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Teslaspule

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Hi ich bin neu, daher die Anfänger-Fragen.

Nach der Suche auf die Antwort, wann Steuern anfallen, werden die Diskussionen schnell kompliziert und mit vielen anderen Handelsmöglichkeiten vermischt.

Mein Fall ist, das ich nicht handel sondern einfach nur stumpf mine.

Ist es richtig, das erst Steuern anfallen, wenn ich wieder in Euro bzw Fiat umwandle ?
Demnach könnte ich also beispielsweise 5 Jahre Coins durch mining ansammeln und entscheide mich nach 5 Jahren mir davon etwas durch Umwandlung in Euro zu kaufen.
Dann hätte ich also einen Geldeingang als sonstiges Wirtschaftsgut und das kommt auf meine Einkommenssteuer. Vorher muss ich das nicht angeben?

Wandle ich Coins unter einem Jahr in Euro um, zahle ich auf den Gewinn 25% Kapitalertragssteuer und nochmal am ende des Jahres Einkommenssteuer.
Frage: Fallen die 25% auch auf durch minining erzeugte Coins an, denn ich hab ja keine gekauft sondern wurde bezahlt für meine Dienstleistung. Demnach nur Einkommenssteuerpflichtig? Ich kann mir vorstellen, das 25% unter einen Jahr anfallen wenn die Coins beim Erhalt auf der Wallet, mehr wert werden.

 

Sind meine Gedanken hier richtig ?

Danke und viele Grüße

Christian

 

 

 

 

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vor einer Stunde schrieb Teslaspule:

Ist es richtig, das erst Steuern anfallen, wenn ich wieder in Euro bzw Fiat umwandle ?

Nein.

vor einer Stunde schrieb Teslaspule:

Vorher muss ich das nicht angeben?

Doch.

vor einer Stunde schrieb Teslaspule:

Wandle ich Coins unter einem Jahr in Euro um, zahle ich auf den Gewinn 25% Kapitalertragssteuer und nochmal am ende des Jahres Einkommenssteuer.

Mining hat nix mit "Kapital" zu tun.

vor einer Stunde schrieb Teslaspule:

Sind meine Gedanken hier richtig ?

Nö.

 

Wenn Du minst, dann erzeugst du neue Coins. Sobald die deiner Wallet gutgeschrieben wurden, hast du "Einkünfte" erzielt. Diese "Einkünfte" musst du als "Einkommen" versteuern.

Dazu wird an dem Tag an dem du die Coins in deine Wallet erhalten hast der Wert der Coins in Euro umgerechnet und dieses "Einkommen" mit deinem pers. Steuersatz versteuert.

(ich lasse an der Stelle mal das mit dem Gewerbe weg, macht's nur komplizierter)

Der Tag an dem du die Coins in deine Wallet erhalten hast ist der "Anschaffungszeitpunkt" und der oben ermittelte Eurokurs sind dann auch die "Anschaffungskosten".

Verkaufst du diese Coins innerhalb von 12 Monaten, dann hast du ja einen "Veräußerungszeitpunkt" und einen "Veräußerungspreis". Damit ermittelst du einerseits die "Haltezeit" (größer oder kleiner 12 Monate) und du ermittelst aus der Differenz von Anschaffungskosten und Veräußerungspreis deinen "Ertrag" (Gewinn/Verlust). Und wenn der Verkauf innerhalb von 12 Monaten liegt und die Summe der Gewinne 600 Euro übersteigt, wird der gesamte "Spekulationsgewinn" gem. deines pers. Steuersatzes versteuert.

 

Das ist die "einfachste" Versteuerung. Man kann es nun noch beliebig kompliziert machen und Sonderfälle betrachten, die wollte ich nun erstmal weg lassen.

 

Disclaimer: Bitte wende dich an jemanden, der sich fachlich sicher auf dem Steuerrechtsgebiet auskennt. Ich kann das nicht.

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Super das macht es mir klarer.

Also geminte Coins welche in die Wallet gelangen sind direkt Einkommenssteuerpflichtig.
Lasse ich sie dort liegen, fallen unter einen Jahr und über 600 Euro 25% auf den Gewinn an.

Welches Tool zur Auswertung für das Finanzamt würdet Ihr denn empfehlen? Bzw. welches wird vom FA akzeptiert?

