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Strategie für Vesteuerung und Handling von Trades


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Hi,

Ich habe dieses Jahr mit Crypto Trading angefangen. Anfangs war das nur ein Experiment, mittlerweile bin ich tief drin im Trading, DeFi usw. und habe ganz gut Gewinn gemacht. Ich habe jetzt schon einiges gelesen und mir ist klar, wie die grundsätzliche Versteuerung läuft, allerdings frage ich mich wie eine gute Strategie aussehen würde.

Soweit ich verstanden habe, ist ein Verlsutrücktrag ja nur im Folgejahr möglich. Nehmen wir dann mal folgendes theoretisches Szenario an:

2021: Wert Crypto 10.000 Euro, 10.000 Gewinn -> 4200 Steuern zahlen
2022: Crypto Wert sinkt auf 5.000, keine Trades, daher keine Steuern
2023: Crypto sinkt weiter auf 1000, ich gebe auf und cashe aus, keine Steuern da Haltezeit über ein Jahr.

Ergebnis: ich bin 3200 Euro im Minus, da ich in 2021 die Steuern "vorgelegt" habe. Ist das so richtig? Übersehe ich irgendwas?

Ich möchte so eine Situation in jedem Fall vermeiden und vor allem will ich, dass mein Crypto Trading ein "geschlossenes System" ist, d.h. ich will kein weiteres Geld mehr reinstecken. Meine Strategie wäre nun, dass ich jeweils am 31.12. alle Coins in Stablecoins umwandel und damit alle Gewinne/Verluste realisiere und dann die Steuerlast auscashe. Dann kann ich am 01.01. des Folgejahrs ohne ausstehende Steuern weitertraden. In dem Szenario oben würde das dazu führen, dass ich am 31.12.2022 die gezahlten Steuern im Vorjahr rückerstattet bekomme, weil ich 5000 Euro Verlust realisiert habe. Ist das so korrekt?

Danke schon mal für eure Antworten!

 

 

bearbeitet von FakeBird
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vor 5 Minuten schrieb FakeBird:

Hi,

Ich habe dieses Jahr mit Crypto Trading angefangen. Anfangs war das nur ein Experiment, mittlerweile bin ich tief drin im Trading, DeFi usw. und habe ganz gut Gewinn gemacht. Ich habe jetzt schon einiges gelesen und mir ist klar, wie die grundsätzliche Versteuerung läuft, allerdings frage ich mich wie eine gute Strategie aussehen würde.

Soweit ich verstanden habe, ist ein Verlsutrücktrag ja nur im Folgejahr möglich. Nehmen wir dann mal folgendes theoretisches Szenario an:

2021: Wert Crypto 10.000 Euro, 10.000 Gewinn -> 4200 Steuern zahlen
2022: Crypto Wert sinkt auf 5.000, keine Trades, daher keine Steuern
2023: Crypto sinkt weiter auf 1000, ich gebe auf und cashe aus, keine Steuern da Haltezeit über ein Jahr.

Ergebnis: ich bin 3200 Euro im Minus, da ich in 2021 die Steuern "vorgelegt" habe. Ist das so richtig? Übersehe ich irgendwas?

Ich möchte so eine Situation in jedem Fall vermeiden und vor allem will ich, dass mein Crypto Trading ein "geschlossenes System" ist, d.h. ich will kein weiteres Geld mehr reinstecken. Meine Strategie wäre nun, dass ich jeweils am 31.12. alle Coins in Stablecoins umwandel und damit alle Gewinne/Verluste realisiere und dann die Steuerlast auscashe. Dann kann ich am 01.01. des Folgejahrs ohne ausstehende Steuern weitertraden. In dem Szenario oben würde das dazu führen, dass ich am 31.12.2022 die gezahlten Steuern im Vorjahr rückerstattet bekomme, weil ich 5000 Euro Verlust reaisiert habe. Ist das so korrekt?

Danke schon mal für eure Antworten!

 

 

du hast es richtig erkannt.

Lösung: Finger weg von Trading oder zumindest rechtzeitig Verluste realisieren.

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vor 2 Stunden schrieb FakeBird:

Meine Strategie wäre nun, dass ich jeweils am 31.12. alle Coins in Stablecoins umwandel und damit alle Gewinne/Verluste realisiere und dann die Steuerlast auscashe.

