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Habt Ihr schon ein Buch veröffentlicht und wie sind Eure Erfahrungen?


frapac

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Ich gehe stark davon aus, dass es auch anderen so wie mir ergeht. In den vergangenen Jahren war ebenso wie derzeit dermaßen viel deprimierend. Kaum ist das Leben nach der Pandemie wieder weitgehend in die Normalität zurückgekehrt, sind Konflikte dazu gekommen. Und es gibt bekanntlich immer mehr Krisensituationen. Dazu kamen noch persönliche Sorgen. Deswegen fühle ich mich häufig ausgelaugt. Immerhin bin ich auf die Idee, mein Schreibprojekt zu starten, gekommen. Denke ich zu viel nach, helfen mir unter anderem das Projekt und Lego Sets weiter.

Auch das Schreibprojekt war anfangs ausschließlich ein Hobby. Doch dann ist es gedeiht und gedeiht und mittlerweile zu einem Manuskript für ein Buch geworden. Ich kann die Qualität nicht selbst beurteilen, aber ich bin stolz auf mich, dass ich das so durchgezogen habe. Nun haben mich meine Eltern, die regelrechte Leseratten sind, gefragt, ob ich meine Arbeit nicht veröffentlichen könnte. Da aber alles Schlag auf Schlag gegangen ist, mache ich mir erstmals Gedanken darüber.

Wie funktioniert das? Hat jemand von Euch schon ein Buch veröffentlicht? Wenn ja, mit welchen Erfahrungen? Sprich, exemplarisch würde mich interessieren, mit welchen Hürden ich rechnen muss… Vielen Dank vorab!

Edited by frapac
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Ich habe selbst noch kein Buch veröffentlicht, kenne aber einige Autoren. Die erste Frage ist tatsächlich: um was geht es (grob)? Denn Belletristik und Fachbücher werden normalerweise von völlig verschiedenen Verlagen abgedeckt.

Und wenn's was ist wofür kein Verlag zu finden ist musst du immer noch nicht unbedingt selbst eine Frma gründen, da bietet zB amazon einen Service an. https://kdp.amazon.com/de_DE/

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Mh ...

Am bequemsten hast du es, wenn sich ein Verlag darum kümmert. Dann hast du einen Lektor, jemanden der Satz, Druck und Vertrieb übernimmt.

Es alleine zu machen ist viel Arbeit. Ich habe für mein Buch damals eine mir nahestehende Gestalterin beauftragt, habe eine Lektorin engagiert und 1000 Bücher in Litauen drucken lassen. Die habe ich dann einzeln versendet. Als die ersten tausend Bücher verkauft waren, hatte ich etwa meine Kosten drin, mit der zweiten Auflage, die nächsten tausend, habe ich dann Gewinn gemacht.

Mein Vorteil war, dass ich bei meinem Thema (Bitcoin) bereits einen Namen hatte, dass ich über das Blog und soziale Medien Kanäle hatte, um es zu bewerben, und dass ich hunderte von E-Mail-Adressen von Interessierten hatten, die ich anschreiben konnte. Dennoch musste ich sehr viel Arbeit reinstecken, um es zu bewerben.

Soviel dazu, wenn du vorhast, damit Geld zu verdienen. Das ist im Selbstverlag schwer möglich, vor allem wenn du noch kein Publikum hast, das dir einen Vertrauensvorschuss gibt. Vielleicht, wenn du eine Rampensau bist, bereits ein weites Netzwerk hast und bereit bist, über alle Kanäle, online und analog, massiv zu werben und dich zu präsentieren. Wenn es dagegen darum geht, dass du ein Sachbuch geschrieben hast, das eine Art Kompetenznachweis ist, könnte es sich dennoch lohnen, da dann der Ertrag nicht im Verkauf liegt, sondern in eventuellen Aufträgen.

Wenn du meinst, du hast einen literarischen potenziellen Bestseller geschrieben, wäre es wohl am sinnvollsten, dein Manuskript an jeden einzelnen Verlag und jeden Literaturagenten zu senden, den du findest. Aber die Verlage bekommen, gerade bei Literatur, wäschekörbeweise Manuskripte und schaffen es kaum, die Abstracts oder erste Zeilen zu lesen.

