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Hallo,

 

mich würde interessieren welche Fundamentaldaten ihr heranzieht. Vorallem speziell beim Thema Bitcoin - was ist alles eurer Meinung nach an Fundamentaldaten zulässig bzw. berücksichtigbar und welche Daten würden eine Fundamentalanalyse verfälschen.

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Bitcoins haben ein sehr interessantes Potenzial als weltweites Zahlungsmittel, über das ich bisher wenig gelesen habe.

 

Millionen von Arbeitsmigranten haben jeden Monat das Problem, einen Teil ihrer Einkünfte an ihre Familien in ihren Heimatländern zu überweisen, z.B. nach Mexiko, nach Indien oder auf die Philippinen. Diese Zahlungen machen mitunter einen erheblichen Teil des Bruttoinlandsprodukts der Zielländer aus, etwa 31% in Kirgistan oder 24% in Moldawien.

Für 2013 wird der Umfang der Unterstützungszahlungen in die Entwicklungsländer auf 414 Mrd $ geschätzt, insgesamt (alle Länder) sogar auf 549 Mrd $.

 

Verblüffend daran ist der Anteil der Überweisungskosten, der nach Aussagen der Weltbank im Schnitt 9% und bei manchen Zielländern atemberaubende 21% erreicht. Das wären in 2013 insgesamt 49,4 Mrd $.

 

http://www.usatoday.com/story/money/business/2013/10/02/world-bank-migrant-worker-remittances-over-414b/2912877

 

http://www.irinnews.org/report/97557/african-migrants-pay-high-prices-to-send-money-home

 

Die hohen Kosten haben dabei folgende Ursachen:

- Gebühren und Kommissionen

- Reisekosten (z.B. mehrstündige Fahrten zur nächsten Bank oder Poststation)

- Opportunitätskosten für die aufgewendete Zeit

- Verlust- und Betrugsrisiken (z.B. bei vertrauensbasierten Systemen wie Hawala)

- Schmiergelder

 

http://cab.org.in/Lists/Knowledge%20Bank/Attachments/127/Putting_Money_in_Motion.pdf

 

Nehmen wir einmal an, dass sich bei Verwendung von Bitcoins der Anteil der Überweisungskosten auf 2,5% drücken lässt - man benötigt ja immer noch die Konversion aus der Quellwährung in Bitcoins und von dort in die Zielwährung sowie eine Absicherung des Kursrisikos – dann kommen dadurch bei den Zahlen von 2013 erstaunliche 35,7 Mrd $ zusätzlich den Empfängern zugute.

Wenn also bisher von 1.000 $ nur 910 $ zuhause ankommen, wären es bei der günstigeren, Bitcoin-basierten Methode 975 $, d.h. 65 $ mehr. Diesen Mehrwert wird sich niemand freiwillig entgehen lassen.

 

Folgerung:

Bis zum Auftreten preiswerter internationaler Geldtransfersysteme für Migranten (übrigens ein erklärtes Ziel der G8, siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Remittance) – vermutlich auf Basis von Bitcoins – wird es nicht mehr lange dauern.

Sicherlich werden die Profiteure der bisherigen Systeme eine gewisse Zeit Widerstand leisten – zu viel Geld steht für sie auf dem Spiel. Auf Dauer werden sie die marktwirtschaftlichen Kräfte aber kaum stoppen können.

Insgesamt wird dann von Arbeitsmigranten pro Jahr bis zu einer halben Billion $ mit Bitcoins umgesetzt werden.

Da bei dem oben genannten Konversionsverfahren (Quellwährung => Bitcoin => Zielwährung) die beteiligten Bitcoins jeweils nur relativ kurze Zeit benötigt werden, dürfte der Effekt auf die Bitcoin-Ökonomie allerdings nicht extrem sein.

Nehmen wir für jeden beteiligten Bitcoin eine Nutzungsdauer von 2 Tagen an (der Überweisungsdienstleister muss ja auch Bitcoins vorrätig halten), ergibt sich in $ ausgedrückt ein Bitcoin-Kapitalbedarf von 500 Mrd * 2 Tage / 365 Tage = 2,7 Mrd $. Immerhin ist das gut 20% der derzeitigen Marktkapitalisierung des Bitcoins (11,7 Mrd $).

bearbeitet von ngt_TROP

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Bitcoins haben ein sehr interessantes Potenzial als weltweites Zahlungsmittel, über das ich bisher wenig gelesen habe.

