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Gründung einer Trading UG für den Handel von Kryptowährungen


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Liebe Grüße, wie würden sie das folgende Vorhaben beurteilen:

Gründung einer Trading UG in Deutschland für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen, die unter 12 Monaten gehandelt werden. Überwiegend in einem Zeitfenster von 24h oder mehreren Tagen und Wochen. Hintergrund des Vorhabens ist die Deckelung der Steuer auf ca. 30% jedes Trades. Kontogröße sind 30.000, -€, dabei wird Monatlich eine Performance von 20% angezielt, mit beispielswiese 2% in jeweils 10 Tagen oder 1% an jeweils 20 Tagen, als eine grobe Richtlinie. Das wäre ein grober Richtwert von 6.000, - € brutto - Steuern im Monat. Ein Betrag mit dem man seinen Lebensunterhat finanzieren und gleichzeitig sein Konto „groß-traden“ kann.

Ps. Das Hodl-Portfolio wird Privat gehalten um den Steuervorteil nach 12 Monaten geltend zu machen.

Bitte um eine Einschätzung und Bewertung einer solchen Gründung in Deutschland. Verbesserungsvorschläge sind erwünscht.

 

Beste Grüße

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vor 1 Stunde schrieb Handel-und-Freiheit:

Kontogröße sind 30.000, -€, dabei wird Monatlich eine Performance von 20% angezielt, mit beispielswiese 2% in jeweils 10 Tagen oder 1% an jeweils 20 Tagen, als eine grobe Richtlinie. Das wäre ein grober Richtwert von 6.000, - € brutto - Steuern im Monat. Ein Betrag mit dem man seinen Lebensunterhat finanzieren und gleichzeitig sein Konto „groß-traden“ kann.

 

Klassische Frage: "Woher kommt das Geld?"

Ich halte es für höchst unwahrscheinlich mit nur 30.000 Euro Kapitaleinsatz Monat für Monat 6.000 Euro Rendite zu erzielen. Mit dem zehnfachen Kapital kann das jedoch durchaus klappen.

 

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Bei dem ganzen Aufwand und den Steuern würde ich doch eher 30 % anpeilen.

Man kann doch sicherlich am Trading-Bot einstellen wie viel man verdienen will.  :)

...

Körperschaftssteuer + Solidarzuschlag

Gewerbesteuer

Umsatzsteuer  (ggf)

Kapitalertragssteuer  auf Gewinnausschüttung

Dazu dann noch  25 %  Rücklage ins Eigenkapital.

...

Da bleibt dann nicht viel übrig.

Übrigens, wenn du einfach privat nur mit Derivaten handelst dann bezahlst du auf den Gewinn nur 25 % KAP. :)

Also wozu dieser Aufwand?

 

Edited by Micha80
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2 minutes ago, Jokin said:

 

Klassische Frage: "Woher kommt das Geld?"

Ich halte es für höchst unwahrscheinlich mit nur 30.000 Euro Kapitaleinsatz Monat für Monat 6.000 Euro Rendite zu erzielen. Mit dem zehnfachen Kapital kann das jedoch durchaus klappen.

 

Im Prinzip machbar, besondes in einem Land mit netten Menschen, Feen und Zauberern.

Den Fehler, den er macht, er fängt hinten an. Ersteinmal muss er sehen, ob sein trading funktioniert, dann kann er Business drum rum bauen. Das stelle ich in Frage.

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vor 2 Stunden schrieb Handel-und-Freiheit:

Gründung einer Trading UG in Deutschland für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen, die unter 12 Monaten gehandelt werden. Überwiegend in einem Zeitfenster von 24h oder mehreren Tagen und Wochen. Hintergrund des Vorhabens ist die Deckelung der Steuer auf ca. 30% jedes Trades.

Nur weil du eine UG gründest wird dein Vorhaben nicht automatisch gewerblich. Informiere dich genauer (=> Steuerberater, ...). Und siehe auch Antwort von Micha80.

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vor 40 Minuten schrieb Chantal Krüger:

Den Fehler, den er macht, er fängt hinten an. Ersteinmal muss er sehen, ob sein trading funktioniert, dann kann er Business drum rum bauen. Das stelle ich in Frage.

