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Wie versteuern bei nicht nachweisbarem Einkaufspreis


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Hallo,

folgender Fall liegt vor:

2014 im Dezember wurde zum ersten Mal investiert in Monero. Laut meinem PC Affinen Arbeitskollegen das nächste "Ding" nach dem Bitcoin weil anonymer besser usw.

Es folgten 4 weitere Käufe. Er legte Paperwallets an und ich "kaufte" bei Ihm mit einem kleinen Aufschlag und musste mich um nichts kümmern. Am Ende des Monats gab ich ihm bekannt wie viel € ich investieren möchte, er machte den Rest. Am Monatsanfang gab ich ihm in Bar das Geld und er mir einen Ausdruck mit dem ganzen Monero Infozeug drauf. Nach 5 Monaten in denen ich Geld anstatt in den Bausparer da rein steckte ging der Preis hoch und ich freute mich über Gewinne. Zum höheren Kurs wollte ich dann nicht noch weiter einkaufen und habe dann wieder in meinen Bausparer eingespart. Der Kollege ist 2016 aus der Firma ausgetreten ich zog 2017 um und hab irgendwann mal beim Vertragswechsel die alte Sim Karte entsorgt. Über Facebook hab ich ihn auch nicht gefunden. Bevor ich nun in der alten FIrma die Personalabteilung kontaktiere und vermutlich sowieso nichts erfahre wollte ich das jetzt selbst angehen. Mein alter Plan, dass er mir die Zettel wieder zu barem macht ist also dahin. Nun hab ich die Coins der 5 Wallets als schlauer Fuchs auf eine neue Wallet transferiert.

 

De Facto habe ich jetzt eine Wallet erstellt 01/2019 wo Coins aus einem Barkauf von 2014 und 2015 drauf sind. Belegen kann ich das nicht mehr.

Kann ich die Coins jetzt einfach 1 Jahr liegen lassen und dann über eine Börse verkaufen ohne Steuerpflicht ? Oder muss ich jetzt ein worst Case Szenario bei der Steuer angeben ?

Wie würdet Ihr hier vorgehen bzw hatte hier jemand mal eine ähnliche Konstellation?

MfG

DerIdiotDerSichUmNichtsKümmernWollteUndJetztDieRennereiMitDerSteuerAmHalsHat

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vor 9 Minuten schrieb Display Name:

Hallo

Hallo, willkommen! :)

vor 9 Minuten schrieb Display Name:

Kann ich die Coins jetzt einfach 1 Jahr liegen lassen und dann über eine Börse verkaufen ohne Steuerpflicht ?

Du kannst sie jetzt schon verkaufen.
Ein TRANSFER unterbricht die Haltefrist NICHT.

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Besten Dank für eure Antworten,

also wäre einfach in der Steuererklärung im betreffenden Abschnitt ein kurzer Vermerk mit Nachweis anzufügen, dass die Münzen länger als 1 Jahr im Besitz sind und damit entfällt der Nachweis über den Kaufpreis oder sollte man trotzdem die Kosten schätzen und anfügen? Es geht nicht um riesen Beträge leider aber 4 stellig zumindest 😊

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Zitat

Den meisten Investoren von Bitcoin und anderen Coins ist mittlerweile bewusst, dass nach der Haltefrist von einem Jahr keine Steuern auf etwaige Gewinne bezahlt werden müssen. Der Grund liegt darin, dass nach einem Jahr kein privates Veräußerungsgeschäft (PVG) mehr vorliegt. Ein PVG wird i.S.d. § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) folgend definiert: ,,Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt.“ Da bei Überschreiten der Haltefrist von einem Jahr die Tatbestandsmerkmale der PVG gemäß § 23 EStG nicht mehr zutreffend sind, sind etwaige Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen steuerfrei. Eine steuerfreie Veräußerung von Bitcoin ist in diesen Kontext umgangssprachlich zwar korrekt, steuerrechtlich spricht man jedoch von nicht steuerbaren Gewinnen. Eine Steuerfreiheit der Bitcoin-Gewinne kann nämlich nur vorliegen, wenn es sich um steuerbare Vorgänge handelt. Um die Lesbarkeit des Textes zu verbessern wird jedoch weiterhin steuerfrei verwendet.


Immer häufiger wird in den sozialen Medien und in Krypto-Foren darüber diskutiert, dass nicht der Steuerpflichtige, sondern das Finanzamt darüber entscheidet, ob etwaige Gewinne aus Bitcoin etc. steuerfrei zu behandeln sind. Da wie oben beschrieben, nach einem Zeitraum von einem Jahr nach Anschaffung des Bitcoins kein PVG mehr vorliegt, und somit keine Einkunftsart im deutschen Steuergesetz zutrifft, muss der Steuerpflichtige diese steuerfreien Gewinne nicht gegenüber dem Finanzamt erklären. Weiter können in der Anlage SO der Steuererklärung nur PVG und keine steuerfreien Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen angegeben werden. Die Steuerfreiheit von Bitcoin und Co. wird somit vom Gesetz und nicht vom Finanzamt oder vom Steuerpflichtigen entschieden. Wichtig ist in diesem Kontext, alle möglichen Informationen über die Herkunft des steuerfreien Coins aufzuzeichnen. Bei größeren Summen kann es durchaus vorkommen, dass das Finanzamt die Herkunft und Nachweise für etwaige steuerfreie Gewinne sehen will. Genaue Dokumentationen über das Datum der Anschaffung sowie Veräußerung beweisen dann im Zweifel die Steuerfreiheit.

Quelle: https://cryptotax.io/bitcoin-und-steuern/#Bitcoin_steuerfrei_veraeussern


 

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vor 12 Stunden schrieb Display Name:

Besten Dank für eure Antworten,

also wäre einfach in der Steuererklärung im betreffenden Abschnitt ein kurzer Vermerk mit Nachweis anzufügen, dass die Münzen länger als 1 Jahr im Besitz sind und damit entfällt der Nachweis über den Kaufpreis oder sollte man trotzdem die Kosten schätzen und anfügen? Es geht nicht um riesen Beträge leider aber 4 stellig zumindest 😊

steuerfreie Veräusserungsgeschäfte tauchen nicht in der Erklärung auf

insofern ist auch ein Vermerk oder ähnliches nicht nötig

Edited by Guest
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vor 12 Stunden schrieb Amsi:

Ein TRANSFER unterbricht die Haltefrist NICHT.

Manchmal ist es aber nicht so einfach nachzuweisen, dass man sie vor dem Transfer selbst besessen hat und nicht von jemandem gekauft hat.

Daher ist die absolut sichere Methode die Coins einfach ein Jahr liegen zu lassen und dann von dieser Wallet direkt zur Exchange zu senden.

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