 

Millionen von Arbeitsmigranten haben jeden Monat das Problem, einen Teil ihrer Einkünfte an ihre Familien in ihren Heimatländern zu überweisen, z.B. nach Mexiko, nach Indien oder auf die Philippinen. Diese Zahlungen machen mitunter einen erheblichen Teil des Bruttoinlandsprodukts der Zielländer aus, etwa 31% in Kirgistan oder 24% in Moldawien.

Für 2013 wird der Umfang der Unterstützungszahlungen in die Entwicklungsländer auf 414 Mrd $ geschätzt, insgesamt (alle Länder) sogar auf 549 Mrd $.

 

Verblüffend daran ist der Anteil der Überweisungskosten, der nach Aussagen der Weltbank im Schnitt 9% und bei manchen Zielländern atemberaubende 21% erreicht. Das wären in 2013 insgesamt 49,4 Mrd $.

 

http://www.usatoday.com/story/money/business/2013/10/02/world-bank-migrant-worker-remittances-over-414b/2912877

 

http://www.irinnews.org/report/97557/african-migrants-pay-high-prices-to-send-money-home

 

Die hohen Kosten haben dabei folgende Ursachen:

- Gebühren und Kommissionen

- Reisekosten (z.B. mehrstündige Fahrten zur nächsten Bank oder Poststation)

- Opportunitätskosten für die aufgewendete Zeit

- Verlust- und Betrugsrisiken (z.B. bei vertrauensbasierten Systemen wie Hawala)

- Schmiergelder

 

http://cab.org.in/Lists/Knowledge%20Bank/Attachments/127/Putting_Money_in_Motion.pdf

 

Nehmen wir einmal an, dass sich bei Verwendung von Bitcoins der Anteil der Überweisungskosten auf 2,5% drücken lässt - man benötigt ja immer noch die Konversion aus der Quellwährung in Bitcoins und von dort in die Zielwährung sowie eine Absicherung des Kursrisikos – dann kommen dadurch bei den Zahlen von 2013 erstaunliche 35,7 Mrd $ zusätzlich den Empfängern zugute.

Wenn also bisher von 1.000 $ nur 910 $ zuhause ankommen, wären es bei der günstigeren, Bitcoin-basierten Methode 975 $, d.h. 65 $ mehr. Diesen Mehrwert wird sich niemand freiwillig entgehen lassen.

 

Folgerung:

Bis zum Auftreten preiswerter internationaler Geldtransfersysteme für Migranten (übrigens ein erklärtes Ziel der G8, siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Remittance) – vermutlich auf Basis von Bitcoins – wird es nicht mehr lange dauern.

Sicherlich werden die Profiteure der bisherigen Systeme eine gewisse Zeit Widerstand leisten – zu viel Geld steht für sie auf dem Spiel. Auf Dauer werden sie die marktwirtschaftlichen Kräfte aber kaum stoppen können.

Insgesamt wird dann von Arbeitsmigranten pro Jahr bis zu einer halben Billion $ mit Bitcoins umgesetzt werden.

Da bei dem oben genannten Konversionsverfahren (Quellwährung => Bitcoin => Zielwährung) die beteiligten Bitcoins jeweils nur relativ kurze Zeit benötigt werden, dürfte der Effekt auf die Bitcoin-Ökonomie allerdings nicht extrem sein.

Nehmen wir für jeden beteiligten Bitcoin eine Nutzungsdauer von 2 Tagen an (der Überweisungsdienstleister muss ja auch Bitcoins vorrätig halten), ergibt sich in $ ausgedrückt ein Bitcoin-Kapitalbedarf von 500 Mrd * 2 Tage / 365 Tage = 2,7 Mrd $. Immerhin ist das gut 20% der derzeitigen Marktkapitalisierung des Bitcoins (11,7 Mrd $).

 

wirklich sehr guter beitrag,....

 

nur wer sagt nun den menschen bescheid und erklärt es diesen.... ?? .... mhh..

