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Betrug / Postbank


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So, die Postbank fordert auch bei mir 1.350 Euro für eine Bitcointransaktion zurück.

 

Der Brief ist simpel:

 

"Am ... wurden Ihnen €xxx mit Verwendungszweck yyy überwiesen. Der Auftrag erfolgte ohne Rechtsgrund, der Absender hat den Auftrag nicht erteilt.

 

Die Postbank war zum Schadenersatz verpflichtet und hat gegen Sie einen direkten Rückzahlungsanspruch. Wir fordern Sie daher auf, den Betrag bis xxxx an uns zurück zu zahlen...

 

(Kontoverbindung/Verwendungszweck)

 

Sollten Sie den vorgenannten Termin nicht einhalten, geraten Sie in Verzug und wir werden Ihnen Verzugszinsen in Höhe von 5f v.H. über dem jeweilingen von der Europäischen Zentralbank bekannt gegebenen Basiszinsatz berechnen und gegebenenfalls den Vorgang zu weiteren Bearbeitung an ein Inkassounternehmen weiterleiten.

 

mfg"

 

Ich bin aktuell durchaus gewillt, sowohl der Postbank als auch dem Kontoinhaber ("XX" aka "harzfister") gerichtlich beizukommen. Ich hab mal ein paar Euro bei "Frag-einen-anwalt.de" investiert - mal sehen was da rauskommt. Ich bin aktuell geneigt, es auf eine Klage ankommen zu lassen - ggf. gegen alle beteiligten Parteien. Ist jemand mit einem derartigten Betrugsfall vom verifzierten Konto wirklich zum Anwalt gegangen, oder habt ihr alle das Geld schlicht abgeschrieben?

 

t.

Edited by Maria Stark
Keine Realnamen
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Es geht mir gar nicht darum, die Postbank in die Schranken zu weisen. Es geht mir primär um mein Geld, nachrangig um eine rechtliche Klärung.

Wie wohl die Postbank reagiert, wenn ich den Kontoinhaber rechtlich belange und das an eine etwas größere Glocke hänge?

 

Es ist alles den Aufwand nicht wert und man könnte die Zeit wirklich produktiver verbringen - aber mir ist im Moment so danach.

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Guest Ich betrüge Dich

Eine google-Suche nach Stephan S. liefert eine Adresse und eine Telefonnummer. Wenn dieser aus "Loslassen am Meer" stammt, rufe ihn doch einfach mal an. Vielleicht hat dieser bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

 

Höchstwahrscheinlich ist Stephan S. ebenso betrgen wurden wie Du. Die Bank schreibt ja auch: "Die Postbank war zum Schadenersatz verpflichtet".

Edited by Ich betrüge Dich
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So wie es aussieht, hat die Postbank also wirklich einen Rückzahlungsanspruch. Das hatten wir hier ja auch schon mal rausgekramt... Es ist zwar ne Sauerei und emotional nicht nachvollziehbar, da eine gefälschte Überweisung ja erst mal von der Bank freigegeben werden muss, aber es ist nun mal leider so. Die Schuld des Kaufpreises liegt damit zwar vor, aber wer hat bei Dir gekauft? Jemand mit einem gehackten Bitcoin-Account, also unbekannt...

 

Man kann den schwarzen Peter jetzt zwar bei:

* der Bank suchen, die die Überweisung fälschlich legitimiert hat

* oder beim Konto-Inhaber der gefälschten Überweisung, der die Eröffnung eines Accounts bei Bitcoin.de ermöglich hat

* oder C beim eigentlichen Betrüger, der ganz unbekannt ist

 

Wenn ich die Kostenrechnung von dem Link sehe... gute Nacht. Du solltest in die Rechnung auch noch mit einwerfen, das die Banken auf Risikokunden nicht besonders stehen. Wer von seiner Bank gekündigt wurde, bekommt sicher Probleme bei der Neueröffnung eines Kontos, gerechtfertigt oder nicht.

