auch ohne Zahlungsbestätigung tut. Nun ist es wichtig, möglichst zeitnah zu erfahren, ob der Handelspartner den Trade noch abschließen will, oder nicht. Wenn er es nicht will, muss ich die so entgangenen Coins zum aktuellen Marktpreis kaufen sobald ich Antwort habe. Bis ich die Antwort habe, kann der aktuelle Marktpreis aber stark schwanken -> Spekulationsrisiko.

Es ist natürlich richtig, dass es mein persönliches Risiko ist, was ich mit SEPA Trades eingehe. Und es ist auch richtig, dass man nicht unbedingt innerhalb von 1-2 Stunden eine Antwort vom Support erwarten darf. Aber das ändert nichts daran, dass es lästig und definitiv vermeidbar wäre.

Edited by Serpens66
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Da bleibt einem nichts anderes, als nach Abbruch, die Transaktion neu anzulegen und darauf zu hoffen, dass die nochmal von wem anderes angenommen wird..

Wenn das geklappt hat sich der ursprüngliche (Ver-)Käufer aber doch noch meldet, hat der dann halt nicht mehr die Garantie, dass er den Trade zu dem Preis noch bekommt.

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Nur weil du die entsprechende Markierung "Zahlung angewiesen" nicht vorgenommen hast, ist der Kauf damit nicht hinfällig. Im Gegenteil, der Vertrag besteht weiterhin - und zwar für beide Vertragspartner. Allerdings kann der Verkäufer einseitig vom Vertrag zurücktreten, weil du deinen vertraglichen Pflichten ("Zahlung angewiesen") nicht nachgekommen bist. Ob er auch noch zurücktreten kann, wenn du ihn über die Zahlung informierst (hilfsweise den Support; weil direkte Kommunikation nicht möglich) und er bis dahin den Rücktritt vom Vertrag nicht erklärt hatte, ist mir allerdings unklar.

 

Dies ist, wer hätte es gedacht, keine Rechtsberatung.

 

Und ich kann mich euch nur anschließen: die Kommunikation sollte eine gewisse nach dem Trade offen bleiben. Gerne auch nicht nur 24h, sondern etwas länger (max. 7 Tage).

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vor 1 Minute schrieb fox42:

Wenn das geklappt hat sich der ursprüngliche (Ver-)Käufer aber doch noch meldet, hat der dann halt nicht mehr die Garantie, dass er den Trade zu dem Preis noch bekommt.

Der Vertrag besteht zunächst weiterhin! Inwieweit der "vertragsbrüchige" Käufer einseitig zurücktreten halte ich für äußerst fragwürdig. Wenn der Verkäufer eine Stornoanfrage gesendet hat, sieht es selbstverständlich anders/besser aus.

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ich halte es bisher immer so, derjenige der Mist gebaut hat muss sich den Wünschen des anderen Fügen. Und da ich nun derjenige bin, bin ich auf die Antwort angewiesen :D
Support hatte zwar mittlerweile reagiert, aber heute gibts wohl keine Antwort vom Handelspartner mehr.
Ich hab daher nun eine Frist bis morgen Abend gesetzt, in der er sich entscheiden kann. Wenn ich bis dahin nichts höre, bleibts storniert und ich hab halt Pech gehabt (dabei guck ich normalerweise schon wie ein blöder alle 5 Minuten in meine Mails, aber gestern abend hab ichs vergessen und morgens wars dann schon abgebrochen... =/ )

Edited by Serpens66
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Das verstehe ich etwas anders.

"Wird die Zahlung nicht in den nächsten 60 Minuten vom Käufer angewiesen (und auf der unten genannten Seite als angewiesen markiert) wird der Verkauf automatisch abgebrochen."

Demnach ist Teil der Bedingungen beim Kauf, dass fristgemäß angewiesen werden muss. Finde ich persönlich doof, weil dem Käufer so die Möglichkeit gegeben wird, eine Stunde seine Meinung zu ändern.

Soll ich als Verkäufer ansonsten jetzt die Coins für ewig reservieren bis der Käufer sich entscheidet, doch noch bezahlen zu wollen? Einen Storno anfragen kann ich ja nicht mehr - ist ja schon storniert.

 

- keine Rechtsberatung ;) ich lasse mich gerne aufklären, wenn ich falsch liege.

 

Abgesehen davon lassen sich die meisten Fälle glücklicherweise für beide Seiten positiv klären. Aber dafür braucht man halt die Kommunikation.

