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Hallo. Ich möchte meine Erfahrung über eine mögliche Selbstanzeige mitteilen, da ich viele gut Infos in diesem Forum gefunden habe und vielleicht meine Infos helfen jemandem.

Ich habe 2018 BTC gekauft und sie in drei verschiedenen Coins umgetauscht: TRX, ETH, XRP. Damals wusste ich nicht, dass ich das in der Steuererklärung eingeben musste. Jetzt (2021) weiß ich besser. Ich habe diese Transaktionen bei Kryptotax eingegeben und es kam raus, dass ich ca. 25€ Gewinn gemacht habe. (Merkwürdig habe ich gefunden, dass Accounting mit einem Betrag von -39€ raus kam und CoinTracking mit 15€!). Ich war mir nicht sicher, ob ich den ganzen Prozess mit der Selbstanzeige starten musste. Ich habe bei Anwälten gefragt und die kosteten zw. 150 und 300€ pro Stunde. Und für 25€ wäre das in meinen Augen sehr unfair. 

Ich habe letztendlich mit meinem Sachbearbeiter im Finanzamt gesprochen. Ich hatte ehrlich gesagt Angst davor. Ich habe ihm alles erzählt und habe ihn gefragt, ob ich eine Selbstanzeige starten musste. Er war sehr locker dabei und hat gesagt, dass er mit seinem Vorgesetzte darüber spricht aber, dass er nicht glaubte, dass ich eine Selbstanzeige machen musste. Er hat mich gebeten in einer Email alle relevanten Infos einzugeben. Ich habe vor 3 Wochen das gemacht und heute kam ein Brief vom Finanzamt:

"...wird aufgrund des geringen Betrages kein Strafverfahren eingeleitet."

Ich weiß nicht, ob ich einfach Glück hatte aber dieser Weg hat mir viele Euros in Anwälten gespart. Ich weiß, dass der Betrag sehr klein war aber wer weiß, vielleicht mit anderen Sachbearbeiter ist es anders.

 

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Bis zu 600 Euro kannst du doch jährlich ohnehin Gewinne steuerfrei verbuchen bei Kryptowährungen, daher verstehe ich irgendwie nicht so ganz, wieso du wegen der 25 Euro Gewinn so einen Stress hattest?!

bearbeitet von sonic1279
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Du hast kein Glück gehabt, sondern allen viel Arbeit für 25,- Euro gemacht, die nicht nötig gewesen wären, wenn man sich richtig informiert hätte. Das hat das FA inkl. Porto jetzt bestimmt 50 Euro gekostet. :lol:

Beim nächsten mal direkt mit frischer Zahnbürste zur JVA fahren. :ph34r:

bearbeitet von loglux
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Du hast alles richtig gemacht.

Auf der ernsthaften Seite: die Sache durch ein direktes Gespräch mit dem Sachbearbeiter geklärt.

Eher humorig: der hat jetzt einen Fall, den er auf der Weihnachtsfeier vortragen kann. Und in der Zeit, die er mit dir beschäftigt war, konnte er uns allen nicht hinterherrecherchieren 😉

 

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vor 43 Minuten schrieb wwurst:

Du hast alles richtig gemacht.

Auf der ernsthaften Seite: die Sache durch ein direktes Gespräch mit dem Sachbearbeiter geklärt.

Eher humorig: der hat jetzt einen Fall, den er auf der Weihnachtsfeier vortragen kann. Und in der Zeit, die er mit dir beschäftigt war, konnte er uns allen nicht hinterherrecherchieren 😉

 

Und dennoch sollte man erwähnen, dass wenn es ein relevanter Betrag gewesen wäre, der einzig richtige Weg zu einem Fachanwalt gewesen wäre.

Nicht alleine zur Selbstanzeige und schon gar nicht zum Sachbearbeiter beim Finanzamt rennen.

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vor 15 Stunden schrieb sonic1279:

Bis zu 600 Euro kannst du doch jährlich ohnehin Gewinne steuerfrei verbuchen bei Kryptowährungen, daher verstehe ich irgendwie nicht so ganz, wieso du wegen der 25 Euro Gewinn so einen Stress hattest?!

So wie ich verstanden habe, es ist egal, dass bis zu 600 Eur die Gewinne steuerfrei sind. Man muss es eingeben (genauso wie bei Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale). und das habe ich nicht gemacht. Außerdem haben die Anwälte, die ich gefragt habe, darauf hingewiesen, dass ich eine Selbstanzeige machen musste (deswegen weiß ich auch wie viel sie kosten). 

Das Thema ist leider nicht einheitlich und auch nicht trivial. 

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vor 14 Stunden schrieb Kadinger:

Und dennoch sollte man erwähnen, dass wenn es ein relevanter Betrag gewesen wäre, der einzig richtige Weg zu einem Fachanwalt gewesen wäre.

Nicht alleine zur Selbstanzeige und schon gar nicht zum Sachbearbeiter beim Finanzamt rennen.

Ich bin ganz deiner Meinung. Aber das Thema mit kleinen Beträgen (unter 600 Eur) habe ich im Forum nicht gesehen.

