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Die Problematik beim Tranding mit der Steuer


pauli
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Hallo,

ich bin gerade über meiner Steuererklärung für 2018. Nachdem ich alle relevanten Daten in cointracking.info importiert

habe fiel ich fast vom Stuhl. Ich habe 2018 noch deutlich mehr Gewinne gemacht als 2017🙄 2017 konnte man ja eigentlich keinen Verlust machen.

Wie kann das sein, 2018 war doch das Jahr der fallenden Kurse. So habe ich das in Erinnerung. Hat cointracking.info einen Fehler im System? (muss ich wirklich noch überprüfen!!)

Kurz zu meiner Cryptogeschichte.

eingestiegen März 2017, gekauft und verkauft, beim all Time High einen mittleren 5 stelligen Wert € auf Börsen und Wallets in Cryptos. In dieser Zeit habe ich meine Fiat Investitionen immer wieder ausgezahlt. Anfang 2018 hatte ich fast alles eingesetztes Fiat wieder raus. Die Steuererklärung 2017 war nicht erfreulich,  aber gerne beglichen aus meinem Fiatvermögen.  Cryptowerte waren ja noch da. Was jucken die Steuern, zahlt man halt.

Dummerweise kam Ende 2017 der Kursrutsch. Die guten Hodl Vorsätze wurden über den Haufen geworfen, Abverkauf und billiger zurückgekauft, mehrmals. Zurückblickend war das ein Fehler, weil ich immer wieder Gewinn gemacht habe.

Warum? ich habe Anfang 2018 ind ie fallenden Kurse mit viel Gewinn verkauft, Verluste mache ich erst im zweiten Halbjahr. Aber nicht genug. Richtig Verluste habe ich dann erst Anfang 2019 gemacht, mit Absicht da ich das Dilemma kommen sah.  Ich habe eigentlich nie BTC über 5000 $ gekauft.

Jetzt habe ich eine Steuernachzahlung offen , für ein Steuerrelevantes Einkommen das 80 % meines jetzigen gesamten Cryptowertes ausmacht. Ich muss also darauf hoffen für 2019 die Verluste anrechnen zu können. Von mittleren 5stelligen €-Beträgen ist dann nur noch ein mittlerer 4-stellige Betrag übrig :(

Als Fazit: ich hatte immer gern getradet, freute mich über Gewinne und die richtige Strategie.  Aber es rechnet sich nicht richtig. Ich werde meine Strategie ändern, nicht mehr kurzfristig traden, nicht mehr an schnelle Gewinne denken, langfristig denken. Und die Steuern werde ich auch jetzt wieder aus meinem Fiatvermögen zahlen.   Sonst fallen ja wieder Gewinne an...... 😜

Gruß Pauli

Edited by pauli
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Neuer Trend, sich über hohe Gewinne zu ärgern? Spannend. 😉

Mach doch mal einen einfachen Plausbilitäts-Check: Bestand Ende 2019 'minus' Bestand Ende 2018 (bereinigt um etwaige FIAT-Zu-/Abflüsse; noch nicht veräußerte Cryptos zum Jahresende jeweils mit Einstands-Kurs ansetzen).

 

vor 42 Minuten schrieb pauli:

Ich muss also darauf hoffen für 2019 die Verluste anrechnen zu können.

Kannst du, unter normalen Umständen. Das Zauberwort heißt Verlustrücktrag. Der erfolgt standardmäßig automatisch, außer du wählst Verlustvortrag.

Dies ist wie immer keine Rechtsberatung.

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vor 12 Stunden schrieb ap7fxm:

Neuer Trend, sich über hohe Gewinne zu ärgern? Spannend. 😉

 

Hallo,

nein, nicht ärgern. Aber ich bin schon überrascht wie der subjektive Eindruck täuschen kann. Eigentlich war ich der Meinung heuer Verluste ins Vorjahr zurücktragen zu können, durch die Kursverluste ist der Wert meines Cryptoportfolios ja stark gesunken.

Wären die Cryptokurse immer noch wie vor 2 Monaten und müsste ich die Steuern aus diesem Bestand zahlen wäre wohl fast alles weg. Daran sollten alle denken die zuviel des verfügbaren Kapitals in Crypto investieren.

Schönen Wahlsonntag noch, Pauli

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Naja, also ich hab meine Steuer im Blick und insbesondere in Richtung Ende der 12-Monatsfrist überlege ich ob ich Verluste realisieren sollte. Das hab ich in 2018 massiv getan um meine 2017er-Gewinne zu reduzieren.

