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Fehlende Daten - Schätzen?


Oconna

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Hallo,

ich versuche aktuell die Steuererklärung für 2021 zu erstellen. Dafür habe ich die Daten von Binance, Coinbase und Coinbase Pro nach Blockpit importiert. Nach dem Import habe ich dann festgestellt, dass die berechneten Werte unmöglich stimmen können. Nun habe ich inzwischen schon unzählige Transaktionen geprüft und bin zu der Annahme gekommen, dass dort Daten fehlen müssen. Dies betrifft hauptsächlich Binance.

Das Problem liegt aber nicht an Blockpit, sondern scheinbar an Binance. Auch wenn ich von Binance direkt alle Transaktionen exportiere und versuche alles manuell zu berechnen, komme ich auf ähnliche falsche Werte. Da die Daten von Binance scheinbar nicht lückenlos sind, sehe ich aktuell auch keine Möglichkeit eine lückenlose Steuererklärung abzugeben.

Gibt es hier jemanden der schon mal vor einem ähnlichen Problem stand?

Da ich nur in 2021 mit Coins getraded habe und meine Wallets am 01.01.2021 und 31.12.201 quasi auf 0 standen, kann ich meinen Gewinn in 2021 recht einfach über meine Fiat Ein- und Auszahlungen berechnen.

Was kann ich nun in einem solchen Fall machen? Akzeptiert das Finanzamt eine Gewinnberechnung anhand der Fiat Ein- und Auszahlungen?

Über Ratschläge bin ich sehr dankbar.

Gruß
Oconna

 

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vor 5 Stunden schrieb Oconna:

Nun habe ich inzwischen schon unzählige Transaktionen geprüft und bin zu der Annahme gekommen, dass dort Daten fehlen müssen.

Das sollte eigentlich unmöglich sein. Meines Wissens hat nur Cointracking eine ungenügende Fehlerprüfung. Alle andere Steuertools haben meines Wissens eine Validierung eingebaut, die die fehlenden Daten sofort erkennen müsste. Bei deinem Steuertool sollte das hier zu finden sein: https://help.blockpit.io/hc/de-at/articles/360012172479-Was-bedeuten-Hinweise-und-wie-kann-ich-sie-lösen-

vor 5 Stunden schrieb Oconna:

Da die Daten von Binance scheinbar nicht lückenlos sind, sehe ich aktuell auch keine Möglichkeit eine lückenlose Steuererklärung abzugeben.

Auch das klingt unwahrscheinlich. Ich lösche bei mir auch gern mal komplett alle Binance Transaktionen raus und ziehe sie über die Binance API neu. Das dauert eine halbe Ewigkeit wegen dem Rate Limit der Binance API ist bei mir aber immer vollständig. Die Daten die nicht automatisch per API gezogen werden können, lade ich per CSV Datei rein. In meinem Fall betrifft das lediglich die Kreditkarte und dafür gibt es in meinem Steuertool einen gesonderten Menüpunkt.

Welche Daten automatisch eingelesen werden und welche nicht, kannst du für dein Steuertool hier nachlesen: https://help.blockpit.io/hc/de-at/articles/360011889119-Wie-importiere-ich-Daten-mittels-Binance-API-Key-

vor 5 Stunden schrieb Oconna:

Da ich nur in 2021 mit Coins getraded habe und meine Wallets am 01.01.2021 und 31.12.201 quasi auf 0 standen, kann ich meinen Gewinn in 2021 recht einfach über meine Fiat Ein- und Auszahlungen berechnen.

Was kann ich nun in einem solchen Fall machen? Akzeptiert das Finanzamt eine Gewinnberechnung anhand der Fiat Ein- und Auszahlungen?

Nehmen wir mal folgenden fiktiven Fall an. Wir nehmen eine fiktive Person mit dem Namen Uli Hoeneß. Diese fiktive Person hat Anfang 2021 Coins gekauft. Sein Wallet hatte zu dem Zeitpunkt einen Wert von 1 BTC. Ende des Jahres verkauft er 1 BTC und zahlt sich den Betrag auf sein Bankkonto aus. Was er jedoch verheimlicht ist, dass er etwas Schwarzgeld beiseite gelegt hat. Tatsächlich wurden aus den anfänglich 1 BTC durch geschicktes Trading 5 BTC. Durch kreative Buchführung hat er 4 BTC verschwinden lassen. Genau das sind jetzt die fehlenden Daten.