Wenn du es weder im völligen Selbstverlag noch bei einem richtigen Verlag machen willst, sind Book on Demand und andere Optionen vielleicht auch ganz gut. Ich mag die Qualität da nicht - du willst das Buch ja auch gerne in der Hand haben - und die Gewinnspanne ist kleiner als im vollen Selbstverlag, aber es ist die bequemste Variante mit dem geringsten Risiko.

Von E-Books, vor allem über Amazon, würde ich aus meinen Erfahrungen abraten. Das wird wenig gekauft, und Amazon nimmt sich bei kdp einen für das Medium unverschämt hohen Anteil.

 

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Du hättest schon mehrere Möglichkeiten, welche dann zu dir passt, musst du entscheiden.

Ab besten ist natürlich ein klassischer Verlag. Da unter zu kommen ist aber als unbekannter Autor oder Persönlichkeit ziemlich aussichtslos. Ich würde es dennoch versuchen. Such dir Verlage, die dein Genre veröffentlichen und schau dir an, wie die ihre Manuskripte haben wollen (da gibts unterschiede. Mal ein Kapitel, mal der Anfang, mal ein Essay,...). Schick dann dein Manuskript hin und dann kann man ja hoffen.

Selbstverlag würde es auch noch geben. Da musst du halt alles selbst machen und wenn man da nicht weiß was es alles braucht oder auf einen zukommt. Nicht unbedingt einfach - sofern man auf die Qualität wert legt. Sicherlich kann man auch einfach etwas im Internet veröffentlichen. Nur was bringt einem das? Überall Fehler und niemand findet es.

Die Schiene über einen Dienstleistungsverlag würde es auch noch geben. Ist im Grunde wie ein Selbstverlag nur bekommt man halt einige Hilfestellungen (Lektor, Grafiker,...), was man halt so braucht. 

Bei Druckkostenzuschussverlagen bezahlt man für den Druck der Bücher. Könnte man auch einfach selbst machen und zu einer Druckerei gehen. Aus meiner Sicht bietet das nicht viel Mehrwert.

Du könntest auch versuchen alles in einem Blog oder einen social Media Account zu bringen. Vielleicht lässt sich daraus was machen. Kann ich nicht einschätzen weil ich nicht weiß um was es geht. Sich dann so eine kleine "Fanbase" aufbauen und dann hätte man es bei den nächsten Büchern einfacher. Ein Verlag sieht dann, es interessiert schon ein paar Leute.

 

Schreiben ist an sich ein schönes Hobby und kann einem auch als Ausgleich dienen. Kann schon verstehen wenn man dann irgendwann mal auch den nächsten Schritt gehen möchte. Ob das gleich beim ersten Buch sein muss, ist halt auch so eine Frage. 

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Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und für die Ratschläge!

@..::. o.Z.o.n.e .::..: Das macht doch nichts und ich freue mich trotzdem über Deine Antwort. @Gärtner: na ja, er hat sich dank seines Blogs einen gewissen Namen gemacht und hatte / hat offenbar mit seiner Geschäftspartnerin genügend Geld zur Hand. Ich könnte und kann schon etwas in dieses Projekt investieren, aber dermaßen viel wie es für einen eigenen Verlag notwendig wäre, könnte ich nicht höchstwahrscheinlich nicht auf den Tisch legen.

@Peer_Gynt + @bulsan: vielen Dank! Es handelt sich um einen Krimi. Ein ehemaliger Schulkollege von mir ist Polizist und hatte mir einmal eine solche Geschichte erzielt. Ich habe sie meinem Geschmack angepasst usw.. Und @bulsan hast Du selbst Erfahrungen mit einem solchen Service oder weißt Du von Erfahrungswerten in diesem Kontext?

@Christoph Bergmann: Vielen Dank für den äußerst ausführlichen Erfahrungsbericht und für die Erklärungen. Ich kenne den Blog und angesichts der Qualität kann ich mir gut vorstellen, dass Du bereits einen Namen sowie in und abseits der Medien eine gewisse Reichweite hattest. Wenn das trotzdem selbst für Dich eine dermaßen harte Arbeit gewesen ist, dann werde ich doch sehr viel Geduld haben müssen. Ich möchte das aber – egal, wie lange es dauert – durchsetzen. Schließlich könnte ich so auch einen Kreis schließen. Würdest Du also trotzdem sagen, dass ich mein Manuskript an Verlage und Agenten schicken sollte? Weil Du meinst, dass die Verlage kaum die Abstracts lesen… Hängt alles auch vom Agent ab oder wie werden die Bücher sonst selektiert? Wie funktioniert das bei Book on Demand und dergleichen? Da müsste ich mich dann, angefangen beim Lektorat, allein um die ganzen „Nebenarbeiten“ kümmern, oder?

