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Bitcoin Mining - Reward Frage


fritzphantom

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Hallo, habe Fr. Google schon kontaktiert, aber leider nix genaueres gefunden.

Dann bei Euch im Forum in der Bitcoin FAQ folgendes gefunden:

" Bitcoins minen
Bitcoins entstehen durch das Bitcoin-Mining. Dazu müssen Sie Ihren Computer kryptographische Rätsel lösen lassen, und wenn Sie genügend Rechenzeit investiert haben, erhalten Sie eine gewisse Menge Bitcoins."

Dazu meine Frage:  WOHER kommen die Bitcoins? wer zahlt sie mir aus? werden sie wie im Fiatgeld einfach "erschaffen"? Fragen über Fragen 🙂

lg Gerhard

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Das mit dem Lösen "kryptographischer Rätsel" mit dem Computer mag noch 2009-2010 funktioniert haben, dann haben GPUs die Aufgabe übernommen (die CPUs konnten gegen die Rechenpower der GPUs einfach nicht mehr anstinken), so gegen Mitte/Ende 2011 war dann für die GPUs beim Bitcoin-Mining auch so langsam Schicht, da FPGAs und wenig später ASICs die Mining-Herrschaft übernommen haben.

Wenn ein Miner einen sog. Blockheader-Hash gefunden hat, der klein genug ist, um der aktuellen Mining-Difficulty zu genügen, kann er einen neuen Block an die Blockchain anhängen (ich vereinfache drastisch). Diesen Block mit Transaktionen stellt sich der Miner selbst zusammen, in der Regel mit den lukrativsten Transfergebühren behaftete noch unbestätigte Transaktionen, die im Mempool darauf warten in einen Block aufgenommen zu werden.

Die allererste Transaktion einen jeden Blockes ist die sog. Coinbase-Transaktion: hier wird quasi aus dem Nichts der Block-Reward (aktuell 6,25 BTC) zzgl. aller Transaktionsgebühren der Transaktionen in diesem Block als UTXO (unspent transaction output) auf eine vom Miner definierte Adresse "gebucht"

Beim aktuellen Block 711448 bekommt der Miner (AntPool) mit der Coinbase-Transaktion ‎6,34024732 BTC gutgeschrieben.

Theoretisch kannst du natürlich auch noch mit einem normalen Computer solo minen: nur dürfte die Wahrscheinlichkeit bei nahezu Null liegen, daß du mit ein paar CPUs oder auch mit einer normalen GPU tatsächlich innerhalb von ca. 10min (oder auch länger, wenn gerade mal wieder ein Block länger braucht, weil alle Miner so schnell keine Lösung finden) einen validen Block schürfen kannst. Aber es dürfte mit ziemlicher Sicherheit eher so sein, daß du es mit einem normalen Computer Jahrzehnte lang probieren kannst und trotzdem kein Glück haben wirst. Die Wahrscheinlichkeit innerhalb der normalen Blockzeit von ca. 10min mit einem Computer einen Block zu finden, kann man berechnen, aber die statistische Wahrscheinlichkeit wird, wie schon gesagt, extremst gering sein, so daß man sich den Versuch und Stromverbrauch von vornherein sparen kann.

Edited by Cricktor
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Ich möchte das für Laien etwas vereinfachen und zeigen:

vor 5 Stunden schrieb Cricktor:

Wenn ein Miner einen sog. Blockheader-Hash gefunden hat, der klein genug ist, um der aktuellen Mining-Difficulty zu genügen,

Damit ist gemeint, dass eine Art "Quersumme" gebildet wird: https://wiki.selfhtml.org/wiki/Hash

Cricktor bezieht sich auf diesen Block: 

https://blockchair.com/bitcoin/block/711448

Der Blockhash: 00000000000000000001c5c2773b7f55643005b33e7ee0485b7af7b98a8294f0

"klein genug" und "Difficulty" meint dabei, dass der Hashwert in eine Zahl umgewandelt (es sind ja nur Bits und Bytes) eine bestimmte Größe nicht überschreiten darf. Anders ausgedrückt: Vorne muss eine gewisse Anzahl Nullen stehen.

Das "Rätsel" besteht darin, dass der Miner alle Transaktionshashes, Kopfdaten des Blocks und eine "Nonce" (beliebige Zahl) hasht, also die Quersumme bildet.

Mit jeder Nonceänderung ändert sich der Hashwert.

Miner lösen das Rätsel durch Rumraten. Sie raten so lange bis sie die richtige Nonce haben um einen Hashwert mit ausreichend führenden Nullen gefunden zu haben.

