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Angriff Russland auf die Ukraine


SisuLa
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vor 2 Stunden schrieb Jokin:

 

Ich denke, wir Nato-Staaten sind gut daran beraten die Ukraine sich selbst zu überlassen und lediglich humanitäre Unterstützung zu geben.

 

Auch wenn es ein Nazi-Vergleich ist, dass hat man 1938 auch gedacht als Hitler das Sudetenland annektiert hat. Und kurz danach kam dann der Einmarsch in Polen. 

Bei Putin weiss keiner aktuell ob er noch rational handelt oder durchgetickt ist. Die Sache ist: Die Invasion ist rational nicht zu erklären, die kann Putin keinen Vorteil bringen.

Und wenn er hier irrational handelt, woher weisst du dann, dass er als nächstes nicht das Baltikum angreift?

Undenkbar?

Das war der Angriff auf die Ukraine bis vor wenige Wochen auch noch.

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vor 2 Stunden schrieb Heineken:

 

Schlimmer finde ich, dass Europa bei Einmischung gedroht wird mit Worten "Wenn ihr euch einmischt, werdet Ihr Konsequenzen sehen, die Ihr bis dato nicht gesehen habt"

Indirekt klingt das für mich, dass er Atomwaffen nicht nur mehr für die Abschreckung Nutzen möchte. Sondern diese bereit ist einzusetzen...

Dieser Wahnsinnige!!!

 

 

 

Blufft er oder nicht? Das kann keiner mehr sagen. Aber du kannst ihn auch nicht machen lassen, er muss aufgehalten werden. Denn aus seine n Aussagen geht klar hervor, dass ihm die Ukraine nicht reichen wird.

Ich habe jedenfalls seit zwei Tagen ein extrem flaues Gefühl im Magen und schlafe schlecht. 

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Habs mir überlegt... Brennende Körper sollten wir nicht teilen... 

Edited by FooFighterBT
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10 hours ago, Aktienspekulaant said:

Also jetzt mal unabhängig von Streitereien hier: Viele scheinen ja die Sanktionen, die der "Westen" (wer immer das ist) gegen Russland mehr oder weniger zu belächeln, so nach dem Motto: "Bringt doch nix". 

Das glaube ich nicht. Wenn Russland z. B. vom Kapitalmarkt abgeschnitten wird, dann hat das Folgen. Nicht heute, nicht morgen, aber übermorgen. Was hat denn Russland zu bieten? Sie haben riesige Bodenschätze, aber das wars so im Großen und Ganzen. Haben sie nennenswerte Industrie? Haben sie Technologie? Sind sie "verlängerte Werkbank" wie z. B. China für Apple, Bosch oder Daimler? Die einzig nennenswerte Technologie, die sie haben, ist Software. Das ist nicht zu unterschätzen, aber sonst?

Russland ist darauf angewiesen, dass die Bodenschätze vom "Westen" abgekauft werden. Wenn die aber der "Westen" nicht mehr abkauft, was dann? 

Es stellt sich die Frage, wer länger durchhält: Der "Westen", indem er nichts mehr abkauft oder Russland, wenn sie so weitermachen. 

Genau das stimmt nicht mehr und ist eine Sicht aus dem letzten Jahrhundert.

Russland hat Resourzen und eine Armee. Die haben Holz, Öl, Gas, Uran, Fisch, und viel Platz und sind vielleicht nicht so gut entwickelt wie andere. 

Genau das ist alles, was China braucht. Also tun sich zwei Autokratien zusammen und freuen sich. Putin braucht dann den Westen nicht mehr, genau wie China.

Das müssen wir in unserer selbstgefälligen Arroganz einfach einsehen. Ukraine heute, Taiwan morgen.

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27 minutes ago, grisu said:

Ich frage mich, ob mit einem Wegfall von Swift die Wirtschaft auf Bitcoin im Handel mit Russland ausweichen würde.