@Frecoin: Also einen Blog hatte ich der Vergangenheit einmal. Dann war ich nicht mehr zum Aktualisieren gekommen und die Domain war ausgelaufen. Die Domain habe ich wieder, aber ich müsste den Blog neu aufsetzen. Soziale Medien verwende ich momentan kaum, aber die müsste ich natürlich so oder so wieder mehr einsetzen. Zudem werde ich mir auf jeden Fall die Vorgaben zu den verschiedenen Manuskripten ansehen. Würdest Du sagen, dass die Kosten bei einem Selbst- und einem Dienstleistungsvertrag unterm Strich ähnlich sind?

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vor 1 Stunde schrieb frapac:

Und @bulsan hast Du selbst Erfahrungen mit einem solchen Service oder weißt Du von Erfahrungswerten in diesem Kontext?

@Christoph Bergmann hat ja schon erwähnt, dass amazon da die Apotheke ist. Die Autoren, die ich kenne, haben einen Verlag gefunden, und wenn's eine kleine Klitsche für Nischenprodukte war. Google mal "Selbstverlag", und dann kann man sicher auch nach Erfahrungen mit einem der vielen Anbieter googeln.

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Am 16.1.2024 um 18:52 schrieb bulsan:

@Christoph Bergmann hat ja schon erwähnt, dass amazon da die Apotheke ist. Die Autoren, die ich kenne, haben einen Verlag gefunden, und wenn's eine kleine Klitsche für Nischenprodukte war. Google mal "Selbstverlag", und dann kann man sicher auch nach Erfahrungen mit einem der vielen Anbieter googeln.

Also möglicherweise habe ich mich missverständlich ausgedrückt – wenn ja, entschuldige ich mich dafür – aber ich habe schon verstanden, dass Amazon diesbezüglich keine gute Adresse ist. Oder besser gesagt… Amazon ist auch in anderen Kontexten keine sonderlich gute Adresse, aber häufig kommt man nicht drumherum. Meinst Du mit der „kleinen Klitsche für Nischenprodukte“ einen Selbstverlag oder Selbstverträge? 

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vor 46 Minuten schrieb frapac:

Meinst Du mit der „kleinen Klitsche für Nischenprodukte“ einen Selbstverlag oder Selbstverträge? 

Nein, schrub ich doch: "Verlag". Z.B. so einen  hier: https://neckar-verlag.de/ Da hat ein Kumpel ein Fachbuch über Modellflug untergebracht.

Mit deinem Krimi solltest du wirklich bei Verlagen hausieren gehen. Oder wandle mal über die Buchmesse und rede mit den Verlagsleuten.

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Am 16.1.2024 um 17:10 schrieb frapac:

@Frecoin: Also einen Blog hatte ich der Vergangenheit einmal. Dann war ich nicht mehr zum Aktualisieren gekommen und die Domain war ausgelaufen. Die Domain habe ich wieder, aber ich müsste den Blog neu aufsetzen. Soziale Medien verwende ich momentan kaum, aber die müsste ich natürlich so oder so wieder mehr einsetzen. Zudem werde ich mir auf jeden Fall die Vorgaben zu den verschiedenen Manuskripten ansehen. Würdest Du sagen, dass die Kosten bei einem Selbst- und einem Dienstleistungsvertrag unterm Strich ähnlich sind?

Ja das bedarf halt viel Aufwand und Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen und es kann auch sein, dass man da nie wirklich viele Menschen dafür begeistern kann. Denke da macht es einfach die Kontinuität. Da müsste man über Jahre dahinter bleiben und auch wenn sich wenige Menschen dafür interessieren, einfach weitermachen. Ähnlich wird es sich dann mit den sozialen Medien verhalten. Das sind halt alles nur Möglichkeiten, die können funktionieren, müssen es aber nicht.

Das solltest du auch ernst nehmen sonst lesen die Verlage dein Manuskript nicht nur weil die Formatierung nicht stimmt oder man es lieber ausgedruckt statt online haben möchte. Also da immer an den Verlag anpassen.

