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bartio

E-Euro: Eine Digitalwährung sie alle zu knechten...

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Seit Jahren gibt es Gerüchte nun verdichten es sich zu einem konkreten Hinweis: Die EZB arbeitet ein einer Euro Digitalwährung.
Forciert durch die Wirtschafts- und Währungskrise ausgelöst durch die Cov-SARS2-Pandemie, liest man selbst in MSM seit Monaten immer mehr über Aussagen von führenden EZB-Vertretern, die sich für eine europäische E-Währung aussprechen.
Meist wird als Erklärung der Libra und die chinesische Digitalwährung (hat bisher noch keinen Namen) herangezogen. Aber aus Sicht eines Institution ist eine staatliche Digitalwährung der feuchte Traum. Bietet sie für Institutionen eigentlich nur Vorteile, auf Kosten aber der Freiheit der Bürger.

Schauen wir uns noch mal an, welche digitalen Währungen in der jüngeren Geschichte bekanntheit erlangten:

Im Jahr 2018 war Venezuela Wirtschaftlich am Boden. Eine Hyperinflation und riesige Auswanderungswelle beutelten das Land. Folgen vom Sozialismus.
Zur Lösung wurde nicht etwa der Sozialimus abgeschaft, nein, sondern es wurde eine digitale Währung (Petro) eingeführt, um die Flucht großer Teile der Bevölkerung aus dem eigenen Währungsraum zu verhindern. Der Bitcoin war 2018 in Venezuela eine sehr beliebte Fluchtwährung.
Am Ende war der Petro ein Disaster. Er wurde nie akzeptiert.


Ein weiterer prominter Versuch unternimmt China.

Zitat

Schon vor der Corona-Krise kündigte Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping an, künftig stärker auf die Blockchain-Technologie zu setzen. Seit Ende März testet die Volksrepublik nun ihre eigene Digitalwährung.

Die Testphase in mehrern Millionenstädten läuft. Auch mit dem SocialScoring System verknüpft. Wenn man also einen bestimmten "SocialScore" nicht erreicht, ist man vom Kauf mancher Dinge ausgeschlossen.

Wenn man die Motive dieser beiden Beispiele anschaut, dann sind es: Venezuela (Wirtschatflich ruiniert) und China (Überwachung, Erziehung und Bestrafung).
Das sind doch mal positiven Beispiele für eine staatliche Digitalwährung. :)

Nun zurück in den EZB-Raum:

Einer der Hauptbefürworter in DE ist Andreas Krautscheid. Er ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).
Das er soetwas sagt, sollte Wenige verwundern.
Leiden die deutschen Banken am meisten unter der Minuszinsphase, da sie diese aus Angst vor Bankruns an die Kunden kaum weitergeben.
Man stelle sich mal vor, was passiert, wenn eine Bank -1% oder gar -3% Strafzinsen auf jegliches Bankguthaben der Kunden verlangen würde.
Ein erhebliche Teil der Kunden würde das Geld abheben und damit unbewusst eine Umwandlung von Buchgeld in Bargeld machen.

Das Problem dabei: Der Verhältnis liegt bei 90% Buch-/Giralgeld und 10% Bargeld. Eine unweigerliche Folge wäre also, das betroffene Banken in windeseile kein Bargeld mehr hätten.
AUszahlungsstopps oder Einkauf- und Aushalungsbeschränkungen wären die Folge.
Ein Todesstoss für das Vertrauen in eine FIAT-Währung.

Ein Zitat aus einem Artikel Anfang Mai, der auf der ECB-Page veröffentlich wurde:

Zitat

We will only introduce a digital currency if we become firmly convinced that it is both necessary and proportionate to fulfil our tasks in ensuring the stability of our currency.

Hier wird es offiziell gesagt: Wir veröffentlichen einen E-Euro, wenn wir davon überzeugt sind, das es der Stabilität der Währung oder zur Erfüllung unserer Aufgaben dient.