Was glaubst du wird das Finanzamt machen um diesen fiktiven Fall aufzuklären? Glaubst du sie werden sich mit einer Abrechnung der Fiat Ein und Auszahlungen begnügen? Wie sollen sie damit diesen fiktiven Fall aufklären?

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Also anhand der Ein und Auszahlungen (auf den Börsen) und den aktuellen Beständen kann man schon grob den Gewinn ermitteln. Ich meine da ist wenig Raum für Manipulation und die Ein und Auszahlungen sind in der Regel sehr genau (da verschwindet sicherlich nichts). Nur Fiat reicht natürlich nicht! 

Ansonsten ist Binance in der Regel sehr genau. Da muss man schon schauen weshalb es nicht aufgeht. Meist sieht man es wenn gewissen Cryptobestände ins negative Rutschen, dann fehlt irgendwo ein Trade. Es sei denn du hast Margin Trading gemacht, wobei auch hier kann man den geliehen Coin zunächst als Einzahlung verbuchen um es zu prüfen.

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vor 8 Minuten schrieb Terx:

Also anhand der Ein und Auszahlungen (auf den Börsen) und den aktuellen Beständen kann man schon grob den Gewinn ermitteln. Ich meine da ist wenig Raum für Manipulation und die Ein und Auszahlungen sind in der Regel sehr genau (da verschwindet sicherlich nichts). Nur Fiat reicht natürlich nicht! 

Ansonsten ist Binance in der Regel sehr genau. Da muss man schon schauen weshalb es nicht aufgeht. Meist sieht man es wenn gewissen Cryptobestände ins negative Rutschen, dann fehlt irgendwo ein Trade. Es sei denn du hast Margin Trading gemacht, wobei auch hier kann man den geliehen Coin zunächst als Einzahlung verbuchen um es zu prüfen.

es gibt noch einen weiteren Fall, dass binance stolpert.

Manchmal bringt der csv.Export bei Werten mit 1000er-Trennzeichen etwas durcheinander und codiert den Wert in Anführungszeichen, was dann zu Fehlern führt.

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Verursacht wird das Ganze irgendwie durch Isolated Margin Loans/Repayments und Liquidations. Die werden von Blockpit scheinbar nicht geladen und sind auch in der csv Transaktionshistorie nicht vollständig enthalten (Liquidations fehlen dort). 

Ich bin nun soweit gekommen, dass mein berechneter Gewinn annähernd passt. Allerdings habe ich bei meinen Assets eine Differenz von ca. 100.000 USDT (eigentlicher Bestand 0 USDT), die fast genau der Summe an Liquidations entspricht. Wenn ich nun Transaktionen in Höhe dieser Liquidations erfasse, stimmt zwar am Ende die Balance von USDT, aber der berechnete Gewinn ist wieder unrealistisch hoch (~ 100.000 € - eigentlicher Gewinn in 2021 ~ 7.000 €).

Ich habe schon den Support von Blockpit kontaktiert, vielleicht habe ich auch einfach Transaktionen falsch gelabled, weshalb sie zu meinen Gewinnen gerechnet werden. 

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Am 18.6.2023 um 20:21 schrieb Oconna:

Die werden von Blockpit scheinbar nicht geladen und sind auch in der csv Transaktionshistorie nicht vollständig enthalten (Liquidations fehlen dort). 

So etwas kommt leider häufig vor und nicht nur von Binance. Da hilft eigentlich nur, chronologisch vorgehen und die Vorgänge kritisch nachzuverfolgen. Ich würde daher auch nicht einmal im Jahr versuchen, das Steuertool anzuwerfen und zu hoffen, dass alles passt, sondern das konstant das ganze Jahr über parallel dort mitzuverfolgen, dann fällt sofort auf, wenn was nicht passt.

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Am 18.6.2023 um 20:21 schrieb Oconna:

Ich bin nun soweit gekommen, dass mein berechneter Gewinn annähernd passt. Allerdings habe ich bei meinen Assets eine Differenz von ca. 100.000 USDT (eigentlicher Bestand 0 USDT),

Dann füge einen manuellen Trade ein: 

Verkauf: 100.000 USDT zum Wert von 0,01 USDT. Kommentar: "Manuelle Einfügung nicht importierter Liquidierungen".

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vor 7 Stunden schrieb Jokin:

Dann füge einen manuellen Trade ein: 

Verkauf: 100.000 USDT zum Wert von 0,01 USDT. Kommentar: "Manuelle Einfügung nicht importierter Liquidierungen".

oder guck nochmal nach, ob in der Spalte für Werte irgendwo " vorkommen

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