Nein, weil es mittlerweile gute Alternativen zu Swift gibt. Wenn man die also von Swift abkoppelt, schiesst man sich selber in den Fuss.

Ich würde mir eher die Schweiz und deren Moral der Banken ansehen. 

Edited by Chantal Krüger
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Vielleicht ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, dass viele, besonders die Politiker, den Frieden zu sehr als gegeben gesehen haben. Die Bundeswehr ist in dem Zustand wie die maroden Brücken und nicht mehr in der Lage, uns zu verteidigen. Politiker wie Flintenuschi haben der dann den Rest gegeben.

Die, die nach Vergeltung, Krieg und Waffen schreien, schaut diesen Film an, damit bin ich aufgewachsen und im August 1986 wurden wir fast alle ausgelöscht, weil es einen technischen Fehler gab und der Russe alle Raketen auf den Weg bringen wollte.

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Day_After_–_Der_Tag_danach

 

An dem einen Punkt gebe ich China Recht. Die ganzen Sanktionen gegen Russland in den letzten Jahrzehnten haben nix gebracht und zu keiner Lösung geführt.

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vor einer Stunde schrieb Arghlh:

dass hat man 1938 auch gedacht als Hitler das Sudetenland annektiert hat.

 

Genau das. Putin wird nie mehr Frieden geben. Er hat seine Karten (spätestens mit der Rede, die furchtbar war) offenbart. JEtzt gibt es da kein Zurück mehr.

Es gibt Machthaber mit denen man nicht verhandeln kann, weil sie skrupellose Verbrecher sind. Putin gehört dazu.
Gibt interessante Putin-Dokus wie er über die Jahre Oligarchen, Reporter, Kritiker umbringen lies und dann vor den Kamera knallhart log.
Wie zB.
https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/zdf/20/11/201112_putins_russland_gegener_inf/4/201112_putins_russland_gegener_inf_2360k_p35v15.mp4
 

Zitat

Die Sache ist: Die Invasion ist rational nicht zu erklären, die kann Putin keinen Vorteil bringen.

Kann man. Er sieht wie schwach der Westen ist und hat die Chance genutzt.

Putin hat panische Angst vor Demokratie. ER hat gesehen wie schlimm die Jelzin Jahre für Russland waren, und hat nun sein diktatorisches REgime aufgebaut.
Nur hat Putin ein Problem: Russland ist wirtschaftlich ein Zwerg. Das einzige was Russland hat sind fossile Rohstoffe und das Militär. Und das mit den fossillen Rohstoffen geht absehbar zu Ende. Wenn nicht jetzt, dann nie.

Seine Angst vor Demokratie zeigte sich auch als er in Kazastan, Georgien, Belarus eingegriffen hat. Alle sind nun Vasallenstaaten.

Als Vorwand nimmt er die "Nato-bedroht-mich"-Lüge und viele Linke/rechte fallen auf diesen Schwachsinn herein.

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Könnte es sein, dass Putin mit "entnazifizieren" nicht die Ukrainische Führung sondern "uns" meint?

Warum kommunizieren D und A Truppenbewegungen von nur 350 bzw 150 Soldaten über die Medien? (USA 5000?->Polen)

Wie lange kann es dann dauern um die Grenzen zu sichern? Wir haben vllt nur 700-800km Zeit.

Was bezieht Russland wichtiges vom Westen was es nicht auch aus China bekommt? Sanktionen auch gegen China kann ich mir nicht vorstellen.

Edited by Stone
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11 minutes ago, bartio said:

... die "Nato-bedroht-mich"-Lüge ...

Dumme Frage: Können wir es wirklich ausschließen, dass sich die russische Führung durch die Nato bedroht fühlt?

Schließlich ist die Nato (der Gegner bis in die 80er Jahre) über die Jahre immer weiter an das russische Gebiet herangerückt und hat dort Truppen und Waffen stationiert? (Auch ist die Rethorik der Nato gegen Russland nicht unbedingt beruhigend.)

