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Gesetzesentwurf Österreich neue Kryptobesteuerung.


Fioravanti
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Es gibt einen neuen Entwurf, wenn dieser umgesetzt wird  in der Form, sind alle Altbestände, welche nach 28.02.21 erworben wurde nach den neuen Regelungen ab 1 März 2022 steuerpflichtig mit KESt.

 

Link zum Entwurf mit Möglichkeit zur Stellungnahme:

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/ME/ME_00158/index.shtml#tab-Uebersicht

 

Gratis Event morgen über den Entwurf:

https://www.eventbrite.com/e/die-osterreichische-steuerreform-fur-kryptowahrungen-tickets-207199177317

 

 

 

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vor 14 Minuten schrieb James Hodlen:

Oh rückwirkend. Schön! Glaubt ja immer keiner dran vorher.

Ist scheiße, aber das Jahr kann man halt auch in einem stablecoin überbrücken und die Einkommensteuerpflicht entfällt somit

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vor 11 Minuten schrieb AndreasDx:

Ist scheiße, aber das Jahr kann man halt auch in einem stablecoin überbrücken und die Einkommensteuerpflicht entfällt somit

Wie meinst du das?

Ein Bitcoin im März 2021 für z.B. 30.000 Euro gekauft. Nun steht der bei ca. 55.000 Euro. Derzeit würde man Steuern auf ca. 25.000 Euro Gewinn zahlen.

Nach altem Recht führt ein Verkauf im April 2022 zu steuerfreien Gewinnen.

Nach neuem Recht gibt es das nicht mehr.

 

Wie genau palnst du nun 25.000 Euro mit HIlfe von Stablecoins steuerfrei einzutüten?

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vor 4 Minuten schrieb Banana Joe:

Langfristiges Anlegen wird bestraft, kurzfristiges Spekulieren gefördert.

Stimmt, das wäre die Konsequenz.

Dabei geht es wohl eher darum, dass die ganzen neureichen Kryptologen ihren gesamten Gewinn versteuern müssen - egal wann sie ihre Coins verkaufen.

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vor 5 Minuten schrieb Jokin:

Wie meinst du das?

Ein Bitcoin im März 2021 für z.B. 30.000 Euro gekauft. Nun steht der bei ca. 55.000 Euro. Derzeit würde man Steuern auf ca. 25.000 Euro Gewinn zahlen.

Nach altem Recht führt ein Verkauf im April 2022 zu steuerfreien Gewinnen.

Nach neuem Recht gibt es das nicht mehr.

 

Wie genau palnst du nun 25.000 Euro mit HIlfe von Stablecoins steuerfrei einzutüten?

Ich sagte nichts von steuerfrei sondern nur zum Entfall der Einkommens(!)steuerpflicht. KeSt. wäre dann natürlich zu zahlen.

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vor 1 Minute schrieb AndreasDx:

Ich sagte nichts von steuerfrei sondern nur zum Entfall der Einkommens(!)steuerpflicht. KeSt. wäre dann natürlich zu zahlen.

Also wirds rückwirkend steuerpflichtig. Ist sowas nicht verfassungswidrig? (Frage aus deutscher Sicht)

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vor 1 Minute schrieb James Hodlen:

Also wirds rückwirkend steuerpflichtig. Ist sowas nicht verfassungswidrig? (Frage aus deutscher Sicht)

Nein, meines Wissens darf man nur Gesetze des Strafgesetzbuches nicht rückwirkend einführen.

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vor 2 Minuten schrieb Banana Joe:

Eine Spekulationsfrist von ein paar Jahren hätte ich schon wünschenwert gefunden. Fürs Alter soll man ja immer mehr privat vorsorgen.

Ich fänds ok wenn es unter Kapitalertragssteuer fällt. Aber nicht rückwirkend. Außer ich könnte jetzt verkaufen und das fällt dann ebenfalls 'nur' unter Kapitalertragssteuer.

Anyway, diese Steuern treffen eh mal wieder nur die mittelreichen oder nicht ganz so armen. Die ganz großen swappen sich da drumrum.

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ist schon ein bisschen was an Text und mich als Deutschen interessiert es nur in soweit, als dass es potentiell als Vorbild für zukünftige Deutsche Anpassungen gelten könnte.

