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bleenk

Neue Regelungen ab 2020. Was bedeutet das für Anleger?

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Ich vermute, dass es letzten Endes länger dauert (2021 oder später) und verschiedene Coins unterschiedlich betrachtet werden.

Denn im Beispiel Bitcoin, gibt es ja zB. keine Zinsen oder Dividende. Es sollte also ein "Sachwert" wie zB. Gold bleiben.

Im Beispiel NEO wird doch GAS generiert, wenn ich mich hier nicht täusche, dies könnte womöglich dann als "Finanzinstrumente" eingestuft werden.

 

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In dem Gesetzesentwurf steht:

Zitat

In  Umsetzung  der  Änderungsrichtlinie  sieht  daher  der  Gesetzentwurf  zur  Erfassung  aller Verwendungsformen von virtuellen Währungen die Schaffung einer weiten Definition des Kryptowertes  vor.  Weiterhin  werden  das  Kryptoverwahrgeschäft  als  neue  Finanzdienstleistung  sowie  der  Kryptowert  als  neues  Finanzinstrument  eingeführt.  Dies  führt  zusam-men mit den bestehenden Regelungen in § 1 Absatz 1a KWG und § 2 Absatz 2 GwG da-zu,  dass  die  jeweiligen  Dienstleistungsanbieter  als  erlaubnispflichtige  Finanzdienstleistungsinstitute  geldwäscherechtlich  Verpflichtete  werden,  soweit  sie  nicht  bisher  bereits Verpflichtete sind.

Zitat

Musterbeispiel  derartiger  Kryptowerte  ist  der  Bitcoin.

Ich sehe daher einen sehr großen Konflikt für alle Bitcoin.de-Nutzer, welche die Trading-API benutzen oder generell viel handeln. Speziell die Arbitrage-Trader unter uns.

Denn: Wir müssten eine BaFin-Genehmigung einholen.

Nochmal Details aus dem Gesetzesentwurf:

Zitat

Der Umtausch von als Finanzinstrumente im Sinne des KWG einzuordnenden Kryptowerten  fällt  in  den  Katalog  der  Bank-  oder  Finanzdienstleistungen  nach  §  1  Absatz  1,  1a KWG.  [...] Unter „die Anschaffung und die  Veräußerung  von  Finanzinstrumenten“  in  den  vorgenannten  Tatbeständen  fällt  jedes Rechtsgeschäft,  das  auf  den  Erwerb  des  Eigentums  an  Finanzinstrumenten  zielt;  dazu zählen auch Tauschgeschäfte.

Wird schwierig werden, einen Bot zukünftig zu betreiben...

bearbeitet von daniel-d

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Warum sollten die "Marktteilnehmer" von bitcoin.de mit "Dienstleistern" gleichgestellt sein? 

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Warum soll das erstellen von Orders über die API anders behandelt werden als über UI?

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@Jokin

Wie Du selbst in diesem Topic zugegeben hast, haben wir Bot-Trader regelmäßig mit der Polizei zu tun - selbst wenn wir nur KYC-full Handelspartner akzeptieren.

Jedenfalls hatte bei mir die Staatsanwaltschaft nicht nur geprüft, ob da Geldwäsche im Spiel ist, sondern auch gleich ob der ganze Handel legal oder eben "erlaubnispflichtig" ist. Es wurde durch einen Staatsanwalt mehrere Wochen/Monate lang geprüft und man kam damals zu dem Ergebnis, dass die BaFin alleine den Bitcoin nicht als Rechnungseinheit festlegen könne (übersteigt Kompetenzen). Und da der Bitcoin DAMALS keine Rechnungseinheit / kein reguliertes Finanzinstrument war, wurde die Anklage gegen mich fallengelassen.

Ich fürchte, mit der neuen Rechtsgrundlage im nächsten Jahr wird sich das für alle ändern, die wie ich und Du in "gewerbsmäßigem Umfang" Handel betreiben. Auch wenn kein Gewerbe dafür angemeldet ist. Die BaFin hatte sich dazu ja schon länger positioniert und Grenzen von ... ich meine einer 2-stelligen Zahl an Trades pro Jahr für private Trader festgelegt. Ich glaube es stand irgendwo hier auf deren Webseite.