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Was ich an diesen Vorfällen nicht verstehe: Der Betrüger muss mindestens Konto-Nr., BLZ und Name des Inhabers des missbrauchten Kontos kennen UND er muss lesenden Zugriff auf das Bank-Konto bzw. die Kontoauszüge dieses Kontos haben (ansonsten ist die Kontoverifizierung bei bitcoin.de nicht möglich). Die Überweisung selbst lässt sich durch einen Papierüberweisungsträger (mit gefälschter Unterschrift) erledigen, dazu muss man ja bekanntlich keine online-Banking PIN knacken oder einen TAN-Block/Mobiltelefon entwenden.

 

Was ich damit sagen will: Der Inhaber des missbrauchten Kontos hat in jedem Fall eine Teilschuld. Entweder ist er nicht verantwortungsvoll mit seinen online-Banking Zugangsdaten umgegangen oder er lässt seine Kontoauszüge für Dritte zugänglich rumliegen. Warum hat das für den Kontoinhaber keinerlei Konsequenzen?

 

Die andere Möglichkeit ist, dass der Kontoinhaber selbst der Betrüger ist. Er behauptet der Postbank gegenüber einfach, dass er selbst diese Überweisung nicht getätigt hat. Scheint ja ziemlich einfach zu sein, die Postbank davon zu überzeugen. Die holen sich dann das Geld rechtmäßig vom Bitcoin-Verkäufer zurück und anschließend hat der Kontoinhaber Bitcoins und das Geld.

 

Vielleicht sollte man das Kontoverifizierungsverfahren bei bitcoin.de ändern: Der USER muss 1 cent überweisen, nicht andersherum...

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Guest Ich betrüge Dich

@ordercrazy: Leg Dir doch mal ein "Solidaritätskonto" bei https://blockchain.info/wallet oder so an.

Ich bin auch an der Klärung der Frage interessiert.

 

@noi: Eine Kündigung des Kontos durch die Bank ist laut http://www.ent-schuldigung.de/kontokundigung-durch-die-bank-hilfestellungen-fur-kunden in folgenden Fällen zulässig:

 

„Das Kreditinstitut ist nicht verpflichtet, ein Girokonto für den Antragsteller zu führen, wenn dies unzumutbar ist. In diesem Fall darf die Bank auch ein bestehendes Konto kündigen. Unzumutbar ist die Eröffnung oder Fortführung einer Kontoverbindung insbesondere, wenn...der Kunde die Leistungen des Kreditinstitutes missbraucht, insbesondere für gesetzwidrige Transaktionen, z. B. Betrug, Geldwäsche o. ä."

 

Eine Kontokündigung durch die Bank erscheint auch als Negativeintrag in der Schufa. In unserem Fall aber sehe ich hervorragende Chancen, diesen wieder loszuwerden, schließlich ist ordercrazy der Geschädigte.

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@fyahfox: Ich sehe auch die eigentliche große Teilschuld bei der Postbank und dem Kontoinhaber. Der Zugriff auf die Kontoumsätze ist zu einfach, gerade über https://direkt.postbank.de, wo man sich mit freiem Benutzernamen und Passwort registrieren kann. Wie viele Leute haben für alle Ihre Portale die gleichen Zugangsdaten... Aber weise das denen mal nach, dass dürfte fast unmöglich sein. Die Bank geht den für sie sicheren und einfachen Weg, da braucht sie sich mit den wirklichen Ursachen nicht auseinander zu setzen. An anderen Ursachenfindngen sind die nicht interessiert, wozu auch. Von der wirtschaftlichen Seite macht das doch für die Bank keinen Sinn.

