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ich würde gerne etwas Licht ins Dunkle bringen, denn das Thema ist für mich anscheinend zu komplex.

Ich habe schon etwas darüber gelesen, ob Lightning die Lösung für die Bitcoin Probleme(teure und langsame Transaktionen) ist.

Man findet aber widersprüchliche Aussagen. Teilweise sehr emotionale Diskussion zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash Anhängern.

Deswegen bin ich eher verwirrt...

Einige Punkte gehen mir aktuell durch den Kopf:

- wenn eine LN Transaktion im nachhinein auf der BTC Blockchain gespeichert wird, fallen dafür Kosten an(Miner)? entlastet LN die BTC BLockchain?

- das gleiche gilt für die Ports zu öffnen und zu schließen?

- ist LN dezentral oder zentral?

- und generell, werden durch Lightning die aktuellen Probleme von BTC gelöst? was meint ihr?

 

 

Danke für Eure Meinung

bearbeitet von Axiom0815
Thema geändert

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Ich glaube das Lightning keine generelle Lösung für Bitcoin Probleme wird.

Für einige spezielle Fälle mag es prima sein, aber kaum für alles.

Ich bin immer noch der Meinung, dass nur echte offchain Lösungen wie Kreditkarten oder Banken eine echte Lösung sein könnte, um die Kapazitätsprobleme abschließend zu lösen. Ich denke es kann nur mit einem Dienstleister klappen. Das könnte auch über einen gekoppelten zentralen Coin funktionieren.

Vielleicht auch irgendwie mit Ripple.

Alle anderen dezentralen Coins mit einer Blockchain haben auch keine Lösung bisher.

 

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vor 40 Minuten schrieb fjvbit:

 

Alle anderen dezentralen Coins mit einer Blockchain haben auch keine Lösung bisher.

 

Ich komme mir mittlerweile wie ein Spammer vor, wenn ich in bei solchen Aussagen immer und immer wieder auf die Block-lattice Architektur verweise. Doch, es gibt eine Lösung. Bitte testet es selbst.

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@wildzero

Bei railblocks hat jede Transaktion seine eigene kleine blockchain,

gibt es auch eine große blockchain wo alles dezentral gespeichert wird? 

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vor einer Stunde schrieb wildzero:

Ich komme mir mittlerweile wie ein Spammer vor, wenn ich in bei solchen Aussagen immer und immer wieder auf die Block-lattice Architektur verweise. Doch, es gibt eine Lösung. Bitte testet es selbst.

Kannst du uns mit einfachen Worten erklären, wie das funktionieren soll?

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Julian Hosp hat das in einem seiner letzten Videos gut erklärt. Funktionsweise lightning network. Kann das jetzt nicht verlinken da ich auf der Arbeit bin. Es sind auch andere Alternativen in Arbeit. Wenn das kommt geht Bitcoin durch die Decke. 60k$ round about.

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vor einer Stunde schrieb fjvbit:

Kannst du uns mit einfachen Worten erklären, wie das funktionieren soll?

@fjvbit@gosu Das globale Ledger speichert nur das Guthaben der Accounts. Nicht die Transaktionen selbst.
Wenn eine Sende Transaktionen in das Netzwerk geben wird, wird sofort das Guthaben des Sender
entsprechend reduziert. Das Guthaben des Empänger wird erhöht, wenn dieser den Eingang quitiert.

Der globale Ledger wird also nur durch die Anzahl von Accounts vergrößert, nicht durch die Zahl
der durchgeführten Transaktionen.

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3 hours ago, gosu said:

- wenn eine LN Transaktion im nachhinein auf der BTC Blockchain gespeichert wird, fallen dafür Kosten an(Miner)? entlastet LN die BTC BLockchain?

 

eine Lightning Transaktion wird nicht in der Blockchain gespeichert.

Quote

- das gleiche gilt für die Ports zu öffnen und zu schließen?

Ein- und Auszahlungen werden dagegen in der Blockchain gespeichert

Quote

- ist LN dezentral oder zentral?

Lightning ist grundsätzlich dezentral. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass sich zentrale Hubs bilden, über die Zahlungen durchgeführt werden.

 

Quote

- und generell, werden durch Lightning die aktuellen Probleme von BTC gelöst? was meint ihr?

