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sir_remo

Wirtschaftlichkeit vs. Dezentralität

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Hallo Zusammen,

Für meine Abschlussarbeit (Bsc in Wirtschaftsingenieurwesen) untersuche ich, ob die Blockchaintechnologie im Supply Chain Management wirtschaftlich betrieben werden kann, respektive ob die Blockchain wirklich die geeignete Technologie ist.

In meinem Kopf schwirrt eine Frage herum, die ich bisher noch nicht richtig einordnen konnte. "Ist es möglich in einem dezentralen System, in dem die Daten allen gehören und doch Niemanden, finanzielle Gewinne zu erzielen"?

Klar ist, dass (zumindest in der Theorie) mit der Blockchain Prozesse optimiert werden können und dadurch ein grosser wirtschaftlicher Nutzen entstehen kann.
Beispielsweise durch den Abbau von notwendigen Kontrollmechanismen, automatischer Ausführung von Zahlungen per Smart Contracts etc.

Klar ist auch , dass Blockchain as a Service (BaaS) ein gewinnorientiertes Konzept ist, mit dem Gewinne erzielt werden können. (Bsp. Hyperledger Fabric)

Als Beispiel: Everledger trackt mit Hilfe der Blockchaintechnolige (Hyperledger Fabric) Diamanten, um die Herkunft sowie die Echtheit der Diamanten beweisen zu können. Dazu sind unterschiedliche Institutionen involviert wie z.B. die Mine, Schuckhändler, Versicherungen etc. Sämtliche Parteien können mit der Blockchain interagieren.

Wie erzielt in diesem Fall Everledger gewinne? Werden sie für den Aufbau der Blockchain bezahlt? Werden sie für den Betrieb der Blockchain bezahlt? - Wenn Ja: Funktioniert dann die Blockchain auch noch wenn es Everledger nicht mehr gibt? - Wenn Nein: Wieso dann der Aufwand ein dezentrales System bauen, wenn es ohne "Zentrale" nicht funktioniert?


Vielen Dank für eure Antworten!

 


 

 

 

bearbeitet von sir_remo

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vor 4 Stunden schrieb sir_remo:

Als Beispiel: Everledger trackt mit Hilfe der Blockchaintechnolige (Hyperledger Fabric) Diamanten, um die Herkunft sowie die Echtheit der Diamanten beweisen zu können. Dazu sind unterschiedliche Institutionen involviert wie z.B. die Mine, Schuckhändler, Versicherungen etc. Sämtliche Parteien können mit der Blockchain interagieren.

Und wie ist sichergestellt, dass genau der Diamant, der vor Dir liegt auch einem ganz bestimmten Blockchain-Eintrag entspricht und kein Glaskiesel ist?

In den Diamanten ist ja nun nix eingraviert und die haben auch keine andere eindeutige Signatur außer der Geometrie und dem Gewicht - was bei geschliffenen Diamanten jedoch wieder nicht funktioniert wenn die exakt gleich aussehen.

Was habe ich übersehen?

vor 4 Stunden schrieb sir_remo:

Wie erzielt in diesem Fall Everledger gewinne? Werden sie für den Aufbau der Blockchain bezahlt? Werden sie für den Betrieb der Blockchain bezahlt? - Wenn Ja: Funktioniert dann die Blockchain auch noch wenn es Everledger nicht mehr gibt? - Wenn Nein: Wieso dann der Aufwand ein dezentrales System bauen, wenn es ohne "Zentrale" nicht funktioniert?

Finde mal mehr über die Firma EverLedger heraus ... Schau Dir mal deren Adressen an und frage Dich ob das auch Briefkastenadressen sein könnten. Schau mal ins Impressum - hmm, ich finde keines.

Eventuell tut die Firma nicht das, was sie vorgibt zu tun? Das würde auch meine obige "Frage" erklären.

vor 4 Stunden schrieb sir_remo:

"Ist es möglich in einem dezentralen System, in dem die Daten allen gehören und doch Niemanden, finanzielle Gewinne zu erzielen"?

Anstatt "Gewinne" zu erzielen genügt es doch auch "Ausgaben zu vermeiden".

Es geht also nicht unbedingt darum Gewinne zu erzielen, wenn eine Firma für sich Vorteile in der Blockchain erkannt hat. Es macht durchaus Sinn Testamente oder andere notarlielle Dokumente in die Blockchain zu bringen um dort den Erstellungszeitpunkt des Dokuments festzuhalten und über den Hash die Unveränderlichkeit des Dokuments sicherzustellen.

vor 4 Stunden schrieb sir_remo:

Wenn Ja: Funktioniert dann die Blockchain auch noch wenn es Everledger nicht mehr gibt?