Und wie stabil diese Währung ist, sieht man seit 2009: Seit 11 Jahren muss diese Wärhung kontinuierlich gerettet und stabilisiert werden. Entweder durch eine 0- bis Minuszinspolitik, bis hin zu Rettungspaketen, Bürgschaften und einer neu beschlossenen Transferunion (dh für Misswirtschaft in Italien/Spanien, Griechenland wird der hiesige Steuerzahler dauerhaft aufkommen).

Es ist absehbar, das in den kommenden Jahren viele sicher geglaubten Gewissheiten aufgekündigt werden. Freiheiten und Anonymität beim Bezahlen, Datenschutz und Selbstbestimmtheit sind die einen Gewissheiten, die Überlebensfähigkeit wohl eine andere Gewissheit die aufgekündigt werden könnte.

All das mit den Zielen
- Abschaffung des Bargeldes (Zusammenstreichen von Scheinen, Mehrkosten bei Barzahlungen),
-Effizientere Kontrolle & Lenkung der Finanzströme
- Verzinsung von Bankguthaben ohne Gefahr von Bankruns

Und das perfekte Vehikel dafür ist der E-Euro.

Wie sagte schon vor zwei Jahren ein EZB-Direktoriummitglied:

Zitat

"Man könnte die Geldpolitik effizienter machen, indem man digitales Zentralbankgeld verzinst"

Streicht man aus dem Wort "Zentralbankgeld" das Teilwort: "Zentral", ist man wohl nahe an eigentlichen Gedanken.


Auch wenn ihr Crypto-afin seid, bleibt kritisch. Keine staatliche Digitalwährung dient dem Bürger, sondern ausnahmslos den Bestimmenden.

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vor 10 Stunden schrieb bartio:

Keine staatliche Digitalwährung dient dem Bürger, sondern ausnahmslos den Bestimmenden.

Die jeweiligen Regierungen und staatliche Institutionen im Finanzsystem (zB Zentralbanken) werden sich die Geldregulierungsmöglichkeiten niemals freiwillig nehmen lassen ... das ist mal klar.  Auf der anderen Seite bin ich auch wirklich nicht davon überzeugt, dass wir uns das überhaupt wünschen sollten!

Das sowas wie der "Digitale Euro" kommt, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Tiefgreifende Änderungen an den regulatorischen Möglichkeiten sind aber eher nicht zu erwarten.
Es scheint mir so, als ob man sich irgendwie im Zugzwang fühlt ohne auch nur halbwegs genau zu wissen wohin die Reise eigentlich gehen soll.

 

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/notenbanken-digital-euro-soll-thema-fuer-deutsche-eu-ratspraesidentschaft-werden/25930198.html?ticket=ST-13903795-xxiruaVP3Nm1rQbssqud-ap2

Zitat

Es sei jedoch auf Jahre hinaus noch nicht damit zu rechnen, dass „eine Endausbauphase von digitalem Zentralbankgeld zur Verfügung“ stehe. Schließlich gehe es um eine fundamentale Änderung des monetären Systems.
Zudem sei eine gewisse Einstimmigkeit in der Währungsunion erforderlich. „Wenn wir in 2025 den ersten digitalen Euro in unseren Wallets haben, fände ich das eine positive Überraschung“, sagte Kukies.

 

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Ein digitaler Euro ist es jetzt schon. Wir merken das nur nicht weil man uns das symbolische bunte Papier gibt um damit was zu bezahlen.

Lässt man die Geldautomaten weg, lässt das bunte Papier weg, was bleibt dann über? Der Euro. Und zwar genau so wie er jetzt auch schon ist. Nur ohne Papier.

Und ein E-Euro wird mit ziemlicher Sicherheit keine Blockchain haben. Nichtmal eine Zentralisierte Blockchain. Es sei denn sie ist geheim, uneinsehbar, von niemand nachvollziehbar. Die Banken wären doch schön blöd sich von jedem in die Karten sehen zu lassen. Würde jeglichem widersprechen was wir über Banken kennen, volle Koffer undso.

Eine Blockchain würde es maximal für alle Bürger geben, damit die sich niemals mehr der totalen Kontrolle entziehen können und keinerlei sonstiger Geldtransfer möglich ist.

Irgendwann muss man dann Rechenschaft ablegen wofür die 50 euro sind die man mal jemand gegeben hat für irgendwas.

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