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vor 15 Stunden schrieb ratzfatz:

Naja, bis 600€ Gewinn wären doch eh steuerfrei gewesen. 

Wie gesagt: eine Sache ist die Steuerfreigrenze und eine andere ist das in der Steuererklärung einzugeben. Dass eine Steuerfreigrenze nicht überschritten wurde heißt nicht, dass man das nicht eingeben darf. 

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vor 17 Minuten schrieb morpheus32:

Wie gesagt: eine Sache ist die Steuerfreigrenze und eine andere ist das in der Steuererklärung einzugeben. Dass eine Steuerfreigrenze nicht überschritten wurde heißt nicht, dass man das nicht eingeben darf. 

Du darfst natürlich alles, aber macht das Sinn?
wenn du unter den 600 Euro Gewinn bleibst, musst du nichts angeben.

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vor einer Stunde schrieb BitcoinNow:

wenn du unter den 600 Euro Gewinn bleibst, musst du nichts angeben.

Ich persönlich vertraue jetzt nicht so einem Typen im Forum, auch wenn er in der Community sehr angesehen ist. 😉 Mit der Frage kann ich aber dann zu jedem Steuerberater gehen, das sollte jeder beantworten können. Und schon ist man stressfrei.

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vor 2 Stunden schrieb fox42:

Ich persönlich vertraue jetzt nicht so einem Typen im Forum, auch wenn er in der Community sehr angesehen ist. 😉 Mit der Frage kann ich aber dann zu jedem Steuerberater gehen, das sollte jeder beantworten können. Und schon ist man stressfrei.

ist richtig. Aussagen hier düfen nur als Hinweise gesehen werden, mit denen man dann vertieft suchen kann.

Noch zu Selbstanzeige. Nach dem Gespräch mit dem FA-Sachberbeiter dürfte es mit einer strafbefreienden Selbstanzeige vorbei sein, denn es könnte durchaus sein, dass das Gespräch als Beginn der Ermittlungen gesehen wird.

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Wollt ihr nicht langsam mal die Kirche im Dorf lassen?

So grundsätzlich richtig alle diese "sei vorsichtig"-Hinweise hier sind - aus dem Eingangspost ging ganz klar hervor, daß wir hier konkret schlimmstenfalls von 25€ unversteuerten Gewinnen reden.

Daraus hätten sie wahrscheinlich nicht mal Al Capone einen Strick drehen können.

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Was hier ganz außer Acht gelassen wird - Theoreeeetisch könnte morpheus ja auch Pokemonkarten/Briefmarken/Box der Pandora unterjährig mit Gewinn von 575,01 € verkauft haben und das Finanzamt weiß davon. Zack bumm Freigrenze geknackt, auf einmal gehts um 600,01 € Gewinn der nicht versteuert wurde.

 

so long... ;)

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Am 3.5.2021 um 17:36 schrieb Kadinger:

Und dennoch sollte man erwähnen, dass wenn es ein relevanter Betrag gewesen wäre, der einzig richtige Weg zu einem Fachanwalt gewesen wäre.

Nicht alleine zur Selbstanzeige und schon gar nicht zum Sachbearbeiter beim Finanzamt rennen.

Warum denn nicht erstmal mit dem Bearbeiter auf dem Finanzamt reden? Kostet nichts und vielleicht lässt sich alles zur besten Zufriedenheit klären. Und wenn nicht, besteht immer noch die Möglichkeit, zum Anwalt zu gehen. 

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Am 4.5.2021 um 12:34 schrieb wwurst:

Wollt ihr nicht langsam mal die Kirche im Dorf lassen?

So grundsätzlich richtig alle diese "sei vorsichtig"-Hinweise hier sind - aus dem Eingangspost ging ganz klar hervor, daß wir hier konkret schlimmstenfalls von 25€ unversteuerten Gewinnen reden.

Daraus hätten sie wahrscheinlich nicht mal Al Capone einen Strick drehen können.

ich denke, dass der Punkt 25€ abgehakt war. Das einzig seltsame dabei ist die Antwort des FA - Geringfügigkeit ....

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vor 24 Minuten schrieb MKE:

Warum denn nicht erstmal mit dem Bearbeiter auf dem Finanzamt reden? Kostet nichts und vielleicht lässt sich alles zur besten Zufriedenheit klären. Und wenn nicht, besteht immer noch die Möglichkeit, zum Anwalt zu gehen. 

Wenn du unter 600€ Gewinn hast und dir deiner Sache sicher bist dann kannst du mit dem Bearbeiter durchaus reden.

Hast du dagegen ein höheren Gewinn, kann es dir passieren, dass der Bearbeiter umgehend Ermittlungen einleitet und da du zu dem Zeitpunkt die Selbstanzeige noch nicht abgegeben hast, kannst du den Teil dann auch gleich vergessen. Quizfrage: Was passiert bei Ermittlungen ohne Selbstanzeige? Dagegen sind die Kosten für den Anwalt ein Witz!

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