Ich kann nur jedem raten seine Steuerunterlagen im laufenden Jahr immer mal wieder zu aktualisieren um die eigene Strategie anzupassen.

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vor 7 Stunden schrieb Jokin:

Naja, also ich hab meine Steuer im Blick und insbesondere in Richtung Ende der 12-Monatsfrist überlege ich ob ich Verluste realisieren sollte. Das hab ich in 2018 massiv getan um meine 2017er-Gewinne zu reduzieren.

Ich kann nur jedem raten seine Steuerunterlagen im laufenden Jahr immer mal wieder zu aktualisieren um die eigene Strategie anzupassen.

Verrechnest du die Verluste und Gewinne aus Hodlcoins und Tradingcoins? Oder was meinst du damit?

Bei den Hodlcoins braucht man ja an sich nicht über das realisieren von Verlusten sorgen? Wenn man sie von Bullenmarkt bis ATH hodelt kann ja an sich kein Verlust bei rauskommen, bzw. höchstens der Verlust wenn ein Coin plötzlich verschwindet? Aber da es nach einem Jahr Steuerfrei wird braucht man den Verlust ja nur abziehen, Steuerfrei bleibt es ja trotzdem?

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vor 18 Stunden schrieb battlecore:

Verrechnest du die Verluste und Gewinne aus Hodlcoins und Tradingcoins? Oder was meinst du damit?

Bei den Hodlcoins braucht man ja an sich nicht über das realisieren von Verlusten sorgen? Wenn man sie von Bullenmarkt bis ATH hodelt kann ja an sich kein Verlust bei rauskommen, bzw. höchstens der Verlust wenn ein Coin plötzlich verschwindet? Aber da es nach einem Jahr Steuerfrei wird braucht man den Verlust ja nur abziehen, Steuerfrei bleibt es ja trotzdem?

Hä?

Also ich habe Ende Dezmber BTC zum Kurs von über 10.200 Euro aus dem Trading raus in meine Desktop-Wallet geholt.
Im Mitte Dezember 2018 waren diese Coins dann nur noch 3.200 Euro wert.

Was sollte ich Deiner Meinung nach tun?

a) Über die 12-Monatsgrenze hinaus halten und darauf hoffen, dass sie bis Ende 2019 wieder mehr als 10.000 Euro wert werden?
b) Die Coins mit <12 Monaten verkaufen, das Finanzamt an 7.000 Euro Verlust je BTC beteiligen und kurz darauf BTC im Wert von 3.200 Euro/BTC kaufen und in die Wallet legen?

Sollte es Anfang 2020 zu einem Kurs von über 10.2000 Euro kommen, hätte ich im Fall a) überhaupt keinen Gewinn gemacht und im Fall b) habe ich Steuern auf 7.000 Euro vermieden - das kommt einem direkten Gewinn gleich. (unter der Annahme, dass man entsprechende steuerrelevante Gewinne hat ... und die hab ich)

Derzeit optimiere ich das Ganze und nehme jeden Monat Coins aus dem Trading und schicke die in den Steuerschlaf. Bei sinkenden Kursen werden die vor Ablauf der Frist verkauft. Bei steigenden Kursen werden die nach Ablauf der Frist verkauft. Und zwar so, dass ich grundsätzlich jeden Monat Coins habe, die die 12-Monats-Frist überschreiten werden und ich immer von Coin zu Coin überlege: Gewinne oder Verluste eintüten. Beides ist gleichermaßen von Vorteil für mich.

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vor 47 Minuten schrieb battlecore:

Ja genau das meinte ich. War mir nicht sicher ob du auch hodelst oder nur Tradingcoins hast. Mit hodeln meinte ich nicht das 1 Jahr.

Es macht für mich keinen Sinn einen Coin, den ich für 3.000 Euro kaufte auf das ATH mit hoch zu nehmen ohne den Gewinn zu realisieren und direkt einen neuen Coin zu kaufen ... wenn der Kurs ein weiteres Jahr später noch höher ist: Super, wird wieder verkauft ... wenn der Kurs fällt: Super, Verluste werden realisiert und Coin wird neu gekauft.

Vom Prinzip her behalte ich den Bestand bei - ich lasse die Coins halt nur nicht zu alt werden und nutze sie zur Reduzierung meiner Einkommensteuernachzahlungen.

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