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Österreich: "Ökosoziale" Steuerreform und Fall der einjährigen Haltefrist für Krypto Assets


Eloy
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vor 2 Stunden schrieb Eloy:

Wobei ich hoffe, dass vorher die Regierung fällt.

Kann man nur hoffen. Bei der nächsten Wahl spielen die Grünen danach hoffentlich nicht mehr mit. 

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vor 15 Minuten schrieb verado:

Kann man nur hoffen. Bei der nächsten Wahl spielen die Grünen danach hoffentlich nicht mehr mit. 

Geht der Blödsinn von den grünen aus?

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Können die einfach sagen, wir setzen jetzt die Steuerfreiheit auf 10 Jahre, weil uns der Markt nicht gefällt? Ich mein, da muss doch auch eine stichhaltige Begründung dahinter stehen. Sonst hält sowas nur bis der erste dagegen klagt. 

Edited by ratzfatz
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vor 5 Stunden schrieb ratzfatz:

Können die einfach sagen, wir setzen jetzt die Steuerfreiheit auf 10 Jahre, weil uns der Markt nicht gefällt? Ich mein, da muss doch auch eine stichhaltige Begründung dahinter stehen. Sonst hält sowas nur bis der erste dagegen klagt. 

:lol::lol::lol::lol::lol:

"da muss doch auch eine stichhaltige Begründung dahinter stehen! "
Wann das so wäre, könnte man einiges was die letzten Jahre durchgesetzt wurde, wieder streichen! ;)

Angefangen von der E-Auto Förderung! 

 

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vor 6 Stunden schrieb ratzfatz:

da muss doch auch eine stichhaltige Begründung dahinter stehen

Die gibt es doch. Das kann ähnlich wie bei der Einführung der Abgeltungssteuer begründet werden.

Wie das jedoch lückenlos umgesetzt werden soll, weiß derzeit niemand.

vor 56 Minuten schrieb teamfinsti:

Angefangen von der E-Auto Förderung! 

Die ist nicht abgeschafft und steht auch nicht zur Diskussion abgeschafft zu werden (sie wird verändert).

Hat aber nix mit der hier diskutierten Spekulationsfrist zu tun.

Ganz sicher wird es wieder eine Bestandssicherung geben was das Ganze nur noch komplizierter machen wird.

Ich finde es schonmal gut, dass die Ösis das ausprobieren und somit beobachten können was sich bei den Steuereinnahmen tut. Vermutlich geht die Nummer nach hinten los und es wird deutlich mehr Steuerhinterziehung geben, die schlichtweg nicht aufdeckbar ist.

Daher: Ganz cool und entspannt bleiben. Und natürlich darauf einstellen und besser jetzt in 2021 noch ganz viel Euro in Bitcoin eintauschen um in den Bestandsschutz zu kommen. Da würde ich schon fast wieder so weit gehen über das Risiko einer Finanzierung nachzudenken um Käufe in 2021 vorzuziehen anstatt erst 2022 und 2023 kaufen zu können.

 

Was an dieser Stelle niemandem hilft: Auf CDU, AfD und FDP zu setzen um diese Spekulationsfrist zu erhalten. Das halte ich für extrem kurz gedacht, das mag einzelnen zwar zu deutlich mehr Reichtum verhelfen - aber was nützt es denn wenn die ärmere Bevölkerung randalierend durch die Straßen zieht und Autos anzündet?

Langfristig haben wir mehr davon wenn die Steuerlast für ärmere Menschen reduziert und dies von den reicheren Menschen finanziert wird in einem erträglichen Maße ohne dass diese Steuern hinterziehen.

Die Anhebung der Spekulationsfrist auf 10 Jahre finde ich einen tollen Kompromiss, den ich im Rahmen meiner Strategie gut berücksichtigen kann.

Edited by Jokin
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@QQQ Ich zitiere aus dem Prognose-Thread folgendes, da es hier besser passt:

vor 12 Stunden schrieb QQQ:

Für die Österreich-Hodler,... gilt zu beobachten. 2 Monate vor Jahresende...

https://www.tpa-group.at/de/news/breaking-krypto-assets-als-kapitalvermoegen-ab-1-1-2022-geplant/

Dort steht Zitat: "...Für Altvermögen könnte dann die steuerfreie Veräußerung erhalten bleiben. Andererseits könnte eine solche Übergangsbestimmung aus Vereinfachungsgründen auch entfallen, was zu einer – im Ergebnis rückwirkenden (!) – Steuerpflicht bereits eingetretener aber bisher noch nicht realisierter Wertsteigerungen führen würde."