Müsste man Vergleichen. Da habe ich jetzt keine Zahlen parat. Vergleich mal Angebote von Dienstleistungsverlagen (Novum Verlag,...) mit den Zahlen, die selbstständige Lektoren, Grafiker,... ausrufen. Ich denke aber nicht, dass es da große Unterschiede gibt. Und selbst wenn, musst du beim Selbstverlag ja auch wieder mehr Zeit investieren weil du alles selbst suchen musst etc. 
Vielleicht ginge es ja auch, wenn man es kombinieren könnte. Angenommen man kennt jetzt einen Lektor oder es gibt einen Grafiker im Umfeld, dann könnte man sich dort hin wenden. Dann bräuchte man es aber nicht noch einmal zukaufen bei einem Verlag. Auch das müsstest du dann vergleichen wenn du konkrete Zahlen hast. 

 

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Am 11.1.2024 um 21:43 schrieb frapac:

Ich gehe stark davon aus, dass es auch anderen so wie mir ergeht. In den vergangenen Jahren war ebenso wie derzeit dermaßen viel deprimierend. Kaum ist das Leben nach der Pandemie wieder weitgehend in die Normalität zurückgekehrt, sind Konflikte dazu gekommen. Und es gibt bekanntlich immer mehr Krisensituationen. Dazu kamen noch persönliche Sorgen. Deswegen fühle ich mich häufig ausgelaugt. Immerhin bin ich auf die Idee, mein Schreibprojekt zu starten, gekommen. Denke ich zu viel nach, helfen mir unter anderem das Projekt und Lego Sets weiter.

Auch das Schreibprojekt war anfangs ausschließlich ein Hobby. Doch dann ist es gedeiht und gedeiht und mittlerweile zu einem Manuskript für ein Buch geworden. Ich kann die Qualität nicht selbst beurteilen, aber ich bin stolz auf mich, dass ich das so durchgezogen habe. Nun haben mich meine Eltern, die regelrechte Leseratten sind, gefragt, ob ich meine Arbeit nicht veröffentlichen könnte. Da aber alles Schlag auf Schlag gegangen ist, mache ich mir erstmals Gedanken darüber.

Wie funktioniert das? Hat jemand von Euch schon ein Buch veröffentlicht? Wenn ja, mit welchen Erfahrungen? Sprich, exemplarisch würde mich interessieren, mit welchen Hürden ich rechnen muss… Vielen Dank vorab!

Ich selbst habe noch kein Buch veröffentlicht, aber dein Satz "bin stolz auf mich, dass ich das so durchgezogen habe" kann ich zu 100% nachempfinden.
Habe diverse Projekte im IT Sektor umgesetzt und ich kenne die Frust, welche zwischen Start und Ziel immer wieder aufkommen kann.

Probleme tauchen auf und dann löst man diese. Schritt für Schritt!

Daher -> du kannst schon jetzt sehr stolz sein, völlig unabhängig davon wie es weiter geht :)

 

Nun ein kleiner Tipp, welcher eher zum übernächsten Schritt relevant wäre: Marketing!

Hier empfehle ich dir einfach passend zur Branche / Genre die bekanntesten Social Media Akteure im entsprechenden Land zu kontaktieren.
(ggf. ja International, sofern auf EN geschrieben)

Beschreibe ein wenig wie das Buch entstanden ist, erzähle etwas zu der Person (was du toll findest an ihr) und frage ob du ein Exemplar verschenken darfst und dass du dich über eine konstruktive Kritik freuen würdest.
Frage NICHT nach einer Rezession auf dem Social Media Kanal oder Link zu dir, etc -> sowas kommt von selbst, wenn dein Buch ankommt

 

Wünsche dir viel Erfolg!

Edited by q1221q
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@bulsan: vielen Dank! OK ja, da war ich offensichtlich etwas benebelt. Die vergangenen Wochen waren bei mir etwas stressig. Sorry! Ich habe bereits einige Buchmessen besucht und bin ausgezeichnet beraten worden. Kann man aber einfach auch mit Manuskripten herantanzen bzw. ist es üblich, nach Kontaktpersonen zu fragen?