Leider wird LN meines Erachtens die aktuellen Probleme nicht lösen können, genauso wenig, wie etwa Segwit den Mempool geleert hat, obwohl es auch als Blocksize-Vergrößerung verkauft wurde. LN ist gedacht für Zahlungen wiederholender kleinerer Beträge. Zum Beispiel, um seinen morgendlichen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit zu kaufen oder minutengenaue Abrechnungen bestimmter Leistungen. Das sind aber neue Anwendungsfälle, die heute aufgrund der hohen Gebühren auf der BTC-Blockchain nicht stattfinden. Daher gibt es auch keine Substitutionseffekte.

Für einmalige Zahlungsvorgänge sehe ich sogar überhaupt keinen Sinn, denn in diesem Fall müsste erst in das LN-Netzwerk eingezahlt werden und der Empfänger der Transaktion diese wieder auszahlen, was zwei Transaktionen statt nur einer Transaktion auf der Blockchain zur Folge hat und damit doppelte Gebühren an die Miner, zusätzlich zu den Gebühren, die im LN-Netz zu zahlen sind.

Auch wenn Lightning irgendwann produktiv genutzt werden kann, dürfte noch eine lange Zeit vergehen, bis es auch effektiv nutzbar ist, denn Sender und Empfänger müssen Teil des Lightning-Netzwerks sein, d. h. es muss eine aureichend große Menge an Menschen auch daran teilnehmen.

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3 hours ago, fjvbit said:

 

Ich bin immer noch der Meinung, dass nur echte offchain Lösungen wie Kreditkarten oder Banken eine echte Lösung sein könnte, um die Kapazitätsprobleme abschließend zu lösen. Ich denke es kann nur mit einem Dienstleister klappen. Das könnte auch über einen gekoppelten zentralen Coin funktionieren.

Vielleicht auch irgendwie mit Ripple.

Alle anderen dezentralen Coins mit einer Blockchain haben auch keine Lösung bisher.

 

Aber wurde nicht genau dafür erfunden? Satoshi hat ja selbst geschrieben, dass zum Beispiel das Transaktionsvolumen von Visa durch das Bitcoin-Netzwerk prozessiert werden könnte. Andernfalls frage ich mich, welchen Sinn Bitcoin und die Blockchain noch haben sollen!?

 

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In diesem Video wird recht verständlich erklärt, was Lightning ist:

 

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Ich vermute, dass der grossteil der transaktionen zwischen den Exchanges stattfindet weil die Leute BTC von Boerse zu Boerse schieben.

Ich denke es sind weniger die Transaktionen zwischen Wallets oder zwischen Boersen und Wallets.

Sollte ich richtig liegen, koennte die Blockchain mit Paymentchannels zwischen den Boersen zum einen massiv entlastet werden und zum anderen waeren BTC-Transaktionen extrem guenstig und extrem schnell von Boerse zu Boerse.

Von Boerse auf Wallets und von Wallet zu Wallet dauert es weiterhin laenger, aber das ist in der Regel weniger wichtig, denn wenn erstmal die Transaktionen der derzeitigen "Leitwaehrung" quasi instant und fast gratis von Boerse zu Boerse sind, hat das weitreichende Konsequenzen fuer die gesamte Cryptowelt.

Eine dieser Konsequenzen waere, dass der internationale Zahlungsverkehr dann moeglich wird und niemand mehr den USD fuer eben diesen Zahlungsverkehr benoetigt. Zudem werden die Transaktionen anonym, was zu weiterer Akzeptanz fuehren wird.

Ein Kursziel von 60.000 USD halte ich fuer weit, weit zu pessimistisch.

 

Ich selber versuche auch weiterhin meinen BTC-Bestand kontinuierlich auszubauen und ich muesste grob bekloppt sein auszucashen und gewinne mitzunehmen - zeitgleich bereite ich mich auf diese Kursexplosion vor indem ich nach und nach BTC in den Steuerschlaf schicke ... je mehr Marktteilnehmer dies tun und zu Hodlern werden, desto heftiger wird der Kursanstieg ausfallen, da immer weniger Coins am Markt angeboten werden.

Durch kuerzere Transaktionszeiten stehen dem Markt jedoch wieder mehr BTC zur Verfuegung, die nicht im Mempool gefangen gehalten werden.

... sobald Lightning kommt wird es richtig verrueckt werden. Ich werde vorbereitet sein :-)

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vor 6 Stunden schrieb Jokin:

Eine dieser Konsequenzen waere, dass der internationale Zahlungsverkehr dann moeglich wird und niemand mehr den USD fuer eben diesen Zahlungsverkehr benoetigt. Zudem werden die Transaktionen anonym, was zu weiterer Akzeptanz fuehren wird.