Aus diesem Grund empfiehlt es sich vorhandene Blockchains zu nutzen. Allen voran die Bitcoin-Blockchain.

Ca. 10.000 Nodes halten die Daten vor.

Für einen Notar kann das so aussehen:

Jokin kommt mit einem Testament zum Notar. Es ist ein PDF und der Hashwert ist "7fe39D6E". Der Notar hinterlegt das Dokument auf seinen Speicherplatz und ich sende ihm 1 BTC und als Daten sende ich den Hashwert mit.

In der Blockchain steht nun nicht nur von wem das Testament kommt sondern ich habe auch für die Hinterlegung bezahlt. Mit dem Hash lässt sich immer die Echtheit des PDF prüfen und von wann es ist. Es gibt keine Manipulation mehr. Klar kann das Dokument verloren gehen - aber ich habe im Idealfall das PDF auch meinen Erben zur Verfügung gestellt, sodass bei Testamentseröffnung auf jeden Fall ein Dokument vorliegt.

Spätere Testamentsänderungen mache ich indem ich ein neues Dokument erzeuge, hashe und mit meinem Privatekey den Hash in der Blockchain hinterlege.

Das geht auch mit Immobilien und Grundstücken - dann werden die Hashwerte der Besitzurkunden in der Blockchain abgelegt. Eine Besitzumschreibung kann nur vom derzeitigen Besitzer vorgenommen werden - meinetwegen auch vom Grundbuchamt wenn die vorige Transaktion entsprechend in der Blockchain abgelegt ist.

vor 4 Stunden schrieb sir_remo:

Klar ist auch , dass Blockchain as a Service (BaaS) ein gewinnorientiertes Konzept ist, mit dem Gewinne erzielt werden können. (Bsp. Hyperledger Fabric)

Eine Blockchain ist "dezentral", also müssen es mehrere Server sein, die das Ding unterstützen - und somit wird es schwer dezentrale öffentlich zugängliche Blockchains aufzubauen, die sich nicht von Hackern manipulieren lassen.

Sorry, aber derzeit sehe ich da nur Bitcoin + einige wenige weitere Projekte.

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Bevor wir loslegen muss ich erst darauf hinweisen, dass ich für Storj arbeite. Ich werde versuchen die folgenden Aussagen möglichst neutral zu halten und auch mal ein paar ähnliche Projekte in den Raum werfen aber bitte geht immer davon aus, dass ich befangen bin.

vor 6 Stunden schrieb sir_remo:

"Ist es möglich in einem dezentralen System, in dem die Daten allen gehören und doch Niemanden, finanzielle Gewinne zu erzielen"?

Ja ist es. Storj ist das perfekte Beispiel. Ich habe zuhause ein NAS um meine Daten zentral abzulegen. Mit jeder neuen Generation von Digital Kameras und Co steigt auch mein Bedarf an Speicherplatz. Beim Kauf des NAS baue ich soviel Speicherplatz ein wie ich glaube in 3-5 Jahren belegt zu haben. Am Ende brauche ich häufig nur die Hälfte davon. Wäre es nicht praktisch wenn ich diesen ungenutzten Speicherplatz vermieten könnte? Statistiken sagen, dass die Privaten Haushalte zusammen eine beeindruckende Anzahl an freien Ressourcen haben. Wir müssen sie nur für uns nutzbar machen.

Gewinn ist in diesem Fall relativ. Das NAS kaufe ich mir so oder so. Ich erwarte nicht, dass ich mit einem Gewinn aus der Sache rausgehe. Wenn das der Fall wäre, dann könnte ich mir auch gleich einen Server in die Wohnung stellen und damit meinen Lebensunterhalt bezahlen. Der Prozess soll einfach im Hintergrund mitlaufen und damit die ohnehin Vorhandenen Ausgaben quer finanzieren.

Der Witz an dezentralen Netzen ist, dass sie bei gleicher oder sogar besserer Ausfallsicherheit kostengünstiger sind als zentrale Rechenzentren. In meiner alten Firma hatten wir einen zweiten identischen Server für den Fall, dass der erste Server abschmiert. Da steht ein komplettes Blech einfach ungenutzt rum und kostet Geld. Dezentrale Netze sind in dieser Hinwischt einfach besser.

