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Nextcoin = erste ernstzunehmende Konkurrenz für Bitcoin?


fyahfox
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Hi,

 

vorab:

einige kennen ja meine Meinung bzgl. Altcoins. Die meisten unterscheiden sich technisch nur minimal vom Bitcoin, haben manchmal sogar Nachteile oder sind exakte Kopien.

-> Aus meiner Sicht sind die ganzen Altcoinentwicklungen bisher nur der Versuch gewesen, den verpassten Bitcoin-Zug zu kompensieren und auch mal 3000 % Gewinn einzufahren...

 

Falls das jemand anders sieht, würde ich mich sehr freuen, wenn derjenige mir erklären kann, warum ich mich irre.

 

Zum Thema:

Der Nextcoin scheint sich von den restlichen Altcoins abzuheben, denn es gibt wesentliche technische Verbesserungen. Ich bin gerade erst dabei das alles zu verstehen und würde mich daher über eine Diskussion hier freuen.

 

Eine wichtige Verbesserung ist zum Beispiel folgendes:

Der Nextcoin basiert nicht auf "proof of work" (Rechenleistung reinstecken -> Bitcoins bekommen; je mehr Rechenleistung, desto mehr Bitcoins), sondern auf "proof of stake" (Nextcoins besitzen -> Nextcoins bekommen; je mehr Nextcoins man besitzt, desto mehr bekommt man). Das hat zur Folge, dass für den Erhalt des Netzwerks wesentlich weniger Rechenleistung benötigt wird, was nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch mit deutlich geringeren Betriebskosten einhergeht. Eine starke CPU/GPU, FPGAs oder ASICs werden nicht benötigt. Ein 10 Jahre altes Linux-Notebook, das in der Lage ist, eine java webapp laufen zu lassen und mit einem Browser die GUI zu betreiben, ist gegenüber einem Highend-Rechner nicht im Nachteil.

 

Aufgrund des "proof of stake" Prinzips gibt es auch keine aufgeblähte blockchain. Das ist natürlich auch ein Performance-Vorteil, allein schon, weil der hohe Datentransfer entfällt (Die Bitcoin blockchain ist aktuell bei ca. 12 GB).

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass Ideen wie bitmessage oder dezentrales DNS direkt implementierbar sind. Der Code ist noch nicht fertig (und daher auch noch nicht offen), aber es wurde wohl von Anfang an berücksichtigt, dass diese Ideen einfach implementiert werden können.

 

Was ich bisher nicht verstehe, sind die "colored coins". Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

 

Grüße

 

fyahfox

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Habe jetzt etwas mehr über "colored coins" gelesen und glaube es verstanden zu haben:

Colored coins sind Transaktionen (in der Regel im mikropayment Bereich), die als vorrangiges Ziel nicht die Transaktion des Betrages selbst haben, sondern beliebige Informationen übertragen.

Man kann damit Unterwährungen in der Hauptwährung (zB Bitcoin) etablieren oder eben auch andere Informationen in der blockchain festhalten, mit allen Vorteilen, die die blockchain Methode eben so an sich hat (fälschungssicher, keine doublespends, transparent, ...).

 

Colored coins sind im Bitcoinnetzwerk nicht so gut aufgehoben, weil die Bitcoin blockchain unter mikropayments stark leidet. Beim Nxt sieht es anders aus, denn hier sind für Transaktionen ja kaum Rechenleistung notwendig und die blockchain bläht sich auch nicht in dem Maße auf, wie die Bitcoin blockchain es tut.

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  • 1 month later...

NextCoin hat an sich viel Potenzial und hebt sich in der Tat als crypto currency 2.0 von den restlichen altcoins ab. Das einzige was derzeit den Durchbruch verhindert ist, dass der Coin logischerweise noch in den Kinderschuhen steckt und es noch lange dauern wird bis seine technischen Neuerungen so vorangeschritten sind, dass auch wirklich ein Vorteil gegenüber Bitcoin und co. deutlich wird. Außerdem wurde der Coin gepreminet, heißt wenige Stakeholder verfügen über den Großteil aller Coins und wer will die schon reich machen?

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hallo,

ich denke die idee dahinter ist nicht schlecht only proof of stake. und zumindest ist das auch ein alleinstellungsmerkmal und hebt sich deshalb von den üblichen bitcoin-clonen ab.

es gibt aber 2 Punkte wo ich denke, dass diese dem Coin an sich schaden. Zum einen die 72 stakholder mit ihren velen Coins die im Prinzip nach belieben den Kurs diktieren können und zweitens gibt es bereits den peercoin.

der verbindet quasi proof of stake mit proof of work und ist damit in meinen augen auf eienr sichereren Basis durch beide systeme. desweiteren ist der schon ne ganze weile am markt und konnte sich immer ganz gut behaupten. meine PPC haben sich im Vergleich zum bitcoin im selben (mittelfristigen) Zeitraum besser geschlagen.

ich könnte mir schon vorstellen dass der Nextcoin sich aufgrund seines alleisntellunsgmerkmals dauerhaft durchsetzen kann. Dafür muss aber die entsprechende Seriosität gewährleistet sein. Und mit dem Peercoin gibt es einen großen (Halb)Bruder der dem Nextcoin schon einiges voraus hat.