Dein Post klingt so als würdest du diese Behauptungen auf "instant von Börse zu Börse" stützen, doch das ergbit keinen Sinn. Nach etwas Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass du sie auf Lightning generell stützt, was nun sinn ergibt.

Allgemein zu Lightning:
Ich habe keine tiefergehenden Kenntnisse davon oder von Ripple. Aber dieser Aufbau von Channels klingt mir nach einem sehr ähnlichen Ansatz zu Ripple mit ihren Gateways. Ich würde fast schon behaupten, dass Ripple dem Lightning Netzwerk überlegen ist, da es genau auf solche "zentralen" Punkte spezialisiert ist.
Besonders "die Gefahr dass sich zentrale Hubs bilden"... es ist absolut sicher dass das passiert. Welche negativen Folgen das hat weiß ich aber nicht.

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vor 8 Stunden schrieb Thiasos:

Andernfalls frage ich mich, welchen Sinn Bitcoin und die Blockchain noch haben sollen!?

Als Anker ähnlich des Goldes beim Goldstandard- nur diesmal ohne die Möglichkeit der grenzenlosen Aufweichung des Kursverhältnisses zwischen Basis Währung Bitcoin (früher Gold) und einer Zweitwährung für den Alltag (früher Dollar-dieser war ja zuerst mit einem fixen Verhältnis an Gold gebunden und dann sukzessive aufgelöst bis er 1971 komplett losgelöst war vom Basismedium Gold). 

Man sollte das Bedürfnis der Menschen weltweit einer nicht- inflationierbaren Basiswährung und deren nicht-manipulierbaren Derivate bzw. abgeleiteten "Sekundär"Tauschmedien nicht unterschätzen. Das wäre mit Lightning zumindest gegeben und ohne Bitcoin und Blockchain so nicht möglich...

bearbeitet von Libert
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43 minutes ago, Libert said:

Als Anker ähnlich des Goldes beim Goldstandard- nur diesmal ohne die Möglichkeit der grenzenlosen Aufweichung des Kursverhältnisses zwischen Basis Währung Bitcoin (früher Gold) und einer Zweitwährung für den Alltag (früher Dollar-dieser war ja zuerst mit einem fixen Verhältnis an Gold gebunden und dann sukzessive aufgelöst bis er 1971 komplett losgelöst war vom Basismedium Gold). 

Man sollte das Bedürfnis der Menschen weltweit einer nicht- inflationierbaren Basiswährung und deren nicht-manipulierbaren Derivate bzw. abgeleiteten "Sekundär"Tauschmedien nicht unterschätzen. Das wäre mit Lightning zumindest gegeben und ohne Bitcoin und Blockchain so nicht möglich...

Dazu war Bitcoin niemals gedacht. Ich möchte mal gerne wissen, ab wann diese Bedeutungsumkehr stattgefunden hat.

Bitcoin ist laut Whitepaper ein Peer-to-Peer Electronic Cash System. Genau dafür wurde Bitcoin und die Blockchain entwickelt. Und jetzt sagen alle Smallblocker, dass Bitcoin das nicht ist? Hä?

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vor 8 Minuten schrieb Thiasos:

Dazu war Bitcoin niemals gedacht.

das mag schon sein und möchte das auch nicht abstreiten! 

satoshi war sicherlich nicht so naiv und hat nicht gewusst, dass btc sich nicht in diese richtung hätte entwickeln können. er hat es aber offensichtlich auch nicht verhindern können.

Wofür BTC einmal "gedacht" war ist daher auch keine Garantie, die man "einfordern" könnte. Auch wenn es technisch möglich wäre und man immer wieder darauf hinweist und die (wenigen) Leute darauf hinweist.

ich für meinen teil verfolge die Entwicklung mit Spannung, da es m.E. aufregend ist, ob sich ein Coin sowohl als Zahlungsmittel als auch  als Wertaufbewahrung durchsetzt- für die Menschen wäre es die beste und einfachste Variante. Denn es ist auch klar dass ein Zahlungsmittel ohne Wertaufbewahrungsfunktion nicht möglich ist- da der vermehrte Nutzen (als Tauschmedium) den Wert des Coins ja automatisch (parallel) entsprechend dazu erhöht.

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29 minutes ago, Libert said:

das mag schon sein und möchte das auch nicht abstreiten! 

satoshi war sicherlich nicht so naiv und hat nicht gewusst, dass btc sich nicht in diese richtung hätte entwickeln können. er hat es aber offensichtlich auch nicht verhindern können.