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@everthelast, azu393: Danke für die Blumen :)

 

Eine GANZ andere Gruppe von Nutzern scheint in ähnlicher Richtung schon ziemlich weit gekommen zu sein:

 

http://www.diamonds.net/news/NewsItem.aspx?ArticleID=45852

 

Für Normalnutzer wird das mit der leichten und kostengünstigen Überweisung sicher noch etwas dauern. Zunächst müssen auf dem Bitcoin-Protokoll Apps und andere IT-Strukturen entstehen, die die Handhabung von Bitcoins und der darauf aufbauenden Services erleichtern.

Wenn es erstmal soweit ist, wird sich das wegen der damit verbundenen Vorteile schnell herumsprechen - dazu gibt's ja das Internet.

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Siehe auch diesen extrem interessanten Podcast (in Englisch):

 

http://davidseaman.libsyn.com/-174-andreas-antonopoulos

 

Ab ca. 24:40 geht es um den "remittance market" (Überweisungen von Arbeitsmigranten), aber auch ansonsten ist der ganze Beitrag (eine knappe Stunde Interview mit Andreas Antonopolous) äußerst hörenswert.

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Eine fundamentale Tatsache im Zusammenhang mit Bitcoins ist ihre zahlenmäßige Begrenzung auf 21 Millionen.

Ich finde es interessant, dies genauer zu analysieren und daraus Anlageentscheidungen abzuleiten.

 

Nehmen wir an, ein Investor kauft 10 BTC - nach jetzigem Kurs entspricht das ungefähr 5.000 € - und hält diese langfristig.

 

Damit ist mathematisch und dauerhaft gesichtert, dass HÖCHSTENS 2,1 Millionen andere Menschen (oder Firmen) mehr Bitcoins besitzen können (2,1 Millionen x 10 BTC = 21 Millionen BTC).

 

Wegen der unvermeidlichen Ungleichverteilung werden es aber sehr viel weniger sein. Ein Blick auf http://bitcoinrichlist.com/charts/bitcoin-distribution-by-address?atblock=280000 zeigt, dass es derzeit gerade einmal etwas mehr als 100.000 Bitcoin-Adressen mit 10 oder mehr Bitcoins gibt.

 

Einige Bitcoins gelten auch als endgültig verloren, Schätzungen halten bis zu 35% der späteren Gesamtmenge für möglich: http://readwrite.com/2014/01/13/what-happens-to-lost-bitcoins#awesm=~ovYBfFONUfqVLK

 

Manche mögen zudem ihr Bitcoin-Vermögen auf mehrere Adressen verteilt haben, so dass die potenzielle Anzahl der nennenswerten Bitcoin-Besitzer noch weiter sinkt.

 

Folgerung: Mit 10 BTC hat man in der Rangliste der künftigen Bitcoin-Mogule vielleicht – wenn’s ganz schlecht läuft – irgendwann eine halbe Million andere vor sich.

 

Jetzt erinnern wir uns kurz daran, dass der Bitcoin nach gängiger Meinung entweder untergehen wird oder zu einer globalen Währung aufsteigt – vielleicht so bedeutend wie eine der heutigen wichtigen Fiat-Währungen - und schauen 5-10 Jahre in die Zukunft.

 

Ist der Bitcoin bis dahin verschwunden, hat unser Investor Pech gehabt, sein Geld ist weg.

 

Für den anderen Fall verfügt er über eines der 500.000 weltweit größten Bitcoin-Vermögen.

 

Was das bedeuten könnte, wird klar, wenn man „Bitcoin“ durch „Dollar“ ersetzt.

 

Wer heute eines der 500.000 größten Dollar-Vermögen sein eigen nennt, gehört mit Sicherheit zu den beneideten oberen 1%.

Immerhin haben die USA über 300 Millionen Einwohner (http://de.wikipedia.org/wiki/USA#Bev.C3.B6lkerungsentwicklung), d.h. die 1%-Gruppe (ausländische Dollar-Besitzer nicht eingerechnet) umfasst 3 Millionen Personen.

 

Auch andere Vergleichsmaßstäbe wie Renminbi, Euro, Yen, Rubel, Pfund und selbst Schweizer Franken (man entscheide selbst, welches relative Gewicht der Bitcoin wohl erreichen wird) würden unseren Investor an 500.000ter Stelle der Rangliste in einer ziemlich komfortablen Position belassen.

 

Wer nun als langfristig orientierter Anleger statt 10 BTC vielleicht 100 BTC oder gar 1000 BTC kauft, steht im Falle des ersten (Untergangs-) Szenarios auch nur mit leeren Händen da, hat aber viel größere Summen verloren.

