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Anfängerfrage Ledger S: welches Netzwerk wofür?


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Hallo,

ich habe zum ersten Mal Bitcoin gekauft, bei Binance. Keine ganzen 🙂 nur für ein paar Euro. Dann habe ich mir die auf mein brandneues Ledger Nano S geschickt. Hat funktioniert, war aber sackteuer, weil ich von den 5 möglichen Netzwerken zielsicher das teuerste, nämlich BTC, ausgewählt habe. Ich weiß aber gar nicht, welches der anderen ich hätte nehmen können, welches mit dem Ledger Nano S "kompatibel" ist. Und ich möchte nicht gerne mein Geld, so kryptisch es auch sei, final digitalisieren.

Kann ich irgendwo nachlesen, welche Netzwerke ich für welche Währung in Verbindung mit dem kleinen Ledger verwenden kann? Ist das womöglich auch noch von der jeweiligen Börse abhängig?

Dank im Voraus, auch an die Moderatoren für die Verschiebung in den richtigen Bereich 🙂

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Zum Üben hätte man das kostenlose Bitcoin-Testnet benutzen können, vorausgesetzt man hat überhaupt Kenntnis davon. Testnet-Bitcoins haben keinen Wert, man kann sie von Faucets (wie offene Wasserhähne), z.b. https://coinfaucet.eu/en/btc-testnet/, kostenlos beziehen. Dem Ledger kann man dann auch verklickern, daß man die Bitcoin-Testnet-App benutzen möchte und dann kann's auch schon losgehen mit dem Über, Üben, Üben...

Du kannst froh sein, daß du für Bitcoin das Bitcoin-Netzwerk auf Binance gewählt hast. Das war schon das einzig richtige für Bitcoin. Da die Transfergebühren schwanken, kann man sparen, indem man seine Coins erst dann transferiert, wenn die Gebühren gerade niedrig sind, ca. ein Faktor von 10-40x niedriger wäre durchaus drin gewesen, im Vergleich zu jetzt und heute. Aber dazu muss man wissen, wie man die aktuelle Gebührenlage sehen kann. Kann man alles lernen.

Ethereum und ETH-basierte Token werden üblicherweise über ERC-20 Transfernetzwerk versendet.

Das BEP-20 Transfernetzwerk ist ein Binance-eigenes Transfernetzwerk und sollte nur für Token benutzt werden, von denen man genau weiß, daß die damit versendet werden können oder müssen. Du findest in diesem Forum diverse Threads von Leuten, die meinten, ohne Ahnung zu haben aber Transfergebühren sparen zu wollen, es wäre sparsam z.B. ETH über BEP-20 z.B. nach Coinbase zu transferieren, weil das natürlich viel billiger als über ERC-20 ist. Das ist aktuell ein ziemlich sicherer Weg, seine ETH zu verlieren, da Coinbase zwar die ETH retten könnte, aber lieber den Mittelfinger und Desinteresse zeigt. Nicht falsch verstehen, das ist nicht die Schuld von Coinbase, sondern vom User, der ohne Verständnis der Zusammenhänge, das falsche Transfernetzwerk benutzt, die Warnung(en) auf Binance ignoriert und wo sich Geiz ungünstig mit Nichtwissen paart.

Binance hat eigentlich auch ganz gute Hilfe- und Academy-Seiten. Man muss sich nur trauen und ein wenig suchen...

Bevor du größere, echte Coin-Summen bewegst, wäre es sicherlich klug, sich ein wenig vorher zu informieren. Und Binance bietet soviele Optionen, daß es für Anfänger alles andere als einfach ist, das richtige™ zu tun. Anfängerfreundlich ist Binance meines Erachtens eher nicht.

Edited by Cricktor
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Oh, warum habe ich keine Benachrichtigung bekommen? Ich muss wohl auch das Forum noch verstehen lernen 🙂

 

Danke, dann habe ich also kein ungünstiges Netzwerk gewählt, sondern nur zu wenig BTC gekauft. Meine Frage, welche Netzwerke denn in diesem Zusammenhang nutzbar sind bzw. wo ich das eruieren kann, beantwortet das leider nicht.

