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Etwas komplizierte Situation?


DerSommerMitRegen

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Hallo zusammen,

 

leider habe ich eine etwas komplizierte Situation und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich bemühe mich, es verständlich darzustellen (fällt mir aber schwer) und bitte das Chaos zu entschuldigen!

Meine Idee war immer, ein wenig mit den Kryptowährungen "rumzuspielen" und verschiedene eigene Algorithmen (selbstprogrammierte Trade-Bots) auszuprobieren. Deswegen die vermutlich komische Konstellation (niedrige Beträge, mehrere Accounts). Vermutlich ist der Punkt 1.) uninteressant, aber bei Punkt 2.) wird es kompliziert. Für die Verschiedenen Plattformen verwende ich die Namen PlattformA und PlattformB bzw. PlattformC.

Bitte keine Diskussion über den Sinn dahinter. Es war damals einfach der Spaß am Programmieren und Ausprobieren, der mich getrieben hat. Mir ist auch klar, dass es sich eher um Peanuts handelt. Aber es geht mir darum, rechtlich alles in trockenen Tüchern zu haben.

 

Also fangen wir an:

1.)

- Anfang 2017 kauf von wenigen BTC bei PlattformA. Wert in Fiat damals um die 100 Euro.

- diese wurden dann zu PlattformB transferiert und dort in unterschiedliche Coins hin und her getradet.

- Herbst 2017 kauf von weiteren wenigen BTC bei PlattformA. Wert in Fiat damals um die 100 Euro.

- ebenfalls Transfer zu PlattformB zum rumspielen mit den Trades.

- Ende 2017 BTC Transfer von PlattformB zurück zu PlattformA.

- die Anzahl der BTC waren dann beim Verkauf geringer (wen wunderts 😉 ) als damals im Einkauf

- Verkauf aller BTC auf PlattformA mit ein paar Euro Verlust.

Ich vermute, dass also Punkt 1.) nicht kritisch ist, da ich ja eh Verlust gemacht habe? Oder sind die Trades in den anderen Plattformen selber relevant? Allerdings sind die Beträge sowas von niedrig, also alles unter 600 Euro. Außerdem hat sich ja die Anzahl der Bitcoins verringert. Hier wurde übrigens immer "manuell" getradet, nicht per Bot. Quasi als Einstieg. Muss es denn trotzdem in der Steuererklärung angegeben werden? Ich vermute: nein!

 

2.)

- von Anfang 2019 bis Anfang 2021 habe ich ein paar mal BTC bei PlattformA gekauft und jeweils nach PlattformC weiter transferiert. Wert insgesamt fast 1000 Euro.

- Problem an der Sache ist, ich habe mehrere PlattformC Accounts. Das liegt daran, dass ich verschiedene Bots mit unterschiedlichen Parametern ausprobiert habe.

- so entstanden eine Menge kleiner Trades. Sehr unübersichtlich das Ganze leider!

- die Selbst gebastelten Bots haben nicht wirklich Gewinn oder Verlust erzielt (auch hier wieder: wen wunderts 😉 ) .

- später habe ich die Lust daran verloren und noch einmal meine gesamten Coins von den unterschiedlichen PlattformC Accounts auf einen PlattformC Account transferiert. 

- das ist ungefähr 1 Jahr her, eher ein paar Monate weniger als 1 Jahr.

- hier lagen sie nun bis heute. Ich habe heute alle Coins in PlattformC zu BTC getauscht und diese dann nach PlattformA transferiert.

Auch hier hat sich die Anzahl der BTC verringert. Allerdings gibt es trotzdem einen Gewinn von ca. 1000 Euro.

 

 

Wie gehe ich steuerrechtlich damit um? Sorgen machen mir die zahlreichen "Mini-Trades" in den jeweiligen Plattformen. Die BTC, welche jetzt auf der PlattformA liegen, sollen dort nun für einige Jahre liegen bleiben, sie haben dort aber einen Wert mit einem Gewinn von ca. 1000 Euro. Muss ich jetzt schon den auf dem Papier vorhandenen Gewinn von 1000 Euro versteuern, weil ich zwischen den Plattformen getradet habe? Wie sieht das dann mit den vielen kleinen Trades der letzten Jahre aus? Müssen die auch versteuert werden? Sie liegen ja bis zu 2,5 Jahre zurück und ich hatte sie damals nicht in der Steuererklärung angegeben. Natürlich mag man über die sehr niedrigen Beträge lachen, aber Fakt ist, dass ich mehr als 600 Euro Gewinn zum jetzigen Zeitpunkt habe. Wie wird hier gerechnet?