Wofür BTC einmal "gedacht" war ist daher auch keine Garantie, die man "einfordern" könnte. Auch wenn es technisch möglich wäre und man immer wieder darauf hinweist und die (wenigen) Leute darauf hinweist.

 

Sorry, ich kapiere es nicht. Es spricht nichts gegen ein peer-to-peer electronic cash systems. Wenn es BTC nicht macht, dann wird es jemand anderes machen. Bitcoin ist während der Finanzkrise entstanden. Das Ziel war immer, allen Menschen auf der Welt, auch und gerade auch den Ärmsten, die Teilnahme am weltweiten Finanzsystem zu ermöglichen, indem Intermediäre aus dem System entfernt werden. Es war niemals das Ziel ein Wertaufbewahrungsmittel für die wenigen Menschen zu schaffen, die bereits über ausreichende Geldmittel verfügen. In der jetzigen Form ist Bitcoin nicht einmal das, sondern ein reines Spekulationsobjekt. Du nennst dich Libert. In diesem Nick schwingt der Begriff Freiheit mit. Freiheit nur für dich oder Freiheit für alle Menschen?

Natürlich konnte Satoshi es nicht verhindern. Bitcoin ist trustless, aber die Entwicklung beruht auf Vertrauen. Satoshi hat ganz bewusst ein Open Source Projekt geschaffen. Denn das ermöglicht es anderen Entwicklern seine Ideen aufzugreifen und die Umsetzung voranzutreiben.

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Wäre es denkbar, wenn LN nicht alle Probleme löst, dass BTC dann doch die Blocksize vergrößert?

 

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vor 13 Stunden schrieb gosu:

Wäre es denkbar, wenn LN nicht alle Probleme löst, dass BTC dann doch die Blocksize vergrößert?

 

Natürlich. Aber nicht ohne Limitierung

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es langfristig Lightning Masternodes (ähnlich Dash) geben könnte, die immer laufen und für einen bestimmten Betrag Channels aufmachen (vielleicht 1-100 BTC) und dafür von allen Transaktionen eine Gebühr bekommen.

Dadurch  könnte das Netz recht flächendeckend werden.

bearbeitet von fjvbit
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Um die Sache mal einfach zu erklären.

Ich gehe mal von Multisignaturen aus, eine lange bekannte Lösung für Transaktionen.

Kurz gesagt, ist eine Multisignatur eine Transaktion, wo nicht wie sonst einer (der Besitzer des Bitcoins) signiert (unterschreibt), sondern mehrere (multi) notwendig sind.

Beispiel:

A, B und C sparen auf dem Urlaub. Das vorher nicht einer die Kasse plündert, vereinbaren sie, nur wenn alle zustimmen, wird das Geld ausgegeben.

Dies wird umgesetzt, mit einer Multisigntur 3/3. Alle 3 müssen die Signatur signieren. (Standard z.B. in Electrum und leicht umzusetzen.)

Nun gehen wir mal ein Schritt weiter. A, B und C zahlen wieder in ein Multisignatur-Wallet ein. Somit sind die Bitcoin dort eingefroren, bis alle drei wieder übereinstimmen und die Transaktion signieren. Erst dann passiert wieder was auf der Blockchain. 

Dann stellen wir uns der einfachshalber mal vor, 10 Bitcoin liegen in der Multisignatur-Wallet und sie drucken dafür 1000 Scheine. (Ihr eigenes Bitcoingeld, wobei 1 Schein 1/100 Bitcoin ist.)

Diese "Geldscheine" werden so verteilt, wie jeder Bitcoin eingezahlt hat.

Ab jetzt können A, B und C mit sich Handeln und bezahlen. Die Scheine werden umverteilt unter den 3. In der Blockchain passiert nichts. Es kann ewig so gehen, Mio. Zahlungsvorgänge zwischen den Teilnehmern.

Irgendwann ist dann wieder gut, die drei beschliesse ihre Multisignatur-Wallet auf zu lösen und jeder legt seine Scheine auf den Tisch. Entsprechend der Anzahl bekommt jeder sein Anteil aus der Wallet. Die Transaktion wird von allen signiert. In der Blockchain wird nur die Auszahlung geschrieben. Was innerhalb der Wallet, also die Bezahlung mit Scheinen, passierte, ist in der Blockchain nicht ersichtlich. Das Beispiel ist zu Ende.

