Jump to content

Bitcoinkauf 2010


Recommended Posts

Hallo in die Runde,

 

ich habe mich nun ein paar Tage durch diverse Foren gelesen, aber bin  nicht wirklich fündig geworden, was meine Problematik angeht. Und zwar kam ein Bekannter auf mich zu mit einer mehrmals formatierten externen Festplatte und teilte mir mit, dass er im Jahre 2010 mal Bitcoin erworben hatte und ich doch bitte mal die Festplatte wiederherstellen und auf die Suche der Bitcoins gehen solle. 

Die Festplatte mit Daten konnte ich wiederherstellen und komme nun zu meinem eigentlich Problem. Laut Aussagen meines Bekannten wurden damals die BTC noch nicht an ein wallet gesendet, sondern Ihm wurden beim Kauf mehrere Zahlenfolgen per E-Mail sendet, welche er auf dieser Platte ablegte (seine Aussage: "Ich habe speichern unter gedrückt!-.-). War das damals die Praxis oder konnte man damals bereits die btc an ein wallet senden?

Ich weiß aktuell nicht ob ich nach einer wallet.dat oder sonst was suchen muss. Vielleicht kennt jemand noch von damals ein paar Abläufe und kann mir da weiter helfen bzw. mir Quellen nennen wo ich mich dazu belesen kann?

 

Ich danke vorab und beste Grüße

  

Link to comment
Share on other sites

Ich kenne zwar Bitcoin erst so seit Mitte 2011 aktiv, aber Wallet-Software hat es schon 2009 gegeben. Damals™ dürften verschlüsselter Emailversand wohl auch eher die Ausnahme gewesen sein und normaler Emailversand ist ungefähr so sicher wie Postkarten zu verschicken. Wenn der Postbote Zeit und Lust hat, kann er die Postkarten problemlos mitlesen.

Zahlenfolgen per Email, um Bitcoins zu kaufen? Denkbar, aber ziemlich sicher die unsicherste und dümmste Methode, die ich mir konstruieren müsste, um deinem Bekannten folgen zu können. Vielleicht ist er schon damals einem Scam zum Opfer gefallen. Wie soll das funktioniert haben und was sollen diese Zahlenfolgen repräsentiert haben? Private Schlüssel? Hmm, könnte man machen, aber total beknackt und würde kein Bitcoin-User bei Verstand machen, außer er hätte Null Ahnung von Bitcoin.

Bei einer "mehrmals formatierten" externen Festplatte kommt es jetzt auch auf ein paar unterschlagene Details an, aber wenn ich mir vorstelle, daß diese jeweils nach einer Formatierung auch erstmal eine gewisse Zeit benutzt wurde, dann fällt es mir schwer, deiner Schilderung Glauben zu schenken. Aber gut, völlig unmöglich wäre es nicht. Wiederherstellen kann man in solchen Fällen jedenfalls nur, was zuletzt in die Sektoren der Platte geschrieben wurde. Der vorherige Inhalt von überschriebenen Sektoren lässt sich nicht wiederherstellen. Mir ist schon klar, daß die Formatierung eines Dateisystems (FS) eigentlich meist nur die FS-Verwaltungsstrukturen neu schreibt und die eigentlichen Dateiinhalte idR noch fast alle auf der Platte sind und recht viel davon auch wiederhergestellt werden kann, wenn auch ohne Garantie auf Korrektheit (soll heißen, je nach Fragmentierung der Dateien, kann nicht sicher alles genau wiederhergestellt werden). Ich möchte da jetzt auch nicht ins Detail gehen.

Aber deine Schilderung interpretiere ich so, als wäre die Festplatte mehrmals nach diesen ominösen Emails formatiert worden. Wenn bei einer nachfolgenden Formatierung und Nutzung des Datenträgers gleichviel oder mehr Daten gespeichert wurden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß alle Daten des FS vor der Formatierung nun überschrieben wurden und für immer weg sind. Jede weitere Formatierung und Nutzung macht es für die alten Daten ganz sicher nicht besser.

Edited by Cricktor
  • Thanks 1
Link to comment
Share on other sites

Das ist natürlich schwierig wenn man nicht weiß wo nach man suchen muß. :(

Wenn du das Dateisystem wieder herstellen konntest würde ich zunächst unter Eigene Dateien suchen.

Erwarten würde ich Bitcoin-Adressen und Private Keys.

Also erstmal alle Textdateien und auch PDFs auf Base58 scannen.

Dann Archive und andere Binärdateien, was mühsam wird. Bilder wird man wohl nicht verwendet haben.

Falls du etwas Base58 findest bitte keinesfalls öffentlich posten!

 

 

Link to comment
Share on other sites

Wenns Windows ist dann führt "speichern unter" ja Standardmässig in den Ordner eigene Dateien. Eigentlich.

Da kannste nur gucken was da für Dateien drin sind und alle mal öffnen und gucken was drinsteht.