Danke euch, schön ein Forum gefunden zu haben, in dem man nicht beleidigt wird und erstmal einen Shitstorm bekommt 😄

Grüße

Christian

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Gerade eben schrieb Teslaspule:

Lasse ich sie dort liegen, fallen unter einen Jahr und über 600 Euro 25% auf den Gewinn an.

Nicht "25%"!

Sondern dein persönlicher Einkommensteuersatz, das ist irgendwas zwischen 0 und über 40%
 

vor 2 Minuten schrieb Teslaspule:

Welches Tool zur Auswertung für das Finanzamt würdet Ihr denn empfehlen? Bzw. welches wird vom FA akzeptiert?

Ich benutze Cointracking, das wird seit mehreren Jahren akzeptiert.

Es gibt auch weitere Tools, deren Datenverarbeitungsergebnisse akzeptiert werden weil Fehler in der Berechnung vom Steuerpflichtigen zu verantworten sind.

Genau genommen ist dem Finanzamt das Tool egal.

 

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ohhhh also, sind die 25% auf die Gewinne kein fixer Wert für die Kapitalertragssteuer sondern abhängig meines Einkommenssteuersatzes.

Demnach wird der Coin selbst, über den persönlichen Prozentsatz der Einkommenssteuer versteuert und der Gewinn auch nochmal mit dem Prozentsatz der Einkommenssteuer.

passt das so?

Kann ich den Prozentsatz irgendwo ablesen (Lohnsteuerbescheinigung oder Gehaltsmitteilung) oder muss der erfragt werden?

Danke Euch 🙂

LG Christian

 

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vor 4 Stunden schrieb Teslaspule:

Kann ich den Prozentsatz irgendwo ablesen (Lohnsteuerbescheinigung oder Gehaltsmitteilung) oder muss der erfragt werden?

Das kannst du dir grob ausrechnen lassen (Google).

vor 4 Stunden schrieb Teslaspule:

Demnach wird der Coin selbst, über den persönlichen Prozentsatz der Einkommenssteuer versteuert und der Gewinn auch nochmal mit dem Prozentsatz der Einkommenssteuer.

Nein, nicht der "Gewinn auch nochmal" sondern "Der Gewinn separat".

Du minst z.B. 1 ETH und bekommst ihn am 26.08.2021 in deine Wallet:

-> Anschaffungszeitpunkt: 26.08.2021
-> Anschaffungskosten: 2.680 Euro 
-> Einnahmen: 2.680 Euro (voll zu versteuern)

Du veräußerst diesen ETH nach 13 Monaten:

-> Veräußerungszeitpunkt: 26.09.2022
-> Veräußerungspreis: 3.680 Euro
-> Gewinn: 1.000 Euro (eventuell zu versteuern je nach Haltezeit und Freigrenze)
-> Haltezeit: 13 Monate und damit ist dieser Ertrag nicht steuerrelevant.

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vor 2 Minuten schrieb Teslaspule:

Welchen Bericht möchte das Finanzamt denn dort haben?

 

Gar keinen.

Das FA will die Anlage SO ordentlich ausgefüllt haben, das sind aber nur 5 Zahlen oder so.

Und diese Zahlen bekommst du aus dem Steuerreport von Cointracking.

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Hab jetzt kein passenderen Thread Namen gefunden.

Wie könnte man vorgehen, wenn jemand jeden Monat vom Gehalt zum Beispiel btc und eth kaufen will, 

wie am besten jeden Monat trennen damit die Haltefrist nicht immer von vorne beginnt.

Jedes mal Transaktionen machen wäre keine Option da natürlich teuer.

 

Kann man zum Beispiel bei Bitcoin.de mehrere btc Adressen machen und dann so machen, dass jeden Monat in eine andere Adresse die käufe gehen?

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Ohne Transfer auf eigene Wallet wirst du das nicht trennen können.

Die Börsen bewahren die Coins doch nicht einzeln auf.

Du kannst aber auf BSDEX kaufen. Da ist die Auszahlung kostenlos. :)

Edited by Micha80
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vor 3 Stunden schrieb Micha80:

Ohne Transfer auf eigene Wallet wirst du das nicht trennen können.

Die Börsen bewahren die Coins doch nicht einzeln auf.

Du kannst aber auf BSDEX kaufen. Da ist die Auszahlung kostenlos. :)

Ist ziemlich blöd oder. 