Storj, Sia, Filecoin, Swarm, Maidsafe und noch einige mehr sind in diesem Bereich aktiv.

vor 6 Stunden schrieb sir_remo:

Wie erzielt in diesem Fall Everledger gewinne? Werden sie für den Aufbau der Blockchain bezahlt? Werden sie für den Betrieb der Blockchain bezahlt? - Wenn Ja: Funktioniert dann die Blockchain auch noch wenn es Everledger nicht mehr gibt? - Wenn Nein: Wieso dann der Aufwand ein dezentrales System bauen, wenn es ohne "Zentrale" nicht funktioniert?

Nehmen wir doch mal ein anderes vielleicht besseres Beispiel. Im asiatischen Raum sind hochpreisige Spirituosen beliebt. Mit Plagiaten lässt sich da super Geld verdienen. Wie kann man jetzt den guten Stoff von dem billigen Plagiat unterscheiden? Man verpasst dem Teil einen QR Code und damit kann dann jeder die Herkunft der Flasche überprüfen.

Bei derartigen Beispiel geht es um Vertrauen. Dank Blockchain muss ich den Mittelsmännern nicht mehr vertrauen und kann die Herkunft selber prüfen. Dieses erhöhte Vertrauen bedeutet natürlich auch mehr Kunden und damit mehr Gewinn.  

bearbeitet von skunk

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Mittels der Blockchain kann man das verfolgen was dort eingetragen ist. Durch die Dezentralität ist es egal ob ein Anbieter ausfällt.

Theoretisch.

Praktisch ist es so das ein Produkt während der Verladung auf den LKW auch mal kaputtgeht, es wird dann entweder ein Teil als Schrott gebucht, also in der Blockchain eine Transaktion ausgeführt das dies eine Teil einen anderen Empfänger bekommt, nämlich die Schrottmulde.

Ob das dann wirklich jemand in die Schrottmulde wirft sei dahingestellt. Oder ob der LKW unterwegs mal abbiegt.

Was passiert wenn während der Fertigung ein Einzelteil das mit seiner fortlaufenden Seriennummer bereits zusammen mit weiteren Einzelteilen zu einer Komplettbaugruppe zugeordnet ist? Was ja tägliche Realität ist.

Und wenn ein Einzelteil mit fortlaufender Seriennummer nun bei der Montage kaputtgeht? Kann ich es durch ein neues Einzelteil ersetzen welches aber logischerweise eine andere fortlaufende Seriennummer hat? Nein. Leider nicht. Denn in der Blockchain sind bereits alle Einzelteile samt Seriennummern zu einer Baugruppe vereint. Änderung unmöglich.

Fällt ein Einzelteil aus, kann die Baugruppe theoretisch nicht komplettiert werden. Ausweg, komplette Baugruppe im Wert von 300 Euro vernichten weil ein Teil für 1,50 ausgefallen ist.

Dabei ist es egal ob das intern passiert, oder auf dem Transportweg in der Lieferkette usw.

WILL man so sensible Daten öffentlich und dezentral haben? Sicher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das man freiwillig für die Konkurrenz alles dezentral und somit nicht absicherbar machen will. Es könnte einfach alles kopiert werden. Sowas geht nur zentral sicher verwaltet.

Nein. Die Blockchain ist nicht der Stein der Weisen für alle Fälle.

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vor 2 Minuten schrieb battlecore:

Fällt ein Einzelteil aus, kann die Baugruppe theoretisch nicht komplettiert werden. Ausweg, komplette Baugruppe im Wert von 300 Euro vernichten weil ein Teil für 1,50 ausgefallen ist.

Nee, so eine Baugruppe kannst Du Dir als "Wallet" vorstellen in der die Einzelteile wie einzelne Transaktionen hinzufließen.

Wird ein Einzelteil ausgetauscht, dann wird das "ausgebucht" und ein anderes "hineingebucht". Bei dem ausgebuchten Teil ist dann nachvollziehbar wo es landete, eventuell im Schrott oder bei einem Reparaturbetrieb um das zu reparieren und dann in den Handel kommt.

Das ist daher schon ganz pfiffig.

Und es ist ok wenn öffentlich sichtbar ist wo die Teile der Baugruppe herkamen oder was damit im weiteren Verkauf passiert. in diese "Wallet" kann man auch "Betriebsstunden" einbuchen und man weiß dann wieviel Betriebsstunden so ein Bauteil in der Zeit miterlebte in der es Teil der Baugruppe war. So lassen sich Wartungsintervalle vollautomatisch prüfen und es lassen sich Ausfallwahrscheinlichkeiten ermitteln.