Aber beim überfliegen sieht das ganze dennoch besser als der Deutsche BMF Entwurf aus !?

Zitat

Zu den Einkünften aus realisierten Wertsteigerungen von Kryptowährungen gehören Einkünfte aus1.der Veräußerung sowie2.dem Tausch gegen andere Wirtschaftsgüter und Leistungen, einschließlich gesetzlich anerkannterZahlungsmittel. Der Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere Kryptowährung stellt keine Realisierung dar

-> Krypto zu Krypto trade-Gewinne sind nicht mehr relevant, was das ganze Steuerthema extrem vereinfacht.

Zitat

Besteht die Leistung zur Transaktionsverarbeitung im Einsatz von vorhandenen Kryptowährungen (Staking) oder werden Kryptowährungen unentgeltlich (Airdrops) oder für lediglich unwesentliche sonstige Leistungen (Bounties) übertragen, ist für die erhaltenen Kryptowährungen von Anschaffungskosten von Null auszugehen.

Ich glaube auch das ist gut. Denn ich verstehe es so, dass dies bedeutet, dass zb Stakinggewinne nicht wie im BMF Entwurf sofort bei Zufluss versteuert werden müssen, sondern eben erst, wenn man sie gegen Euro verkauft und dabei dann Steuern auf den kompletten Erlös zahlen muss. Auch das wäre viel viel besser als der BMF Entwurf.

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vor 3 Minuten schrieb James Hodlen:

Also wirds rückwirkend steuerpflichtig. Ist sowas nicht verfassungswidrig? (Frage aus deutscher Sicht)

Wie kommst du jetzt darauf?

Bei Inkrafttreten zum 1. März 2022 bleiben Coins die älter als ein Jahr sind doch steuerfrei.

Da wird nichts rückwirkend verschlechtert.

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vor 16 Minuten schrieb Rikki77:

Wie kommst du jetzt darauf?

Bei Inkrafttreten zum 1. März 2022 bleiben Coins die älter als ein Jahr sind doch steuerfrei.

Da wird nichts rückwirkend verschlechtert.

Jeder Kauf nach 01.03.2021 wurde unter "falschen Annahmen" getätigt.

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vor 6 Minuten schrieb AndreasDx:

Im Zuge der Steuerreform sollen Kryptowährungen künftig wie Aktien besteuert werden. Auf Einkünfte aus Bitcoin und Co. fällt somit ein Steuersatz von 27,5 Prozent an, unabhängig davon, wie lange die Assets gehalten wurden.

In Kraft treten sollen die Neuerungen am 1. März 2022, die Anwendung erfolgt auf alle Kryptowährungen, die seit dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden, teilte das Finanzministerium heute mit.

„Dadurch fallen alle Kryptowährungen in das neue Besteuerungsregime, bei denen zum Inkrafttretenszeitpunkt die einjährige Spekulationsfrist noch nicht abgelaufen ist“, so das Ministerium. Ein Verlustausgleich mit anderen Kapitaleinkünften, die dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent unterliegen – beispielsweise Aktien –, ist möglich. Ausgenommen sind jedoch Sparbuchzinsen und Stiftungszuwendungen.

Blümel: „Mehr Fairness“

Kryptowährungen, die vor dem 28. Februar 2021 gekauft und über die Spekulationsfrist hinaus gehalten werden, gelten hingegen als „Altvermögen“, Gewinne aus einem Verkauf müssen nicht versteuert werden. Die Steuerpflicht betrifft sowohl laufende Einkünfte aus Kryptowährungen als auch Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen.

Inländische Dienstleister wie Bitpanda müssen für Einkünfte aus Kryptowährungen die KESt abziehen, allerdings tritt diese Verpflichtung erst 2023 in Kraft. Bis dahin sowie im Fall, dass ein ausländischer Dienstleister die Transaktion abwickelt, muss der Anleger die Besteuerung selber über die jährliche Veranlagung machen.

„Im Zuge der Steuerreform werden wir einen Schritt Richtung Gleichbehandlung gehen, um Misstrauen und Vorurteile gegenüber den neuen Technologien abzubauen. Gleichzeitig sorgen wir für mehr Fairness für die Anlegerinnen und Anleger und für einheitliche Marktbedingungen“, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

Steh ich aufm Schlauch? Wenn Bitpanda ab 2023 die KeSt. automatisch abziehen soll, woher wollen die wissen wie alt meine coins sind, wenn ich sie eben erst hintransferiert habe und gegen Euro trade?