 

Im zweiten (Erfolgs-) Fall wird er statt wohlhabend (10 BTC) zukünftig reich (mit 100 BTC) oder sogar sehr reich (mit 1000 BTC) sein.

 

Hier kann man nun noch das Verhaltensmuster der Verlustaversion ins Spiel bringen (http://www.morningstar.de/de/news/57099/Wenn-Verluste-st%C3%A4rkere-Schmerzen-machen-als-Gewinne-Freude.aspx). Verlustaversion heißt vereinfacht, dass ein Gewinn von 1.000 € viel weniger Spaß macht, als ein Verlust in gleicher Höhe weh tut. Sprich: Die Gefahr, 500.000 € statt 5.000 € zu verlieren würde den meisten Menschen deutlich mehr zusätzliche Angst bereiten als ihnen der Unterschied zwischen "vielleicht später einmal wohlhabend" und "vielleicht später einmal sehr reich" an zusätzlicher Vorfreude beschert.

 

Ich leite für mich persönlich aus diesen Überlegungen eine eher moderate Investmentsumme ab.

 

Ob die zusätzliche Ertragsperspektive bei höheren Anlagebeträgen tatsächlich einen solchen Zusatznutzen stiftet, dass das zusätzliche Verlustrisiko aufgewogen wird, muss am Ende jeder für sich entscheiden.

bearbeitet von ngt_TROP

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Nehmen wir an, ein Investor kauft 10 BTC - nach jetzigem Kurs entspricht das ungefähr 5.000 € - und hält diese langfristig.

 

Damit ist mathematisch und dauerhaft gesichtert, dass HÖCHSTENS 2,1 Millionen andere Menschen (oder Firmen) mehr Bitcoins besitzen können (2,1 Millionen x 10 BTC = 21 Millionen BTC).

 

Interessante Betrachtungsweise. Aus der Sicht habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich glaube, ich brauche dringend 10-50 Bitcoins, die ich mir auf Reserve lege :D

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Folgender Artikel stellt Betrachtungen zum potenziellen Bitcoin-Wert an, wenn dieser in größerem Umfang als Zahlungsmittel eingesetzt wird.

 

https://www.hvst.com/shares/2047-what-is-a-bitcoin-worth-as-a-transaction-mechanism

 

Einige der darin getroffenen Aussagen finde ich ziemlich wirr, z.B. dass eine Bitcoin-Transaktion über 30 $ kosten soll.

 

Die folgende Grundidee kommt mir aber ziemlich überzeugend vor:

 

Nur kleiner Teil aller Bitcoins wird künftig zur Zahlungsabwicklung eingesetzt werden können, da der Rest anderweitig gebunden ist (z.B. bei Investoren). Dieser liquide Anteil (z.B. 1%) heißt Velocity. Setzt man diese Bitcoin-Menge (quasi die Transportkapazität) mit den zu transportierenden Werten in Relation, ergibt sich daraus automatisch ein Bitcoin-Wert. Die Velocity liegt heute bei etwa 1-2%.

Bei den zu übermittelnden Werten kann man sich z.B. an PayPal, Visa oder Western Union orientieren (die Zahlen unten stammen aus dem zitierten Artikel).

 

Ich habe das mal in einer Excel-Tabelle nachgerechnet. Bei mir kommen zwar andere Werte raus, dafür verstehe ich aber auch die Rechenregeln. Würde mich mal interessieren, was ihr davon haltet.

 

 

 

Zahlungssystem...Jahresvolumen.......Tagesvolumen

-------------------------------------------------------------------------------

PayPal...........$__179.000_Mio......$____490_Mio

Visa.............$6.851.780_Mio......$_18.772_Mio

Western Union....$__400.000_Mio......$__1.096_Mio

 

 

 

Bitcoin-Eckwerte

----------------------------------------------------------------------------------

Gesamtzahl (ca. 2016) 15.000.000

Velocity 1%

Liquide Bitcoins 150.000

Umsatzrate 1

Transaktionskapazität pro Tag (BTC) 150.000

 

 

Wert pro BTC in $, wenn Zahlungssystem X durch Bitcoin ersetzt wird

----------------------------------------------------------------------------------

Paypal $3.269

Visa $125.147

Western Union $7.306

 

 

Wert pro BTC in $, wenn Zahlungssystem X durch Bitcoin ersetzt wird

[alternative Betrachtung mit Velocity = 2%, Umsatzrate = 2]

----------------------------------------------------------------------------------

Paypal $817

Visa $31.287

Western Union $1.826

 

 

 

 

Definitionen

----------------------------------------------------------------------------------

*** Velocity

Welcher Prozentsatz der insgesamt verfügbaren Bitcoins steht für Werttransaktionen zur Verfügung?

