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Erhöhung der Anonymität Einnahmen / Ausgaben / Vermögen


Jokin
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Hallo zusammen,

folgendes Problem habe ich:

- meine Hausbank kennt mit meinem Girokonto meine Einkünfte aus meiner nicht-selbständigen Arbeit UND wofür ich mein Geld ausgebe, also meine Ausgaben.
- das Finanzamt kennt meine Einkünfte und mein Vermögen

Man kann das schon im ersten Schritt optimieren:

- Hausbank bekommt die Einkünfte und dann holt man sich das als Bargeld monatlich aus dem Automaten und zahlt davon was man zum Leben braucht.
- mit dem Bargeld ist man dann ganz anonym unterwegs. Online einkaufen kann man damit aber nicht.
- Beim Finanzamt muss man sein Vermögen nicht angeben, die Kryptocoins, deren Anschaffung länger als 12 Monate zurück liegt, wird nicht berichtet.

 

Eine Idee zur Lösung:

Ich habe mir nun die Binance-Debitkarte bestellt. Ich schaue mir das mal an, denn das wäre ja ganz nett wenn ich meine >12-Monats-Coins über Binance ausgeben kann und mein Einkommen schiebe ich über bitcoin.de in Bitcoins rein.

Auf diese Art und Weise trenne ich die Verbindung von meiner Hausbank zu meinem Konsumverhalten. 

- Meine Hausbank kennt nur noch meine Einkünfte - nicht jedoch meine Ausgaben.
- Binance kennt nur meine Ausgaben - nicht jedoch meine Einnahmen.
- Das Finanzamt kennt meine "steuerrelevanten Einkünfte" - nicht jedoch mein Vermögen.
- Nur ich selber kenne mein Vermögen, da Kryptowährungen nirgends angegeben werden müssen.

Und wenn regelmäßig Ausgaben aus dem Vermögen heraus bezahlt werden sowie regelmäßig Einkünfte dem Vermögen zufließen, dann kann auch niemand sonst ohne immensem Aufwand eine indirekte Vermögensaufstellung zusammenstellen.

 

... gibt's andere oder bessere Ideen? Das sollte auch recht einfach handhabbar sein.

 

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vor einer Stunde schrieb Jokin:

Das sollte auch recht einfach handhabbar sein.

Ist es. Das folgt einem bewährten Geldwäsche-Schema von ganz früher, als es noch anonyme Schweizer Nummernkonten gab. Ausgaben via Kreditkarte aus Schwarzgeld bestreiten, legales Einkommen ansparen. Hat damals in der Illegalität funktioniert, sollte also legal schon dreimal klappen 😉

Das FA interessiert das Vermögen zZ nicht, weil's keine V-Steuer gibt. Falls sich das mal ändert, musst du auch bei deinem Schema dann (wieder wie ganz früher) mit Fahndungsdruck rechnen. Und die Fahndung kann dann über die Blockchain ziemlich automatisch gehen...

Also, zZ ok, damit nicht alle Alles über dich wissen. Aber wenn das FA irgendwann nach deinem Vermögen fragen sollte, dann hilft das nicht bei der Verschleierung.

Der Verschleierungsklassiker des kleinen Mannes (aus Zeiten der V-Steuer): mit Bargeld Gold oder andere Sachwerte kaufen, bei Nachfrage, wo das Geld hingegangen ist, George Best zitieren (*). Bei entsprechender Solvenz wendet man sich natürlich eher nach Liechtenstein oder so und lässt eine Stiftung gründen.

 

(*)  ich habe viel Geld für Autos, Alkohol und Weiber ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.

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hört sich gut an und würde ich auch gerne Ausprobieren.

 

Aber was ist mit laufenden Kosten?! Versicherung etc. das müsste ja weiterhin über das normale Konto laufen.

Oder reden wir nur über das Konsumverhalten und Steuer relevante Anschaffungen? 