Ist nicht für mich aber einige Bekannte die regelmäßig investieren wollen,  möchten monatlich vom Gehalt , jedoch ist das ein Problem da ja ohne getrennte Depots die Haltefrist bei jedem beimischen neuer Coins wieder verlängert wird.

Irgendwie kann man das doch sicherlich umgehen.

 

BSDEX ? Fake Bitcoin und Ethereum? (futures) oder wie ist die Auszahlung sonst kostenlos 

Edited by Zwarm
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Das sehen die wohl als Werbung. Eine Auszahlung kann wohl schon mal ein paar Tage dauern da sie vermutlich Sammel-Überweisungen mit minimalen Gebühren machen und die Coins erst aus der Cold-Storage holen müssen.

Du zahlst nur geringe Gebühren für den Handel.

Aber ich verstehe das angebliche Problem nicht.

Du kannst doch jeden Monat 1 BTC auf das gleiche Konto kaufen. Durch einen neuen Kauf beginnt die Haltefrist für die alten Coins doch nicht neu. Nach einem Jahr hast du dann 12 BTC und der älteste ist steuerfrei. Wenn du dann Geld für einen BTC oder weniger brauchst kannst du diesen einfach verkaufen.

Wenn du hingegen das Geld von 5 BTC brauchst dann machst du einen Transfer und schickst die ältesten 7 BTC auf deine private Wallet und verkaufst dann die neuesten 5 an der Börse.

Das ist doch ganz einfach.

 

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vor 57 Minuten schrieb Micha80:

Das sehen die wohl als Werbung. Eine Auszahlung kann wohl schon mal ein paar Tage dauern da sie vermutlich Sammel-Überweisungen mit minimalen Gebühren machen und die Coins erst aus der Cold-Storage holen müssen.

Du zahlst nur geringe Gebühren für den Handel.

Aber ich verstehe das angebliche Problem nicht.

Du kannst doch jeden Monat 1 BTC auf das gleiche Konto kaufen. Durch einen neuen Kauf beginnt die Haltefrist für die alten Coins doch nicht neu. Nach einem Jahr hast du dann 12 BTC und der älteste ist steuerfrei. Wenn du dann Geld für einen BTC oder weniger brauchst kannst du diesen einfach verkaufen.

Wenn du hingegen das Geld von 5 BTC brauchst dann machst du einen Transfer und schickst die ältesten 7 BTC auf deine private Wallet und verkaufst dann die neuesten 5 an der Börse.

Das ist doch ganz einfach.

Wie willst du den belegen welcher davon der älteste ist wenn sich zusammen gemischt werden, die Depots müssen getrennt sein damit du belegen kannst das du genau diesen Bitcoin oder diese Satoshi 1 Jahr dort liegen lassen hast. 

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Das Thema hier ist doch FIFO.

Du hast die Belege für 12 Käufe.

Wenn du jetzt 1 BTC verkaufst wird der älteste genommen und das FA prüft ob du den länger als ein Jahr hattest und der Verkauf daher steuerfrei ist.

 

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vor 10 Stunden schrieb Zwarm:

Jedes mal Transaktionen machen wäre keine Option da natürlich teuer.

Teuer??

Bei bitcoin.de derzeit 7,8 Cent.

Einfach einmal im Quartal die neu angeschafften Coins auf eine frische Walletadresse transferieren. Das ist nicht viel Aufwand.

 

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vor 18 Stunden schrieb Jokin:

Gar keinen.

Das FA will die Anlage SO ordentlich ausgefüllt haben, das sind aber nur 5 Zahlen oder so.

Und diese Zahlen bekommst du aus dem Steuerreport von Cointracking.

Hallo @Jokin

ich nutze auch schon seit Jahren Cointracking - finde das Tool klasse.

Da ich bis jetzt immer unter der Freigrenze von 600€ geblieben bin, muss ich dem Finanzamt auch nichts vorlegen, korrekt?

 

Und falls ich mal über die Freigrenze von 600€ komme, hätte ich dem Finanzamt bzw. meinem Lohnsteuer hilfeverein den kompletten Steuer Report für das entsprechende Jahr zur Hand gegeben. Denn dieser Nachweis ist ja Eindeutig. Da ich mehrere Trades habe pro Jahr sind diese "5 Zahlen oder so" von dir beschrieben doch nciht ausreichend, oder?