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Ich habe hier nochmal ein BaFin-Paper rausgesucht. Darin steht unter anderem:

Zitat

Treten allerdings weitere Umstände hinzu, kann die Erlaubnispflicht ausgelöst werden. Dies gilt dann, wenn [...] ein besonderer Beitrag geleistet wird, um diesen Markt zu schaffen oder zu erhalten. Aufgrund des zusätzlichen Dienstleistungselements handelt es sich dann um erlaubnispflichtigen Eigenhandel gemäß § 1 Absatz 1a Nr. 4 KWG. Dies ist etwa der Fall, wenn eine Person auf dem Markt damit wirbt, dass sie regelmäßig BTC an- oder verkauft.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Artikel noch immer die selben sind. Schließlich ist die BaFin damals vor Gericht gescheitert... aber nun dürfte es anders aussehen.

bearbeitet von daniel-d

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Ich kenne keine Regelungen mit einer "2-stelligen Zahl".

Und dass sich jemand, der für seinen Handel Werbung betreibt, deutlich von "privaten" Marktteilnehmern abgrenzt, liegt auch auf der Hand.

Weiterhin kenne ich keine neue Unterscheidung zwischen gewerbsmäßigem Handel und dem zur persönlichen Vermögensverwaltung.

Da ändert auch die Methode nix daran ob man das selten manuell mit großen Gewinnen oder häufig automatisiert mit kleinen Gewinnen tut.

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@Jokin

Also verstehe mich nicht falsch, es wäre toll wenn sich das ganze als Missverständnis meinerseits herausstellt. Schließlich sind wir auf der selben Seite 😉

Bitcoin = Rechnungseinheit heißt für dich persönlich also nur, dass sich an der Versteuerung was ändert (zum positiven, da 25% < privater Steuersatz)?

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vor 1 Stunde schrieb daniel-d:

Bitcoin = Rechnungseinheit heißt für dich persönlich also nur, dass sich an der Versteuerung was ändert (zum positiven, da 25% < privater Steuersatz)?

Bereits 2016 hat die Bafin Bitcoin als Rechnungseinheit qualifiziert: https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/FinTech/VirtualCurrency/virtual_currency_node.html

Das ist also nix Neues.

Die 25% Abgeltungssteuer sind auf Bitcoinverkäufe nur dann erhebbar wenn zweifelsfrei der Gewinn ermittelt werden kann - das geht ausschließlich dann wenn keine Bitcoins ein- oder ausgezahlt werden können. Weiterhin sehe ich die Abgeltungssteuer auf keinen Fall positiv sofern sie direkt einbehalten wird. Ich zahle meine Steuern auf den Gewinn lieber im Folgejahr auf einen Schlag. Und dann auch gern mit 50% Einkommensteuersatz - das ist für mich vorteilhafter.

bearbeitet von Jokin

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vor 3 Stunden schrieb daniel-d:

Ich habe hier nochmal ein BaFin-Paper rausgesucht. Darin steht unter anderem:

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Artikel noch immer die selben sind. Schließlich ist die BaFin damals vor Gericht gescheitert... aber nun dürfte es anders aussehen.

Aber es muss doch zunächst erlaubnispflichtiger Eigenhandel vorliegen. Deshalb Zwei Fragen:

Wären Bitcoin Finanzinstrumente, wäre dann der Handel auf Bitcoin.de Eigenhandel?

Wären Bitcoin Finanzinstrumente, wäre dann der Handel auf Binance Eigenhandel?

Die Preise kann ich zwar festlegen aber gerade im Fall von Binance macht der Markt den Preis und man kann den Verkauf nicht selbst auslösen, da der Markt sich preislich erstmal zu meiner Preisvorstellung bewegen muss.

Meine Frage bezieht sich auf Handel ohne Bots

 

Generell würde das Gesetz sowieso erst ab Stichtag gelten.... man kann es dann also sein lassen.

 

 

bearbeitet von Morama

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