Steuerpflicht für bereits eingetretene aber bisher noch nicht realisierte Wertsteigerung? Ist das in AT tatsächlich so das Kapitalvermögen bei Wertsteigerung besteuert wird ohne das man etwas aktiv realisiert?
Vergleichend dazu, gibt es das in DE, soweit ich mit meinem Laienwissen weiß, nichts derartiges. Also Wertsteigerungen müssen in DE realisiert werden durch z.B. eine Veräußerung.

Wie versteht ihr das?

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3 hours ago, Morama said:

Dort steht Zitat: "...Für Altvermögen könnte dann die steuerfreie Veräußerung erhalten bleiben. Andererseits könnte eine solche Übergangsbestimmung aus Vereinfachungsgründen auch entfallen, was zu einer – im Ergebnis rückwirkenden (!) – Steuerpflicht bereits eingetretener aber bisher noch nicht realisierter Wertsteigerungen führen würde."

Disclaimer: Ich bin auch vollständig Laie!

Nach mehrmaligem Lesen verstehe ich das so, dass du - ohne Übergangsbestimmung! - bei einem späteren Verkauf potentiell auch die Wertsteigerung zwischen dem ursprünglichem Kauf und dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Regelung versteuern musst.

Also z.B.

Kauf am 01.01.2020: 1 BTC zu 6.401€
Inkrafttreten der neuen Regelung am 01.01.2022 (ohne Übergangsbestimmung)
Verkauf am 02.01.2022: 1 BTC zu (angenommen) 60.000€

Zu versteuern wären dann   60.000€  -  6.401€ = 53.3599€  obwohl praktisch der ganze Wertzuwachs bereits vor Inkrafttretens der neuen Regelung am 01.01.2022 entstanden ist.

Insofern musst du - nur beim Verkauf - "rückwirkend" versteuern. (EDIT: Sollte es in Österreich tatsächlich so kommen, empfiehlt sich vermutlich ein Verkauf am 31.12.2021, um die Steuerfreiheit allen bisher erzielten Wertzuwachses zu retten. Anschließend Neukauf.)
 

3 hours ago, Morama said:

Ist das in AT tatsächlich so das Kapitalvermögen bei Wertsteigerung besteuert wird ohne das man etwas aktiv realisiert?

Aber du musst nichts versteuern, solange du nicht aktiv realisierst.

Edited by PeWi
Ergänzung Steuerfreiheits-Rettungs-Notverkauf
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6 minutes ago, Morama said:

So würde ich die Regelung verstehen, aber es steht anders dort ;)

Die Formulierung ist nicht so eindeutig, dass man deine Befürchtung oder meine Vermutung eindeutig bejahen oder verneinen kann.
Logischer und leichter verabschiedbar bzw durchsetzbar finde ich meine Vermutung, aber wer weiß ...

Edited by PeWi
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vor 20 Stunden schrieb QQQ:

Geht der Blödsinn von den grünen aus?

Ist das nur Blödsinn, weil es für uns finanziell negativ ist? Vom Prinzip her halte ich es für vernünftig, die Besteuerung von Aktiengewinnen und Kryptogewinnen aneinander anzugleichen. Und im Prinzip bin ich auch dafür, dass ich für meine Einkünfte aus Arbeitsleistung weniger Steuern zahle als für Einkünfte aus Geldanlagen. Dumm nur, wenn man Anlagen hat, die derzeit noch steuerfrei sind. Dann ist man schnell geneigt, seine eigenen Überzeugungen über Bord zu werfen...

Von daher, freut euch über den derzeitigen Zustand aber geht nicht davon aus, dass der ewig erhalten bleibt. Ganz egal ob da Grüne mitmischen oder nicht.

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vor 4 Stunden schrieb PeWi:

Sollte es in Österreich tatsächlich so kommen, empfiehlt sich vermutlich ein Verkauf am 31.12.2021, um die Steuerfreiheit allen bisher erzielten Wertzuwachses zu retten. Anschließend Neukauf.)