 

@Ich betrüge Dich: Ich hatte Glück, dass mir das Konto nicht gekündigt wurde, wäre wohl auch bei "kleineren" Kunden durchaus üblich. Dann hast man sicher ein Recht auf Löschung des Negativ-Eintrages bei der Schufa, ich bin mir aber auch sicher, der Spaß vorher ist durch nix zu ersetzen. Das dauert nämlich alles. Schufaauskunft einholen, Widerspruch einlegen, Kontoeröffnungsversuche mit Ablehnung. Ich bin gerade in einem Kontowechsel, aus ungekündigtem Verhältnissen. Es ist echt schwierig, alles zu finden, was über ein Konto läuft und dann auch noch die Ansprechpartner auszumachen, die die neuen Daten übernehmen. Bis dato gab es sogar schon einen großen Rückläufer, wegen falsch übernommener Daten.

 

Ich kann auf alle Fälle allen nur empfehlen, sofern nicht eh ein Zweitkonto zu Verfügung steht, das gleich mal anzulegen, bevor der Streit eskaliert. Unterm großen Strich sehe ich die Betrugsgeschädigten bis zu 2000 EUR hoch in einer schlechten Situation: Die Anwaltskosten für ein fast aussichtsloses Verfahren spotten jeder Beschreibung und man wirft eigentlich nur Geld hinterher. Die einzig gute Chance ist den wirklichen Betrüger zu finden. Aber da die Bank sich ja erst nach Wochen meldet, ist meist alles schon weg... Coins, IPs. Es mag sicher erst mal hart sein, aber ich denke, dass man das Geld abschreiben sollte und kostenfreie Möglichkeiten ausschöpfen sollte. Anzeige bei der Polizei gehört sicher dazu. Anruf bei Support, ob die Coins noch da wären (vielleicht ist ja der Account schon geblockt). Beschwerde an Aufsichtsrat der Postbank und Klarstellung, dass man eine Mitschuld durch ungeprüfte Überweisung sah, vielleicht gibt es ja zumindest eine Teilentschädigung...

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Aktuell versuche ich, das Ganze auf dem Kulanzwege zu lösen.

 

Ich habe mal 60 Euro in eine Erstberatung investiert, die aber im Wesentlichen nur bestätigt, was ich eh schon wusste: Die Postbank kriegt das Geld von mir zurück. Formaljuristisch kann ich dem Kontoinhaber (nicht der Postbank) viel Ärger machen, die Aussichten, mein Geld vom Kontoinhaber wiederzukriegen sind aber letztendlich gering: http://www.frag-einen-anwalt.de/Bitcoin-__f229208.html

Ich denke mal, es kann aber auch nicht im Sinne der Postbank sein, dass das potentielle Hacking-Opfer zwar erstmal von der Bank entschädigt wird, dann aber plötzlich eine Menge juristischen Ärger am Hals hat.

 

Falls es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen sollte, werde ich Konten unter meiner Verwaltung bei Postbank und Deutscher Bank (als Eigentümerin der Postbank) nach mehr als 40 bzw. 20 Jahren Geschäftsbeziehung kündigen. Das Postbankkonto ist unter meiner Verwaltung, das Konto der Deutschen Bank ist seit über 20 Jahren mein Hauptkonto. Mir würde das leid tun, weil ich insbesondere mit der persönlichen Betreuung bei der Deutschen Bank in den letzten 20 Jahren insgesamt äußerst zufrieden war. Ich weigere mich aber, eine Geschäftsbeziehung mit einer Aktiengesellschaft (Deutsche Bank) fortzusetzen, von deren Tochterfirma (Postbank) ich mich beschissen fühle!

Wenn man davon ausgeht, dass ich noch rund 25 Jahre Erwerbsleben vor mir habe, macht der Deutsche Bank-Konzern in dieser Sache schon alleine mit dem potentiellen Abgang meines Gehaltskontos ein schlechtes Geschäft.

 

Was das Postbank-Kontoinhaber angeht: Von Phishing habt ihr alle schon gehört. Treffen kann das Jeden, der nicht aufpasst und sein Geld über unsichere Verfahren verwaltet (Ich selbst nutze seit 15 Jahren HBCI mit Chipkarte...).