@Frecoin: Also das mit dem jahrelang regelmäßig am Blog arbeiten schreckt mich zugegebenermaßen etwas ab. Es gibt Phasen, wo ich dafür Zeit hätte, und andere, wo ich abseits der Arbeit zu nichts komme. Das ist für mich als Freelancer komplexer als für einen Angestellten. Bei den sozialen Medien ist das einfacher. Ich habe einen Instagram Account und da lade ich regelmäßig ein Bild hoch. Das ist einfacher. Allerdings ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass ich einerseits etwas mehr Follower, und andererseits weniger offenbar Reichweite habe. Keine Ahnung, woran das liegen kann, aber möglicherweise muss man dafür doch etwas Geld in die Hand nehmen. Bezüglich der Kosten hatte ich nicht an die Zeitinvestition gedacht… Zusätzlich zu den Honoraren der verschiedenen Dienstleister muss ich als Freelancer auch evaluieren, wie viele Einnahmen aufgrund einer zu hohen Zeitinvestition draufgehen würden… Das Spannende ist, dass ich bei anderen Einkäufen häufig an diesen Aspekt denke. Diesmal überhaupt nicht. Danke für die Inputs!

@q1221q: Vielen Dank für die lieben Worte! Ich kannte dieses Gefühl, etwa auch von meiner Diplomarbeit. Die ist aber auch eine Weile her… Die Idee mit den Social Media Akteuren klingt gut. Hast Du Erfahrungen in diesem Zusammenhang? Und wenn ja, wie viel kostet das in etwa? 

Edited by frapac
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vor einer Stunde schrieb frapac:

Kann man aber einfach auch mit Manuskripten herantanzen bzw. ist es üblich, nach Kontaktpersonen zu fragen?

Nein, auf gar keinen Fall ! Man setzt sich still im Cafe in eine Ecke und wartet darauf, entdeckt zu werden ! (sorry, couldn't resist) 😉

Klar werden die mit Exposes oder Manuskripten überschwemmt, aber es gar nicht zu versuchen ist der einzig sichere Weg auch garantiert nicht gelesen zu werden. Die Welt ist doch voll von Geschichten von Autoren, deren erstes Werk gleich ein internationaler Bestseller war, aber von den ersten 99 Verlagen abgelehnt oder gar nicht erst gelesen wurde.

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Am 1.2.2024 um 17:31 schrieb frapac:

@Frecoin: Also das mit dem jahrelang regelmäßig am Blog arbeiten schreckt mich zugegebenermaßen etwas ab. Es gibt Phasen, wo ich dafür Zeit hätte, und andere, wo ich abseits der Arbeit zu nichts komme. Das ist für mich als Freelancer komplexer als für einen Angestellten. Bei den sozialen Medien ist das einfacher. Ich habe einen Instagram Account und da lade ich regelmäßig ein Bild hoch. Das ist einfacher. Allerdings ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass ich einerseits etwas mehr Follower, und andererseits weniger offenbar Reichweite habe. Keine Ahnung, woran das liegen kann, aber möglicherweise muss man dafür doch etwas Geld in die Hand nehmen. Bezüglich der Kosten hatte ich nicht an die Zeitinvestition gedacht… Zusätzlich zu den Honoraren der verschiedenen Dienstleister muss ich als Freelancer auch evaluieren, wie viele Einnahmen aufgrund einer zu hohen Zeitinvestition draufgehen würden… Das Spannende ist, dass ich bei anderen Einkäufen häufig an diesen Aspekt denke. Diesmal überhaupt nicht. Danke für die Inputs!

Man sollte nicht glauben, das geht alles ganz einfach und super schnell. Liegt ein Buch in den Regalen, hat man die ganze Arbeit nicht wirklich gesehen, die da dahinter steckt. Wenn man dann mal selbst diesen Prozess durchlaufen will, wird man sehen, was es eigentlich für Arbeit ist und wie aufwendig das alles ist.

Große Reichweite bekommt man nicht über Nacht. Das ist meist ein langer Prozess und auch da steckt viel Arbeit dahinter. Zumindest "Arbeit" die man regelmäßig machen muss. Den Algorithmus kennt keiner wirklich, es gibt Dinge, die helfen dir, es gibt Dinge, die schaden dir. Regelmäßiges Posten (am selben Tag, zur selben Zeit) helfen dir. genauso hilft dir auf SEO zu achten. Beispielsweise sollten da Überschriften immer den gleichen Text haben. Dann findet man dich leichter wenn man nach diesen Begriffen sucht. Weil von "Katzenfotos mit Hut #47" es eben schon 47 Ausgaben gibt.