Anmerkung: Die übrigen Bitcoins sind nicht verfügbar, da sie z.B. von Investoren gehalten werden.

 

*** Liquide Bitcoins

Anzahl der Bitcoins, die zur Zahlungsabwicklung zur Verfügung stehen (Gesamtzahl x Velocity)

 

*** Umsatzrate

Wie oft kann derselbe Bitcoin täglich zum Werttransport eingesetzt werden, z.B. ein, zwei oder drei Mal?

 

*** Transaktionskapazität pro Tag

Wieviele Bitcoins können täglich zum Werttransport eingesetzt werden (Liquide Bitcoins x Umsatzrate)?

 

*** Wert pro Bitcoin

Tagesvolumen / Transaktionskapazität pro Tag (BTC)

 

 

[sorry für das Layout, tabellarische Darstellungen gehen hier nicht wirklich gut :confused:]

 

bearbeitet von ngt_TROP

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Interessant.

 

Aber warum gehst du davon aus, dass der liquide Anteil der Bitcoins (velocity) = der täglichen Umsatzrate ist?

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Vielen Dank für einen weiteren genialen Beitrag von Dir. Ein absoluter Mehrwert für dieses Board und die Welt des Bitcoins.

 

Wie siehst Du eigentlich das Zusammenspiel zwischen Bitcoin und anderen Coins der zweiten Generation? Nextcoin z.b.

 

Stellen diese Coins auf lange Sicht gesehen nicht ein Problem für den Bitcoin dar? Denn wenn ich mir ansehe was alternative Coins dzt. an Market Cap verschlingen dann ist das in Summe bald mehr als im Bitcoin steckt. Somit sehe ich auch die Wertigkeit des Bitcoin irgendwann stagnieren.

 

Da wird sich doch früher oder später ein anderer Coin durchsetzen, speziell die nächste oder übernächste Generation von Coins. Was meinst Du?

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@fyahfox: Da gibt es keinen zwingenden Zusammenhang, man kann ebensogut als Velocity = 1% und als Umsatzrate 2 wählen. Worauf es ankommt ist, dass man bei ungefähren Annahmen in dieser Größenordnung auf erhebliche Bitcoinwerte in dem oben genannten Bereich kommt.

Man muss sich das mal klar machen: Visa durch Bitcoin ersetzt und 98% aller Bitcoins in der Hand von Holdern (oder meinetwegen auch "Hodlern") ergibt bei einer Umsatzrate von 2 einen Bitcoin-Kurs von gut 31.000 $ !

 

Anmerkung: Andere Zahlungssysteme wie z.B. Mastercard oder American Express haben ebenfalls ganz erhebliche Transaktionsvolumina (http://www.nerdwallet.com/blog/credit-card-data/credit-card-transaction-volume-statistics/), ähnliches gilt für EC-Karten (http://www.electronic-cash.de/media/pdf/2013-03-25_electronic_cash-Transaktionen_1995-2012.pdf).

Da scheint es weltweit ein riesiges Potenzial zu geben.

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@everthelast: Freut mich, dass Du den Beitrag gut findest! :)

 

Mit Altcoins habe ich mich bisher wenig beschäftigt, da ich momentan nicht das Gefühl habe, dort einsteigen zu müssen.

 

Das vor allem mit folgenden Pro-Bitcoin-Gründen zu tun:

 

1. First Mover Effekt

Wer als erster ein neues Paradigma etabliert, hat in der Regel einen großen Vorsprung, der nur durch ganz besondere Mehrwerte wettgemacht werden kann.

Beispiel: Amazon im Online-Handel konnte bis heute nicht eingeholt werden. Aber Gegenbeispiel: Google vs. Altavista hat gezeigt, dass es anders kommen kann, wenn der Herausforderer klare Vorteile hat.