 

Edited by fox42
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vor 16 Stunden schrieb Serpens66:

ich halte es bisher immer so, derjenige der Mist gebaut hat muss sich den Wünschen des anderen Fügen. Und da ich nun derjenige bin, bin ich auf die Antwort angewiesen :D
Support hatte zwar mittlerweile reagiert, aber heute gibts wohl keine Antwort vom Handelspartner mehr.
Ich hab daher nun eine Frist bis morgen Abend gesetzt, in der er sich entscheiden kann. Wenn ich bis dahin nichts höre, bleibts storniert und ich hab halt Pech gehabt (dabei guck ich normalerweise schon wie ein blöder alle 5 Minuten in meine Mails, aber gestern abend hab ichs vergessen und morgens wars dann schon abgebrochen... =/ ) 

Hallo,

sag mal ehrlich, lohnt es sich für dich überhaupt wenn du Sepa Trades tätigst. Klar ist es manchmal verlockend, aber ist es den Zeitaufwand (beobachten, mails checken etc. ) überrhaupt wert? Ich habe ja mit dir auch schon viele Male gehandelt, aber immer mit Express. ? Immer ?

Gruß Pauli      

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vor 17 Stunden schrieb Serpens66:

ich halte es bisher immer so, derjenige der Mist gebaut hat muss sich den Wünschen des anderen Fügen.

Was ich prima finde, so lernt man das eigentlich bis spätestens 16 oder 18 Jahre. Ich rate dir dennoch, dich formal abzusichern – z.B. indem du formal auf die Stornierungsanfrage eingehst und ihm das entsprechend mitteilst. Nicht, dass der Kamerad in 2 Wochen angedackelt kommt und dann der Spaß beginnt.

 

vor 7 Stunden schrieb fox42:

Das verstehe ich etwas anders. "Wird die Zahlung nicht in den nächsten 60 Minuten vom Käufer angewiesen (und auf der unten genannten Seite als angewiesen markiert) wird der Verkauf automatisch abgebrochen." Demnach ist Teil der Bedingungen beim Kauf, dass fristgemäß angewiesen werden muss. Finde ich persönlich doof, weil dem Käufer so die Möglichkeit gegeben wird, eine Stunde seine Meinung zu ändern. 

Dein Verständnis ist falsch. Das Kauf-/Verkaufsangebot ist verbindlich. Der Vertrag kommt rechtlich verbindlich zustande, sobald jemand auf „Jetzt kaufen“ / „Jetzt verkaufen“ klickt. Der „Abbruch“ hat lediglich technische Gründe, entbindet aber keine der beiden Vertragsparteien von ihren Pflichten (weder von der Zahlung noch von der Lieferung). Alles andere wäre auch irrsinnig. Im Übrigen kann bitcoin.de einen Vertrag zwischen zwei Parteien nicht auflösen, das stand zwar mal in deren AGBs, wurde aber verworfen weil es rechtlich nicht haltbar war (siehe die Diskussion in einem anderen Forum => hier; Zitat: „Wir stornieren wir keine rechtsgültigen Kaufverträge. Dazu sind wir nicht berechtigt, auch wenn es in unseren AGB (noch) einen Passus gibt, der uns in die Lage versetzen sollte als neutraler Dritter Entscheidungen treffen zu können. Dieser Passus ist jedoch rechtlich nicht haltbar und wird mit den neuen AGB durch eine andere Formulierung ersetzt.“ Alles andere was dort zum Thema im Forum steht ist weitgehend für die Tonne.).

Hier ein Anzug der aktuellen AGBs, denen jeder Marktteilnehmer zustimmt:

§ 13 Abs. 1: Ein Kunde kann auf dem Marktplatz ein verbindliches Angebot zum Kauf oder Verkauf von Bitcoins veröffentlichen. Das Angebot soll folgende Angaben enthalten […]

§ 13 Abs. 2: Ein solches Angebot ist nicht lediglich ein unverbindliches Inserat. Rechtlich handelt es sich nicht lediglich um die Aufforderung an andere Kunden, ein verbindliches Angebot abzugeben („invitatio ad offerendum“), sondern um ein verbindliches Angebot an einen unbestimmten Personenkreis („offerta ad incertas personas“), welches allerdings maximal von einem Kunden angenommen werden kann.