Kosten hat man sicherlich. Finanziell könnte man es noch gering halten, Zeit und Nerven gehen aber sicher drauf. Da muss man sich gut überlegen ob man das schafft, ob man es alleine schafft oder Hilfe benötigt. q1221q spricht es ja beispielsweise auch an - beim Marketing braucht es dann viel Zeit. Auf den sozialen Medien gewisse Menschen ansprechen, würde ja noch gehen aber du musst dann auch Lesungen machen oder eben auf Buchmessen unterwegs sein. 

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  • 1 month later...

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und ich entschuldige mich dafür, dass ich mich erst jetzt wieder melde…

@bulsan: Ja, mir war schon klar, dass es gar nicht zu versuchen nicht wirklich der beste Ansatz ist. Wie sollen die Verlage wissen, dass ich ein Buch geschrieben habe, wenn ich kein Manuskript oder Exposé einschicke. Ich dachte mir nur, dass es vielleicht nicht ganz so gut ankommt, wenn ich auf Messeständen das Manuskript oder das Exposé in die Hand drücke. Ich interpretiere es so, dass ich mir diesbezüglich keinen Kopf machen muss. ;)

@Frecoin: Ja, mir war schon klar, dass das nicht wirklich ein einfacher und rascher Prozess ist. Es gibt meines Wissens schon Bücher, die rasch verfasst und dann publiziert werden, aber da handelt es sich um Texte von Prominenten. Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, dass sich ausschließlich Pensionisten oder Millionäre, die nicht oder nur kaum arbeiten müssen, das alles allein hinbekommen. Außerdem wüsste ich offen gestanden nicht, wen ich da um Hilfe bitten könnte. Ich könnte da höchstens einmal auf LinkedIn, Facebook usw. in die Runde fragen. Die SEO Problematik kenne ich von einem ehemaligen Klassenkameraden… Das ist eine regelrechte Wissenschaft… 

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vor 17 Stunden schrieb frapac:

@Frecoin: Ja, mir war schon klar, dass das nicht wirklich ein einfacher und rascher Prozess ist. Es gibt meines Wissens schon Bücher, die rasch verfasst und dann publiziert werden, aber da handelt es sich um Texte von Prominenten. Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, dass sich ausschließlich Pensionisten oder Millionäre, die nicht oder nur kaum arbeiten müssen, das alles allein hinbekommen. Außerdem wüsste ich offen gestanden nicht, wen ich da um Hilfe bitten könnte. Ich könnte da höchstens einmal auf LinkedIn, Facebook usw. in die Runde fragen. Die SEO Problematik kenne ich von einem ehemaligen Klassenkameraden… Das ist eine regelrechte Wissenschaft… 

Im Idealfall fängt man damit halt auch schon früher an und nicht erst dann, wenn das buch fertig ist. Das soll ja auch dazu dienen sich eine gewisse "Fanbase" aufzubauen. Hat man dann einige Follower hinter sich, macht es die Suche nach einem Verlag auch einfacher weil dann jeder Verlag sieht, der hat schon Menschen für sich begeistert und die sind auch am Autor interessiert. Schau dir nur mal an wie viele Influencer oder C-Promis Bücher schrieben. Weil die eben Menschen hinter sich haben, die dann deren Produkte kaufen. Da gehts dann ja nicht nur um Bücher, ist ja bei anderen Produkten gleich.

Kommt natürlich auch darauf an wie viel zeit du investieren kannst. Als "Nebenprojekt" zum normalen Leben (Arbeit, Haushalt, Familie,..), wird man wohl ein bisschen länger brauchen. Hat man die Zeit und keine Verpflichtungen, kann es auch schneller gehen. Oder aber man ordnet eben alles diesem Projekt unter.

Online findest du sicher ein paar Infos, auch in Literaturforen oder bei diversen Youtubekanälen. Aber das Internet ist halt so, man kann alles finden aber nicht genau das, was man eigentlich sucht. Ich würde mich daher auch bei Verlagen informieren. Vielleicht bieten einige schon vor dem Veröffentlichen Hilfe an (Blogs, Infomaterial oder Workshops) oder du erfährst zumindest was von dir erwartet wird und wie der Prozess abläuft. 