Die Nonce dieses Blocks ist 3,759,856,386 - siehe die Details des Blocks.

Jeder Node im Netzwerk (Netzwerkknoten) wird mit der Nonce, den Kopfdaten und den Transaktionen prüfen ob der Block gültig ist, erst dann wird er im Netzwerk weiter verteilt.

Diese Prüfung geht schnell und kann jeder kleine Raspi durchführen.

vor 5 Stunden schrieb Cricktor:

Beim aktuellen Block 711448 bekommt der Miner (AntPool) mit der Coinbase-Transaktion ‎6,34024732 BTC gutgeschrieben.

Das ist diese Transaktion:

https://blockchair.com/bitcoin/transaction/49fede8385d0f0af3701462fb7e8ab5d0aa93fe854990f090b9d297741960cb8

Jeder Miner darf sich derzeit 6,25 Bitcoin selbst mit dem gefundenen Block auszahlen.

Dazu darf er sich die Gebühren aller Transaktionen selbst überweisen, deshalb sind das ca. 6,34 BTC.

Betrügen kann der Miner auch! Nur werden die Nodes im Netzwerk fehlerhafte Blöcke abweisen.

Alle 210.000 Blöcke wird der Reward halbiert, das nennt man Halving: https://www.bitcoinblockhalf.com

Das passiert ca. alle vier Jahre. Erst 50, dann 25, 12.5, 6.25, usw.

 

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wenn ich das richtig sehe hat noch keiner die eigentliche Frage beantwortet, oder?

Also ja, die geminten Bitcoins werden aktuell noch Großteils aus dem Nichts erschaffen, der Rest sind Gebühren. Allerdings gibt es eine Obergrenze bei maximal 21 Mio BTC.
Wie Jokin schon schrieb wird die Belohnung fürs Mining alle ~4 Jahre halbiert, sodass dies irgendwann vernachlässigbar sein wird.
Dann wird der Großteil der BTC die ein Miner bekommt nur noch Gebühren sein, die die Nutzer von BTC fürs Versenden bezahlen.

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vor 2 Stunden schrieb Jokin:

Jeder Miner darf sich derzeit 6,25 Bitcoin selbst mit dem gefundenen Block auszahlen.

haltet mich für begriffstutzig, aber ich bin buchhalter 🙂   wo ist die gegenbuchung? ich dachte/denke dass man bitcoins nur durch Einzahlung von außerhalb (Bankkonto, andere coins) erhalten kann..... wie erschafft der miner coins die er sich gutschreibt? dass er Gebühren erhält durch seine Arbeit ist mir klar.  Ich hoffe dass ich das so halbwegs verständlich ausgedrückt habe 😉

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vor 48 Minuten schrieb fritzphantom:

haltet mich für begriffstutzig, aber ich bin buchhalter 🙂   wo ist die gegenbuchung? ich dachte/denke dass man bitcoins nur durch Einzahlung von außerhalb (Bankkonto, andere coins) erhalten kann..... wie erschafft der miner coins die er sich gutschreibt? dass er Gebühren erhält durch seine Arbeit ist mir klar.  Ich hoffe dass ich das so halbwegs verständlich ausgedrückt habe 😉

;) ne, eigentlich ne ganz verständliche frage..

Die Bitcoins werden tatsächlich aus dem nichts geschaffen, und quasi einfach so in den raum geworfen. Bzw. dem Miner der nen gültigen Block an die Blockchain anhängt gutgeschrieben. Es gibt keine Gegenbuchung.

Alle 10 minuten entsteht im Schnitt ein neuer Block. Und zu jedem Block gibts ne Handvoll Bitcoin, die der jeweilige Miner bekommt. Die werden nicht vom Miner erschaffen, sondern vom Bitcoin Algorithmus, und dem jeweiligen Miner auf seine Adresse gebucht.

Als das Bitcoin Netzwerk vor über 10 Jahren gestartet ist, gab es genau 0 Bitcoins, die sind dann nach und nach "entstanden".

Damit die Geldmenge nicht ins unendliche wachsen kann, ist im Bitcoin Code fest verdrahtet, dass sich diese Blockbelohnung alle 4 Jahre halbiert. Am Anfang gab es pro Block 50 BTC gutgeschrieben, dann seit 2012 nur noch 25 BTC, seit 2016 12,5 BTC, und mit dem letzten Halfing 2020 wurde die Blockbelohnung auf 6,25 reduziert. Wenn man das durchrechnet sieht man, dass die maximale Anzahl von BTC 21.000.000 ist, mehr kann es nie geben, irgendwann läuft die Blockbelohnung gegen Null. Momentan sind wir bei irgendwas weniger als 19 mio, also ist der Grossteil aller je verfügbaren BTC bereits ausgeschüttet.