Versteh mich nicht falsch, ich finde das auch grundverkehrt, was gerade abläuft, und ich habe auch ziemliche Sorgen, dass Putin seine Rede ernst meint.

Dennoch kann ich es nicht verstehen, wie man es Russland pauschal absprechen will, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

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vor 12 Minuten schrieb coinflipper:

Wie sich der Krieg auf große österreichische Unternehmen auswirkt, hier ein guter Artikel.

Man sieht die Verflechtungen aus diversen Branchen. https://www.derstandard.at/story/2000133637721/russland-schockiert-oesterreichs-exporteure?ref=article

Ein ähnlicher Artikel über Deutschland wäre interessant.

Alle Sanktionen gegen Russland treffen uns ebenso.

Russland ist das relativ egal.

Z.b  Stahl aus Russland. Hatte ich schonmal erwähnt. Delta-Stahl ist der einzige der seit Jahren immer liefern kann. Kommt alles aus Russland. Wird zwar hier weiterverarbeitet, Spaltband, aber der Stahl kommt aus Russland.

Das ist nicht immer nur Gas um was es geht. Es geht bis in jeden Lebensbereich.

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vor 1 Minute schrieb PeWi:

Dumme Frage: Können wir es wirklich ausschließen, dass sich die russische Führung durch die Nato bedroht fühlt?

Schließlich ist die Nato (der Gegner bis in die 80er Jahre) über die Jahre immer weiter an das russische Gebiet herangerückt und hat dort Truppen und Waffen stationiert? (Auch ist die Rethorik der Nato gegen Russland nicht unbedingt beruhigend.)

Versteh mich nicht falsch, ich finde das auch grundverkehrt, was gerade abläuft, und ich habe auch ziemliche Sorgen, dass Putin seine Rede ernst meint.

Dennoch kann ich es nicht verstehen, wie man es Russland pauschal absprechen will, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Vielleicht muss man auch betrachten wieviele ausländische Firmen in Russland aktiv sind und ihre Gewinne ins eigene Land ziehen.

Also der Abfluss von Rubel ins Ausland. Die Russen geben das Geld zwar in Russland aus aber es bleibt nicht in Russland. Verdient wird woanders, Russland hat davon nix.

Ähnliche Situation in Afrika. Wir spenden dorthin Produkte und verhindern damit die dortige eigene Entwicklung. Wobei da auch dazukommt das wir es als billige verlängerte Werkbank missbrauchen. Es wird produziert was die Menschen selbst bräuchten aber sich nicht leisten können. Sie produzieren sogar Karotten für Deutschland. Und haben selber nix zu fressen.

Sorry...mich kotzt sowas an.

Zwei unterschiedliche Beispiele. Aber die Auswirkungen sind ähnlich.

Überall Heuchelei.

 

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vor 5 Minuten schrieb battlecore:

Alle Sanktionen gegen Russland treffen uns ebenso.

Russland ist das relativ egal.

Z.b  Stahl aus Russland. Hatte ich schonmal erwähnt. Delta-Stahl ist der einzige der seit Jahren immer liefern kann. Kommt alles aus Russland. Wird zwar hier weiterverarbeitet, Spaltband, aber der Stahl kommt aus Russland.

Das ist nicht immer nur Gas um was es geht. Es geht bis in jeden Lebensbereich.

Es sind zumindest viele. Sollte man Russland aus dem SWIFT hauen, wird der Zahlungsverkehr zu Russland doch auch mehr als nur kompliziert. Somit wären sämtliche Exporte sehr erschwert?

Man müsste glaube ich auch bedenken, dass nicht nur der Gewinn aus diesen Ländern wegbricht, sondern auch sämtliche Rohstoffe/Teillieferungen geändert werden müssten. Der Einkauf von dort passiert ja auch nicht aus Willkür, sondern weil man vielleicht von dort das beste Angebot (Ware und/oder Preis) bekommt. Wird das anders, wird es teurer.