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  • 3 weeks later...
Posted (edited)

Vielen Dank für die weitere Rückmeldung und für die Ratschläge! Ich wünsche Dir / Euch bei der Gelegenheit ein Frohes Osterfest!

Mit der Fanbase bin ich zweifelsohne spät dran… Ich muss aber gestehen, dass ich mich aufgrund vieler Nutzer, deren Meinung ich zu den aktuellen Themen ich höchstens kaum teile, mich weitgehend von den sozialen Medien abgewendet habe. Deswegen bin ich auch nicht auf die Idee, mir eine Fanbase in den sozialen Medien aufzubauen, gekommen.

Na ja, im Nachhinein gesehen ist man immer gescheiter. Ich werde jetzt schauen, dass ich so rasch wie möglich da weiterkomme. Egal, mit welcher Verlagsart ich es jetzt angehen werde… Wenn ich diesbezüglich etwas aufbauen könnte, würde das so oder so nicht schaden.

Da ich noch einen weiten Weg bis zur Pension vor mir habe, handelt es sich bei mir um ein Nebenprojekt. Damit, dass Verlage Workshops für Außenstehende aus dem Boden stampfen, hätte ich jetzt nicht gerechnet. Geht es da ausschließlich um die Schritte, die es bei einer Veröffentlichung zu beachten gilt? 

Edited by frapac
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  • 4 weeks later...

Dafür wäre es nie zu spät. man muss es nur wollen. Kostet aber auch viel Zeit und ist nicht ganz so einfach wie das manche glauben. 

Nein, die Workshops sind schon für das Schreiben an sich gedacht. Schau dir die Angebote der Verlage an. Beim Novum Verlag hat man quasi Unterricht mit einem Autor, bei anderen bekommt man nur Aufgaben gestellt und arbeitet die dann aus, bei Weiterbildungsinstitutionen ist es auch quasi wie ein Unterricht in der Schule und bei Privatstunden mit Autoren wird man wohl individuell daran arbeiten, was man braucht.

Wenn du lernen willst wie du etwas veröffentlichst, wird man mehr in Blogartikeln oder Foren lesen können. Bin mir sicher Selbstverlage bieten sicher einige Hilfestellungen an.

 

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  • 2 weeks later...

Entschuldige bitte, dass ich mich nach so langer Zeit wieder melde. Ich hoffe, dass du einen schönen Feiertag verbracht hast. :) Unter anderem habe ich den Mittwoch damit verbracht, mich etwas in die sozialen Medien einzuarbeiten. Außerdem überlege ich, mir ein Buch über Social Media Marketing zu kaufen. Der Aufbau einer Fanbase stellt für mich definitiv eine Herausforderung dar, aber ich möchte das durchziehen.

Die Workshops und Weiterbildungsinstitutionen hätten auch den Vorteil, dass ich Kontakte knüpfen könnte. Ich muss mir jedoch zuerst anschauen, was am besten zu meinem Zeitplan passt. Privatunterricht ließe sich wahrscheinlich leichter organisieren. Bei einem Verlag nehme ich an, dass er den Unterricht seinen Vorstellungen anpasst.

Denkst du, dass ich mit meinen Annahmen richtig liege?
 

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  • 2 weeks later...

Kein Problem. Wie du siehst, bin ich auch nicht regelmäßig im Forum:)

Da braucht es wohl viel Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen. Selbst wenn dann nur 5 Personen die Artikel lesen, die Postings liken oder deine Videos schauen - man muss immer weitermachen. Ein paar Tipps helfen sicherlich, gerade wenn es darum geht etwas sichtbarer zu werden. ZU diesem Thema findest du bestimmt auch Anleitungsvideos auf Youtube, je nachdem welchen Kanal du dir aussuchst (oder gleich alle), gibts sicher verschiedene Vorgangsweisen.

Ja sicher, das würde ich auch als gute Anlaufstelle sehen, wenn du mit anderen in persönlichen Kontakt treten willst. Da haben sicherlich viele Tipps für dich wie du weitermachen sollst. Die waren ja früher auch mal mehr oder weniger in deiner Situation.

