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Verschiedene Cointracking-Anbieter - andere Ergebnisse?


coinomat

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Hallo,
 
ich habe teilweise gelesen, dass Leute bei Cointracking andere Ergebnisse (Gewinne) in der Auswertung hatten als bei Winheller.
Stimmt das?
Wenn ja: Ist das nur bei komplexen Trades so, oder auch schon bei weniger Transaktionen, einfachen Coins, und wenigen Börsen und Wallets?
 
Konkret habe ich meine Trades (insgesamt knapp 200 in 2 Jahren) mit Cointracking aufgearbeitet.
Mit und ohne Cointrennung gibt es verschiedene Ergebnisse, das ist ja klar.
 
Nun stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, das ganze auch bei Winheller (kostet dann halt direkt knapp 100 Euro weil nur wenige kostenlose Buchungen) reinlade, um zu sehen, ob es dort ein für mich „günstigeres“ Ergebnis gibt, um mich dann in meiner Steuererklärung am für mich besten Ergebnis zu orientieren.
 
Oder gibt es die Abweichungen nur bei komplexeren Sachen wie tausenden von Trades, Margins, Gehebelten Sachen etc. ?
Bei mir gabs eigentlich nur 5 Standard-Coins, 3-4 Börsen, ein paar Verschiebungen zwischen eigenen Wallets.
Allerdings gab es ein paar Tauschs direkt von ETH in BTC, die evt. anhand unterschiedlicher Eurokurse bewertet werden könnten.
 
Ich würde mir die Mehrarbeit  des „alles doppelt buchen“ eigentlich gerne sparen, aber wenn ich wüsste, dass die Unterschiede im Ergebnis oft bei 10% und mehr liegen, würde es sich vermutlich lohnen. 
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vor 46 Minuten schrieb coinomat:
ich habe teilweise gelesen, dass Leute bei Cointracking andere Ergebnisse (Gewinne) in der Auswertung hatten als bei Winheller.
Stimmt das?

Ja. Ein kleiner Buchungsfehler reicht aus damit dir Cointracking eine völlig falsche Steuer ausgibt ohne dich auf den Buchungsfehler hinzuweisen. Dieses Problem ist auch Winheller bekannt. Du kannst Winheller einen Export deiner Cointracking Daten geben. Den importieren sie dann einfach in ein anderes Tool was die Buchungsfehler findet und im späteren Verlauf dann ein anderes Ergebnis ausrechnet.

vor 46 Minuten schrieb coinomat:

Nun stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, das ganze auch bei Winheller (kostet dann halt direkt knapp 100 Euro weil nur wenige kostenlose Buchungen) reinlade, um zu sehen, ob es dort ein für mich „günstigeres“ Ergebnis gibt, um mich dann in meiner Steuererklärung am für mich besten Ergebnis zu orientieren.

Sprechen wir jetzt von Accointing? Das ist das aktuelle Tool was Winheller nutzen würde. Du kannst deine Daten kostenlos in Accointing laden und überprüfen. Nur der Steuerreport kostet am Ende etwas Geld. So rein theoretisch könntest du also Accounting kostenlos nutzen um deine Buchungsfehler zu finden und dann mit Cointracking den Steuerreport erstellen. Langfristig nicht die beste Methode weil doppelter Pflegeaufwand aber solltest du bereits für Cointracking Geld bezahlt haben, wäre das zumindest kurzfristig eine Lösung.

vor 46 Minuten schrieb coinomat:

Oder gibt es die Abweichungen nur bei komplexeren Sachen wie tausenden von Trades, Margins, Gehebelten Sachen etc. ?

Nö. Gerade bei den komplexen Sachen ist einem ja bewusst worauf man achten muss. Es sind am Ende genau die einfachen Buchungen, die voller Fehler sein können. Genau da wo man es am wenigsten erwarten würde. In meinem Fall hatte ich zum Beispiel beim Cointracking Partnerprogramm mitgemacht und den Reward direkt an eine Exchange gesendet. Korrekt wäre es den Deposit als Einnahme zu deklarieren damit beim späteren Verkauf auch ein Gewinn errechnet werden kann. Belässt man es beim Deposit, zerschießt es einem den kompletten Steuerreport und nichts stimmt mehr. Kleiner Buchungsfehler aber große Auswirkung. Ich habe alles mögliche dokumentiert und in Form von Kommentaren festgehalten aber die einfachen Fälle wie Partnerprogramm habe ich schlicht mit der Zeit vergessen.