§ 14 Abs. 1: Nimmt ein Kunde das Angebot eines anderen Kunden zum Kauf oder Verkauf von Bitcoins an, kommt dadurch ein für beide Kunden rechtlich bindender Kaufvertrag zustande.

§ 15 Ziffer 7: Bestätigt der Käufer nicht binnen der diesbezüglich im Fristenverzeichnis bestimmten Frist nach Annahme des Verkaufsangebots (wie unter Absatz 2 beschrieben), dass er den geschuldeten Betrag an den Verkäufer überwiesen hat, wird die Transaktion auf dem Marktplatz aus technischen Gründen abgebrochen. Die „Bitcoins“ des Verkäufers werden wieder freigegeben und, falls der Verkäufer diese Option bei Einstellung des Angebotes gewählt hat, automatisch als neues Angebot zu gleichen Konditionen wieder auf dem Marktplatz eingestellt. Die Verpflichtung der Kunden zur Erfüllung eines auf dem Marktplatz geschlossenen Kaufvertrags bleibt durch den späteren Abbruch der Transaktion unberührt.

Edited by ap7fxm
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ap7fxm: ja genau deswegen setze ich dann zb so eine Frist, bis der sich derjenige dann noch entscheiden kann, danach erkläre ich es offiziell als storniert und hoffe dass es damit gut ist.

@pauli:
deswegen werden für SEPA auch recht hohe aufschläge gefordert. Wenn es dann pro Monat mal wer annimmt, dann lohnt sich der manuelle Aufwand dann auch wenigstens ;) Umso ärgerlicher wenn das dann storniert wird =(

 

 

 

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vor 6 Stunden schrieb ap7fxm:

...

§ 15 Ziffer 7: Bestätigt der Käufer nicht binnen der diesbezüglich im Fristenverzeichnis bestimmten Frist nach Annahme des Verkaufsangebots (wie unter Absatz 2 beschrieben), dass er den geschuldeten Betrag an den Verkäufer überwiesen hat, wird die Transaktion auf dem Marktplatz aus technischen Gründen abgebrochen. Die „Bitcoins“ des Verkäufers werden wieder freigegeben und, falls der Verkäufer diese Option bei Einstellung des Angebotes gewählt hat, automatisch als neues Angebot zu gleichen Konditionen wieder auf dem Marktplatz eingestellt. Die Verpflichtung der Kunden zur Erfüllung eines auf dem Marktplatz geschlossenen Kaufvertrags bleibt durch den späteren Abbruch der Transaktion unberührt.

Dann war meine Auffassung tatsächlich nicht ganz korrekt.. Zum Glück konnte bisher tatsächlich alles geklärt werden und das Geld kam meistens doch noch und der Trade konnte erfüllt werden.

Das ist dann aber maximal blöd, weil es schwarzen Schafen noch mehr Möglichkeiten gibt.. Wenn man nicht direkt einen Anwalt hinterherschickt, um den Trade durchzusetzen, muss man bis zur Verjährung nach 3 Jahren befürchten, dass der Käufer doch noch angewackelt kommt und den Trade abschließen will? Zufällig dann wenn der Kurs doch noch entsprechend stark gestiegen ist und man die bereits anderweitig verkauften Coins dann teuer nachkaufen muss.. So ganz richtig hört sich das für mich auch nicht an.

Ich bin eigentlich der Meinung, dass das als angewiesen markieren (genau wegen dieser Problematik) unglücklich ist.. Der Kaufvertrag kommt bei Annahme des Angebots zustande. Das Markieren dient nur der Erinnerung, dass auch wirklich überwiesen wird, oder?
Wenn der Storno dann nicht mal eine Bedeutung hat, ist das umso schlimmer.

Edited by fox42
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vor 8 Stunden schrieb fox42:

Wenn man nicht direkt einen Anwalt hinterherschickt, um den Trade durchzusetzen, muss man bis zur Verjährung nach 3 Jahren befürchten, dass der Käufer doch noch angewackelt kommt und den Trade abschließen will?