 

2. Netzwerk-Effekt

Je mehr Nutzer ein bestimmter Standard hat, desto attraktiver wird er für weitere Nutzer und daraus entsteht ein sich selbst verstärkender Effekt.

Beim Bitcoin ist das eine zunehmende Anzahl von Akzeptanz- und Ausgabestellen (z.B. ATMs). Bei Coinmap spielen nur Bitcoin (3.181) und Litecoin (288) eine Rolle, ähnlich bei Cointerest.

Auch die Startup-Investitionen scheinen sich hauptsächlich auf Bitcoin zu fokussieren.

Und schließlich ist auch die Konzentration des Anlegerkapitals auf den Bitcoin nicht zu vernachlässigen - hier sitzt man wenigstens mit den meisten anderen auf derselben Eisscholle.

 

3. Bekanntheitsgrad

Praktisch alle Mainstream-Veröffentlichungen zu Cryptowährungen beziehen sich auf Bitcoin. Außerhalb einer relativ kleinen Szene scheint mir der Bitcoin die einzig wirklich bekannte Cryptowährung zu sein.

 

4. Einstiegshürde

Wenn sich jemand zum ersten Mal mit Cryptowährungen beschäftigt, tut er das wegen 3. höchstwahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Bitcoin.

Einigermaßen zu verstehen, was dort eigentlich vor sich geht, scheint nicht ganz einfach zu sein - ich jedenfalls habe eine Weile dafür gebraucht.

Dass z.B. "Cold-Storage" einfach nur eine geheime Kontonummer für ein öffentlich geführtes Konto ist oder dass es ein völlig sicheres Verfahren ist, eine solche geheime Kontonummer einfach auszuwürfeln, muss man erstmal kapieren.

Nun arbeite ich im IT-Bereich und habe ein Informatik-Diplom - wie mag es anderen gehen, die nicht vom Fach sind?

Wenn es aber seine Zeit dauert, die wichtigsten Bitcoin-Prinzipien zu verstehen, wird sich ein Einsteiger erst nach längerer Zeit mit Altcoins beschäftigen und deren besondere Eigenschaften einschätzen können - und dann steckt er schon tief im Bitcoin.

 

 

Ich kann mich natürlich auch irren - wenn nächste Woche Amazon oder Google den Dogecoin als Zahlungsmittel der Zukunft deklariert, war's das für den Bitcoin ...

bearbeitet von ngt_TROP

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@everthelast: Freut mich, dass Du den Beitrag gut findest! :)

 

Klaro! Auch Deinen Beitrag über die Arbeitsmigranten fand ich sehr interessant.

 

 

Stimme Dir auch absolut bei den 4 letzten Punkten zu. Trotzdem beschäftigt mich eine Sache immer mehr je öfter ich darüber nachdenke. Sicherheit & Innovation.

 

 

Ich halte es für absolut wichtig sich schon jetzt über weitere Entwicklungen im Bereich Crypto(währungen) Gedanken zu machen. Weniger weil ich vom Bitcoin nicht überzeugt bin sondern weil die Gesellschaft immer höher und weiter hinaus will. Alles muss schneller, besser, sicherer usw usf werden und das am besten gestern. Das zieht sich quer durch alle Branchen und ich glaube dass dieses Thema auch den Bitcoin betreffen wird.

 

 

Im IT Sektor wirst Du ein Lied davon singen können dass der Endanwender immer mehr und weiter hinaus will. Denk ich da z.b. nur an Cloud Lösungen etc. oder sieh Dir z.b. die Fahrzeugindustrie an. Wahnsinn was sich da in den letzten 15 Jahren getan hat.

 

 

Je mehr ich mir diese Themen und auch weitere Branchen vor Augen führe desto mehr komm ich zu dem Schluss dass der Bitcoin nur eine Referenz ist. Dass wir in 5 bis 10 Jahren garnicht mehr vom Bitcoin sprechen sondern von einer "Währung?" die z.b. in ihrer Weiterentwicklung günstiger ist. Wenn es überhaupt so lange dauert. Und gerade in unserer heutigen Gesellschaft...wenn einer schreit dass das 5er Iphone um Welten besser ist als das Vorgängermodell dann springt schon mal 30%? ohne mit der Wimper zu zucken auf das neue Pferd auf. Hab da noch die Bilder im Kopf wenn Leute 2 Tage vor Verkaufsbeginn den Apple Shop belagern :)