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Ich bin auch sehr angetan vom Nxt und ich denke, dass eine Besonderheit - mal abgesehen von den vielen technischen Features - die starke Community ist. Diese engagiert sich intensiv, diskutiert lebhaft über Weiterentwicklungen und betreibt auch Marketing. Das alles wurde von den "Stakeholders", also sozusagen den Gründungsmitgliedern, durch Ausgabe von Erfolgsprämien (ausgezahlt natürlich in Nxt) angeschoben.

 

Ich finde das bemerkenswert und habe so etwas noch bei keinem "Produkt" gesehen, ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung! Wenn die Technik auch noch stimmt und keine wesentlichen Mängel wie Sicherheitslücken auftreten, könnte der Nxt durchaus zum Litecoin aufschliessen oder diesen sogar überrunden.

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Das Inumlaufbringen durch Stakeholder finde ich auch problematisch. Hinzu kommt, dass (noch?) nicht sämtlicher Quellcode öffentlich ist. Dafür gibt es zwar nachvollziehbare Gründe, es erzeugt aber auch Misstrauen/Zurückhaltung.

 

Zum Peercoin ist zu sagen, dass es hier zwar auch eine maximale Menge gibt (2,1 Milliarden), aber es können zusätzlich bis zu 1 % pro Jahr durch Proof of Stake erzeugt werden. Ob das langfristig (also nach der Proof of Work Miningphase) zu einer inflationären oder deflationären Entwicklung führt, ist schwierig einzuschätzen, denn die konstanten Transaktionskosten (0,01 PPC pro Transaktion) werden beim Peercoin nicht an jemanden gezahlt, sondern die coins werden wirklich zerstört. Sicher ist allerdings, dass eine Inflation jährlich maximal 1 % betragen kann (nach der Proof of Work Miningphase).

Die Kombination von Proof of Work mit Proof of Stake ist aber definitiv interessant, denn dadurch wird das Inumlaufbringen fairer (zumindest im Vergleich zum Stakeholder-Prinzip), aber trotzdem werden die Vorteile des Proof of Stake genutzt (effizienter/umweltfreundlicher, sicherer gegen 51% Angriff).

Die feste Transaktionsgebühr von 0,01 PPC finde ich problematisch, denn wenn der Wert des Peercoin mal in Größenordnungen vom Bitcoin aktuell (800 USD) geht, zahlt man pro Transaktion 8 USD. Das ist aus meiner Sicht völliger Unsinn. Mir ist allerdings auch leider nicht bekannt, ob die Transaktionsgebühr angepasst werden kann. VIelleicht weiß das hier jemand...

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  • 1 month later...

Hallo, ist zwar schon ein wenig her, trotzdem möchte ich die Frage noch beantworten:

Ja, sowohl die Transaktionsgebühr kann im Nachhinein angepasst werden, wie auch die Nachkommastellen von Next.
1. Nachkommastellen:

 
divisibility is not a top priority. It can be adjusted in the future. 

Nxt is still in its infancy. There aren't a lot of users yet, and features are still being implemented. So the number of transactions per day is still low, but growing. As transactions, and the price of Nxt grows, transaction fees will be adjusted downwards to keep transaction costs reasonable while still sufficiently rewarding forgers and preventing the blockchain from being spammed with unnecessary transactions.

 

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Hallo, ist zwar schon ein wenig her, trotzdem möchte ich die Frage noch beantworten:

Ja, sowohl die Transaktionsgebühr kann im Nachhinein angepasst werden, wie auch die Nachkommastellen von Next.

1. Nachkommastellen:

http://wiki.nxtcrypto.org/wiki/FAQ#How_divisible_is_Nxt.3F

Die Entwickler haben beschlossen, die Transaktionsgebühr demnächst auf 0,1 NXT zu senken.

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Interessant... Ich finde es trotzdem unbefriedigend, wenn "die Entwickler" manuell eingreifen müssen, damit die Transaktionsgebühr eine sinnvolle Höhe hat. Es sollte einen Algorithmus geben, der eine sinnvolle Gebühr empfielt, der User sollte trotzdem (wie beim Bitcoin) die Möglichkeit haben, auf eigene Gefahr die Transaktionsgebühr anders zu wählen.

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Man sollte bedenken, dass Transaktionsgebühren bei kryptografischen Währungen verschiedene Aufgaben haben, z.B. eine Spam-Schutzfunktion oder bei Nxt als Belohnung der Nodes für das "forgen" (="mining" ohne neue Coins zu erzeugen). Da ist es gar nicht so einfach, einen Konsens zu finden, der alle zufrieden stellt.

 

Beim Bitcoin wird auch noch an der Transaktionsgebühr gefeilt, die wurde gerade im aktuellen Client 0.9 geändert und weitere Änderungen wurden schon angekündigt. Und das, obwohl Bitcoin schon mehrere Jahre auf dem Markt ist! Beim Bitcoin gibt es auch immer wieder Fälle, wo Benutzer keine Transaktionsgebühren eingestellt hatten und dann diese Transaktion von keinem Miner bestätigt wurde. Das ist auch nicht gerade "befriedigend".

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Wenn man im Web so rumsurft, habe ich noch niemanden andere Coins akzeptieren sehen außer Bitcoin und Litecoin.

Die Gestaltung ist auch sehr geschickt: Litecoin scheint sich wie Silber positionieren zu wollen, während Bitcoin der Gold-Ersatz sein soll. Siehe die gestaltung dieser physischen Münzen und Farbe der Coin-Icons!

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