Dazu kommt: Mit einer am Automaten geskimmten Karten/Pin-Kombi kann ein Angreifer bei allen Filialbanken an die SB-Terminals gehen und (ganz ohne Internet) mit Karte und Pin Überweisungen tätigen. Was genau passiert ist, könnte in diesem Falle aber nur die Postbank sagen - ich gehe davon aus, dass das, wenn überhaupt, erst im Laufe eines Gerichtsverfahrens herauskommt.

 

Was die Kontokündigung einiger Foristen durch das kontoführende Institut angeht: Seit mir die Postbank in meiner Jugend (laaaange her) das Konto aus in meinen Augen nichtigen Gründen gekündigt hat, hatte ich in den letzten Jahrzehnten fast durchgehend zwei Konten parallel, und zwar bei Banken, in denen ich keine Nummer bin. In der kontoführenden Filiale kenne ich den jeweiligen Leiter und werde von den Mitarbeitern als "Herr Ordercrazy" begrüßt. Das kostet (Kontoführung, Depot, Überweisungen) im Vergleich zur Kostenlos-Direktbank jährlich rund 100 Euro mehr, ich habe damit aber in finanziell guten und in schlechten Zeiten alles in allem immer gute Erfahrung gemacht. Ich finde Geiz schon lange nicht mehr geil.

 

Was den Rückruf der Coins bei bitcoin.de angeht: Ich habe mich wenige Stunden nach dem ersten Rückrufversuch der Postbank (Geld sollte zurückgebucht werden, meine kontoführende Bank hat mich angerufen) beim bitcoin.de-Support gemeldet und unter Schilderung der Sachlage klargemacht, dass mit dem Account "harzfister" was nicht stimmt - die Bitcoins waren aber, wie üblich, weg.

 

Auf Spenden kann ich (aktuell) verzichten, danke. Soweit hier noch andere Geschädigte mitlesen: Ich bin im Forum per pn oder per Mail unter achnaja ät gmail dot com zu erreichen.

Nun hoffe ich erstmal auf ein Einlenken bzw. Kulanz der Postbank und melde gerne hier so Anfang Juli, wie es weiter geht.

 

t.

Edited by ordercrazy
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Das ist ja schlimm was da mit dieser Postbank abläuft. Auch ich wollte vor paar Tagen hier handeln aber als ich sah, dass der Handelspartner Postbankkunde war schrillten bei mir die Alarmglocken und ich stornierte sofort. Ich entschuldigte mich und wies auf die doch schon zahlreichderen Betrugsfälle mit dieser scheinbar unseriösen Bank hin und teilte mit, dass ich nichts mit Postbank.de zu tun haben will, weil diese ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Was ich jedoch absolut nicht verstehen kann ist, dass Bitcoin.de diese Hinterhoffirma nicht schon längst von diesem ansonsten sehr guten Marktplatz verbannt hat. Sowas sollte hier keinen Platz haben. Ich bin jetzt allein deswegen zu Bitstamp gewechselt und da geht es auch ganz gut.

Ich wünsche jedenfalls, wenn es denn zu einem Rechtsstreit kommen sollte viel Erfolg und drücke beide Daumen. Was die Gesetzeslage angeht, kann ich mich nur noch wundern. Es darf doch nicht sein, dass unfähige Banken oder unvorsichtige Kunden, oder beide Fehler machen und absolut Unschuldige die sich korrekt verhielten den Schaden aufgebürdet bekommen!

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Es wird offensichtlich als unzumutbar angesehen, seine Kontoinformationen (Kontoauszüge) und Zugangsdaten wirksam vor Zugriff Unbefugter zu schützen.