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Hausbank kennt natürlich die Einkünfte (und ein paar Daueraufträge wie Versicherungen o.ä.).

Ansonsten Cash aus ATM und damit bezahlen!

Für sämtliche andere Online-Einkäufe/Verkäufe habe ich mir ein extra (gratis) Online-Konto bei einer anderen Bank erstellt (schon vor Jahren, einfach der Trennung wegen) -> k.A., ob man heute noch so gratis Konten bekommt?

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vor 39 Minuten schrieb fox912:

Hausbank kennt natürlich die Einkünfte (und ein paar Daueraufträge wie Versicherungen o.ä.).

Ansonsten Cash aus ATM und damit bezahlen!

Für sämtliche andere Online-Einkäufe/Verkäufe habe ich mir ein extra (gratis) Online-Konto bei einer anderen Bank erstellt (schon vor Jahren, einfach der Trennung wegen) -> k.A., ob man heute noch so gratis Konten bekommt?

Klar bekommt man die. Wenn man nicht Angst hat, dass sich die Banken informationstechnisch zusammentun, einfach x Konten eröffnen. Es werden aber mehr, die Gebühren erheben. DKB und Commerzbank, N26 sind zB noch kostenfrei glaube ich.

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vor 1 Stunde schrieb Heineken:

Aber was ist mit laufenden Kosten?! Versicherung etc. das müsste ja weiterhin über das normale Konto laufen.

 

Klar, so "normale" Kosten kann man darüber ja laufen lassen.

Es geht ja auch nur um "teilweise anonym" und nicht "vollständig anonym".

Oder anders beschrieben:

Wenn ich jeden Monat 2.000 Euro von meinem Arbeitgeber bekomme und 1.000 Euro in Bitcoin schiebe, dann lässt sich recht einfach ermitteln, dass im Jahr ein Vermögen von 12.000 Euro aufgebaut wurde.

Wenn ich jedoch 1.500 Euro in Bitcoins reinschiebe und nur von den übrigen 500 Euro meine Fixkosten bestreite, dann kann man auf 18.000 Euro Vermögen schließen, jedoch lässt sich sehr plausibel erklären, dass Bitcoins, die älter als ein Jahr sind zum "Verleben" genutzt wurden. Das können dann 3.000 Euro gewesen sein, 6.000 Euro oder das gesamte Einkommen von 18.000 Euro - oder sogar noch mehr weil man Altbestände reduziert.

Es geht also eher darum, dass Vermögen "verschleiert" wird.

 

Natürlich geht es ausdrücklich NICHT um Steuerhinterziehung und auch nur für Staaten ohne Vermögenssteuer.

 

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vor 8 Minuten schrieb Hiergibtsnichtszusehen:

Für mehr Privatsphäre erstmal KYC beim China-Mann durchführen, um die Binance-Card zu bekommen. Macht Sinn.

Ich hatte die Verifizierung eh schon, da die Auszahlungs-Limits sonst etwas mickrig sind.

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vor 12 Minuten schrieb Hiergibtsnichtszusehen:

Für mehr Privatsphäre erstmal KYC beim China-Mann durchführen, um die Binance-Card zu bekommen. Macht Sinn.

Alternativ gibt es einen solchen Dienst auch aus deutscher Hand von Bitwala.

Mir persönlich ist der Schutz meines Geldes wichtiger als der Schutz meiner Privatsphäre. Außerdem würde ich behaupten, dass meine Hausbank gerade weil sie meine Einkünfte und Ausgaben kennt, nicht den Fehler machen wird irgendwelche Daten zu verkaufen. So rein vom Profil bin ich doch ein Glücksgriff für meine Hausbank.

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vor einer Stunde schrieb Jokin:

Natürlich geht es ausdrücklich NICHT um Steuerhinterziehung

Schon verstanden. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß die "Techniken" , die früher dafür erfolgreich genutzt wurden, heute noch zumindest der "Datenkontrolle" dienen können. Und außerdem wird jeder Liechtensteiner (u.ä.) darauf bestehen, daß sein Staat ausschließlich bei der legalen Steueroptimierung hilft.