Es gibt also ne Bitcoin Emission, allerdings ist sie genau bekannt, vorhersehbar, und begrenzt. Und die Blockbelohnung ist der Anreiz, dass sich Miner am Validieren der Bitcoin-Transaktionen beteiligen, dies ist essenziell für ein dezentrales System, in dem es keine Instanz gibt der vertraut werden muss. Durch den Anreiz der Blockbelohnung müssen sich quasi alle Validatoren ehrlich verhalten, sonst wäre das überproportional zu ihrem Nachteil (entgangener Gewinn bei hohem Einsatz von Material und Energiekosten).

Es ist unmöglich, Bitcoin zu "erschaffen", ausserhalb der Emission über die Blockbelohnung. Niemand kann in diesen Prozess eingreifen, ihn manipulieren, stoppen oder ändern. (Wenn wir uns die etwas hypotetische Diskussion einer Code-Änderung durch die Mehrheit der Nodes/Miner sparen)

 

vor 45 Minuten schrieb fritzphantom:

 ich dachte/denke dass man bitcoins nur durch Einzahlung von außerhalb (Bankkonto, andere coins) erhalten kann.....

Das ist ne andere Geschichte, da wechseln bereits vorhandene Coins den Besitzer.

Worum es geht ist die Emission, wie entstehen neue Coins.

Das ist überhaupt ein Kriterium, das man sich bei allen Coins anschauen sollte. Viele haben auch ne fixe Gesamtmenge die per ICO auf einmal ausgeschüttet wurde, meistens bleibt dabei ein signifikanter Prozentsatz in Händen der Entwickler o.ä. Leicht zu sehen dass sich auf diese Weise der "Erschaffer" einer Coins massiv selbst bereichern kann.

Bitcoin ist vollständig dezentral, von niemandem kontrolliert, niemandem gehörend, und alle Bitcoins wurden vom Genesis-Block an völlig transparent nach vorgegebenem Schema an die Block-Validatoren ausgeschüttet.

Edited by mahatma
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vor 46 Minuten schrieb fritzphantom:

haltet mich für begriffstutzig, aber ich bin buchhalter 🙂   wo ist die gegenbuchung? ich dachte/denke dass man bitcoins nur durch Einzahlung von außerhalb (Bankkonto, andere coins) erhalten kann..... wie erschafft der miner coins die er sich gutschreibt? dass er Gebühren erhält durch seine Arbeit ist mir klar.  Ich hoffe dass ich das so halbwegs verständlich ausgedrückt habe 😉

Ich finde deine Frage sehr gut! Ich versuche es mit anschaulichen Vergleichen, bei denen im weiteren Verlauf bitte nicht die irrelevanten Unterschiede sondern die relevanten Gemeinsamkeiten miteinander verglichen werden sollen.:

 

Wenn ein Bauer sein Getreide erntet, dann hat der das Getreide in seinem Silo auch aus dem "Nichts" erschaffen und kann es im Anschluss verkaufen.

Wenn ein Frisör die Ausbildung erfolgreich absolviert, dann hat er seine Fähigkeit "Haare schneiden" aus dem Nichts erschaffen und kann diese Dienstleistung verkaufen.

Wenn ein Miner erfolgreich einen Block findet, dann hat er die Bitcoin in seiner Wallet auch aus dem "Nichts" erschaffen und kann sie im Anschluss verkaufen.

 

Der Bauer tauscht somit Zeit gegen Geld.

Der Frisör tauscht somit Zeit gegen Geld.

Der Miner tauscht somit Zeit gegen Geld.

 

Alle drei benötigen noch weitere Ressourcen um ihre Zeit erfolgreich gegen Geld zu tauschen.

Der Frisör benötigt Hardware, Energie und Kompetenz. (und Shampoo, ...)

Der Bauer benötigt Hardware, Energie und Kompetenz. (und Wasser, Dünger, Saatgut, ...)

Der Miner benötigt Hardware, Energie und Kompetenz. (und auch irgendwas ...)

 

Dafür müssen alle drei einen Teil ihrer Erlöse wieder hergeben.

 

Bei allen Dreien entscheidet deren "wirtschaftliche Intelligenz" wie effizient sie "Zeit gegen Geld" eintauschen.