Anderes Beispiel war eine Hilfeleistung. Ein anderer Trader hatte kein ETH um seine Token zu einem Exchange zu senden. Also habe ich ihm etwas ETH gesendet und er mir ein paar Token. Das war ein Trade aber die Beträge waren so klein, dass ich das damals nicht sofort gebucht habe. Erneut ein kleiner Buchungsfehler mit großen Auswirkungen.

vor 46 Minuten schrieb coinomat:

Ich würde mir die Mehrarbeit  des „alles doppelt buchen“ eigentlich gerne sparen, aber wenn ich wüsste, dass die Unterschiede im Ergebnis oft bei 10% und mehr liegen, würde es sich vermutlich lohnen. 

Den Teil mit den Auswirkungen muss ich vermutlich nochmal etwas genauer erklären. Wir reden hier nicht von einer kleinen 10% Abweichung. Wir reden hier von durchaus größeren Abweichungen. Im Steuerjahr 2021 habe ich eigentlich einen steuerlichen Verlust erwirtschaftet und auch erwartet das im Steuerreport zu sehen. Mir war bewusst, dass ich noch nicht alle Buchungsfehler beseitig hatte. Für den ersten Steuerreport war mir das egal weil ich für meine weitere Planung die Einkünfte aus dem Bereich Staking, Mining usw brauchte. Die Summe war korrekt trotz der Buchungsfehler. Dieser erste Probelauf beinhaltete einen Trading Gewinn von etwas unter 10K. Meine Buchungsfehler sorgten für eine Abweichung von 600%. Das ist jetzt ein Extremwert aber keine Seltenheit.

Edited by skunk
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vor 22 Minuten schrieb skunk:

 Du kannst Winheller einen Export deiner Cointracking Daten geben. Den importieren sie dann einfach in ein anderes Tool was die Buchungsfehler findet und im späteren Verlauf dann ein anderes Ergebnis ausrechnet.

....
Sprechen wir jetzt von Accointing? 

Danke für Deine Antwort.
Ja, ich habe Winheller geschrieben aber meinte lediglich deren Accounting-Software ohne Steuerberater-Service.
Meinst Du, dass Accounting/Winheller das Cointracking-Backup in die Acoointing-Software hochladen können?
Das geht dann aber nur im persönlichen Kontakt, und nicht einfach direkt, oder?

Da ich Winheller nicht groß nerven will, würde ich sonst einfach mal versuchen, selbst alles hochzuladen bei denen als Test. Eigentlich habe ich ja alle Trade-Berichte beisammen, jedoch gabs beim ersten Testen Probleme beim hochladen von Coinbase und Coinbase-Pro csv´s aus 2020...das muss ich mir mal genauer ansehen.
 

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vor 4 Minuten schrieb coinomat:

Das geht dann aber nur im persönlichen Kontakt, und nicht einfach direkt, oder?

Trenne mal gedanklich Winheller von Accointing. Accointing ist das Tool. Winheller sind die Steuerberater, die du optional dazu buchen kannst falls du Problem hast das Tool selber zu bedienen.

-> Du kannst alles selber machen.

Ich habe damals meine Daten komplett in Accointing hochgeladen und dann in Accointing nachbearbeitet. Bei der Nachbearbeitung habe ich zum Beispiel die Exchanges durch API Anbindung oder direkten CSV Import ersetzt um dann in den Folgejahren meine Steuererklärung dauerhaft mit Accointing pflegen zu können.

Ich erzähle die Tage wieder verdächtig viel über Accointing. Ich hau mir mal meinen Reflink in die Signatur. Wenn dir meine Hilfe nicht gefallen hat dann würdest es mich besonders ärgern wenn du den Reflink anklickst :D 

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vor 1 Stunde schrieb skunk:

Ich hau mir mal meinen Reflink in die Signatur.