Okay, hier zum einfacheren Verständnis mit Papierscheinen erklärt. Dies kann man dann auch elektronisch/kryptografisch umsetzen. Das wäre dann z.B. Lightning Network.

Axiom 

 

 

bearbeitet von Axiom0815
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vor 4 Minuten schrieb Axiom0815:

Das Beispiel ist zu Ende.

Super erklärt!

Axi for President!! 

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vor 5 Stunden schrieb Jokin:

Super erklärt!

Axi for President!! 

Vielen Dank. ;)

Na dann mach ich mal noch etwas weiter.

Nun haben nicht nur A, B und C ihr eigenes Geld, sondern genau so X, Y und Z. Alle haben je 10 Bitcoin.
ABC-Geld ist nicht kompatible mit XYZ-Geld. (zwei verschiedene Wallets)

Kein Problem.
Man bringt jetzt die Interessen zusammen (Interessenaustausch). X will z.B. A ein Bitcoin bezahlen, B will Z ein geben.
Würde heißen, X und B haben dann nur noch 9 Bitcoin, A und Z haben dann 11.

Dann erfolgt der Ausgleich so: (Lightning Network erkennt das automatisch.)

  • B gibt A ein Bitcoin, Ergebnis: B hat 9, A hat 11 Bitcoin
  • X gibt Z ein Bitcoin, Ergebnis: X hat 9, Z hat 11 Bitcoin

Somit haben wir die oben gestellte Aufgabe gelöst, X und B haben 9 Bitcoin, A und Z haben dann 11.

Und das alles, ohne übergreifende "Geldkanäle".
Klar ist natürlich, dass sowas für Überwacher ein Graus ist. Wenn beide Wallet wieder aufgelöst und in der Blockchain geschrieben wird, ist nicht ersichtlich, das X an A und B an Z was gezahlt hat. (Es ist also mit Widerstand zu rechnen.)

Das interessiert aber nicht.
Satoshis Version peer to peer Geld zu verschicken wird damit gelöst, ohne die Blockchain bis ins unendliche aufzublasen.

 

Noch eine Frage:

B will nun mit 6 Bitcoin raus, also will sie wieder in der Blockchain haben. S will ins ABC-Geld (Scheine) rein, weil man so sehr günstig mit Kleinbeträgen, z.B. den Kaffee bezahlen kann, ohne die hohen Miner-Gebühren.

Die Lösung:
S überweis auf der Blockchain 6 Bitcoin an B und B gibt S dafür entsprechend 6 Bitcoin im ABC-Geld.

 

Also, man kann ein riesiges Netz an Verknüpfungen bauen, ohne das je einmal "Schuld" (Gläubiger) entstehen ohne Deckung. 

ABC- und XYZ-Geld ist gesichert durch die eingefrorenen Bitcoin in der Wallet (kann jeder auf der Blockchain kontrollieren), beim Tausch mit Blockchain-Bitcoin geht es auch 1:1, ohne ein Risiko.

 

Axiom

 

Nachtrag: Wenn durch Lösungen wie oben beschrieben z.B. mit Lightning Network Bitcoin unendlich skalierbar ist, können sich andere Coins, die ihr Existenz nur über die Skalierung begründen, warm anziehen. Also vielleicht nicht mehr so viele Bcash halten bzw. rechtzeitig abstoßen. Wollte ich nur mal gesagt haben, weil bestimmt dann wieder lautstark "diskutiert" wird.

bearbeitet von Axiom0815
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vor 1 Stunde schrieb Axiom0815:

Also vielleicht nicht mehr so viele Bcash halten bzw. rechtzeitig abstoßen.

Ist spätestens im August bei mir schon fest eingeplant!

bearbeitet von Franz
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vor einer Stunde schrieb Franz:

Ist spätestens im August bei mir schon fest eingeplant!

Hihi, das ist auch mein Zeithorizont :D

vor 2 Stunden schrieb Axiom0815:

Also, man kann ein riesiges Netz an Verknüpfungen bauen, ohne das je einmal "Schuld" (Gläubiger) entstehen ohne Deckung. 

Ja, genau - und es wird immer mal wieder "Ankerpunkte" geben, die dann den aktuellen Bestand in der Blockchain festhalten - die Anzahl der Blockchain-Transaktionen wird massiv gesenkt.

Das weitere Wachstum der Blockchain wird gebremst und es scheint wieder die Sonne.