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Passt zum Thema, ist aber eigentlich eigenständig.
Thema: Wohnadresse bei Börsen und Kriminelle.

Viel mehr Sorgen bereitet mir, dass jeder Anbieter, ganz besonders crypto Börsen und andere teils unseriöse Unternehmen, meine Adresse kennen (muss).*
Durchs Tradingvolumen und ähnliches könnte man auf Vermögen schließen (wenngleich das bei mir natürlich nicht hinhaut, da Tradingvolumen zigtausendfach höher ist als Vermögen). Und selbst wenn die Börsen selbst nur seriöse Mitarbeiter hätten, bisher wurde schon soviel gehackt, da ist es nur einen Katzensprung, bis meine Adresse und Tradingverhalten in Kriminelle Hände gerät.

Es erschließt sich mir nicht, wie trotz einer solchen realen Gefahr, die einem im schlimmstne Fall das Leben kosten kann, dennoch nicht nur "nicht verboten", sondern verpflichtend ist, seine Adresse zu verifizieren.

Jedenfalls habe ich tatsächlich schon überlegt, ob ich einen Zweitwohnsitz anmelden sollte, wo ich nicht wohne, aber diesen dann bei jeder Börse und CO angebe, damit ich nicht aufeinmal Besuch von Kriminellen habe. Oder welche Strafen drohen, wenn man ohne Zweitwohnsitz eine falsche Adresse angibt und die erfolgreich verifiziert bekommt?
Oder wie machen das denn Promis und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie verhindern die, dass ihre Adresse bekannt wird?

*
[Am schlimmsten ist hier natürlich bitcoin.de mit Klarnamen und Polizeiverfahren bei denen die Kriminellen problemlos an Adresse und Handynummer der Beteiligten kommen!, also Finger weg von P2P Handel! Werbung für bitcoin.de ist bei dem Thema Anonymität wirklich völlig fehl am Platz! (und ja selbst erlebt, dass ich von jemanden aus einem bitcoin.de Verfahren persönlich kontaktiert wurde, er hatte meine Kontaktdaten aus den Akten des Verfahrens)]

edit:
weitere Probleme wurden im folgenden Thread genannt, aber das würde den Rahmen sprengen und die Identität selber lässt sich auch nicht so einfach ausstauschen (oder KYC komplett umgehen), wie eine Adresse: https://bitcointalk.org/index.php?topic=5220920.0

Edited by Serpens66
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vor einer Stunde schrieb bjew:

und damit wird wieder deine Wohnung bekannt, was doch der Ausgangspunkt der Diskussion war

Also bitte... wir wollen ja nicht zu genau nachfragen, aber wir wissen alle, daß so eine Stromrechnung wesentlich leichter zu <hüstel> "modifizieren" ist als ein Perso. Und dann kommen halt eventuelle Briefe der Bank im gleichen Drop an, den man auch für die Drogenlieferungen aus dem Darknet... aber das führt hier zu weit... 😎

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vor 3 Stunden schrieb bjew:

und damit wird wieder deine Wohnung bekannt, was doch der Ausgangspunkt der Diskussion war

wwurst hat mich schon verstanden. ;o))

PS.: Worauf ich hinaus wollte ist, das es eben nicht die Adresse wo Du wohnst sein muss, die da im Brief drin steht. –.–

Edited by ..::. o.Z.o.n.e .::..
Ergänzung — PS
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vor 4 Minuten schrieb bjew:

wer wird denn seine eignen Dokumente (ver-)fälschen?

Seit wann ist denn eine Stromrechnung ein Dokument? (solange man sie nicht bei der Steuer einreicht...)

Wir sagen zu den Azubis hinterm Schalter doch auch nicht mehr "Bankbeamter" 😉

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