Das die gebühren schwanken, und dann auch noch so heftig, wusste ich natürlich auch nicht. Die Kryptos bei Binance liegen zu lassen, ist allerdings keine Lösung. Genau das will ich ja nicht, deshalb habe ich ja ein cold Wallet gekauft.

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Ganz grob: für Bitcoin nur Bitcoin-Netzwerk, für ETH und ERC-20-Token nur ERC-20, BEP-20-Token nur BEP-20. Ich benutze Binance nicht, fände es aber hirnrissig von Binance, wenn z.B. für Bitcoin andere Transfernetzwerke angeboten würden, als überhaupt sinnvoll sind. Das ist doch nur verwirrend für Anfänger und lädt zu kostspieligen Fehlern ein.

Es geht auch darum, daß man sich bei den jeweiligen Coins und Token vorher informiert, was ist das eigentlich, was ich da ggf. kaufen möchte und in welchem "Ökosystem" sind diese angesiedelt. Diese Verantwortung kann einem keiner abnehmen.

Es gibt Webseiten, die einem z.B. für Bitcoin oder Ethereum die aktuelle Gebührenhöhe anzeigen. Ich verwende die Charts auf https://jochen-hoenicke.de/queue/#BTC (default mempool),24h,weight, um abzuschätzen wieviel Gebühren ich brauche, um eine Transaktion innerhalb des von mir gewünschten Zeitraums abzuwickeln. Die Charts zu interpretieren, kann man lernen, dazu gibt es mit Sicherheit auch Seiten im Internet oder in Foren. Wenn du mit dem Suchbegriff "jochen-hoenicke.de" hier im Forum suchst, dann bekommst du aktuell 86 Treffer, wo nicht jeder dir helfen wird, aber es ist ein Anfang. Konkrete Fragen dazu kannst du natürlich auch hier stellen. Ob man beim Transfer von einer Börse in die eigene Wallet die Gebühr maßgeblich beeinflussen kann, hängt wohl von der Börse ab, aber meist ist der Gestaltungsspielraum ziemlich klein. Z.B. ist es am Wochenende meist etwas billiger an der Gebührenfront und man kann dann solche Transfers ein paar Tage aufschieben.

Edited by Cricktor
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vor 9 Minuten schrieb Cricktor:

Ganz grob: für Bitcoin nur Bitcoin-Netzwerk, für ETH und ERC-20-Token nur ERC-20, BEP-20-Token nur BEP-20. Ich benutze Binance nicht, fände es aber hirnrissig von Binance, wenn z.B. für Bitcoin andere Transfernetzwerke angeboten würden, als überhaupt sinnvoll sind. Das ist doch nur verwirrend für Anfänger und lädt zu kostspieligen Fehlern ein.

Es geht auch darum, daß man sich bei den jeweiligen Coins und Token vorher informiert, was ist das eigentlich, was ich da ggf. kaufen möchte und in welchem "Ökosystem" sind diese angesiedelt. Diese Verantwortung kann einem keiner abnehmen.

Da tauchen sofort sehr deutliche Warnhinweise auf wenn man das falsche Netzwerk auswählt.

Bitcoin -Bitcoinnetzwerk

Ethereum -ERC20 Netzwerk

 

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vor 2 Stunden schrieb Cricktor:

Das hat andere nicht daran gehindert, ihre meist ERC-20-Coins/Token ins BEP-20-Netzwerk zu versenken. Und da gibt es Ziele, die bisher unwiederbringlich sind, wie z.B. Coinbase wohl immer noch.

Ja gut aber des Lesens sollte man eben mächtig sein wenn man mit so etwas umgeht.

Die Warnung bei Binance ist also wirklich nicht so einfach zu übersehen. Da muss man wirklich aktiv dagegen handeln.

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