Eyeyey. Jetzt wirst du auch noch schwach. Der Klingelbeutel geht um...

cointracking wirft die Fehler meist erst viel später, man erhält oft erst bei Veräußerung die Meldung dass kein passender Kauf gefunden werden konnte. Dann geht die Sucherei in der Vergangenheit los... Daher muss man da akribisch aufpassen, was man macht, sonst büßt mans später doppelt.

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Gerade eben schrieb gaston5:

@skunk darf ich fragen, warum du am Ende bei Accointing bleibst?

Habe beide probiert und mir gefällt die Flexibilität von cointracking einfach besser. Warum ist cointracking soviel fehleranfälliger als accointing?

Weil ich kein Buchhalter bin. Ich werde immer Buchungsfehler machen und ich habe auch nicht vor mich zum Buchhalter umschulen zu lassen. Einmal im Jahr bin ich gezwungen meine Buchungsfehler zu finden und zu bereinigen. Accointing zeigt mir schön übersichtlich alle Buchungsfehler sodass ich sie mit akzeptablen Zeitaufwand korrigieren kann. Das Resultat ist dann eine Steuerbericht, den ich mit Überzeugung erklären und verteidigen kann.

Bei Cointracking war mir das nicht möglich. Ich wusste, dass ich Buchungsfehler habe aber Cointracking war keine Hilfe dabei diese zu finden und zu beseitigen. Was ich an Zeit versenkt habe die Fehler manuell zu finden und zu korrigieren war nicht mehr feierlich. Ich habe gelernt, dass es für meine Zwecke besser ist einmal im Jahr auf die tolle Oberfläche von Cointracking zu verzichten und notfalls einiges per Hand zu buchen als zu versuchen ohne Hilfe meine Buchungsfehler zu finden und zu korrigieren. Am Jahresende ist es eine einfache Rechnung. Mit welchem Tool bekomme ich am schnellsten einen brauchbaren Steuerbericht.

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vor 24 Minuten schrieb cryptonix:

Eyeyey. Jetzt wirst du auch noch schwach. Der Klingelbeutel geht um...

Na wenn schon dann gleich richtig. Ich bin sowieso Cointracking geschädigt und warne überall vor der versteckten Falle. Der Reflink rundet das Gesamtbild einfach ab :D 

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vor 1 Minute schrieb skunk:

Na wenn schon dann gleich richtig. Ich bin sowieso Cointracking geschädigt und warne überall vor der versteckten Falle. Der Reflink rundet das Gesamtbild einfach ab :D 

Und irgendwann setzt du noch amazon.de affiliate-Links. Hilfe. 

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@skunk: Nur zur Info: In Deinem Footer steht "bis zu 60 Euro Rabatt".
Die Preise scheinen allerdings genau die selben zu sein (79/199/299$) wie ohne Reflink.

Kann aber trotzdem drüber buchen, falls ich buche.

Nutzt Du Cointracking überhaupt nicht mehr, oder hat Cointracking auch Vorteile in Deinen Augen?
Auf die schnelle habe ich den Eindruck, Coinzracking gibt einen besseren ÜBerblick über darüber, wann welche Coins Steuerfrei werden etc...


 

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vor 6 Minuten schrieb skunk:

Nur für dich: https://www.amazon.de/geimpftes-Schlafschaf-Anstecker-Brosche-Cartoon/dp/B09418F5Z1

Gut der Teil mit dem Affiliate Link fehlt jetzt. Der Witz war es mir trotzdem Wert :D 

Du musst noch ein kleines hochgestelltes a dahintersetzen - dann isses stilecht, wobei ich glaub der ist zu viel insider.

YES, der Link ist geil. Ich war kurz am überlegen, aber nochmal 1,55 Porto... Der Geiz... Beim heutigen Dump...

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vor 5 Minuten schrieb coinomat:

Nutzt Du Cointracking überhaupt nicht mehr, oder hat Cointracking auch Vorteile in Deinen Augen?