Auch bei Kursen für mehrere Personen wird es spezielle Themen geben. Mir wäre da egal ob ich jetzt nur Unterricht zu Zweit hätte oder in einer Klasse solange das Thema mir zusagt. Bei Privatstunden kann man eben genau das machen, was man braucht/will. Ich würde mal behaupten den Verlagen geht es darum sich selbst Arbeit abzunehmen. Wenn ich Menschen beibringen kann ihre Satzzeichen besser zu setzen, hat mein Korrektorat weniger Arbeit. So profitieren dann beide Seiten davon. Ich würde da jetzt keine anderen Hintergedanken bei Verlagen sehen. Welche Vorstellungen sollte ein Verlag da an die Teilnehmer weitergeben wollen?

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  • 4 weeks later...
Posted (edited)

Ja, mir ist schon aufgefallen, dass Du ebenfalls nicht regelmäßig im Forum schreibst. Dieses Mal habe ich mir aber rund einen Monat Zeit gelassen. Das ist mir dann schon unangenehm… In diesen Wochen geht in der Arbeit drunter und drüber. Trotzdem versuche nach wie vor, mich immer mehr mit den sozialen Medien zu beschäftigen. Auch wenn es mir zugegebenermaßen nach wie vor manchmal schwerfällt. Aber die regelmäßige und, soweit es geht, professionelle Präsenz scheint da der Schlüssel zu sein… 

Vielen Dank für den Tipp mit den Anleitungsvideos auf YouTube! Ich werde schauen, dass ich mir spätestens am Wochenende zumindest einige davon ansehe. Bezüglich der Kurse und Workshops habe ich mich ebenfalls umsehen. Da muss ich aber erst sehen, wie sich das bei mir erst jetzt ausgeht. Wie Du richtig schreibst, stellt das passende Thema die Hauptsache dar. Dann werde ich es vermutlich mit einem Einzelunterricht dar. Habe ich richtig verstanden, dass es bei den Verlagen so und auch flexibel ablaufen würde? 

Edited by frapac
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Ich habe damit kein Problem, vielleicht hindert es nur andere aktiver an der Diskussion teilzunehmen. Kann bei mir nur sein, dass ich irgendwann auf die Diskussion vergesse:)

Wenn man da keinen Zeitdruck hat und das eher als längerfristiges Projekt sieht, kann man sich ja auch Zeit lassen und nur dann etwas dafür machen, wenn es die Umstände zulassen. Ich würde mich dadurch jetzt nicht zusätzlich stressen. Ich sehe es so, dass es ja auch ein Ausgleichs ein sollte. Das sollte einem dann nicht zusätzlich Stress bringen.

Das weiß ich nicht wie da bei den Verlagen/Autoren/Kursen abläuft. Das wird sich sicherlich auch immer unterscheiden. Würde da eher mal einen Kurs oder Autor für Privatstunden suchen und dann alles direkt klären. 
Es gibt sicherlich Videos oder Anleitungen online, die du ja jederzeit zu hause alleine machen kannst. Da bekommt man eine Aufgabenstellung und dann macht man es eben wenn man Zeit hat. Vielleicht gibts bei Kursen dann auch sowas in Richtung Hausübung, die man dann innerhalb einer Woche bis zur nächsten Stunde erledigen muss. Wie das dann zeitlich bei dir passt, musst du wissen.

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  • 2 weeks later...

Da hast Du in zweierlei Hinsicht recht. Möglicherweise gehen Diskussionen, in den es für eine längere Zeit keine Beiträge gibt, unter. Das folgt dann wiederum dazu, dass sich viele Nutzer nicht daran beteiligen und ich würde es verstehen, wenn Du darauf vergessen solltest.

Dann habe ich bedauerlicherweise die Schwäche, dass ich mir auch bei Hobbys viel zu viele Gedanken mache. Daraus entwickelt sich wie zugegebenermaßen in diesem Fall ein zusätzlicher Stress. Ich verspreche mir jedes Mal, dass ich das besser in den Griff bekomme, und jedes Mal beginnt es von vorn. ;) Zumindest einmal muss ich mir nicht vorwerfen, dass ich zu schleißig bin oder etwas auf die lockere Schulter nehme.

Also ja, ich werde mir bezüglich des Buches mehr Zeit nehmen. Ich habe mich aber gestern Abend mit der Schreibwerkstatt vom Novum Verlag befasst. Also ich muss mich zugegebenermaßen näher informieren, aber für die Arbeit an meinem Buch würde sich das eignen. Ich weiß nicht, wie es dann um andere Schreibstile aussehen würde. Aber bei Bedarf könnte ich mich in Zukunft nach anderen Kursen umsehen.

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