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Arbitrage zwischen den diversen Plattformen


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Moin zusammen,

ich bin ja nun recht neu hier und habe noch nicht allzuviel in BTC gemacht. Da ich recht viel mit Wertpapieren trade, fiel mir als Erstes auf dass es extrem signifikante Preisunterschiede zwischen den einzelnen Börsen gibt. Wenn ich mir nur Mt Gox und Bitcoin.de von heute ansehe dann sehe ich Differenzen zwischen den 2 Plattformen von 7% (beim BTC - € Kurs).

 

Für einen professionellen Aktienhändler wäre sowas wie 7% geradezu ein paradiesisches Eldorado, mit der Lizenz zum sicheren Gelddrucken (und dem Effekt, dass so eine Differenz dank der Marktkräfte schnell wieder verschwinden würde, weil natürlich JEDER so einfach Geld machen möchte - und so die Differenz verschwindet).

 

Als BTC Newbie kratze ich mich nun am Kopf und frage mich:

Wieso gibt es das?

Wieso verkaufen viele ihre BTC an der einen Börse um 7% weniger ? Wieso kaufen gleichzeitig viele an der anderen Börse BTC zu einem um 7% höherem Preis? Wieso macht niemand in grösserem Stil Arbitrage (und verringert/eliminiert so diese Differenz)?

Wo liegt der Haken?

Edited by Steve-Forum
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Bei bitcoin.de hat man halt einen enormen Aufwand, wenn man richtig großen Stil machen möchte. Also einmal das Orderbuch leerfegen. ;)

Man bekommt sein Geld aus Mt.Gox fast gar nicht (USD) oder sehr schwer raus (EUR).

 

Ah ja. Stimmt.Ein zentrales & schnelles Clearing&Settlement ist natürlich Voraussetzung. Hab heute die ersten Trades hier gemacht. Es ist tatsächlich mühsam, wenn Du beim Kauf jedem einzelnen sein Geld überweisen musst, dann Abwarten bis der den Eingang bestätigt usw. usw. Muss mir mal überlegen ob ich das per Makro-Script automatisieren kann. Trade per Knopfdruck. Müsste dann nur die Verifikation fürs Bankkonto wechseln um nicht jedes Mal eine neue TAN eingeben zu müssen. Das liesse sich machen. Ändert aber nix an der Wartezeit bis der Handelspartner reagiert & bestätigt. In der Zwischenzeit kann der Kurs bei MtGox oder sonstwo aber wieder ein ganz anderer sein. Ergo: Echte Arbitrage zumindest via Bitcoin.de ist gar nicht möglich (was jetzt nicht gegen diese Plattform spricht - es hat auch was für sich wenn man die Partner nur makelt und gegeneinander matched anstelle eines zentralen Clearing&Settlements).

 

Laut Chartvergleich gabs aber selten den Fall wonach MtGox "billiger" war als Bitcoin. Wäre dann aber keine Arbitrage mehr sondern Spekulation.....

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Das mit dem Geld raus bekommen ist in der Tat der Knackpunkt. Wenn man die anderen Foren über Mt.Gox verfolgt, wartet man auf Aufzahlungen teilweise Monate. Von paradiesischen Zuständen kann dann nicht mehr die Rede sein. Bei Bitcoin.de hat man zumindest die reale Chance, seine Coins in Bares zu wandeln, auch wenn der Aufwand größer ist. Das Überangebot durch Verkäufe, drückt natürlich etwas den Preis. Kann bei Mt.Gox nicht passieren, da hat man das die EUR nur im Konto stehen...

 

Und andere Platformen... naja, braucht man nur mal ins Impressum schauen, wo die sitzen und welche Rechtsform die haben, da hört der Spaß schnell auf ;-)

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sofern man schon mitten im handel drin ist und überall einige bitcoins "herumliegen" hat, kann man relativ einfach und schnell arbitrage abschöpfen, auch mit der langsamkeit von bitcoin.de geht das. ich habe das schon einmal gemacht, hatte 9,9 BTC auf Mt.Gox liegen und habe dann 10 BTC bei bitcoin.de gekauft und direkt danach bei Mt.Gox die dort liegenden 9,9 BTC verkauft.

habe mir in OpenOffice Calc einen kleinen rechner gebaut, wo ich nur oben die beiden kurse eintrage und dann der nettogewinn ausgerechnet wird. in einem spezifischen fall hatte das dann so ausgesehen:

 

---------------------------

Kurs bitcoin.de 88,65 €

Kurs Mt.Gox 96,00 €

BTC-Volumen 10,00000000 BTC

---------------------------

1. EUR Kaufpreis 886,50 €

2. EUR Zahlung 882,06 €

3. BTC erhalten 9,90000000 BTC

4. EUR Verkaufspreis 950,40 €

5. EUR erhalten 944,70 €

6. EUR Auszahlung 935,25 €

---------------------------

Bruttogewinn: 73,50 €

Gebühren: 20,31 € (27,63%)

Nettogewinn: 53,19 €

---------------------------

 

die 9,9 BTC, die dann 2 tage später auf bitcoin.de ankamen, habe ich wieder auf Mt.Gox verschoben - bereit für den nächsten durchlauf.

