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Versteuerung bei mehrfachen direkten Swap


Nikke

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Guten Morgen zusammen,

bisher halte ich nur eine sehr überschaubare Menge an Kryptos, die länger als ein Jahr sicher auf dem Ledger liegen sollen. Das Thema der Versteuerung ist für mich daher nie wirklich relevant gewesen. Nun muss ich mich aber mit dem Thema "Swap" beschäftigen und stoße dabei auf sehr unterschiedliche Aussagen in bezug auf die Versteuerung. Es geht um folgenden Fall:

Ich interessiere mich für eine Kryptowährung über der Börse LCX. Dort lässt es sich in diesem Fall aber nur über den LCX Token oder alternativ USDC handeln. Und da hört es mit meinem laienhaften Verständnis auch leider schon auf :D

Ich würde also auf der Börse (rein als Beispiel) 100 € wechseln in USDC und im gleichen Moment USDC wechseln in die gewünsche Kryptowährung.
Nach einem zeitraum von über einem Jahr würde ich die Kryptowährung dann wieder wechseln in USDC und direkt im Anschluss zurück in Euro.

Nach meinem Verständnis stellt jeder Swap ein Verkauf da und ist steurrechtlich relevant. Da die Swaps aber nur einen Moment auseinander liegen, ist ein möglicher Gewinn ja nahezu ausgeschlossen oder im Zweifel extrem gering und steuerrechtlich daher eigentlich wieder irrelevant?

Oder habe ich hier einen Denkfehler? Vielen Dank für Eure Hilfe und angenehme Ostertage in die Runde :)

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Jeder Swap verursacht auch Gebühren. 

Und den Spread zwischen Sell und Buy hast du auch noch, was in der Regel zu Verlusten führt.

Allein weil die gezahlten Gebühren und die realisierten Verluste auf meinen steuerrelevanten Ertrag drücken würde ich das nicht weglassen.

Wenn du mit z.B. Cointracking arbeitest, importierst du eh alles.

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Danke für den Hinweis. Die Swaps würde ich natürlich entsprechend dokumentieren.

Aber mir ist noch nicht ganz klar, an welcher Stelle was genau steuerlich relevant wird. Folgendes Beispiel:

100 Euro gehen an LCX und werden in USDC getauscht und dann sofort weiter in Krypto XY. Durch die Gebühren entstehen vermutlich Verluste.

Nach über einem Jahr wird Krypto XY wieder in USDC und sofort weiter in Euro getauscht. Krypro XY wäre dann doch steuerfrei und der Tausch zurück in Euro würde auch eher Kosten verursachen als zusätzlichen Gewinn zu erzielen (und wenn, wäre da noch die Freigrenze bis 600 Euro).

Was müsste in diesem Beispiel denn versteuert werden?

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vor 32 Minuten schrieb Nikke:

Was müsste in diesem Beispiel denn versteuert werden?

Ist doch einfach ?!?

vor 32 Minuten schrieb Nikke:

100 Euro gehen an LCX und werden in USDC getauscht

Du hast USDC angeschafft, also nicht steuerrelevant.

vor 33 Minuten schrieb Nikke:

und dann sofort weiter in Krypto XY.

Du hast USDC veräußert -> die Kursdifferenz zur Anschaffung ist steuerrelevant.

Du hast XY angeschafft.

vor 34 Minuten schrieb Nikke:

Nach über einem Jahr wird Krypto XY wieder in USDC

Du hast XY veräußert, da es nach mehr als einem Jahr geschah, ist die Kursdifferenz zur Anschaffung nicht mehr steuerrelevant.

Du hast USDC angeschafft.

vor 35 Minuten schrieb Nikke:

und sofort weiter in Euro getauscht.

Du hast USDC veräußert -> die Kursdifferenz zur Anschaffung ist steuerrelevant.

 

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In dem Fall wäre die Kursdifferenz zur Anschaffung aufgrund der Gebühren und Co. ja eher negativ. Ich hätte nach meiner Auffassung daher keinen relevanten Gewinn den es zu versteuern gilt?!

Oder ich hab noch irgendwo nen Brett vor dem Kopf :D

Danke Dir jedenfalls für deine Geduld :)

 

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vor 18 Minuten schrieb Nikke:

In dem Fall wäre die Kursdifferenz zur Anschaffung aufgrund der Gebühren und Co. ja eher negativ. Ich hätte nach meiner Auffassung daher keinen relevanten Gewinn den es zu versteuern gilt?!

Mach es dir doch nicht so schwer.

Zwischen Anschaffung und Veräußerung hast du eine Kursdifferenz. Die kann groß, klein oder auch null sein. Sie kann positiv oder negativ sein. Es ist grundsätzlich nur eine "Kursdifferenz".

Du summierst im Kalenderjahr sämtliche Kursdifferenzen für alle Veräußerungen auf bei denen die Anschaffung weniger als ein Jahr zurück liegt, denn nur die sind "steuerrelevant".

Die Gebühren gehören nicht zur Kursdifferenz, die werden separat für alle steuerrelevanten Veräußerungen aufsummiert und werden als "Werbungskosten" angegeben.

Zwei Summen, mehr nicht. 

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