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Kompliziertere Steuerfragen - oder denke ich zu kompliziert?


Xomchi

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Ich habe den riesengroßen Anfängerfehler gemacht, meine Trades zu Beginn nicht genau aufzuschreiben. Das hole ich derzeit nach, da ich eine absolut saubere Abwicklung für die Steuer haben möchte.

Leider stoße ich derzeit auf einige Hindernisse, die ich einfach nicht überwältigt bekomme. Hauptsächlich, weil ich im ersten Monat im Neulings-Crypto-Wahn viel zu viele Dinge zeitgleich getan habe (Coins auf Bitcoin.de gekauf/verkauft; Coins von Bitcoin.de an eine Wallet gesendet und von dieser Wallet Waren gekauft [LEGALE! XD], Restliche Coins von besagter Wallet wieder zurück nach Bitcoin.de geschoben; Coins von Bitcoin.de nach Bitfinex geschickt und dort gehandelt; Coins von Bitcoin.de von Bitfinex zurückgeschickt; Coins von Bitcoin.de auf eine wieder andere Wallet zum HODLN geschickt und so weiter und so fort) Noch dazu kamen dann zwei bittere Erfahrungen im Bezug auf Scam und Diebstahl. Die erste hat mich nicht sonderlich überrascht und hat auch kein großes Loch in meine Finanzen geschlagen, trotzdem habe ich ein paar hundert Euro über Bitconnect verloren und ich weiß nicht wann und wie ich das berücksichtigen kann und soll. Zum anderen wurde mir relativ zu Beginn (09/17) ein nicht unerheblicher Wert von einem Online Wallet entwendet und auch hier weiß ich nicht, wie das ganze berücksichtigt wird.

Somit habe ich einige Anfängerfehler gemacht. Zum Glück habe ich aus diesen gelernt und stehe heute immer noch im knallgrünen Bereich da. Nur bei der Berechnung des zu versteuernden Betrages qualmt mir der Schädel.

Beispiel:

(Ich verwende erfundene Zahlen) Wenn ich nun im Jahr 2017 20 BTC bei Bitcoin.de verkauft und 1 BTC bei Bitcoin.de ausgezahlt habe (z.b. an meine Wallet) und im gleichen Jahr 22 BTC gekauft und 0,5 BTC eingezahlt habe, wie viele der gekauften und eingezahlten Coins werden steuerlich Berücksichtigt? Meine Überlegung: Es werden nur die Coins steuerlich berücksichtigt, die auch veräußert wurden (20 verkaufte Coins + 1 BTC, den ich von meiner Wallet aus zum bezahlen von Waren genutzt habe = 21 BTC eingekaufte BTC, die steuerlich verrechnet werden. Darüber hinaus gekaufte BTC sind erst für das Jahr 2018 steuerlich zu berücksichtigen.)

Mit welchen Kursen werden Ein- und Ausgezahlte Coins berechnet? Ich mache mir derzeit einen Haufen Arbeit, da ich auch mit cointracer nicht klar komme im Bezug auf verlorene Coins und diversen unterschiedlichen Wallets, die ich zu Beginn besaß. Macht es sinn, Auszahlungen nach dem FiFo-Prinzip mit eingekauften Coins zum gleichen Tarif zu verrechnen, da diese in diesem Moment nicht veräußert wurden? (Ich kauf z.b. 1 BTC zum Preis von X und schreibe mir bei einer Auszahlung einen Abgang von X BTC zum gleichen Preis auf, woraufhin ich bei dem Ziel-Depot wieder einen Eingang zum Preis von X und künftig eine Veräußerung zum Tageskurs verzeichne?)

Ich weiß so langsam nicht mehr weiter, habe auch schon so einige threads durchsucht und ich hoffe, dass mir jemand helfen oder mir sinnvolle Hilfestellungen verlinken kann. Ich habe kein Problem damit, mich selbst vernünftig einzulesen, nur finde ich einfach keine Quellen, die mein Problem beheben...

 

LG

 

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Oh, das klingt nach vielen Naechten, die Du Dich damit beschaeftigen darfst :D

Ging mir aehnlich. Und am Ende hatte ich Zahlen von denen ich nicht wusste ob die plausibel sind oder nicht.

Daher mal mein Rat:

1. Zuerst ermittle Deinen Bestand mit dem Du in 2017 gestartet bist (Coins und deren Anschaffungspreise + Eigenkapital)
2. Danach ermittelst Du Deinen Bestand am Jahresende (Coins + Eigenkapital + Gewinnentnahmen)
3. Dann ermittelst Du den Wert Deiner End-Bestandscoins anhand der Anschaffungspreise

Nun hast Du einen Endbestand und einen Anfangsbestand in Euros - die Differenz ist Dein steuerpflichtiger Gewinn.

Wenn Du das hast, geht es darum zu ermitteln wie der Gewinn zustande gekommen ist, dazu brauchst Du jeden einzelnen Trade und dessen Ertrag. Die Summe der Ertraege abzueglich der Gebuehren sollte dann Deinen Gewinn ergeben.

Klingt einfach, hat mich jedoch viele Naechte gekostet um am Ende herauszufinden, dass ich einen Differenzbetrag habe, der sich mit Euro-Gebuehren bei Bitcoin.de deckt ... und ich bin derzeit noch am Gruebeln wie das alles zusammen passt.

 

Der cointracking-Steuerreport allein wird leider durch die Optionen FIFO/LIFO und weitere Parameter vollkommen wetrtlos, da man sich die best passende Option heraussuchen kann um so den niedrigsten Gewinn  zu ermitteln. Das wird auch das Finanzamt irgendwann erkennen.

Aus dem Grund gehe ich den Weg um ueber End-Bestand minus Anfangs-Bestand die Plausibilitaet des Reports sicher zu stellen.

 

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Also, wenn das ganze eine bestimmte Summe überschreitet, empfehle ich den Weg zum Steuerberater.

Ich habe folgende Erfahrung gemacht: Wenn ein Steuerberater die Erklärung erstellt, gibt es kaum Probleme mit dem Finanzamt.

In manchen Jahren habe ich nur etwa 50 Wertpapierkäufe/Verkäufe getätigt, dann mache ich das selber. Wenn es aber mehr sind, lasse ich das vom Steuerberater machen. Das kostet zwar Geld, aber das ist möglicherweise gut investiert. Ich hatte noch nie eine einzige Rückfrage vom FA, wenn der Steuerberater das gemacht hat und die vorab errechnete Summe stimmte bis auf wenige Cents mit dem überein, was das FA bezahlt hat, und es ging alles relativ flott über die Bühne.

Wenn ich die Steuererklärung selber mache, gibt es dann doch die ein oder andere Rückfrage und das dauert dann ziemlich lange.

 

Rainer

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