Ich würde und bin als Verkäufer IMMER aktiv geworden, WENN der Käufer die Zahlung nicht mit als angewiesen markiert hat und es zum (technischen) Abbruch gekommen ist. Es gibt 2 Optionen:

  • Option 1: Kommunikation aufnehmen => Frist setzen => Kontaktdaten des Käufers von Support verlangen (die weisen den Käufer dann auch noch mal konkret auf die Pflichten/AGB hin) => Mahnbescheid (geht ohne Rechtsanwalt) => Anwalt/anwaltliches Mahnschreiben => Gerichtsverfahren.
  • Option 2: einseitig vom Vertrag zurücktreten. Dies geschieht mit der Begründung, dass der Käufer seiner Pflicht (“markieren“) nicht nachgekommen ist. Ob hierzu eine entsprechende Nachricht an den Support reicht oder man den Käufer direkt schreiben muss, was wegen der geschlossenen Kommunikation zunächst gar nicht geht, ist mir unklar. Bei einer entsprechenden Nachricht an den Support kommt erschwerend hinzu, dass man selber keine Kopie erhält und den vorgenommenen Rücktritt später ggf. nicht nachweisen kann. Umso sinnvoller wäre, wenn die Kommunikation für einen gewissen Zeitraum offen bliebe.

Option 1 ist aus meiner Sicht der rechtlich korrekte Weg. Bei Option 2 ist mir das nicht so ganz klar. Vor allem ist mir unklar, wie lange man als Verkäufer einseitig zurücktreten kann. Dabei ist aus praktischer Sicht spannend, ob man als Verkäufer auch noch einseitig zurücktreten kann, wenn der Käufer sagt „huhu ich zahle jetzt doch“ oder sogar schon das Geld auf dem Konto eingegangen ist.

 

vor 8 Stunden schrieb fox42:

Zufällig dann wenn der Kurs doch noch entsprechend stark gestiegen ist und man die bereits anderweitig verkauften Coins dann teuer nachkaufen muss.. So ganz richtig hört sich das für mich auch nicht an. 

Genau das ist der Grund, warum der Vertrag bindend sein muss. Alles andere wäre irrsinnig. Wenn nur der Käufer die Möglichkeit hätte durch „markieren“ oder durch Zahlung des Kaufpreises den Vertrag wirksam werden zu lassen, dann hätte er einseitig die Möglichkeit auf Preisschwankungen zu reagieren. Das kann nicht das Ziel sein und kein Verkäufer mit normalem Menschenverstand würde dann auf bitcoin.de agieren. Als Verkäufer muss ich mir natürlich genauso bewusst sein, dass der Vertrag rechtlich bindend ist - und ggf. entsprechend reagieren.

 

vor 8 Stunden schrieb fox42:

Wenn der Storno dann nicht mal eine Bedeutung hat, ist das umso schlimmer.

Wenn du die Stornoanfrage meinst, dann hat die schon eine Bedeutung. Die zweite Partei kann annehmen (dann ist der Vertrag hinfällig) oder ablehnen (dann besteht der Vertrag weiterhin). Ob die Funktion einen Mehrweit bietet, ist eine andere Frage (=> meiner Meinung nach: nein).

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Ohne Rechtlich groß bewandert zu sein: Der Kaufvertrag enthält: "Bitte überweisen Sie schnellstmöglich ..."

Sollte der Handelspartner nach automatischem Abbruch und ohne weitere Kommunikation mehrere Tage verspätet Geld überweisen kann man den Support einschalten und die Überweisung, da nicht fristgerecht ausgeführt ablehnen. (hatte diesen Fall bisher noch nicht)

Hatte bereits mehrere Fälle von SEPA Überweisungen, die zwar als bezahlt markiert waren, aber nicht erwartungsgemäß bei mir eingegangen sind. Zwei Tage länger gewartet, Handelspartner angeschrieben, am nächsten Tag den Support eingeschaltet

  • Handelspartner entschuldigt sich, Überweist Geld, für mich kein Problem
  • Handelspartner überweist kommentarlos, je nach Kursentwicklung Zahlung abgelehnt und Support darüber informiert --> Trade durch Support abgebrochen, nachdem ich Rücküberweisungsbeleg eingereicht habe.
  • Handelspartner überweist erst nachdem der Support einen Zahlungsbeleg einfordert: Support teilt mit, dass Zahlung nicht fristgerecht erfolgt ist --> Abbruch durch Support möglich durch Einreichung eines Rücküberweisungsbeleges.

Ob die Handhabung durch den Support rechtlich bestand hat, kann ich nicht sagen. Bisher haben sich die Handelspartner jedenfalls nicht bei mir beschwert oder einen Anwalt eingeschaltet. 

Und @Serpens66 Fristen setzen: Mit Blick auf "schnellstmöglich" und übliches Verhalten des Supports sollte das safe sein

TL;DR Ich gehe davon aus, dass eine NICHT "schnellstmögliche" Überweisung eine Vertragsverletzung darstellt und den Kaufvertrag zunichte macht. 