 

wenn die beiden trades direkt nach einander gemacht werden, ist das risiko eines plötzlichen kurssturzes sehr gering. das schlimmste was passieren kann, ist, dass man bei bitcoin.de an jemanden gerät, der nicht zahlt (trade wird storniert) und dann eventuell bei einem erneuten kauf der kurs gestiegen ist.

bei 882,06 € einsatz hat es also nach abzug aller gebühren (1x 0,5 % bei bitcoin.de, 1x 0,6% bei Mt.Gox, 1x 1% für SEPA-überweisung) einen gewinn von 53,19 € ergeben, mit überschaubarem risiko.

 

aber jetzt kommen die probleme:

1. das geld landete erst nach 3 wochen auf meinem bankkonto - wenn man nicht mehr als die 882 € im umlauf haben kann oder will, dann kann man das maximal alle 3 wochen machen

2. selbst wenn man genug zum vorstrecken hätte (im extremfall sogar 18K € in den kreislauf schieben könnte, um es jeden tag durchzulaufen bis nach 3 wochen das erste geld zurück kommt), dann gibt es auf Mt.Gox ein monatliches auszahlungslimit von 10.000 €, es ist also nur sehr begrenzt durchführbar

3. die auszahlung über SEPA kostet 1% und ist somit teurer als die handelsgebühren bei den plattformen, was den nettogewinn drückt

 

solange die differenz so bleibt, werde ich das aber zumindest alle 3 wochen wiederholen. ansonsten ist dieser durchlauf zumindest noch für jeden empfehlenswert, der sowieso mit Mt.Gox anfangen wollte. anstatt dort direkt das geld einzuzahlen, kauft man lieber die BTC günstiger bei bitcoin.de und transferiert sie dann zu Mt.Gox.

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Das klappt natürlich nur, solange Mt.Gox die 3 Wochen schafft. Leider ist das wohl längst nicht immer der Fall!

 

Nicht zu vergessen ist auch ein Risiko, dass nicht auszahlbares Geld bei Gox liegt. Es ist zwar die größte Platzform, aber sollte die Platform kaputt gehen oder geschlossen, sollte man schon gut Gewinn abgeschöpft haben. Es wäre nicht das erste Mal ;-)

 

Letzendlich sollte es einem zu denken geben, dass es nicht viele machen. Würde es mehr machen, wären die Kurse ähnlicher!

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Es gab in den letzten Monaten zwischendurch immer mal wieder Möglichkeiten Arbitrage zu betreiben. Im Moment ist es aber leider unmöglich, da das Geld bei Gox nicht rauskommt. Selbst mit meinem mühsam erreichten trusted status warte ich jetzt seit Wochen auf Auszahlungen.

Es gibt hier und da noch kleine Arbi Möglichkeiten zwischen bitstamp / btc-e oder den crypto Handelsplätzen, aber die sind nicht wirklich lukrativ durch diverse Gebühren beim Transfer. Wenn Gox irgendwann mal endlich die angesprochene Zusammenarbeit mit diversen Banken in die tat umsetzt, wird sich der Spread wieder anpassen. Aber bis dahin...

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wir wissen ja alle wie schwierig es für Nutzer von MtGox ist, geld von dort zu bekommen

Trifft das auch für die Betreiber zu?

 

Auch wenn das nichts weiteres als Spekulation ist, wäre es möglich dass MtGox absichtlich den Preisunterschied verursacht?

 

Falls ja, wäre das eine Möglichkeit für Arbitrage Gewinne für MtGox:

Betreiber hält einige btc auf seinem gox account, verkauft, hat nun dollar zu seiner Verfügung, bekommt instant withdraw auf eine andere Plattform, kauft dort btc, verschiebt sie auf gox

Dadurch könnte gox eine wachsende Menge an dollar, ursprünglich von Nutzern eingezahlt, vom Firmenkonto, von dem aus es Nutzer abziehen könnten, auf das Konto der Betreiber verschieben

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solche börsen leben genau wie währungen stark vom vertrauen der nutzer. wenn die sowas machen würden und es käme raus, wären sie ruiniert. ich finde das ist doch ein ziemlich hohes risiko, demgegenüber steht, dass sie auch ohne solche spielchen wahrscheinlich genügend gewinn machen :-)

mein geld kam übrigens diesmal sogar schon nach 2 wochen an (SEPA-auszahlung), ich denke aber das ist glückssache und beim nächsten mal sind es dafür vielleicht 4 wochen. habe auf jeden fall den kreislauf von neuem begonnen :-P

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  • 4 weeks later...
  • 1 month later...
  • 3 years later...

Arbitrage ist immer nötig, da Arbitrage den Ausgleich über verschiedene Teilmärkte vollzieht. Ohne Arbitrage gäbe es die Verzehnfachung nicht, da in dem Fall der Markt gestört wäre und die Entwicklung behindert hätte.

Edited by Guest
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