 

Liebe Grüße

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vor 9 Stunden schrieb Micha80:

Das Thema hier ist doch FIFO.

Du hast die Belege für 12 Käufe.

Wenn du jetzt 1 BTC verkaufst wird der älteste genommen und das FA prüft ob du den länger als ein Jahr hattest und der Verkauf daher steuerfrei ist.

 

Stimmt das vergesse ich immer, oder wollte mich nicht darauf verlassen.

Weil das ja schon ein großer Vorteil für uns ist, für was gibt es dann aber überhaupt die Depottrennung.

 

 

vor 2 Stunden schrieb Jokin:

Teuer??

Bei bitcoin.de derzeit 7,8 Cent.

Einfach einmal im Quartal die neu angeschafften Coins auf eine frische Walletadresse transferieren. Das ist nicht viel Aufwand.

 

Welche Walletadresse? Du meinst Über lightning oder Bitcoin.de walletadresse?

Es geht nicht um mich sondern um ein paar Leute die sich noch viel weniger/überhaupt nicht auskennen.

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vor 3 Stunden schrieb Histech:

Da ich bis jetzt immer unter der Freigrenze von 600€ geblieben bin, muss ich dem Finanzamt auch nichts vorlegen, korrekt?

 

Richtig - jedoch musst du deine Dokumentation aufbewahren falls das FA doch mal nachfragt.

vor 3 Stunden schrieb Histech:

Denn dieser Nachweis ist ja Eindeutig. Da ich mehrere Trades habe pro Jahr sind diese "5 Zahlen oder so" von dir beschrieben doch nciht ausreichend, oder?

Doch, die sind ausreichend. Das ist eine "Einkommensteuererklärung", daher gibst du nur das Einkommen an und woher es stammt.

Weitere Erklärungen werden erst auf Nachfrage nachgereicht.

vor 2 Stunden schrieb Zwarm:

Weil das ja schon ein großer Vorteil für uns ist, für was gibt es dann aber überhaupt die Depottrennung.

Wenn ein Trader nur mit einem BTC hin und hertradet jedoch 100 BTC besitzt, dann hat er ein Problem in Fall 2:

Fall 1:
Trader kauft 101 BTC zu 3000 Euro. 100 BTC schiebt er auf seine externe Wallet. Er tradet nun binnen 12 Monaten 101 mal einen Bitcoin. Der Kurs steigt auf 33.000 Euro
-> Er hätte somit 1 x 30.000 Euro Kursgewinn zu versteuern, also 30.000 Euro

Fall 2:
Trader kauft 101 BTC zu 3000 Euro. Er tradet nun binnen 12 Monaten 101 mal einen Bitcoin. Der Kurs steigt auf 33.000 Euro
-> Er hätte somit 101 x 30.000 Euro Kursgewinn zu versteuern weil immer "FIFO" gilt, das sind dann 3.000.000 Euro zu versteuern.

Daher ist die Depottrennung für Trader extrem wichtig.

vor 3 Stunden schrieb Zwarm:

Welche Walletadresse? Du meinst Über lightning oder Bitcoin.de walletadresse?

Es geht nicht um mich sondern um ein paar Leute die sich noch viel weniger/überhaupt nicht auskennen.

Ähm, Deine Wallet besteht aus "quasi unendlich" vielen Adressen. Je Quartal eine neue Adresse der Wallet benutzen.

Mit Lightning hat das nix zu tun.
Und bei Bitcoin.de gibt es keine "persönliche Wallet".

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Am 26.8.2021 um 06:56 schrieb Teslaspule:

Super das macht es mir klarer.

Also geminte Coins welche in die Wallet gelangen sind direkt Einkommenssteuerpflichtig.
Lasse ich sie dort liegen, fallen unter einen Jahr und über 600 Euro 25% auf den Gewinn an.

Welches Tool zur Auswertung für das Finanzamt würdet Ihr denn empfehlen? Bzw. welches wird vom FA akzeptiert?

Danke euch, schön ein Forum gefunden zu haben, in dem man nicht beleidigt wird und erstmal einen Shitstorm bekommt 😄

Grüße

Christian

ich verwende blockpit. ein vorteil ist hier halt das deren berechnungsmethode steuerspezifisch für Deutschland ist

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