 

Keiner dieser Drei benötigt eine "Gegenbuchung" für ihre Zeit, die sie gegen Geld tauschen.

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vor 13 Stunden schrieb Jokin:

Betrügen kann der Miner auch! Nur werden die Nodes im Netzwerk fehlerhafte Blöcke abweisen.

Streng genommen kann er genau das eben nicht tun, denn seine betrügerisch fehlerhaften Blöcke würden von der Mehrheit der ehrlichen Nodes abgewiesen/verworfen, wie du selbst schreibst. Nodes/Miner die zu oft fehlerhafte Blöcke/Transaktionen ins Bitcoin-Netzwerk senden, werden auch von ehrlichen Nodes zunehmend ignoriert, quasi vom Bitcoin-Netzwerk ausgeschlossen. Daher ist der Versuch eines Miners hierbei zu betrügen, sinnlose Energieverschwendung, die insbesondere nicht zum Ziel führt.

Die Bitcoin-Konsenzregeln fördern meiner Meinung nach eine "ehrliche" Teilnahme am Netzwerk, insbesondere für Miner, die miteinander in Konkurrenz um das korrekte Schürfen neuer Blöcke stehen. Bei der benötigen Hashleistung und Energie, die die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerkes dezentral und ohne Vertrauen gewährleistet, kann sich kein ernsthafter Mining-Teilnehmer leisten, gegen die Regeln zu spielen, da sich selbst die größten Mining-Pools allein keinen Vorteil mit Tricksereien verschaffen können.

Wenn ich mal meine Node befrage (Werte für die vergangen 7 Tage):
Netzwerk-Hashleistung: ~156,7 EH/s (Exahashes/s = x10^18 Hashes/s)
Erfolgreichster Pool: AntPool mit 171 von 1009 Blöcken (knapp 17% Anteil an Gesamt-Revenue
Unter Annahme alle Miner verwendeten die "effizientesten" ASICs (hier sehr wahrscheinlich Antminer S19j Pro, ~104 TH/s bei ~3070W), dann entspräche die Netz-Hashleistung der Nutzung von ~1506731 dieser S19j Pro ASICs (Anschaffungskosten ca. 18,177 Milliarden $$$ (Stückpreis $12064 ohne Mengenrabatte und Lieferkosten).
Der AntPool bräuchte ~255353 dieser ASICs und ca. einen Energiebedarf von ~784 MW (Baumschulen-Rechnung ohne Wandler-, Leitungs- und sonstigen Kühlungsverlusten).

Ich habe mal versucht abzuschätzen, wie lange eine der schnellsten aktuelleren CPUs ca. für einen Block solo schürfen müsste (etwas schwierig abzuschätzen, da es meines Wissens keine Bitcoin-Hashleistungszahlen für aktuelle CPUs gibt; meine Abschätzung beruht auf der Skalierung nach dem Cinebench und einem Wert von ca. 100 MH/s (Bitcoin-Mining, irgendwo bei Google gefunden; erscheint mir etwas hoch zu sein, aber keine Ahnung wirklich) für eine AMD A10-5800K CPU (Cinebench R?? multi 631) und einer AMD Ryzen 9 5950X (Cinebench R23 multi 26484); möglicherweise kann man das nicht so einfach transponieren, aber erstmal egal; die modernere Ryzen könnte vielleicht so ~42x mehr H/s wuppen, also wohlwollend ca. 4,2 GH/s):

Mit 156,7*10^18 H/s braucht man im Durchschnitt 10min für einen Block
Mit 4,2*10^9 H/s bräuchte man im Durchschnitt für einen Block: ~709846 Jahre (vom Energiebedarf gar nicht zu sprechen)

Die Wahrscheinlichkeit mit einer AMD Ryzen 9 5950X CPU in 10min auch einen Block zu finden, liegt abgeschätzt bei ca. 0,0000000027%
(öhm, das ist so Abteilung aussichtslos)

(keine Gewähr auf Richtigkeit meiner kitchen school  Berechnungen) 😁

Die 100MH/s für die AMD A10-5800X kann irgendwie nicht die CPU allein sein, sondern ist wohl zusammen mit einer GPU, daher haut die ganze Rechnung letztlich noch nicht hin, meeh! Siehe auch: https://en.bitcoin.it/wiki/Non-specialized_hardware_comparison#AMD
Wenn die A10-5800X lahmer beim CPU-Solo-Mining sein sollte, wird's ja nicht besser für eine aktuellere CPU: es bleibt aussichtslos.