Wer kann schon was dafür, wenn man Opfer einer Phishing-Seite wird? Oder wenn man sich einen zugangsdatenausspähenden Trojaner einfängt? Oder wenn jemand in den Ordner mit den Kontoauszügen guckt?

 

Ist sicherlich nicht so einfach das Thema, aber dass derjenige, der aufgrund mangelnder Vorsichtsmaßnahmen ausgenutzt wird, mit GARkeinen Konsequenzen rechnen muss, das geht meiner Meinung nach nicht.

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  • 2 months later...

Ich habe inzwischen auch drei Schreiben von der "Postbank" bekommen. Es sind Serienbriefe, die in jeder Eskalationsstufe liederlicher abgefasst und weinerlicher und fordernder im Tonfall werden. Natürlich würde ich das gerne klären, aber mir wird keine Rückrufnummer, ordentliche Adresse oder Faxnummer genannt. An meiner Bank sind die glücklicherweise abgeprallt. Wer von fremden Leuten Geld fordert, kann das in diesem Land auf die aberwitzigsten Weisen tun, aber eine letzte Bastion gibt es doch noch: man muss wenigstens nachvollziehbar begründen, warum man glaubt, etwas bekommen zu sollen.

 

Das tut die Postbank aber nicht. In den Schreiben ist nicht mehr Information enthalten (sogar weniger), als der vermeintliche Betrüger auch hatte. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal sicher, ob diese Schreiben überhaupt wirklich von der Postbank kommen. Woher soll ich wissen, dass mir da nicht jemand einfach ein liederlich verfasstes Schriftstück schickt, in dem er mich mit einer leeren Behauptung um Zahlung von 493,20 EUR bittet? Wie gesagt, keine Rückrufnummer (nur die Hotline steht drin), kein Fax, kein Ansprechpartner mit vollem Namen, keine ordentliche Anschrift.

 

Im zweiten Brief stand was von "aktenkundig". Ich bekomme aber kein Datum und kein Aktenzeichen genannt.

 

Wer hier Geld überwiesen hat, hat allen anderen einen Bärendienst erwiesen. Ich ziehe das auf jeden Fall durch und überlege derzeit sogar, diese unsäglichen Schreiben im Stile billigster Abmahnmaschen zu veröffentlichen.

 

P.S.: wer Datum, Betrag, Verwendungszweck genannt bekommt UND den Namen des vermeintlichen Opfers bzw. Aktenzeichen der Anzeige bei der Polizei kann immer noch sagen, dass er den Betrag längst wegüberwiesen hat. Das ist übrigens auch der Grund, warum die Postbank immer als allererstes versucht, den Betrag sofort von der anderen Bank zurückzukriegen. Es besteht ein Anspruch auf Rückzahlung, ist das Geld aber längst wieder ausgegeben besteht kein Anspruch auf "Schadenersatz" oder ähnliches. Ich bin kein Jurist, würde das aber auf jeden Fall versuchen. So lange man antwortet, kooperativ ist und Auskunft gibt, ist man sicher vor irgendwelchen ablaufenden Fristen usw. Sprüchen wie "Sie befinden sich in Verzug" sind haltlose Behauptungen, diesen ist zu widersprechen. Niemand ist im Verzug. Die müssen mehr bieten als die Behauptung eines Kunden, dass da was nicht stimmte.

 

P.P.S.: Mich regt wirklich auf, dass Leute zahlen. Dadurch bleibt die Masche für die Postbank lukrativ. Frage mich, ob Ihr jedem 400 EUR gebt, der Euch auf der Straße anlabert und behauptet, ihr schuldet ihm was.