Genau so läuft das 🙂

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Just now, Aktienspekulaant said:

Nee, aber hoffentlich die künftigen Kunden...

Ohh, ich dachte, er will nur sein eigenes Geld traden. Wenn er das Geld anderer anfässt, darf er sich auf eine lange Lizensantragsperiode bei der Bafin erfreuen. OK, er kann auch mit mehreren Leute eine Firma gründen, dann kann das evtl. gehen. Ist aber egal, wenn sein Trading nicht läuft, braucht er den Rest auf nicht. Da muss er anfangen.

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Ich verstehe den steuerlichen Vorteil nicht. Wenn seine Firma für mich Gewinne erwirtschaftet, muss ich diese Gewinne doch trotzdem versteuern. Ja selbst wenn meine Firma für mich Gewinne erwirtschaftet muss ich am Ende irgendwie eine Privatentnahme machen und den Spaß dann trotzdem versteuern.

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50 minutes ago, skunk said:

Ich verstehe den steuerlichen Vorteil nicht. Wenn seine Firma für mich Gewinne erwirtschaftet, muss ich diese Gewinne doch trotzdem versteuern. Ja selbst wenn meine Firma für mich Gewinne erwirtschaftet muss ich am Ende irgendwie eine Privatentnahme machen und den Spaß dann trotzdem versteuern.

Wenn ... für mich Gewinne erwirtschaftet ... -> Was zu beweisen ist. Und Trading für andere ist immer so eine Sache ...

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18 minutes ago, Jokin said:

Das würde auch die "UG" erklären. Bei Verlusten ist dann die Haftungsfrage "einfach".

Nein, auch bei einer UG ist man persöhnlich haftbar, wenn man nicht korrekt ist oder grob fahrlässig ist.

Wenn er also das Geld anderer versenkt, dann muss er sich irgendwo in Alaska ein ziemlich tiefes Loch suchen. 

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Deutschland ist auserdem nicht der beste Standort um ein Crypto Trading Unternehmen aufzubauen, da gibt es im Ausland viel bessere Standorte die Crypto nicht oder weitaus weniger besteuern. Portugal ist das freundlichste Land in Europa wenn es um Crypto Trading geht, ansonsten sind viele der kleinen Ineln sowie Zypern und Singapur auch noch interessant.

Edited by E_001
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vor 5 Stunden schrieb E_001:

Deutschland ist auserdem nicht der beste Standort um ein Crypto Trading Unternehmen aufzubauen, da gibt es im Ausland viel bessere Standorte die Crypto nicht oder weitaus weniger besteuern. Portugal ist das freundlichste Land in Europa wenn es um Crypto Trading geht, ansonsten sind viele der kleinen Ineln sowie Zypern und Singapur auch noch interessant.

ists in Portugal nicht ähnlich wie in der Schweiz, bezogen auf kryptogewinne? Also dass private Gewinne nicht versteuert werden, aber gewerbliche schon (und jeder größere Trader wird sehr schnell als gewerblich eingestuft)

Für mich kommt auch kein gewerblicher Handel in Frage, hat meines Wissens nur Nachteile. Hinzu kommt seit kurzem noch, dass laut BMF Entwurf Kryptogewinne von Unternehmen völlig anders (als privat) berechnet werden, was durchaus auch zu Steuern führen kann, die höher als die Gewinne sind.

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Soweit ich weiß werden privat keine Steuern erhoben, allerding bei aktiven Trader bzw gewerblichen Aktivitäten schon. Wie hoch die Steuern genau sind weiß ich nicht, vermutlich allerdings weniger als in Deutschland und mit einem gewissen Freibetrag den man erstmal erreichen muss.