Auf dem Ordner Desktop auch mal gucken was da so ist.

Was für ein Format die Datei hat ist natürlich fraglich.

Wenn er Outlook benutzt hat dann kann man die emails ja abspeichern, die sind dann schlicht im Format .msg, also heutzutage jedenfalls. Ich vermute die kann man aber auch nur mit Outolook wieder öffnen? Dann wird direkt die email angezeigt. Ansonsten einfach alle Dateien öffnen und reinschauen was drin ist. Auch mal auf Laufwerk 😄 direkt in den Ordner "Benutzer", "Name" reingucken, möglicherweise wurd da auch was abgelegt. Auch in den Ordnern der Programme kann was sein, vielleicht hat er da was installiert gehabt das Dateien dort ablegt.

Problem bei der Sache, Börsen die 2010 existierten sind glaub ich alle weg. Wenn die Coins dort lagen dann sind auch die Coins weg.

Falls diese Zahlenfolge ein Privatekey oder Seed ist dann kann man den Zugang zu den Coins in einer Wallet wiederherstellen.

Allerdings besteht ein Seed aus einer Reihe englischer Wörter, 12 Wörter, 24 oder 25 z.b.

Aber ich kann mich erinnern das ich auch mal etwas mit anderen Zeichenfolgen hatte, so in der Art wie E34F6-4H67J-7H453-757KK-G67D2. Aber ich weiss echt nicht mehr wozu das gehörte.

Link to comment
Share on other sites

vor 6 Minuten schrieb Cricktor:

Zahlenfolgen per Email, um Bitcoins zu kaufen? Denkbar, aber ziemlich sicher die unsicherste und dümmste Methode, die ich mir konstruieren müsste, um deinem Bekannten folgen zu können. Vielleicht ist er schon damals einem Scam zum Opfer gefallen. Wie soll das funktioniert haben und was sollen diese Zahlenfolgen repräsentiert haben? Private Schlüssel? Hmm, könnte man machen, aber total beknackt und würde kein Bitcoin-User bei Verstand machen, außer er hätte Null Ahnung von Bitcoin.

Doch das hatte ich auch mal, aber ich weiss nicht mehr wofür das war. Aber ich geh davon aus das es in dem Fall nur ein Zugangsschlüssel für die Börse war um im Notfall den Zugang wiederherstellen zu können der in der email nur mit erwähnt wurde. Vielleicht war der Kauf direkt bei der Registrierung und dann kam dann mit der mail auch gleich der Wiederherstellungscode für den Zugang zur Börse falls man Passwort usw. verbummelt hat.

Link to comment
Share on other sites

Meine runtergeladenen E-Mails von einem gekündigten Account kann ich in jedem Mailprogramm öffnen. 

Ob hier aber die Mail selber runtergeladen und gespeichert wurde, oder ob derjenige nur den Inhalt als Kopie gespeichert hat, wäre halt nicht uninteressant. Meine Mails wurden als EML - Datei gespeichert. Keine Ahnung, ob das immer so ist, oder verschiedene Dateiformate verwendet werden. 

Windows kann auch unter Dokumtene abspeichern. 

Link to comment
Share on other sites

Guten Abend,

 

danke für eure zahlreichen Antworten bisher. Ich hab Photorec zum wiederherstellen der Platte genutzt und erhalte bisher eh nur komisch benannte Ordner und Dokumente/Dateien, wo man erstmal sondieren musste. 

Alle Aussagen meines Bekannten waren bisher nicht wirklich aufschlussreich, da er sich "null" an die Abwicklung erinnert. 

Zum Abspeichern der angefügten Dokumente aus der E-Mail sagte er halt lediglich, dass er die Anhänge über speichern unter auf der Platte liegen hatte mit mehreren Zahlenfolgen o.Ä. 

Ich werde mal die Suche mit diesem "Base58" versuchen. Danke schon einmal und eventuell melde ich mich erneut :)

Entspannten Abend

Link to comment
Share on other sites

Mit "Base58" (als Suchbegriff, egal wie geschrieben) wirst du so gut wie sicher nichts finden. Das ist die Kodierung, mit der die Bitwüsten von Public und Private Keys bei Bitcoin für "Kohlenstoffeinheiten" leichter lesbar gemacht werden.

  • Thanks 2
Link to comment
Share on other sites

"Mehrfach formatiert" klingt nach "Jahrelang im Einsatz gewesen". Die Chancen das sich dann noch physikalisch Informationen von Daten aus dem Jahr 2010 finden lassen sind extrem gering.

Falls das "mehrmals formatiert" sich auf "mehrfaches überschreiben der gesamten Platt aus Sicherheitsgründen" bezieht, dann sind die Chancen schon direkt gleich Null.

Sicherlich konntest du irgendwelche Daten rekonstruieren. Nur halt nicht das, was du suchst.

Edited by Arther
Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.