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Paper Wallet & Blockexplorer Verständnisfrage


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Hallo Zusammen,

 

ich hatte gestern abend eine ziemlich 'schockierende' halbe Stunde und kann mir absolut einen Reim drauf machen.

Habe gestern abend eine Paperwallet erzeugt. Bitadress.org direkt von Github. Offline ausgeführt. PDF Datei auf USB Stick, Ausdruck direkt am Drucker (W-Lan fähig, suboptimal, ich weiß...)

PDF Datei vom Stick gelöscht und wieder online gegangen.

 

Versand von Bitcoin.de auf meine Paperwallet.

 

Nach ca. 15 Minuten waren die obligatorischen 0,6btc auf der Adresse. D.h. Balance der Adresse: 0,6btc.

 

10 Minuten später aktualisiere ich nochmal und erschreck' zu Tode: Balance 0,0btc. 0,6btc received, 0,6btc gesendet --> 1,2btc total volume.

 

Plötzlich geht der Puls hoch und ich versuche nachzuvollziehen, woran es lag. Bin grundsätzlich mit den Basics vertraut und habe den Vorgang über viele Jahre ohne Probleme so gehandhabt.

Als Akt schierer Verzweiflung habe ich dann mit meiner Handywallet (Coinomi) den Private Key importiert und siehe da: 0,6btc waren wieder auf dem Weg zu mir.

 

Unterm Strich hat mir wohl der Blockexplorer einen Streich gespielt, aber in Summe kann ich es trotzdem nicht nachvollziehen.

Müsste Blockchain.com sein, auf jeden Fall die Seite, auf die bitcoin.de zur Transaktion verlinkt.

 

Feuer frei für wilde Mutmaßungen 😉

 

 

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Durch den Ausdruck auf einem WLAN-Drucker ist deine Paperwallet im Grunde genommen keine Cold Wallet mehr. Ich hoffe auch, daß du dir bzgl. der Risiken einer Paperwallet komplett im Klaren bist und diese verstehst. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein. (Für 0,6BTC hätte ich schon längst eine Hardware-Wallet oder ggf. eine echte air-gapped offline Cold Wallet genutzt, aber auch das ist ein anderes Thema.)

Benutze doch einfach gescheitere Blockexplorer als ausgerechnet blockchain.com, z.B. mempool.space, bitcoinexplorer.org und wenn es unbedingt kommerzielle Sites sein müssen, dann vielleicht btc.bitaps.com oder blockchair.com. Für ein Maximum an Privacy hat man dann 'nen Raspibolt, RaspiBlitz oder Umbrel und nutzt dort lokale Instanzen von mempool.space oder bitcoinexplorer.org, dann bleiben deine Blockexplorer-Anfragen lokal in deinem eigenen Netz und Niemand kann sammeln, wofür du dich interessierst.

vor 47 Minuten schrieb frank wh1te:

Als Akt schierer Verzweiflung habe ich dann mit meiner Handywallet (Coinomi) den Private Key importiert und siehe da: 0,6btc waren wieder auf dem Weg zu mir.

Ich benutze keine Closed-Source Wallets wie z.B. Coinomi für mehr als Taschengeldbeträge. Soweit ich das bei Coinomi weiß, ist das, was du einen Import nennst, tatsächlich ein Entleeren des "importierten" Private Keys, sozusagen ein Swipe des Private Keys, durch eine On-chain-Transaktion in eine Empfangsadresse der Coinomi-HD-Wallet.

Den Schritt hielte ich für in Panik ausgeführt und unnötig. Wobei ich dein Muffensausen durchaus verstehen kann. Wenn ich definitive Klarheit über eine Transaktion brauche bzw. mir etwas komisch vorkommt, dann sollte man vielleicht mindestens zwei voneinander unabhänige Blockexplorer konsultieren.


Mir ist neulich aufgefallen, daß der Explorer von blockchain.com selbst stundenalte Transaktionen als unbekannt angezeigt hat, wenn man nach ihnen gesucht hat. Das kann ein momentanes Problem gewesen sein, ist aber eigentlich ein No-Go. U.a. deswegen wäre blockchain.com meine allerletzte Wahl für einen Explorer.

Edited by Cricktor
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Danke für deine Rückmeldung.

Alle alten Paperwallets habe ich auf einem Offline drucker ausgedruckt. Sind allerdings vor einiger Zeit auf ein neueres Modell umgestiegen. Fürs nächste mal wird er offline genommen während dem Vorgang.

Die genannte BTC Anzahl ist der running gag hier im Forum 😉

 

Du hast recht, ich hätte einfach die Transaktion in unterschiedlichen Explorern checken können, das war allerdings in der Hitze der Nacht nicht der erste Gedanke.

 

Hardware Wallet ist sicher auch eine gute Option.

Sehe für meinen Anwendungszweck allerdings kaum Mehrwert ggü einer Paperwallet.

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vor einer Stunde schrieb frank wh1te:

Alle alten Paperwallets habe ich auf einem Offline drucker ausgedruckt.

So soll's sein bzw. ist dann die beste Lösung.

 

vor einer Stunde schrieb frank wh1te:

Sind allerdings vor einiger Zeit auf ein neueres Modell umgestiegen. Fürs nächste mal wird er offline genommen während dem Vorgang.

Das nützt dir u.U. nicht viel. Größere Bürodrucker haben interne Datenträger, die Druckjobs speichern. Das wäre dann ein No-Go, da du niemals sicher sein kannst, daß dein Paperwallet-Druck geheim bleibt. Ebenso kann ein onlinefähiger Drucker in Offline-Zeiten Dinge zwischenspeichern, die er dann "verpetzen" kann, wenn er wieder Konnektivität hat. Das ist dann leider ein Faß ohne Boden...

 

vor einer Stunde schrieb frank wh1te:

Die genannte BTC Anzahl ist der running gag hier im Forum 😉

Das weiß ich und natürlich hat hier keiner im Forum etwa mehr als die 60000000sats. 😁

vor einer Stunde schrieb frank wh1te:

Sehe für meinen Anwendungszweck allerdings kaum Mehrwert ggü einer Paperwallet.

So hat Jede und Jeder seine individuellen Anwendungszwecke.

 

Ich habe 2014 das letzte Mal echte Paperwallets erstellt und damals mangels Bitcoin-Wissen sicherlich weniger auf Sicherheit geachtet, als ich dies heute tun würde. Naja, 2014 war der Bitcoin-Kurs auch deutlich niedriger als heute. Die Paperwallets blieben bis heute safe, eine habe ich 2021 im Familienkreis aufgelöst. Der Kurs im Frühjahr 2021 war dann doch zu gut, aber es wahr ohnehin kein so großer Betrag.

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