 

 

Meine Hoffnung ist, dass ich es steuerlich nächstes Jahr für Punkt 2.) so machen kann:

- Summe eingezahlter Euro angeben. Oder eventuell sogar die einzelnen Positionen. Ca. 1000 Euro

- Wert der jetzt zum Zeitpunkt des Transfers in PlattformA in BTC vorhanden ist angeben. Ca. 2000 Euro

- Steuern zahlen auf die 1000 Euro Gewinn.

 

Oder erst Steuern zahlen und die Sache in der Steuererklärung angeben, wenn ich es in Fiat zurück tausche. <-- bin mir hier unsicher

Evtl. direkt zu nem Steuerberater rennen? Aber für so geringe Beträge, der lacht mich ja aus.

 

Danke euch für die Mühe. Vielleicht ist es ja einigermaßen verständlich. Ich will es halt komplett "korrekt" machen.

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vor 6 Stunden schrieb DerSommerMitRegen:

Hallo zusammen,

 

leider habe ich eine etwas komplizierte Situation und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich bemühe mich, es verständlich darzustellen (fällt mir aber schwer) und bitte das Chaos zu entschuldigen!

Meine Idee war immer, ein wenig mit den Kryptowährungen "rumzuspielen" und verschiedene eigene Algorithmen (selbstprogrammierte Trade-Bots) auszuprobieren. Deswegen die vermutlich komische Konstellation (niedrige Beträge, mehrere Accounts). Vermutlich ist der Punkt 1.) uninteressant, aber bei Punkt 2.) wird es kompliziert. Für die Verschiedenen Plattformen verwende ich die Namen PlattformA und PlattformB bzw. PlattformC.

Bitte keine Diskussion über den Sinn dahinter. Es war damals einfach der Spaß am Programmieren und Ausprobieren, der mich getrieben hat. Mir ist auch klar, dass es sich eher um Peanuts handelt. Aber es geht mir darum, rechtlich alles in trockenen Tüchern zu haben.

 

Also fangen wir an:

1.)

- Anfang 2017 kauf von wenigen BTC bei PlattformA. Wert in Fiat damals um die 100 Euro.

- diese wurden dann zu PlattformB transferiert und dort in unterschiedliche Coins hin und her getradet.

- Herbst 2017 kauf von weiteren wenigen BTC bei PlattformA. Wert in Fiat damals um die 100 Euro.

- ebenfalls Transfer zu PlattformB zum rumspielen mit den Trades.

- Ende 2017 BTC Transfer von PlattformB zurück zu PlattformA.

- die Anzahl der BTC waren dann beim Verkauf geringer (wen wunderts 😉 ) als damals im Einkauf

- Verkauf aller BTC auf PlattformA mit ein paar Euro Verlust.

Ich vermute, dass also Punkt 1.) nicht kritisch ist, da ich ja eh Verlust gemacht habe? Oder sind die Trades in den anderen Plattformen selber relevant? Allerdings sind die Beträge sowas von niedrig, also alles unter 600 Euro. Außerdem hat sich ja die Anzahl der Bitcoins verringert. Hier wurde übrigens immer "manuell" getradet, nicht per Bot. Quasi als Einstieg. Muss es denn trotzdem in der Steuererklärung angegeben werden? Ich vermute: nein!

 

2.)

- von Anfang 2019 bis Anfang 2021 habe ich ein paar mal BTC bei PlattformA gekauft und jeweils nach PlattformC weiter transferiert. Wert insgesamt fast 1000 Euro.

- Problem an der Sache ist, ich habe mehrere PlattformC Accounts. Das liegt daran, dass ich verschiedene Bots mit unterschiedlichen Parametern ausprobiert habe.

- so entstanden eine Menge kleiner Trades. Sehr unübersichtlich das Ganze leider!

- die Selbst gebastelten Bots haben nicht wirklich Gewinn oder Verlust erzielt (auch hier wieder: wen wunderts 😉 ) .

- später habe ich die Lust daran verloren und noch einmal meine gesamten Coins von den unterschiedlichen PlattformC Accounts auf einen PlattformC Account transferiert. 

