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vor 32 Minuten schrieb bjew:

Oft ist da eine Entscheidung erforderlich, wer pendelt: Du oder deine Kinder? Wer tut sich da leichter? Was ist verantwortlicher?
Die niedrigere Miete/Wohnkosten im Hinterland wird meist durch höhere Fahrtkosten und -Zeit erkauft. Ergebnis ist oft negativ.

Für Familien mit Kindern ist es natürlich schwierig. Es gibt schon Schichten, die es trifft. Auch ist es nicht so toll, dass die Preise außerhalb der Innenstädte einiger Regionen so hoch sind und die Politik nicht genug gegensteuert (z.B. durch massives Bauen, höhere Versteuerung der Spekulationsgewinne). In einigen Ländern klappt das ganz gut. Durch günstige Wohnverhältnisse übesteht ein Land das ich kenne sowohl die Krise als auch die Inflation.

Dennoch sehe ich viele, die sich den Elend selbst aussuchen.

Beispiel: Wieso für eine Immobilie Kaufpreis 600000 Euro (plus Nebenkosten, Zinsen) zahlen, wenn 20 km weiter (gehört noch zur selben Stadt, sehr gute Anbindung) 40 bis 50 Prozent weniger kostet? Und dort sind auch Krankenhäuser, Schulen, genug Einkaufsmöglichkeiten. Selbe Fahrtzeit zum Innenstadt. Zur Arbeit dauerts dann eben 20-30 Minuten, statt 5-10 Minuten. Und Kinder sind nichtmal vorhanden. Haushaltseinkommen auch nicht hoch genug. Solche Unflexiblen treffe ich öfters (hab selbst mit meiner Frau anzukämpfen, dadurch auch viele Gelegenheiten verpasst und zugesehen wie die Preise sich anpassen).

bearbeitet von coinboy

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vor 9 Minuten schrieb coinboy:

Für Familien mit Kindern ist es natürlich schwierig. Es gibt schon Schichten, die es trifft. Auch ist es nicht so toll, dass die Preise außerhalb der Innenstädte einiger Regionen so hoch sind und die Politik nicht genug gegensteuert (z.B. durch massives Bauen, höhere Versteuerung der Spekulationsgewinne). In einigen Ländern klappt das ganz gut. Durch günstige Wohnverhältnisse übesteht ein Land das ich kenne sowohl die Krise als auch die Inflation.

Dennoch sehe ich viele, die sich den Elend selbst aussuchen.

Beispiel: Wieso für eine Immobilie Kaufpreis 600000 Euro (plus Nebenkosten, Zinsen) zahlen, wenn 20 km weiter (gehört noch zur selben Stadt, sehr gute Anbindung) 40 bis 50 Prozent weniger kostet? Und dort sind auch Krankenhäuser, Schulen, genug Einkaufsmöglichkeiten. Selbe Fahrtzeit zum Innenstadt. Zur Arbeit dauerts dann eben 20-30 Minuten, statt 5-10 Minuten. Und Kinder sind nichtmal vorhanden. Haushaltseinkommen auch nicht hoch genug. Solche Unflexiblen treffe ich öfters (hab selbst mit meiner Frau anzukämpfen, dadurch auch viele Gelegenheiten verpasst).

Dieser Fall ist z.b. für die Region München nicht passend. Nicht erst jetzt, sondern schon lange. 600T wäre dort ein Traum. Und nicht nur im Umkreis von 20 km. 5 bis 10 min wegzeit? Wo lebst du? Meine Gattin war für 8 km in der stadt (!!!) Ne Std unterwegs, mit dem Auto knapp 45 Minuten. Frag mal all jene arme Schw... , Die morgens aus dem Norden nach München rein müssen.