Edited by matthias.linden
Erweitert
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Schnellstmöglich kann vieles bedeuten, es braucht eine konkrete Frist. Und hier hilft folgendes weiter:

  • "§ 16 Ziffer 6: Der Käufer hat spätestens binnen der diesbezüglich im Fristenverzeichnis bestimmten Frist nach Versand der in Abs. 5 S. 1 erwähnten E-Mail die Zahlung an den Verkäufer zu tätigen und auf einer von der Bitcoin Deutschland AG mitgeteilten Internetseite (einer nur für Käufer, Verkäufer und die Bitcoin Deutschland AG einsehbaren Detailseite zum Kauf) zu bestätigen, dass er die Zahlung an den Verkäufer angewiesen hat". (analoges gilt für Kaufangebote; siehe §15 Ziffer 6.)
  • Das Fristenverzeichnis gibt es unter: https://www.bitcoin.de/de/infos#fristenverzeichnis-und-mindestwerte

Letztlich ist der Käufer nach Abbruch der Transaktion in Verzug bzw. vertragsbrüchig. Die Konsequenzen bzw. den entstandenen Schaden hat dieser dann entsprechend zu tragen.

Zu beachten ist, dass bitcoin.de den Kauf/Verkauf zwar (technisch) abbrechen kann, aber NICHT den Vertrag  zwischen den beiden Vertragsparteien auflösen, kündigen oder was auch immer kann. Der Vertrag an sich besteht weiterhin! Insofern wäre spannend, wie eine verspätete Zahlung rechtlich zu werten ist. Meinem Laienverständnis nach könnte der Käufer die Coins zwar wirksam einfordern, müsste aber den entstanden Schaden (etwaige Mehrkosten o.ä.) tragen. In der Praxis bringt das allerdings weitere Komplikationen mit sich. Daher würde ich den Vertrag, wenn ich die Coins anderweitig verkaufe, wie oben bereits erwähnt zunächst formal kündigen bzw. vom Vertrag zurücktreten. Damit sollte man aus dem Schneider sein.

 

Und selbstverständlich sind meine Angaben keine Rechtsberatung o.ä. Ich habe keinen rechtlichen Hintergrund.

 

Edited by ap7fxm
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vor 4 Stunden schrieb ap7fxm:

Wenn du die Stornoanfrage meinst, dann hat die schon eine Bedeutung. Die zweite Partei kann annehmen (dann ist der Vertrag hinfällig) oder ablehnen (dann besteht der Vertrag weiterhin). Ob die Funktion einen Mehrweit bietet, ist eine andere Frage (=> meiner Meinung nach: nein).

Ich meinte den automatischen Storno nach Ablauf der 1h-Frist.

vor 3 Stunden schrieb matthias.linden:

TL;DR Ich gehe davon aus, dass eine NICHT "schnellstmögliche" Überweisung eine Vertragsverletzung darstellt und den Kaufvertrag zunichte macht. 

Auch meine Auffassung. Die 1h-Fris zum Überweisen (und da gehört das Markieren auf bitcoin.de eigentlich dazu) ist ja eine Frist. 

vor einer Stunde schrieb ap7fxm:

[...]

Letztlich ist der Käufer nach Abbruch der Transaktion in Verzug bzw. vertragsbrüchig. Die Konsequenzen bzw. den entstandenen Schaden hat dieser dann entsprechend zu tragen.

Zu beachten ist, dass bitcoin.de den Kauf/Verkauf zwar (technisch) abbrechen kann, aber NICHT den Vertrag  zwischen den beiden Vertragsparteien auflösen, kündigen oder was auch immer kann. [...]

Zu erstens: Danke, sehe ich auch so.

Zu zweitens: Stimmt. Aber es könnte sein, dass der Vertrag durch andere Umstände automatisch nichtig wird. Da müsste ich aber nochmal das BGB wälzen ?

 

edit: Und leider sind meine Beträge immer so niedrig, dass ich nicht ganz so viel Spaß an einem Mahnverfahren deswegen habe. Das Risiko ist überschaubar - Außer wenn es demnächst den erwarteten Kurssprung Richtung 1.000.000 USB/BTC gibt ?

 

Wie immer: Alle Angaben ohne Gewähr. Eigentlich habe ich keine Ahnung davon und rate nur :)

Edited by fox42
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