 

 

Bitte Apple jetzt in dem Beispiel wertfrei zu sehen. :)

 

 

Lange Rede kurzer Sinn. Ich glaube dass wir uns heute nichtmehr die Frage stellen müssen ob sich eine Crypto(währung) in unserer Gesellschaft durchsetzen wird sondern vielmehr wie sie aussehen wird, was sie kann, was sich von ihr ableiten lässt und wo wir sie überall einsetzen können....und so leid es mir als Bitcoin Fan tut...ich bin davon überzeugt dass der Bitcoin dem wachsenden Bedarf unserer Gesellschaft nicht gerecht wird und schon garnicht wenn wir erstmal alle behirnen was da an Genialität losgetreten wurde. Denn es werden sich Bereiche eröffnen die wir uns heute noch garnicht vorstellen können.

 

Soviel dazu was vermehrt die letzten Tage in meinem Hirn herumkreist wenn ich an Bitcoin denke! :)

 

 

Ich freue mich auf weitere coole Ansichten, Berichte , etc...

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@ngt_TROP:

Bzgl. Umsatzrate: Ok, alles klar :)

 

Bzgl. Altcoins muss ich sagen, dass quasi alle technisch absolut uninteressant sind. Es gibt aber Ausnahmen, wie der genannte NXT oder das ganz neue Projekt NEM, welches noch mal Schwächen des NXT beheben will. Meiner Meinung ist es durchaus sinnvoll, diese Projekte im Auge zu behalten.

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In dem verlinkten Beitrag habe ich versucht, aus allgemein verfügbaren Bitcoin-Statistiken Aussagen über den mittelfristigen Bitcoin-Kursverlauf abzuleiten. Die Informationen darin könnten für einige hier ganz interessant sein.

 

https://www.evernote.com/shard/s355/sh/1cc19d9c-ffc9-4f4d-9f3c-6d92b862c030/aa290016f38766ba5d2b179a3a3e002d

 

PS.: Habe mir erlaubt, mit dem Übergang auf die neue Plattform meinen Forennamen auf "ngt" zu verkürzen.

PPS.: Im neuen Profilbild seht ihr mein Maskottchen "Rubby", bestens gepolstert gegen Kursstürze und andere Unfälle.  B)

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hallo ngt,

ich habe mir auf die Schnelle mal die Prognose für Ende 2014 im Szenario angeschaut.

Interessanterweise korreliert sie gut mit meinem aus dem Godmodetrader Langzeitchart seit 20111 errechneten Preis von etwa 280 $

 

Mal bitte hier lesen:https://www.coinforum.de/topic/1843-prognose/page-264

 

Den Langzeit Chart von Godmodetrader mit der ab Januar 2013 beschleunigten Aufwärtsbewegung.(In rot).[Gox-daten sind dafür ok., da sie erst ab Februar 2014 obsolet sind]

Der seit 20111 bestehende Grundtrend wird Ende 20124 bei mindestens 280 $ liegen.

Bitstamp:

https://www.tradingv...com/x/yqCYeNYD/

Godmode aktualisiert mit Steigerung

http://s1.directuplo...16/39ta5pu5.png

Godmodetrader (Original):

http://i59.tinypic.com/331izae.png

 

Bitte mal lesen und kommentieren

Danke segeln

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@ngt

Mir gefallen Deine Beiträge sehr. Da gibt es nicht viel zu kommentieren.

 

Ich habe nur eine andere Meinung zum dogecoin Beispiel.

 

Für eine grosse Firma ist es wichtig, wie solide ein coin ist. Wenn sie eine billige Kopie als Standard nehmen, haben sie im Ernstfall nicht die Entwickler vom Original dahinter stehen.

 

So einfach ist es also nicht, einen altcoin zu nehmen. Auch die grosse Konkurenz wuerde das nicht mögen. Bitcoins sind quasi neutral.

 

Soviel ich weiß ist einer der Bitcoin Core Programmierer Google Mitarbeiter...

 

Ich denke da wird sich etwas tun mit der Zeit.

bearbeitet von fjvbit

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...

Ich habe nur eine andere Meinung zum dogecoin Beispiel.

 

Für eine grosse Firma ist es wichtig, wie solide ein coin ist. Wenn sie eine billige Kopie als Standard nehmen, haben sie im Ernstfall nicht die Entwickler vom Original dahinter stehen.