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vor 2 Minuten schrieb Banana Joe:

Und woher sollen sie den Anschaffungspreis wissen?

Kann mir nur vorstellen, dass dies reine Bitpanda trades betrifft, sprich: ich kaufe coin A heute und verkaufe denselben 5 Tage später. Also da wo die Informationskette nicht unterbrochen ist.

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zu bitpanda und dem automatischem Abzug der steuer: natürlich funzt das nur, wenn sie alle Daten zu den Kryptos haben, was nur der fall ist wenn keine Kryptos bei bitpanda eingezahlt wurden. Andernfalls muss man, wie es in dem Text ja auch indirekt steht, weiterhin selbst um die Steuer kümmern.

Sagt mal, wie sieht das in Österreich eigentlich mit Verlustverrechnung zu Futures aus? Ist das ähnlich wie in Deutschland gedeckelt auf einen Betrag, oder darf man jederzeit soviele Verluste aus Futures mit Gewinnen aus Futures verrechnen wie man will? Und darf man Futures auch mit Aktien usw verrechnen, oder ist das separat?
Falls es keine Begrenzung bei Futures gibt, wäre Österreich sonst mit einem mal ein ziemlich interessantes Auswanderungsland für mich geworden ... hm...

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vor 6 Minuten schrieb Serpens66:

zu bitpanda und dem automatischem Abzug der steuer: natürlich funzt das nur, wenn sie alle Daten zu den Kryptos haben, was nur der fall ist wenn keine Kryptos bei bitpanda eingezahlt wurden. Andernfalls muss man, wie es in dem Text ja auch indirekt steht, weiterhin selbst um die Steuer kümmern.

Sagt mal, wie sieht das in Österreich eigentlich mit Verlustverrechnung zu Futures aus? Ist das ähnlich wie in Deutschland gedeckelt auf einen Betrag, oder darf man jederzeit soviele Verluste aus Futures mit Gewinnen aus Futures verrechnen wie man will? Und darf man Futures auch mit Aktien usw verrechnen, oder ist das separat?
Falls es keine Begrenzung bei Futures gibt, wäre Österreich sonst mit einem mal ein ziemlich interessantes Auswanderungsland für mich geworden ... hm...

Gute Frage zu der ich leider keine Antwort weiß 🙈

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vor einer Stunde schrieb Serpens66:

-> Krypto zu Krypto trade-Gewinne sind nicht mehr relevant, was das ganze Steuerthema extrem vereinfacht.

Toll, dann kann man tatsächlich erst BTC-Gewinne in USD tauschen und die dann steuerfrei in Fiat :D 

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vor 54 Minuten schrieb Jokin:

Toll, dann kann man tatsächlich erst BTC-Gewinne in USD tauschen und die dann steuerfrei in Fiat :D 

ich nehm an du meinst USDT oder USDC oder sonst einen Stablecoin und nicht USD (da USD ja "sonstiges gesetzliches Zahlungsmittel" und damit Fiat ist).
Natürlich wird man beim Tausch in Fiat dann dennoch die ganze Historie brauchen, um den tatsächlichen Gewinn zu ermitteln, also die Gewinnermittlung wird dadurch nicht unbedingt einfacher. Aber Steuern zahlen muss man halt erst dann, wenn man tatsächlich wieder in fiat ist, was im Vergleich zum BMF Entwurf in Deutschland viel besser ist und auch einer Privatinsolvenz wegen Steuerforderung entgegenwirkt.

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Aber einen Vorteil hat es doch schon, oder? Wenn man zukünftig mehr Dinge mit Kryto bezahlen könnte, und seine Coins eben nicht in FIAT umwandelt, dann muss man auch nix versteuern und kann die Gewinne trotzdem steuerfrei nutzen.

Es wäre also möglich, ALT-Gewinne sagen wir mal in BTC zu swappen, und dann von dem BTC ein Auto zu kaufen, das ich dann anschließend jemand anderem für FIAT verkaufe.

Ist das korrekt? Dann fände ich das, wenn ich Österreicher wäre, gar nicht soooo tragisch.

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