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Eigentlich will man da vielleicht gerne gegenargumentieren, wer darauf aber keine Lust hat, kann ja mal folgende Abkürzung versuchen: das Schreiben mit der Erklärung beantworten, dass dieser Betrag auf Eurer Seite dazu gedacht war, Kuchen zu kaufen. Den habt Ihr inzwischen davon gekauft und den Kuchen inzwischen aufgegessen. Tut Euch sehr leid. Damit ist die Rückerstattung schlechterdings gemäß http://dejure.org/gesetze/BGB/812.html Herausgabeanspruch nicht mehr möglich, weil das erlangte nicht mehr da ist. Wie gesagt, die Postbank weiß das auch, weshalb sie immer sofort versucht, bei der gegnerischen Bank hysterisch zu behaupten, sie sollen sofort zurücküberweisen oder das Konto sperren, weil sonst der Betrag weg ist (hat mir meine Bank telefonisch so berichtet, dass der Postbank-Kollege davon sprach, dass die es nicht zurückbekommen, wenn es "nicht mehr auf dem Konto" ist.) Tja, leider zu spät. Wir haben den Kuchen so schnell aufgefuttert dass wir jetzt rülpsen müssen, um überhaupt zu wissen, wie er geschmeckt hat. Sorry. Wenn die Postbank tatsächlich Anzeige erstattet hat, soll sie das Aktenzeichen nennen und Ihr bietet natürlich gerne jedwede Kooperation bei der Aufklärung des Falls an. Immer gerne wieder. Vielen Dank.

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Also bei mir handelt es sich um einen "Altfall", es ging um 5 BTC im Mai 2013. Die Postbank hat mir inzwischen das dritte Schreiben geschickt, bei meiner Hausbank sind sie zum Glück abgeprallt. Das heißt, noch habe ich mein Geld. Meine Frage wäre jetzt, bin ich einer der letzten "Altfälle", oder läuft das noch bei anderen hier, dass weiterhin Forderungsschreiben der Postbank kommen? Wenn ich der letzte wäre, würde ich vielleicht eher defensiv Widerspruch schicken bzw. sagen, dass ich das Geld längst ausgegeben habe und daher nicht mehr herausgeben kann. Wenn die Masche aber noch aktiv bei mehreren Leuten hier läuft, würde ich evtl. wirklich zur Polizei gehen, wie die Postbank es mir am Telefon geraten hat (!) als ich nach diesem Team "Nachforschung" gefragt habe und den unterzeichnenden Damen und dass viele Rechtschreibfehler drin sind. Vielleicht weiß der Vorstand auch echt nicht, mit was für Maschen sich da so einzelne Abteilungen verdingen. Dann hätte ich allerdings gern Rückendeckung von bitcoin.de. Meinetwegen mach ich dann auch alle Schreiben öffentlich (geschwärzt).

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Hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber bei mir läuft auch noch ein Fall mit Kontoverifizierung. Hatte damals nach eingien telefonaten mit der Postbank Strafanzeige und Strafantrag gegen die Postbank, gegen den Kontobesitzer und gegen Unbekannt(eigentlichen Dieb) gestellt. Gegen mich wurde offensichtlich auch ermittelt. Dieses Verfahren wurde aber schnell eingestellt. Von meinen Strafanzeigen habe ich schon seit monaten nichts mehr gehört. Auch nicht von der Postbank. Im letzten schreiben habe ich erläutert das ich Strafanzeige gestellt habe und solange bis diese nicht geklärt ist kein Geld rausrücken werden und um bestmögliche Kooperation gegenüber Ermittlern und Journalisten gebeten. Es geht allerdigns auch nur um knapp 300 €. Ich hoffe mal das die Bank drauf scheißt. Und wenn nicht, abwarten. Freiwillig bekommt die Postbank nichts von mir.

Edited by Flex
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  • 3 weeks later...

Interessant. Auf welcher Grundlage wurde denn ermittelt? Habe jetzt auch eine Einladung zu einer Vernehmung als Beschuldigter erhalten. Vorwurf: "Überweisungsbetrug/Urkundenfälschung". Das ist doch nicht deren Ernst, oder?

Wie wäre es mit "Beihilfe zum Betrug" und "falscher Verdächtigung"?

