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Wie sicher und steuerliche Behandlung bei Verzicht auf Wallet?


Gunnar

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Liebes Forum,

 

folgende Situation:

Vorgehen: Über Kraken für kleine Summen (je max. 50 €) einige Altcoins kaufen (natürlich nur die besten ;) ) mit der Absicht, diese ggf. längere Zeit zu halten.

Problem: Die Gebühren für den Übertrag aufs Wallet. Für größere Positionen nimmt man diese Gebühren gerne in Kauf, aber die oben genannte Strategie funktioniert nicht, wenn die Withdrawal fees für die ganzen Währungen pauschal zwischen 10 und 30 € liegen. Oder hab ich da schon einen Knick im Verständnis?

 

Meine Fragen:

1.) Die Frage ist uralt, ich weiß: Welches Risiko gehe ich tatsächlich ein, die Kryptos auf der Kraken Exchange zu belassen? Die Sicherheitsvorrichtungen (wenn man alle nutzt, samt Global Settings Lock) sind meiner Laien-Einschätzung nach schon verdammt gut. Die Standard-Antwort auf diese Frage ist „Nimm ein Wallet. EIN WALLET!!“ Aber eine Risikoabschätzung suchte ich vergeblich. Sind die Kryptos auf der Exchange trotz der toll wirkenden Sicherheitsvorkehrungen wirklich derart gefährdet, als läge der Haustürschlüssel unter der Fußmatte (höchst fahrlässig)? Oder ist es eher vergleichbar damit, dass jemand über die Balkontür einbricht und Omas Schmuck stiehlt (sehr unwahrscheinlich, kommt aber immer wieder vor)?

2.) Wie ist das steuerlich, wenn die Kryptos auf der Exchange bleiben? Besitze ich diese dann trotzdem im steuerlichen Sinne, oder muss ich sie tatsächlich samt Keys „in der Tasche“ haben, damit die Ein-Jahres-Regel greift?

 

Ich danke für jede Antwort, auch wenn ich einen auf den Deckel bekomme.

 

Beste Grüße,

Gunnar

 

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vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

1.) Die Frage ist uralt, ich weiß: Welches Risiko gehe ich tatsächlich ein, die Kryptos auf der Kraken Exchange zu belassen?

Kraken ist recht sicher und wurde bisher noch nie gehackt.

Wenn du schon Sorgen bei den hohen Withdrawal-Gebühren hast, wirst du kaum große Guthaben auf der Exchange haben. Bedenke, dass Kraken einen großen OTC-Bereich hat wo Kryptowährungen im Wert von zig Mio. USD liegen.

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

Die Standard-Antwort auf diese Frage ist „Nimm ein Wallet. EIN WALLET!!“

Aber doch nicht für irgendwelchen ollen Token, die per SmartContract generiert wurden und nur über andere Blockchains transferiert werden können wie ETH, BSC, TRX, etc.

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

Aber eine Risikoabschätzung suchte ich vergeblich.

Die muss jeder für sich selber machen.

Wer 100.000 Euro im Jahr verdient für den sind 10.000 Euro verschmerzbar.

Wer nur 10.000 Euro im Jahr verdient, für den sind 10.000 Euro eben nicht mehr verschmerzbar.

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

Sind die Kryptos auf der Exchange trotz der toll wirkenden Sicherheitsvorkehrungen wirklich derart gefährdet, als läge der Haustürschlüssel unter der Fußmatte (höchst fahrlässig)?

Dann wäre Kraken schon längst weg vom Fenster.

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

Oder ist es eher vergleichbar damit, dass jemand über die Balkontür einbricht und Omas Schmuck stiehlt (sehr unwahrscheinlich, kommt aber immer wieder vor)?

Das ist eher mit Fort Knox vergleichbar. Kraken verfügt über Cold Wallets.

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

2.) Wie ist das steuerlich, wenn die Kryptos auf der Exchange bleiben? Besitze ich diese dann trotzdem im steuerlichen Sinne, oder muss ich sie tatsächlich samt Keys „in der Tasche“ haben, damit die Ein-Jahres-Regel greift?

Na sicher, deshalb gibt es doch die FIFO-Regel.

Du hast sie gekauft, also sind sie dein "Eigentum".

Es geht also nicht um den "Besitz" sondern um das "Eigentum", hier musst du sehr genau sein, siehe hier: https://www.recht-kinderleicht.de/eigentum

vor 7 Stunden schrieb Gunnar:

Vorgehen: Über Kraken für kleine Summen (je max. 50 €) einige Altcoins kaufen (natürlich nur die besten ;) ) mit der Absicht, diese ggf. längere Zeit zu halten.

Sei nicht allzu traurig wenn die Token gegenüber Bitcoin an Wert verlieren. Beobachte genau die Announcements von Kraken. Delistings können schnell passieren und dann stehste ohne Coins da, bzw. die werden dann zwangsgetauscht.

Diese Erfahrung muss jeder selbst machen - ich bin durch diese Phase schon durch. Daher rate ich dir: Bleib wirklich bei den 50 Euro ... das wird kaum weh tun.

  • Love it 2
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Mein Eindruck ist, der Unterschied zwischen dem Krypto-Marktsegement und dem traditionellen Finanzmarkt verschwindet langsam.

Genauso unwahrscheinlich, wie Aktien aus einem Wertpapierdepot einer regulierten Bank verschwinden, gehen Crypto-Bestände bei den großen Handelsplätzen verloren. Absolute Sicherheit gibt es nicht, wie überall. Ich vermute, dass mit der kommenden Regulierung der Handelsplätze auch eine Einlagensicherung für FIAT-Bestände verbindlich wird. Kraken ist in meinen Augen der seriöseste Handelsplatz überhaupt. Die Coins sind dort viel sicherer, als auf einer eigenen Cold-Wallet. Die kann schließlich leicht verloren gehen.

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