Unsinn, dann würdest du ja auch alle Gewinne zwangsläufig steuerpflichtig stellen.

Besser: Coins, die du günstig gekauft hast und deren Kurs gestiegen ist: nicht anfassen. Coins, deren Kurs gefallen ist. noch vor Ablauf der 12 Monate verkaufen.

Denk das mal weiter und du findest deinen Trading-Flow.

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vor 7 Minuten schrieb Anevay:

Unsinn, dann würdest du ja auch alle Gewinne zwangsläufig steuerpflichtig stellen.

Besser: Coins, die du günstig gekauft hast und deren Kurs gestiegen ist: nicht anfassen. Coins, deren Kurs gefallen ist. noch vor Ablauf der 12 Monate verkaufen.

Denk das mal weiter und du findest deinen Trading-Flow.

Ja, du hast recht, im Allgemeinen ist das ein Denkfehler. Danke für den Hinweis!

Ich würde das natürlich nur für die Coins machen, die ich definitiv nicht >1 Jahr halten würde. Alles andere liegt in einem eigenen Wallet und wird nicht angefasst.

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vor 38 Minuten schrieb vavriss92:

Nehmen wir den Fall du hast im Moment 1 BTC und der steigt auf 400.000€ gibt es die Möglichkeit eine Familienstiftung oder Familienverbrauchsstiftung zu gründen

Müsste dann nicht diese Stiftung diesen BTC bereits erworbenen haben? 

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vor 10 Minuten schrieb Philbert:

Müsste dann nicht diese Stiftung diesen BTC bereits erworbenen haben? 

nö. Aber Beratung dringend erforderlich.

Im Zweifel kann die Holding dir doch deine abkaufen (so sie die Mittel dafür hat). Die Mittel ? -> Einlage deiner Kryptos

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Keine Ahnung ob ich hier etwas falsch verstehe oder ob das alles komplett am Thema vorbeigeht.

Eine Holding hat einen geringeren Steuersatz, ja. Aber wie löst das das Problem von Wertverlust bei späterer Veräusserung? Egal ob ich nun 25% oder 42% Steuern auf Gewinne zahle - wenn ich nach einem Kalenderjahr Verluste realisiere, werden mir die nicht zurückerstattet. Da bringt mir auch die Haltefrist gar nichts.

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vor 17 Minuten schrieb vavriss92:

Du verkaust 2021 und hast 5800 Gewinn nach Steuer

Du verkaufst 2022 und hast 5000 Gewinn

Du verkaufst 2023 und hast 1000 Gewinn

oder du hältst bis 2025 und hast 100.000? Gewinn steuerfrei ;)

Und der Gewinn kommt genau woher? Ich trade, also werde ich jeden einzelnen Gewinn auch bei einer Holding mit 25% versteuern müssen. Wo kommt die Steuerfreiheit her?

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vor 2 Stunden schrieb vavriss92:

Die Einlagen in die Stiftung bei Gründung unterliegen der Schenkungssteuer.

Aber ja, Beratung dringend erforderlich, ich wollte nur Möglichkeiten aufzeigen.

Es gibt Steuerberater die sich da auskennen, ich bin keiner und ab einem gewissen Gewinn sollte man sich beraten lassen.

Bei kleineren Summen, einfach das 1 Jahr Haltefrist nutzen und gut.

hab mich bereits beraten lassen und viel Geld dagelassen. Nein, es gibt in Deutschland, außer der Haltefrist, keine Möglichkeit sonderlich steuergünstig (kleiner 40% bei hohem Gewinn)  davonzukommen, auch nicht mit Familienstiftung oder sonstigen Konstrukten. (zumindest sagte das meine Beratung).

Spätestens wenn man sich selbst die Gewinne auszahlen lassen will, greift ja wieder der persönliche Satz, egal wie steueroptimiert die Konstrukte sind.

bearbeitet von Serpens66
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vor 22 Minuten schrieb vavriss92:

Ja du kannst auch eine Firma im Ausland gründen, auch in Ländern mit Doppelbesteuerungsabkommen, aber es bleibt das selbe wie bei der Holding, du zahlst auf das was du raus nimmst Steuern und das will er ja nicht ;) 

Und bei 1,5% Steuern die die Holding effektiv nur zahlt, bleibe ich lieber in Deutschland mit meiner Firma.