Die von dir angesprochene Abhängigkeit, in der man sich über Jahre begeben hat, mag zwar jetzt blöd sein, aber wie man sieht, bewahrt das über Jahre auch den Frieden. Nationalistische Staaten, die eher unabhängig sein wollen, bezahlen dafür einen hohen/höheren Preis. (Sie haben schlechtere Partnerschaften und dann eben teurere/schlechtere Produkte)

Frieden kostet eben auch etwas, ein wenig die eigene Unabhängigkeit/Souveränität. Wir geben die ja auch teilweise ab, an die EU, die USA, an Russland.

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12 minutes ago, PeWi said:

Dumme Frage: Können wir es wirklich ausschließen, dass sich die russische Führung durch die Nato bedroht fühlt?

Schließlich ist die Nato (der Gegner bis in die 80er Jahre) über die Jahre immer weiter an das russische Gebiet herangerückt und hat dort Truppen und Waffen stationiert? (Auch ist die Rethorik der Nato gegen Russland nicht unbedingt beruhigend.)

Versteh mich nicht falsch, ich finde das auch grundverkehrt, was gerade abläuft, und ich habe auch ziemliche Sorgen, dass Putin seine Rede ernst meint.

Dennoch kann ich es nicht verstehen, wie man es Russland pauschal absprechen will, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Ja, das sehe ich auch so. Es gibt immer zwei Seiten.

Aber mal ehrlich, was will man machen ? Zurückschiessen ? Dann ist Europa bald wieder in Schutt und Asche. 

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4 minutes ago, battlecore said:

Vielleicht muss man auch betrachten wieviele ausländische Firmen in Russland aktiv sind und ihre Gewinne ins eigene Land ziehen.

Also der Abfluss von Rubel ins Ausland. Die Russen geben das Geld zwar in Russland aus aber es bleibt nicht in Russland. Verdient wird woanders, Russland hat davon nix.

Ähnliche Situation in Afrika. Wir spenden dorthin Produkte und verhindern damit die dortige eigene Entwicklung. Wobei da auch dazukommt das wir es als billige verlängerte Werkbank missbrauchen. Es wird produziert was die Menschen selbst bräuchten aber sich nicht leisten können. Sie produzieren sogar Karotten für Deutschland. Und haben selber nix zu fressen.

Sorry...mich kotzt sowas an.

Zwei unterschiedliche Beispiele. Aber die Auswirkungen sind ähnlich.

Überall Heuchelei.

 

Kann ja sein. Aber wenn Du an dem Punkt bist.

Solange ich mich erinnern kann, gab es kinder mit grossen Bäuchen und grossen Augen die in Afrika verhundern. Soweit ich mich erinnern kann, sind trilliarden dahin geflossen. Und soweit ich mich erinnern kann, hat die Korruption verhindert, das die Länder sich entwickeln. Dass sind die Eliten, die das verhindern, auch in Russland.

Und wenn ausländische Firmen in Russland aktiv sind, ist doch gut. Jetzt muss Russland die nur noch um Steuern bitten.

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vor 20 Minuten schrieb PeWi:

Dumme Frage: Können wir es wirklich ausschließen, dass sich die russische Führung durch die Nato bedroht fühlt?

Schließlich ist die Nato (der Gegner bis in die 80er Jahre) über die Jahre immer weiter an das russische Gebiet herangerückt und hat dort Truppen und Waffen stationiert? (Auch ist die Rethorik der Nato gegen Russland nicht unbedingt beruhigend.)

Versteh mich nicht falsch, ich finde das auch grundverkehrt, was gerade abläuft, und ich habe auch ziemliche Sorgen, dass Putin seine Rede ernst meint.

Dennoch kann ich es nicht verstehen, wie man es Russland pauschal absprechen will, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Natürlich kann man das nicht ausschließen.