Na, ich bin gespannt, was mir der Herr dort erzählen wird. Meine Vermutung ist, dass das auch nur ein taktischer Zug der Abteilung "Team Nachforschung" der Postbank ist, die völlig skrupellos vorgeht. Wenn dadurch wieder ein paar Leute die Hosen voll haben und schnell überweisen, haben die ihr Ziel erreicht.

Oder meinen die ernsthaft, dass ich des Überweisungsbetrugs überführt werde?

Als jemand, der auf einer Plattform mit einem angemeldeten und verifizierten Benutzer gehandelt hat und Betrag, Kontoinhaber und Verwendungszweck genau geprüft hat? Wohl kaum.

 

Bedanken möchte ich mich an der Stelle wieder bei den früheren Opfern dieser Nummer, die der Postbank aus Angst oder Bequemlichkeit das Geld gegeben haben und damit diese üble Masche finanziert haben. Ironie aus.

 

Eigentlich ein Fall für die Presse, oder?

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Falls hier ein mod mitliest: Es sollte die Möglichkeit eingeführt werden, dass man Vertragspartner

nach Bankverbindung auswählen kann (z.B. Banken nach BLZ blacklisten). Sollte sich ein solcher

Fall wiederholen, könnte jeder Nutzer sofort Abhilfe schaffen.

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  • 4 weeks later...

Nachdem ich vor zwei Wochen wegen eines Ermittlungsverfahrens wg. Betrugs/Urkundenfälschung usw. gegen mich zur Vernehmung gegangen bin, habe ich jetzt von der Staatsanwaltschaft Frankfurt(Oder) mitgeteilt bekommen, dass das Ermittlungsverfahren gegen mich eingestellt wurde.

 

Mein Geld habe ich zum Glück noch, die Postbank soll mit ihren Kunden regeln, wie sie vorgehen, wenn diese auf seltsame Art "einkaufen" gehen oder Überweisungen wie von Geisterhand geschehen. Es sieht allerdings in diesem Fall sogar so aus, dass mein Handelspartner noch in Erklärungsnot kommen könnte, hat er doch die Verifizierungsüberweisung erhalten, was im Rahmen der Emittlungen inzwischen auch dokumentiert ist. Bin gespannt, ob die sich auch noch bei bitcoin.de melden, um dort weitere Details zu erfragen, aber für mich endet an dieser Stelle der Fall.

 

Hoffe, dass sich das in Zukunft für niemanden der Mitlesenden hier oder anderswo in ähnlicher Form wiederholt. Ich kann aber nur raten: solange die Postbank versucht, auf windige Weise an "ihr" Geld zu kommen, muss doch klar sein, dass sie sich auf ganz dünnem Eis bewegt. Wer tatsächlich von jemandem Geld bekommt, hat keine weinerlichen Schreiben voller Rechtschreibfehler im Stile einer Abmahnanwaltsmasche nötig. Hier war bis zuletzt nicht geklärt, wo eigentlich der "Betrüger" sitzt, und von daher ist es auch eine Unverschämtheit des "Team Nachforschung" mit solchen Schreiben Druck aufbauen zu wollen und mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen ("das erfolgte ohne Rechtsgrund" und "Sie haben sich unrechtmäßig bereichert") das Gegenüber dahin zu tricksen, ihnen den Schaden zu ersetzen. Wer in dem Moment der Postbank das Geld überweist, macht es sich leicht und zieht leider Nachfolgende auch noch mit rein, die dann mit der gleichen Masche verarztet werden. Eigentlich müsste ich mir vom "Team Nachforschung" der Postbank jetzt meine Aufwendungen erstatten lassen, ich musste ja auf diese ganzen Schreiben reagieren, mit meiner Bank telefonieren, dafür sorgen, dass mein Konto nicht gesperrt wird usw. Ich lasse mich da mal beraten.

Edited by mgr3n1
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