Edited by Cricktor
Hm, nee, haut nicht hin: muss noch bessere Zahlen für olle CPUs finden, die mal in Zeiten von CPU-Mining benutzt wurden
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Am 27.11.2021 um 09:18 schrieb fritzphantom:

haltet mich für begriffstutzig, aber ich bin buchhalter 🙂   wo ist die gegenbuchung? ich dachte/denke dass man bitcoins nur durch Einzahlung von außerhalb (Bankkonto, andere coins) erhalten kann..... wie erschafft der miner coins die er sich gutschreibt? dass er Gebühren erhält durch seine Arbeit ist mir klar.  Ich hoffe dass ich das so halbwegs verständlich ausgedrückt habe 😉

Die "Gegenbuchung" ist quasi die Arbeit, die der Miner in die "Erschaffung" des Blocks gesteckt hat. Genauso wie es keine wirkliche "Gegenbuchung" gibt, wenn ich mit Maschinen und viel Arbeit Gold aus der Erde hole.

Ja, die neuen Bitcoin, die "Belohnung" kommen aus dem Nichts. Der Unterschied zu Banken, die Geld aus dem Nichts erschaffen ist, dass jeder genau weiß, wann wieviele neue Bitcoins entstehen und wieviele es jemals maximal geben wird und, dass die Emission nur mit dem "Einverständnis" ALLER geschieht. Sollte sich ein Miner z.B. unerlaubt viele Bitcoins auszahlen, so wird das unter anderem mein Bitcoin Fullnode hier zu Hause erkennen und diesen Block ablehnen. Jeder kann sich so einen Fullnode hinstellen und damit alle Transaktionen, die jemals geschehen, verifizieren.

Außerdem, was viele falsch verstehen, bleibt die Höhe der Belohnungen IMMER GLEICH und unabhängig von der Gesamtarbeit, im Bitcoin Netzwerk. Sollten also von einem auf den anderen Monat plötzlich doppelt so viele Miner teilnehmen, so wird die Menge an neuen Bitcoins NICHT steigen. Und selbst, wenn nur noch ein Mensch auf der Welt mit seinem Commodore 64 Bitcoins minen würde, würde die Menge an neuen Bitcoins weiterhin unverändert bleiben.

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Am 4.12.2021 um 11:15 schrieb MenionLeah:

Und selbst, wenn nur noch ein Mensch auf der Welt mit seinem Commodore 64 Bitcoins minen würde, würde die Menge an neuen Bitcoins weiterhin unverändert bleiben.

Nur nochmal zur Klärung... derjenige würde nicht mit seinem "Commodore" -> "64 Bitcoins minen", sondern mit seinem "Commodore-64" -> "Bitcoins minen" ;-)

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Ich glaube, wir stellen uns das besser nicht vor, wie ein einsamer Commodore-64 (nach der Apokalypse?) versucht, als letzter seiner Art Bitcoin-Blöcke zu schürfen. Der bräuchte selbst bei Difficulty 1 seeeeeehr lange für einen Block. Das gäbe 'ne fiese Krypto-Eiszeit. 🥶

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LOL, bei ca. 0,2 H/s eines mit 1MHz getakteten C-64 kannst du selbst bei Difficulty 1 ewig warten, bis der C-64 mal einen Block findet (~681 Jahre, da etwa 2^32 Hashes im Schnitt durchprobiert werden müssten). Da fehlte mir die Geduld für... ♾️

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vor 12 Minuten schrieb Cricktor:

LOL, bei ca. 0,2 H/s eines mit 1MHz getakteten C-64 kannst du selbst bei Difficulty 1 ewig warten, bis der C-64 mal einen Block findet (~681 Jahre, da etwa 2^32 Hashes im Schnitt durchprobiert werden müssten). Da fehlte mir die Geduld für... ♾️

Ähm, bei der Difficulty von 1 reicht nicht schon der erstbeste Hash?

... da stehe ich selber gerade auf dem Schlauch. Wie ermittelt msn das?

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https://en.bitcoin.it/wiki/Difficulty#What_network_hash_rate_results_in_a_given_difficulty.3F (siehe auch den Anfang der Seite)

So wie ich das noch in Erinnerung habe, entspricht Difficulty 1 einem Block-Hash, dessen führende 32 Bits mindestens Null sein müssen, daher reicht nicht der erstbeste Hash dafür aus, sondern man muss schon ein bißchen darauf "herumkauen". Deswegen waren auch 2009 die damaligen Computer ein wenig beschäftigt, um einen validen Block zu finden.

Edited by Cricktor
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