Interessant wäre auch zu wissen wie das in Ländern mit territorialen Steuersystemen geregelt wird. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem territorial Steuerland (z.B. Thailand, Panama, Belize etc.) gewerblich mit Krypto handelt, der Unternhemer allerdings nicht dauerhaft in diesem Land lebt und auch nicht innerhalb des Landes seine Kunden hat. Da gibt es bestimmt einige Grauzonen und mit dem richtigen System lassen sich wahrscheilich sogar Steuern auf aktives Trading komplett vermeiden. Diese Informationen sind allerdings sehr wertvoll, das gibt es nicht einfach so kostenlos in einem Forum :rolleyes:

Edited by E_001
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vor 2 Stunden schrieb E_001:

Soweit ich weiß werden privat keine Steuern erhoben, allerding bei aktiven Trader bzw gewerblichen Aktivitäten schon. Wie hoch die Steuern genau sind weiß ich nicht, vermutlich allerdings weniger als in Deutschland und mit einem gewissen Freibetrag den man erstmal erreichen muss.

Interessant wäre auch zu wissen wie das in Ländern mit territorialen Steuersystemen geregelt wird. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem territorial Steuerland (z.B. Thailand, Panama, Belize etc.) gewerblich mit Krypto handelt, der Unternhemer allerdings nicht dauerhaft in diesem Land lebt und auch nicht innerhalb des Landes seine Kunden hat. Da gibt es bestimmt einige Grauzonen und mit dem richtigen System lassen sich wahrscheilich sogar Steuern auf aktives Trading komplett vermeiden. Diese Informationen sind allerdings sehr wertvoll, das gibt es nicht einfach so kostenlos in einem Forum :rolleyes:

ohne auch aktiv seinen eigenen Wohnsitz/Aufenthalt in ein solches Land zu verlegen, bzw. den Wohnsitz/Aufenthalt in allen andern Ländern zu vermeiden, lässt sich das nicht austricksen, habe mich da schon ausführlich informiert. (also nicht möglich in Deutschland zu leben, aber durch Firma in Land XY keine Steuern zahlen zu müssen, denn allerspätestens wenn man sich die Gewinne der Firma auszahlen lässt, gibts Steuern. Hinzu kommt natürlich noch, dass es noch viel schwieriger wird nen Bankkonto bei solchen Ländern zu bekommen, als es sowieso schon ist).. Und wenn eh schon auswandern, dann gilt auch dort, privat ist fast immer besser als gewerblich.

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On 8/29/2021 at 10:55 AM, Serpens66 said:

ohne auch aktiv seinen eigenen Wohnsitz/Aufenthalt in ein solches Land zu verlegen, bzw. den Wohnsitz/Aufenthalt in allen andern Ländern zu vermeiden, lässt sich das nicht austricksen, habe mich da schon ausführlich informiert. (also nicht möglich in Deutschland zu leben, aber durch Firma in Land XY keine Steuern zahlen zu müssen, denn allerspätestens wenn man sich die Gewinne der Firma auszahlen lässt, gibts Steuern. Hinzu kommt natürlich noch, dass es noch viel schwieriger wird nen Bankkonto bei solchen Ländern zu bekommen, als es sowieso schon ist).. Und wenn eh schon auswandern, dann gilt auch dort, privat ist fast immer besser als gewerblich.

Ja das stimmt, man müsste sich dafür dann natürlich auch komplett aus Deutschland abmelden. Wenn man in Deutschland lebt dann zahlt man immer Steuern. Trotzdem wenn man nicht in Deutschland lebt dann kann man diese "Struktur" tatsächlich so "optimieren" das man fast keine Steuern bezahlt. Das ganze wird zwar zunehmend schwieriger, allerdings ist das schon noch möglich - auch ganz legal.

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  • 1 month later...

Wenn es um gehebelte Trades geht, ist das schonmal ne gute Entscheidung, sich ne Gesellschaftsform auszusuchen. 

Wie ich das in Erinnerung habe, kostet ne UG aber um die 1000€ jährlich. Also erst machen, wenn du auch denkst, es funktioniert. 

Vermutlich wäre 12,5k Stammeinlage und 17k zum Traden ne besser Entscheidung. 

Wichtig ist, dass deutlich gemacht wird, dass nur das eigene Vermögen verwaltet wird und die UG sonst nichts gewerbliches macht. Und mit nem Steuerberater quatschen. 

Edited by Janundso
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