Da jedoch immer mehr Marktteilnehmer hinzustoßen wird die Blockchain weiter wachsen, jedoch wird das Gesamtsystem immer leistungsfähiger werden.

Die Miner werden daher auch nicht arbeitslos und werden diese Weiterentwicklung unterstützen.

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Am 18.1.2018 um 22:20 schrieb Thiasos:

Und jetzt sagen alle Smallblocker, dass Bitcoin das nicht ist? Hä?

Mag schon sein, dass die Smallblocker das sagen (zu denen zähle ich mich aber nicht). Es steht aber nirgends im whitepaper geschrieben, dass bitcoin neben bzw. zusätzlich zum peer to peer-cash system auch nicht die Wert-Aufbewahrungsfunktion erfüllen kann.

 

Am 19.1.2018 um 09:07 schrieb Thiasos:

Es spricht nichts gegen ein peer-to-peer electronic cash systems. Wenn es BTC nicht macht, dann wird es jemand anderes machen.

Korrekt, daher gibt es ja auch mittlerweile Alternativen. In der jetzigen Form wäre es aber auch nicht mal ein verlässliches Zahlungsmittel aufgrund der exorbitanten Schwankungen-

Am 19.1.2018 um 09:07 schrieb Thiasos:

Bitcoin ist während der Finanzkrise entstanden. Das Ziel war immer, allen Menschen auf der Welt, auch und gerade auch den Ärmsten, die Teilnahme am weltweiten Finanzsystem zu ermöglichen, indem Intermediäre aus dem System entfernt werden. Es war niemals das Ziel ein Wertaufbewahrungsmittel für die wenigen Menschen zu schaffen, die bereits über ausreichende Geldmittel verfügen. In der jetzigen Form ist Bitcoin nicht einmal das, sondern ein reines Spekulationsobjekt.

Naja- man kann satoshis motive sicherlich so interpretieren….und möchte das auch nicht abstreiten. Man kann  aber auch noch anderes aus dem whitepaper heraus lesen, z.Bsp.

Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung

Gerade weil es in der Finanzkrise entstanden ist kann man durchaus auch als Motiv die in der Vergangenheit mehrmals manifestierte Entwertung des fiat-geldes mit all seinen schwerwiegenden folgen herauslesen. Deshalb wurde es ja in der Menge begrenzt und nicht beliebig vermehrbar im code verankert. Also somit durchaus auch in ferner Zukunft als Wertaufbewahrungsmittel. Und so wenige Menschen gibt es in den „reichen“ westlichen Nationen auch nicht, welche gerne Ihr Erspartes einfach, sicher und ohne Entwertungs-Gefahr durch die Banken aufbewahren möchten.

Dass Bitcoin von den „smallblockern“ sozusagen „missbraucht“ worden ist und ihn eigentlich nur noch als "ausschließlichen" digitalen Onchain- „Goldersatz“ verbreiten wollen/können liegt nun mal  im freien Wettbewerb. Die Kernentwickler mit der „falschen“ Einstellung/Motiven waren dummerweise schneller. Aber in diesem  freien (!) Wettbewerb liegt auch die Chance- nämlich dass jederzeit eine reine „peer to peer-Alternative entwickelt werden kann- was ja mittlerweile bereits geschehen ist (u.a. Bitcoin Cash, Dash, Monero o.ä.)

Am 19.1.2018 um 09:07 schrieb Thiasos:

Du nennst dich Libert. In diesem Nick schwingt der Begriff Freiheit mit. Freiheit nur für dich oder Freiheit für alle Menschen?

Widerspricht sich mMn nicht: alle Menschen haben jetzt die Möglichkeit außerhalb des bankensystems aktiv zu werden (wenn auch nicht unbedingt mit Bitcoin)- das Ziel Satoshis ist somit eigentlich durchaus erreicht. Niemand wird mehr gezwungen staatliche währungen zu nutzen.

Lightning sehe ich daher durchaus als Chance- wenn auch noch sehr kritisch. Es ist klar, dass wenn das System nicht hält was es jetzt schon verspricht- andere Coins sofort als Ersatz bereit stehen, sollte der BTC-Kurs darauf einbrechen..ich würde daher btccash als Hedge durchaus noch halten. Dieses Jahr wird ja hoffentlich eine entscheidung diesbezüglich fallen…!

bearbeitet von Libert
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Lightning ist nun im Mainnet angekommen. :)

Auf Bitrefill und TorGuard, Wallets sollten bald auch kommen.

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