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vor 2 Stunden schrieb bjew:

Dieser Fall ist z.b. für die Region München nicht passend. Nicht erst jetzt, sondern schon lange. 600T wäre dort ein Traum. Und nicht nur im Umkreis von 20 km. 5 bis 10 min wegzeit? Wo lebst du? Meine Gattin war für 8 km in der stadt (!!!) Ne Std unterwegs, mit dem Auto knapp 45 Minuten. Frag mal all jene arme Schw... , Die morgens aus dem Norden nach München rein müssen.

In Norddeutschland. Zustände wie in München haben wir zum Glück nicht. Trotzdem ist es auch hier deutlich teurer geworden. Es gab mal hier Traumzustände. Beispiel:

Ich wollte z.B. als Student eine Wohnung kaufen (vor 5 Jahren), die nur 40000 Euro gekostet hat. 30000 Euro hatte ich schon gespart. Nur 10000 Euro hatten mir gefehlt (+Nebenkosten). 3 Zimmer, 65 Quadratmeter, kein Innenstadt aber zentrale Lage (Schulen, Bus, Straßenbahn, Regionalzug). Langsam wurde der Immobilienmarkt kritisch. Anstehende Flüchtlingskrise. Und in einer Stadt, mit Flughafen, Uni und guten Arbeitsplätzen macht man bei der Summe gar nichts falsch. Sogar ein Griff ins Klo hätte bei der Summe nicht gejuckt. Tja, leider hat die Frau nicht mitgespielt. Meine Eltern wollten die restliche Summe nicht geben bzw. für kleinen Kredit bürgen, damit kein weiterer Streit entsteht (gab schonmal eine Vorgeschichte wegen Wohnung die fast zur Trennung geführt hat).

Gründe der Frau war: Kein Balkon, Dachschräge (nur in einem Zimmer in einer Ecke, wo man nichtmal mit dem Kopf ankommt), ihre kleine Schwester kann sie nicht zu Fuß erreichen.

 

Fazit der Geschichte? Sitzen in kleineren Wohnung fest, haben schon mehr Miete bezahlt als den Kaufpreis der anderen Wohnung, zwischen aktueller Mietswohnung und der anderen Wohnung sind nur 2-3 km, Balkon haben wir 3-4 Jahre nicht betreten, die kleine Schwester kommt trotzdem selten und sie selbst ist sogar froh, wenn man mal am Wochenende zur Ruhe kommt. Und der Kaufpreis von der anderen Wohnung ist inzwischen auf 200000 bis 250000 Euro gestiegen. 5 Jahre später hat sie ihre falsche Einstellung und Erwartung erkannt (gerade wenn der Markt nicht viel hergibt). Und würde trotzdem wenn ich mitspielen würde weitere Fehler machen, um dann später wieder zu bereuen. Stichwort Haus mit Garten. Ich weiss, dass keiner von uns um den Garten kümmern wird, weil wir sowieso jede Urlaubstage wegfliegen werden und an freien Tagen will man nicht um Gartenarbeit kümmern. Dafür aber horrende Summen zahlen? Nur damit man mal theoretisch dort Grillen kann.

 

Deswegen lasse ich mich nicht in eine Hysterie auf Teufel komm raus ziehen, um auf nachteilige Konditionen einzugehen. Entweder ziehe ich an einen anderen Ort, Ortsteil usw. um, wo es mit den eigenen Zielen passt oder ich bleibe in dem jetztigen Zustand bis es nicht mehr geht, um dann das bestmögliche zu machen.

 

Tja und dieses Problem sehe ich leider bei vielen (insbesondere bei Pärchen). Ich sehe auch wie viele ein Klotz an Bein binden und daran auch leider scheitern. Wenn der Druck da ist, dass beide bis zur Rente Vollzeit arbeiten müssen, nicht krank sein dürfen, Arbeitsplatz nicht wechseln dürfen, wenig bis gar kein Urlaub machen können, kann die Beziehung schon zu Brüche gehen. Und da fragt man sich schon, wie doof man ist und sich soetwas antut, wenn man mit Alternativen (Miete statt Kauf, anderer Ortsteil usw.) besser gefahren wäre?