Es gibt einen Unterschied. Zahlst Du Steuern jedes Jahr oder wenn Du das Geld aus der Firma ziehst. Ganz großer Unterschied.

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  • 2 months later...

Da ich in den Niederlanden lebe habe ich das Problem mit der Jahresfrist nicht. Hier zählt einfach der totale Vermögenswert am 1.1. eines Jahres. Kommt man dann über 100k (verheiratet) Wird alles drüber mit 1,5% versteuert (wird mehr, wenn es um Millionen geht).

Auch finde ich das jeder Steuern bezahlen muss und sollte, irgendjemand muss die Schule, Straßen und Radwege ja bezahlen … dennoch liegt der Reiz von Krypto gerade darin das jeder sein eigener Finanzdienstleister sein kann. Das wird in D aber durch diese Haltefristregelung ziemlich Kaput gemacht.

Die Idee eine Firma im Krypto freundlichen Ausland zu gründen, finde ich gar nicht so schlecht. Ich habe daher mal die Niederlande in meinem Beispiel genommen, da sie zumindest Unternehmertechnisch sehr steuerfreundlich sind. Ob dies jetzt generell die beste Lösung ist, will ich nicht sagen.

Mal folgendes Gedankenspiel zum oben genannten Beitrag:

2021: Eigene Firma gründen in Wert 10.000 Euro (Crypto) => 10k sind Investitionen, ich gehe mal davon aus das dies auch der Betrag war, den man in das Unternehmen gesteckt hat

2022: Crypto Wert sinkt auf 5.000, => Kein Gewinn gemacht also keine Steuern

2023: Crypto sinkt weiter auf 1000, ich gebe auf und cashe aus, => In NL wären jetzt 37,10% an Einkommenssteuer fällig. Das Wären als -370,10€.

Die Frage ist natütlich wie wird Firmenbesitz im Ausland in Deutschland versteuert?

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vor 2 Stunden schrieb Alfer:

Da ich in den Niederlanden lebe habe ich das Problem mit der Jahresfrist nicht. Hier zählt einfach der totale Vermögenswert am 1.1. eines Jahres. Kommt man dann über 100k (verheiratet) Wird alles drüber mit 1,5% versteuert (wird mehr, wenn es um Millionen geht).

Auch finde ich das jeder Steuern bezahlen muss und sollte, irgendjemand muss die Schule, Straßen und Radwege ja bezahlen … dennoch liegt der Reiz von Krypto gerade darin das jeder sein eigener Finanzdienstleister sein kann. Das wird in D aber durch diese Haltefristregelung ziemlich Kaput gemacht.

Die Idee eine Firma im Krypto freundlichen Ausland zu gründen, finde ich gar nicht so schlecht. Ich habe daher mal die Niederlande in meinem Beispiel genommen, da sie zumindest Unternehmertechnisch sehr steuerfreundlich sind. Ob dies jetzt generell die beste Lösung ist, will ich nicht sagen.

Mal folgendes Gedankenspiel zum oben genannten Beitrag:



2021: Eigene Firma gründen in Wert 10.000 Euro (Crypto) => 10k sind Investitionen, ich gehe mal davon aus das dies auch der Betrag war, den man in das Unternehmen gesteckt hat

2022: Crypto Wert sinkt auf 5.000, => Kein Gewinn gemacht also keine Steuern

2023: Crypto sinkt weiter auf 1000, ich gebe auf und cashe aus, => In NL wären jetzt 37,10% an Einkommenssteuer fällig. Das Wären als -370,10€.

Die Frage ist natütlich wie wird Firmenbesitz im Ausland in Deutschland versteuert?

zunächst muss man sehen, dass in Deutschland Welteinkommen gilt. Zu berücksichtigen sind dann Steuerrechte des Auslandes, in dem Falle NL, dann Doppelbesteuerungsabkommen. Zum Schluss bleibt dann noch der Progessionsvorbehalt 🤗 - manches geht, nur nicht immer ganz einfach.

Ob die Beraterkosten am Ende durch die Steuerersparnis gedeckt werden?

bearbeitet von bjew
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