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eljundrilo

Überblick verloren - was nun?

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Ich habe 2019 einige Verkäufe (Ethereum, Litecoin, Bitcoin) getätigt, von denen ich nicht nachweisen kann wann genau ich sie gekauft habe. Die Käufe erfolgten über localbitcoins in bar von Privatpersonen im Dezember 2018. Also müssten meines Wissens nach die Gewinnerträge daraus versteuert werden.

 

Wie verhält es sich nun, wenn ich den Überblick verloren habe wann ich welchen Teilbetrag genau gekauft habe? Ich kann keine klare Zuordnung im Sinne von FIFO treffen.

Es handelt sich bei den Verkaufssummen um einen Betrag um ca 1200€, der Gewinn liegt geschätzt grob bei 800€.

Kann ich im Sinne meines Wohlwollens als zu versteuernden Betrag die vollen 1200€ angeben, um nicht versehentlich Steuerhinterziehung zu begehen? Wie setze ich mich in dieser Situation auf die sichere Seite?

 

Vielen Dank vorab und liebe Grüße.

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vor 8 Stunden schrieb eljundrilo:

Kann ich im Sinne meines Wohlwollens als zu versteuernden Betrag die vollen 1200€ angeben, um nicht versehentlich Steuerhinterziehung zu begehen? Wie setze ich mich in dieser Situation auf die sichere Seite?

Exakt so.

Weiterhin musst Du das Puzzle bestmöglich wieder zusammensetzen. Anhand der Blockchain hast Du Anzahl der BTC und Datum.

Fehlende Puzzlestücke musst Du nachdokumentieren. Je genauer desto besser.

Preise kannst Du anhand von historischen Kursen halbwegs genau bestimmen.

Kontoauszüge helfen sicher auch.

Du musst ja nicht nur belegen können "was" Du gekauft hast, sondern auch "was nicht", also bei einer Barabhebung von 10.000 Euro solltest Du aufzeigen können was mit dem Geld passierte.

Versetz Dich immer in die Lage der Steuerfahndung. Sie stellen die Behauptung auf, dass Du 50.000 Euro Steuern hinterzogen hast (das lohnt sich für die). Wenn Du Barauszahlungen über 100.000 Euro hattest, kommst Du in Erklärungsnöte. 

Daher setze das Puzzle vorher richtig zusammen.

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Wie wahrscheinlich ist es denn, dass bei meinen schlampig dokumentierten Trades die sich letztes Jahr garantiert auf unter 1500€ Gewinn beliefen die Steuerfahndung schon greift?

Ich weiß: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ich habe aber schlecht dokumentiert und dementsprechend Probleme alles nachzuweisen. Kann ich anders wie noch meinen Wohlwollen zeigen?

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vor 12 Minuten schrieb eljundrilo:

Wie wahrscheinlich ist es denn, dass bei meinen schlampig dokumentierten Trades die sich letztes Jahr garantiert auf unter 1500€ Gewinn beliefen die Steuerfahndung schon greift?

Das hängt von sehr viel mehr Faktoren ab.

So fährt zurzeit ganz bestimmt kein einziger Steuerfahnder raus aufgrund der Corona-Situation.

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vor 7 Minuten schrieb Jokin:

Das hängt von sehr viel mehr Faktoren ab.

So fährt zurzeit ganz bestimmt kein einziger Steuerfahnder raus aufgrund der Corona-Situation.

Aber der Steuerfahnder hat noch jahrelang Zeit.

Frag mal den Ex-Boss vom FCB

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vor 10 Minuten schrieb Jokin:

Das hängt von sehr viel mehr Faktoren ab.

So fährt zurzeit ganz bestimmt kein einziger Steuerfahnder raus aufgrund der Corona-Situation.

Du könntest aber mit einem blauen Auge rauskommen, wenn du für die nicht nachvollziehbaren Erwerbe einen Einstandspreis von 0€ , zeitpunkt < 365 Tage, ansetzt. Die Mehrsteuern sind eben dann etwas Strafe.

Die anderen Punkte wie Dokumentations- und Nachweis-Pflicht bleiben

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vor 12 Minuten schrieb bjew:

Aber der Steuerfahnder hat noch jahrelang Zeit.

Frag mal den Ex-Boss vom FCB

Das ist korrekt.

Die Steuerfahdnung rückt auch nicht "sofort" aus.

So läuft das im "schnellsten Fall":

2019: Gewinne gemacht und nicht geplant zu versteuern, Verdachtsmeldung durch jemanden an Steuerfahndung gegeben.
2020: Irgendwann Ende des Jahres wird die Einkommensteuererklärung abgegeben
2021: Irgendwann bis Ende des Jahres kommt mal der Steuerbescheid
2022: Nun kommt die Verdachtsmeldung wieder auf den Tisch und wird mit dem Steuerbescheid und den Unterlagen abgeglichen, Börsen und Banken werden beauftragt Umsätze mitzuteilen.
2022: Nun werden die auf dem Tisch liegenden Fälle sortiert wo am Meisten zu holen ist und die Steuerfahndung interviewt den Beschuldigten
2023: Das Verfahren kommt so langsam in Gang - manchmal auch beschleunigt wenn es um Millionen von Euros geht

 

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