 

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@Jokin Ja das kann man machen. Theoretisch.

Aber ich komm ja aus der Automobilbranche und da ist sowas mittlerweile weitgehend verboten. Wir MÜSSEN in so einem Fall einekomplette Baugruppe verschrotten. Wir dürfen nichtmal an einer Plastikabdeckung eine Schraube nachträglich nochmal reindrehen wenn das beim ersten Mal nicht geklappt hat, z.b. wenn der Werker die Schraube schief am Plastikteil angesetzt hat und die nicht reinging.

Elektroschrauber haben heute alle eine Kameraüberwachung. So kann man jede Schraube mit exaktem Drehmoment und immer in der korrekten Reihenfolge einschrauben. Eine nach der anderen.

Jeder Schraubvorgang MUSS dokumentiert sein und wird für jede einzelne Schraube sofort ins System gebucht.

Ist ne super Sache.

Aber in der Realität gibt es eben auch Störungen, egal welcher Art. Und man hat heute keine Chance mehr das wirklich so durchzuziehen.

Lösung: Um diese Probleme drumherumarbeiten.

Du warst ja auch mal in ner Metallbude und weisst sicherlich wie die Realität aussieht.

Meiner Meinung nach gibt es auch kein Blockchainsystem das überall akzeptiert wird.

Bei uns ist immer noch SAP die von den Kunden geforderte Schnittstelle. Das man Blockchains in verschiedenen Bereichen nutzt ist an sich gut. Aber an der Schnittstelle zum Kunden muss wieder SAP sein. So Workaroundet man sich quasi um die Blockchain herum.

Es gibt ja viele Systeme, aber nicht alle sind für jede Branche geeignet weil die Realitäten ganz verschieden sein können. Auch SAP ist vielleicht nicht für jeden geeignet.

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vor 30 Minuten schrieb battlecore:

Aber ich komm ja aus der Automobilbranche und da ist sowas mittlerweile weitgehend verboten. Wir MÜSSEN in so einem Fall einekomplette Baugruppe verschrotten. Wir dürfen nichtmal an einer Plastikabdeckung eine Schraube nachträglich nochmal reindrehen wenn das beim ersten Mal nicht geklappt hat, z.b. wenn der Werker die Schraube schief am Plastikteil angesetzt hat und die nicht reinging.

Korrekt.

Bei gewissen Baugruppen ist das so, da niemand nachvollziehen kann wer was wo wann gemacht hat. Und genau dieses Problem lässt sich mit der Blockchain lösen.

Befreie Dich von alten Denkmustern, werde offener für Lösungen von Problemen anstatt diese als "gegeben" hinzunehmen.

vor 34 Minuten schrieb battlecore:

Bei uns ist immer noch SAP die von den Kunden geforderte Schnittstelle.

Auch korrekt.

Aber dokumentationspflichtige Baugruppen lassen sich genauso gut auf andere Weise dokumentieren. Die Zusammenfassung wird weiterhin über SAP ausgetauscht, die Qualitätssicherung bzw. Wareneingangskontrolle verlangt das so.

Wenn Ihr zukünftig über die Blockchain nicht nur lückenlos dokumentiert was mit der Baugruppe im Fertigungsprozess passierte und auch Nacharbeiten lückenlos dokumentiert werden, dann spricht da nix gegen.

So wird die Baugruppe innerhalb kürzester Zeit aus der Bandendeprüfung der Logistik übergeben. Im Fehlerfall der Nacharbeit. Aufgrund dieser Zeitverzögerung muss ja etwas damit passiert sein.

Automobilhersteller sind NICHT daran interessiert, dass Baugruppen verschrottet werden. Die Kosten trägt nämlich der Kunde, nicht der Lieferant.

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Nicht ganz richtig. Die Rückverfolgbarkeit ist ja das worum es geht, davon abgesehn das keine Firma den vollständigen Weg eines Teils so nachweisen kann. Sonst dürfte ein Teil immer nur geradeaus ohne Unterbrechung, ohne umladen und vor allem ohne das es ein Mensch in die Hand nimmt. Das da auch keine Blockchain hilft ist logisch. Wollte man das durchziehn so müsste jedes Einzelteil markiert sein und es wären mehr Leute damit beschäftigt Codes zu scannen und einzelne Teile an die Arbeitsplätze zu bringen als man bezahlen kann.