 

So einfach ist es also nicht, einen altcoin zu nehmen. Auch die grosse Konkurenz wuerde das nicht mögen. Bitcoins sind quasi neutral.

 

Soviel ich weiß ist einer der Bitcoin Core Programmierer Google Mitarbeiter...

 

Ich denke da wird sich etwas tun mit der Zeit.

 

Sehe ich genauso wie Du. Die Bemerkung mit dem Dogecoin war mit einem Augenzwinkern gemeint.  ;)

Beim Euro hat man schließlich riesige Anstrengungen unternommen, die ganzen damaligen "Fiat-Altcoins" (Mark, Gulden, Franc, ...) zu vereinheitlichen.

Da sollte man sich bei den Cryptowährungen nicht wieder freiwillig verzetteln.

bearbeitet von ngt

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hallo ngt,

ich habe mir auf die Schnelle mal die Prognose für Ende 2014 im Szenario angeschaut.

Interessanterweise korreliert sie gut mit meinem aus dem Godmodetrader Langzeitchart seit 20111 errechneten Preis von etwa 280 $

 

Mal bitte hier lesen:https://www.coinforum.de/topic/1843-prognose/page-264

 

....

 

Bitte mal lesen und kommentieren

Danke segeln

 

Hallo segeln,

 

Deine Prognose extrapoliert den tendenziell exponentiellen Preisverlauf, wenn ich das richtig lese.

Meine Analyse führt den Preisverlauf (oder besser den Verlauf einer angenommenen Preisuntergrenze) auf die ebenfalls exponentielle Entwicklung des Transaktionsvolumens zurück, geht also bei der Ursachenanalyse der Preissteigerung einen ersten Schritt.

Dass dabei ein ähnliches Ergebnis herauskommt, bestätigt die Sinnhaftigkeit Deiner Kursextrapolation.

Vermutlich ist das Ende des Wachstumstrends aber leichter vorauszusehen, wenn man sich auf das Transaktionsvolumen stützt. Irgendwann kann das - im Gegensatz zu einem beliebig fortschreibbaren Preis - beim besten Willen nicht mehr wachsen und das sollte sich abschätzen lassen.

 

Grüße

ngt

bearbeitet von ngt

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Sehe ich genauso wie Du. Die Bemerkung mit dem Dogecoin war mit einem Augenzwinkern gemeint. ;)

Beim Euro hat man schließlich riesige Anstrengungen unternommen, die ganzen damaligen "Altcoins" (Mark, Gulden, Franc, ...) zu vereinheitlichen.

Da sollte man sich bei den Cryptowährungen nicht wieder freiwillig verzetteln.

Ich denke wir sind uns alle einig, dass die meisten altcoins abzocke sind und verschwinden werden.

 

Überleben werden vielleicht 2-3 altcoins. Wirklich brauchen tun wir keine...

 

Bitcoins alleine reichen, meiner Meinung nach.

 

 

Zum Thema Transaktionsvolumen.

 

Ich finde das lässt sich praktisch nicht abschätzen, weil niemand weiss, welche Funktionen Bitcoins übernehmen könnten...

 

Man stelle sich nur den internationalen Erdölhandel auf Bitcoinbasis vor...

 

Nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich.

 

Also alles reine Spekulation...

bearbeitet von fjvbit

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Hallo ngt,

mit exponentiellem Kursverlauf meinst Du die im Chart verwendete logarithmische Darstellung? Richtig?

Im übrigen glaube ich Deinen Ansatz verstanden zu haben: das Transaktionsvolumen als Indikator für die Preisentwicklung.

Nur,wie willst Du das Ende des Transaktionsvolumens abschätzen?

Das ist mir noch nicht klar.

 

Könntest Du freundlicherweise mal Deine mindest -Kursberechnung zum Ende 2014 mit den Daten ab 1.1.2013 durchführen?

Es wäre dann sehr interessant zu sehen, ob diese sich mit meiner Chartkurve der sich seit 1.1.2013 beschleunigten Aufwärtsbeweqegung deckt.(wie sie es mit Deinen Daten seit 2011 ja offensichtlich tut)

Daraus könnte sich eine gute Diskussion zwischen uns entwickeln

 

Danke bereits jetzt für Deine Antwort.

bearbeitet von segeln

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