Umständlich, aber so werde ich es machen, wenn es soweit ist. 

 

vor einer Stunde schrieb MKE:

im Prinzip bin ich auch dafür, dass ich für meine Einkünfte aus Arbeitsleistung weniger Steuern zahle als für Einkünfte aus Geldanlagen.

Bin ich auch dafür, aber sogut wie nie werden Steuern gesenkt, immer nur erhöht und neue erfunden.  

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2 hours ago, MKE said:

Ist das nur Blödsinn, weil es für uns finanziell negativ ist?

Wenn man Kryptos zum Kauf von Waren und Dienstleistung verwenden möchte, ist das Mist. Ich hätte mir gerne die Binance Card geholt. Aber wenn ich Häuslpapier bei Billa kaufe, möchte mir darüber später in der Steuererklärung nicht den Kopf zerbrechen müssen.

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vor 3 Stunden schrieb MKE:

Ist das nur Blödsinn

Ich rede von einer evtl rückwirkenden Umsetzung.

vor 3 Stunden schrieb MKE:

Dann ist man schnell geneigt, seine eigenen Überzeugungen über Bord zu werfen...

Unsinnige Unterstellung. Typisch "mich triffts eh nicht" Einstellung. Oder nur mit Taschengeld. 🙄

Edited by QQQ
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vor 51 Minuten schrieb Eloy:

Wenn man Kryptos zum Kauf von Waren und Dienstleistung verwenden möchte, ist das Mist. Ich hätte mir gerne die Binance Card geholt. Aber wenn ich Häuslpapier bei Billa kaufe, möchte mir darüber später in der Steuererklärung nicht den Kopf zerbrechen müssen.

Ist bei gesetzlichen Zahlungenmittel genau deswegen ausgenommen, wenn es im Zahlungsverkehr eingesetzt wird. 

Womit wir ja eigentlich schon eine "Hintertür" hätten, da der Bitcoin ein gesetzliches Zahlungsmittel in einem Land ist (und noch weitere folgen werden). Hat nur noch keiner so richtig gecheckt. 

Edited by QQQ
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Ökosozial … das liest sich wohlwollend. Und dann noch alles vermeintlich ab 01.01.2022. Ist ja alles ganz easy, oder?

Weder ist es das in D, noch in Austria. Denn weder sind Kryptowährungen Währungen im klassischen Sinne, noch sind es klassische Kapitalanlagen. Die nicht mögliche Einordnung in diese Kategorien wurde ja bereits früher bedacht, dennoch sind Kryptowährungen als sonstige Wirtschaftsgüter kategorisiert worden, wofür es auch mittlerweile eine deutliche und bestätigende Rechtsprechung gibt.

Jetzt so einfach die Pferde zu wechseln und mal mir nichts, dir nichts und auch noch rückwirkend die Besteuerung zu ändern, wäre zwar möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich. Zumal man ja in D bereits einige Änderungen zur Kryptobesteuerung jüngst auf den Weg gebracht hat.

Und eine rückwirkende Änderung der Besteuerung hätte zur Folge, dass auch Steuerbescheide geändert werden müssten; ein nicht ganz trivialer Prozess, der da ablaufen müsste. 

Und dann stellt sich auch noch die Frage, ob eine Änderung mit Rückwirkung überhaupt statthaft ist. Der Staat ist zwar selten vertrauenswürdig, aber den Krypto-Halter wird die rechtlich bedeutsame Frage umtreiben, ob er beim Kauf damit rechnen musste, dass irgendwann seine Kryptos der allgemeinen Steuerpflicht unterliegen würden. Mit den vielen Urteilen, den jüngst erfolgten Anpassungen, die formulierten Grenzen bei der Rückwirkung generell, wird es schwer sein, hier ohne eine weitgehenden Bestandsschutz auszukommen. Und eine kurzfristige Einstufung von Kryptos in etwas, das eine weitgehende generelle Besteuerung ermöglicht wird auch nicht so einfach sein, wie das gerne diejenigen hätten, die als „ökosozial“ gelten wollen.

Edited by Gulliver
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