- das ist ungefähr 1 Jahr her, eher ein paar Monate weniger als 1 Jahr.

- hier lagen sie nun bis heute. Ich habe heute alle Coins in PlattformC zu BTC getauscht und diese dann nach PlattformA transferiert.

Auch hier hat sich die Anzahl der BTC verringert. Allerdings gibt es trotzdem einen Gewinn von ca. 1000 Euro.

 

 

Wie gehe ich steuerrechtlich damit um? Sorgen machen mir die zahlreichen "Mini-Trades" in den jeweiligen Plattformen. Die BTC, welche jetzt auf der PlattformA liegen, sollen dort nun für einige Jahre liegen bleiben, sie haben dort aber einen Wert mit einem Gewinn von ca. 1000 Euro. Muss ich jetzt schon den auf dem Papier vorhandenen Gewinn von 1000 Euro versteuern, weil ich zwischen den Plattformen getradet habe? Wie sieht das dann mit den vielen kleinen Trades der letzten Jahre aus? Müssen die auch versteuert werden? Sie liegen ja bis zu 2,5 Jahre zurück und ich hatte sie damals nicht in der Steuererklärung angegeben. Natürlich mag man über die sehr niedrigen Beträge lachen, aber Fakt ist, dass ich mehr als 600 Euro Gewinn zum jetzigen Zeitpunkt habe. Wie wird hier gerechnet?

 

 

Meine Hoffnung ist, dass ich es steuerlich nächstes Jahr für Punkt 2.) so machen kann:

- Summe eingezahlter Euro angeben. Oder eventuell sogar die einzelnen Positionen. Ca. 1000 Euro

- Wert der jetzt zum Zeitpunkt des Transfers in PlattformA in BTC vorhanden ist angeben. Ca. 2000 Euro

- Steuern zahlen auf die 1000 Euro Gewinn.

 

Oder erst Steuern zahlen und die Sache in der Steuererklärung angeben, wenn ich es in Fiat zurück tausche. <-- bin mir hier unsicher

Evtl. direkt zu nem Steuerberater rennen? Aber für so geringe Beträge, der lacht mich ja aus.

 

Danke euch für die Mühe. Vielleicht ist es ja einigermaßen verständlich. Ich will es halt komplett "korrekt" machen.

Schau dir mal das Tool Cointracking an. Trage alle Trades ein. Über die Steuer-Report Funktion erhältst du eigentlich alle relevanten Infos. Zudem zeigt dir das Tool auch an, zu welchem Zeitpunkt wieviel Coins steuerfrei sind. Depottrennung ist mittlerweile wohl auch möglich.

Edited by Ulli
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vor 2 Stunden schrieb Ulli:

Lad dir mal das Tool Cointracking runter. Trage alle Trades ein. Über die Steuer-Report Funktion erhältst du eigentlich alle relevanten Infos. Zudem zeigt dir das Tool auch an, zu welchem Zeitpunkt wieviel Coins steuerfrei sind. Depottrennung ist mittlerweile wohl auch möglich.

Äh runterladen?

  • Haha 1
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vor 21 Stunden schrieb DerSommerMitRegen:

Evtl. direkt zu nem Steuerberater rennen? Aber für so geringe Beträge, der lacht mich ja aus.

Der Finanzbeamte ebenso.

Daher vereinfache das bestmöglich und schätze bestmöglich, belege deine Schätzung mit plausiblen Begründungen damit das wirklich schlüssig wird.

Dein Beitrag da oben geht schon in die richtige Richtung. Ein paar Zahlen dran und als Belege die jeweiligen Transaktionen zwischen den Plattformen und die jeweiligen Eurokurse und schon sollte das passen. Das Ganze dann bei Cointracking rein und die Lücken mit jeweils einem Trade glatt ziehen, der dann gesammelt alle Trades der Plattform zwischen den bekannten Ein- und Auszahlungen zusammenfasst.

Die Freigrenze von 600 Euro interpretiere ich persönlich als "Bagatellgrenze", da will sich keiner mit befassen.

Wenn du nun 1.000 Euro als zu versteuernden Gewinn angibst, dürfte das auch kaum jemanden jucken.

Ganz genau wissen das jedoch nur Finanzbeamte und Steuerfachleute. Und weil das auch nur Menschen sind, bekommst du verschiedene Antworten je nachdem wen du fragst.

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