bearbeitet von coinboy

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vor 18 Minuten schrieb coinboy:

In Norddeutschland. Zustände wie in München haben wir zum Glück nicht. Trotzdem ist es auch hier deutlich teurer geworden. Es gab mal hier Traumzustände. Beispiel:

Ich wollte z.B. als Student eine Wohnung kaufen (vor 5 Jahren), die nur 40000 Euro gekostet hat. 30000 Euro hatte ich schon gespart. Nur 10000 Euro hatten mir gefehlt (+Nebenkosten). 3 Zimmer, 65 Quadratmeter, kein Innenstadt aber zentrale Lage (Schulen, Bus, Straßenbahn, Regionalzug). Langsam wurde der Immobilienmarkt kritisch. Anstehende Flüchtlingskrise. Und in einer Stadt, mit Flughafen, Uni und guten Arbeitsplätzen macht man bei der Summe gar nichts falsch. Sogar ein Griff ins Klo hätte bei der Summe nicht gejuckt. Tja, leider hat die Frau nicht mitgespielt. Meine Eltern wollten die restliche Summe nicht geben bzw. für kleinen Kredit bürgen, damit kein weiterer Streit entsteht (gab schonmal eine Vorgeschichte wegen Wohnung die fast zur Trennung geführt hat).

Gründe der Frau war: Kein Balkon, Dachschräge (nur in einem Zimmer in einer Ecke, wo man nichtmal mit dem Kopf ankommt), ihre kleine Schwester kann sie nicht zu Fuß erreichen.

 

Fazit der Geschichte? Sitzen in kleineren Wohnung fest, haben schon mehr Miete bezahlt als den Kaufpreis der anderen Wohnung, zwischen aktueller Mietswohnung und der anderen Wohnung sind nur 2-3 km, Balkon haben wir 3-4 Jahre nicht betreten, die kleine Schwester kommt trotzdem selten und sie selbst ist sogar froh, wenn man mal am Wochenende zur Ruhe kommt. Und der Kaufpreis von der anderen Wohnung ist inzwischen auf 200000 bis 250000 Euro gestiegen. 5 Jahre später hat sie ihre falsche Einstellung und Erwartung erkannt (gerade wenn der Markt nicht viel hergibt). Und würde trotzdem wenn ich mitspielen würde weitere Fehler machen, um dann später wieder zu bereuen. Deswegen lasse ich mich nicht in eine Hysterie auf Teufel komm raus ziehen, um auf nachteilige Konditionen einzugehen. Entweder ziehe ich an einen anderen Ort, Ortsteil usw. um, wo es mit den eigenen Zielen passt oder ich bleibe in dem jetztigen Zustand bis es nicht mehr geht, um dann das bestmögliche zu machen.

 

Tja und dieses Problem sehe ich leider bei vielen (insbesondere bei Pärchen). Ich sehe auch wie viele ein Klotz an Bein binden und daran auch leider scheitern. Wenn der Druck da ist, dass beide bis zur Rente Vollzeit arbeiten müssen, nicht krank sein dürfen, Arbeitsplatz nicht wechseln dürfen, wenig bis gar kein Urlaub machen können, kann die Beziehung schon zu Brüche gehen. Und da fragt man sich schon, wie doof man ist und sich soetwas antut, wenn man mit Alternativen (Miete statt Kauf, anderer Ortsteil usw.) besser gefahren wäre?

So hast zwar jetzt die Wohnung nicht, aber noch deine frau. Im andern Fall hättest heute vermutlich keines von beidem.

Kauf einer Immobilie ohne uneingeschränkte Zustimmung der Gattin führt zwangsläufig ins Chaos (Nestbau Bedürfniss).

Aber auch Erwerb ohne eigene Neigung neigt zu diesem Ergebnis, auch wenn das Nestbauwyndrom weniger ausgeprägt ist.

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