Ich nutze Cointracking aktuell nicht mehr. Es gibt ein paar Features, die ich vermisse. Cointracking hat eine super UI mit der man auch einfach mal 100 Buchungen mit wenigen Klicks modifizieren kann. In Accointing muss ich die Buchungen eher einzeln modifizieren. Auch die Filter waren in Cointracking besser.

Eine Übersicht über steuerfreie Coins haben beide. Das ist sogar der Grund warum ich von Cointracking erst etwas unglücklich auf CryptoTax und dann sehr glücklich bei Accointing gelandet bin. Bei CryptoTax fehlte mir die Übersicht welche Coins ich aktuell steuerfrei oder mit Verlust verkaufen kann.

Ich vermute Cointracking hat auch eine bessere Anbindung an diverse Exchanges mit API Anbindung. Wobei das so ein zweischneidiges Schwert ist. Binance hat ein unangenehmes Ratelimit. Accointing hat es inzwischen geschafft trotz des Ratelimits die Daten automatisch abzugreifen. Der Teil hat bei Cointracking zweitweise nicht funktioniert hat. Das heißt bei meinen Daten ist Accointing besser ich vermute aber trotzdem, dass in Summe Cointracking mehr Exchanges anbindet.

Steuerbericht finde ich bei Accointing etwas übersichtlicher aber das ist gleichzeitig Fluch und Segen. In meinem Steuerreport stehen unter anderem Coins drin, die ich als Gehaltszahlung bekommen habe. Diese Coins sind nicht von mir sondern von meinem Arbeitgeber zu versteuern. Ich habe die Coins bisher bei mir als einfachen Kauf eingetragen oder irgend eine anderen Typ mit ähnlichen Auswirkungen. Der Steuerreport von Accointing zeigt diesen Sonderfall jetzt dummerweise ebenfalls sehr übersichtlich an. Ich kann dem Steuerreport sofort die Summe entnehmen, die mir mein Arbeitgeber über das Jahr hinweg ausgezahlt hat. Dem Finanzamt kommt diese Übersicht aber gleichermaßen zugute und das könnte sich zu einem Nachteil entwickeln. Gut jetzt weniger in diesem speziellen Fall. Selbst wenn mein Arbeitgeber vergessen hat die Steuern abzuführen so ist das nicht mein Problem. Der Fall sagt mir nur, dass ein Steuerreport mit weniger Details besser ist um vom Finanzamt nach einer oberflächlichen Prüfung einfach durchgewunken zu werden.

Was mir noch fehlt ist eine Möglichkeit ETH2 Rewards zu buchen. Ich würde Accointing gern meinen Validator Key übergeben und dann soll Accointing die Rewards automatisch erfassen und versteuern. Das kann Accointing leider nicht und solange das der Fall ist, werde ich bei Trockenübungen im Testnet bleiben und keinen Mainnet Validator starten. Ich würde aber auch hier darauf tippen, dass Cointracking als erstes ETH2 supportet.

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Danke für Deine Offenheit. Wie ist der Service bei Accointing, wenn Du mal Nachfragen hast? 

Bei cointracking fnde ich die Präsenz eines Mitarbeiters hier im Forum sehr gut, da offensichtlich auch "dumme Fragen" schnell und freundlich beantwortet werden. 

Das war der Hauptgrund, dass ich mir accointing zunächst gar nicht näher angeschaut hatte, obwohl es für mich deutlich günstiger wäre. 

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vor 1 Minute schrieb coinomat:

Bei cointracking fnde ich die Präsenz eines Mitarbeiters hier im Forum sehr gut, da offensichtlich auch "dumme Fragen" schnell und freundlich beantwortet werden. 

Auch der Support per Ticket bei Accont-bezogenen Problemen/Fragen funktioniert top. Da wird einem gut weitergeholfen, mir wurde mal direkt der fehlerhafte Trade markiert/mitgeteilt - der für eine spätere Fehlermeldung verantwortlich war. Da war ich sehr positiv überrascht.

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