Nacharbeiten über Blockchain zu dokumentieren ist unnötig da die Qualitätssysteme und die Technischen Lieferbedingungen vom Kunden gefordert werden und gar keine Nacharbeit jeglicher Art zulassen.

Wir haben auch keine Blockchain. Die hat der Kunde, also der Empfänger welcher dann wiederum mit den Baugruppen weiterarbeitet und die anschliessend an seinen Kunden verschickt. Z.b. den Autohersteller.

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vor 29 Minuten schrieb battlecore:

Wollte man das durchziehn so müsste jedes Einzelteil markiert sein und es wären mehr Leute damit beschäftigt Codes zu scannen und einzelne Teile an die Arbeitsplätze zu bringen als man bezahlen kann.

Das passiert doch bereits. Ein klassisches DHL Paket läuft auf seinem Weg zum Ziel völlig automatisch an mehreren Scannern vorbei. Dafür ist kein zusätzliches Personal notwendig.

Die Autohersteller machen es nicht anders. Dort wird bei der Herstellung ebenfalls jedes Teil automatisch gescannt. Was genau soll das zusätzliche Personal jetzt genau machen?

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vor 27 Minuten schrieb skunk:

Das passiert doch bereits. Ein klassisches DHL Paket läuft auf seinem Weg zum Ziel völlig automatisch an mehreren Scannern vorbei. Dafür ist kein zusätzliches Personal notwendig.

Die Autohersteller machen es nicht anders. Dort wird bei der Herstellung ebenfalls jedes Teil automatisch gescannt. Was genau soll das zusätzliche Personal jetzt genau machen?

Da sprichst du aber vom Endprodukt. Das ist kein Problem, es verlässt den Hersteller und wird getrackt, da muss kaum jemand noch Hand anlegen. Ok wenn man davon absieht das jemand das falsche Teil in den richtigen Karton gepackt hat oder ein Aufkleber mit Code verwechselt wurde.

Aber ein Endprodukt wird aus vielen Einzelteilen hergestellt. Jedes davon könnte einen Fehler haben, oder verwechselt worden sein mit einem äusserlich identischen Teil, oder mit einem Teil das zwar richtig ist aber es fehlt noch ein Arbeitsgang z.b. Wärmebehandlung wie Tempern oder eine spezielle Beschichtung. Oder es wurde ein Arbeitsgang vergessen der in keinem Arbeitsplan drinsteht aber fie Montierbarkeit und Funktion verbessert wie z.b. das wässern von Kunststoffteilen damit sie bei der manchmal schwierigen Montage nicht so leicht brechen. Auch eine Behandlung von Metallteilen wie z.b. das entgraten durch Trowalisieren ist oft nicht konstruktiv vorgesehen, also auch in keinem Arbeitsplan, ist aber dennoch oft notwendig und kann vergessen werden.

Das alles beschreibt die Lenkung fehlerhafter Teile. Das gehört zur Rückverfolgbarkeit.

Dabei hilft weder eine Blockchain noch andere automatisierte Technik.

Auch dagegen das ein Staplerfahrer plötzlich eine Kiste auf die Gabel nimmt und die mit falschem Warenanhänger auf Nimmerwiedersehn verschwindet kommt öfter vor als man will.

Z.b  wenn jemand eine Kiste mit Teilen zum prüfen vorm Büro stehen hat. Eine Handvoll Teile grad noch rausgenommen und angeschaut und wenn er sich wieder umdreht ist die Kiste weg. Die kann Tage später als Reklamation von der anderen Seite der Welt wieder auftauchen "Thats not the parts we need".

bearbeitet von battlecore

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vor 11 Minuten schrieb battlecore:

Da sprichst du aber vom Endprodukt.

Was hat das mit den automatischen Scannern zu tun? Wie gesagt die Auto Hersteller, scannen ebenfalls jedes Teil. Die Scannen sogar ein 6er Pack Schrauben. Auch die automatischen Roboter vermerken welche Teile ihnen übergeben wurden, was sie damit gemacht haben und verpassen dem Teil gegebenfalls einen neue Nummer die für die weitere Verarbeitung genommen wird. Alles vollautomatisch und ohne zusätzliches Personal. Sollen wir ein paar Youtube Videos raussuchen? Ich habe vor kurzem eine Reportage dazu gesehen. Das sollte ich online finden lassen.

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