Aber allein weil ein Land der NATO angehört, heißt es ja nicht, dass Russland sich auch aus realistischen Gründen bedroht fühlen muss. Die NATO ist ja laut Definition ein Verteidigungsbündnis. Wenn man das für bare Münze nimmt, hat ja Russland nichts zu befürchten, solange es nicht angreift. Ich habe zum Beispiel noch nie verstanden, warum Russland immer dagegen protestiert hat, wenn die NATO Raketenabwehrsysteme installiert. Von diesen ABWEHRsystemen geht doch keinerlei Gefahr für Russland aus?! Vielleicht habe ich da aber auch nur Halbwissen.

Um die Angst von Putin besser verstehen zu können, müsste man wissen, was es de facto das Drohpotential eines NATO-Mitgliedes für Russland ist. Also sprich, werden wenn man Mitglied der NATO wird automatisch Einheiten, Angriffsraketen, etc. in diesem Land platziert? Wenn ja, könnte ich die Angst nachvollziehen. Aber natürlich nicht soweit, als dass sie einen Angriffskrieg rechtfertigen würde. Man stelle sich vor, die Ukraine oder die NATO hätten ein solches Militärmanöver / Übungsmanöver (heute wissen wir ja, das es nur Fake bzw. Mittel zum Zweck war) wie Putin direkt an der Grenze ausgeübt. Das hätte Putin nicht mit sich machen lassen. Der Westen bzw. die Ukraine hat es zwar unter Protest geduldet, aber letztendlich hat dann Putin trotzdem angegriffen. Wäre für mich umgekehrt undenkbar gewesen.

Man kann es drehen und wenden wie man will - auch wenn ich mich noch so sehr in die Lage Russlands versetzen möchte, verstehe ich diese Paranoia und Angst nicht in diesem Ausmaß. Schon gar nicht um einen Krieg zu starten. Die Bedrohung für Russland war in den 60er, 70er und 80ern doch deutlich größer. Dennoch hat die russische Führung damals einen kühlen Kopf bewahrt und ist auf ihrem Gebiet geblieben. Ich hätte Verständnis wenn Russland aufgrund der NATO-Osterweiterung sich verbarrikadiert, selbst zig Abwehrsysteme installiert, die Truppen an der Grenze aufstockt, etc. - aber eine Überschreitung der Grenze ist ein absolut No-Go und die Empörung weltweit absolut gerechtfertigt. KEIN VERSTÄNDNIS FÜR PUTIN!

Edited by Antares1337
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vor 9 Minuten schrieb PeWi:

Dumme Frage: Können wir es wirklich ausschließen, dass sich die russische Führung durch die Nato bedroht fühlt?

Schließlich ist die Nato (der Gegner bis in die 80er Jahre) über die Jahre immer weiter an das russische Gebiet herangerückt und hat dort Truppen und Waffen stationiert? (Auch ist die Rethorik der Nato gegen Russland nicht unbedingt beruhigend.)

Versteh mich nicht falsch, ich finde das auch grundverkehrt, was gerade abläuft, und ich habe auch ziemliche Sorgen, dass Putin seine Rede ernst meint.

Dennoch kann ich es nicht verstehen, wie man es Russland pauschal absprechen will, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Mein nun wirklich letzter Kommentar hierzu:

Ja wir können das ausschließen und ja, es ist eine einzig große Lüge und Vorwand. Durch den Überfall auf die Ukraine, schafft er genau das, was er vorgeblich nicht will. Nämlich viel mehr Nato an seinen Grenzen. Putin wird von vielen als super schlau und ausgebufft dargestellt. Glaubt hier wirklich irgendjemand, dass ihm nicht bewusst ist, dass er dadurch nicht nur näher an die Nato-Grenze heranrückt, sondern die Nato natürlich unweigerlich mehr Truppen zum Schutz stationieren muss? 

Man muss einfach mal in Ruhe über Motive und die Ziele, die jemand erreichen will, nachdenken. Es gibt hier keinen Zweifel. Das sind Propaganda Lügen und Vorwände, die genau das erreichen sollen, was wir selbst hier im Forum sehen. Legitimierung oder zumindest Teillegitimierung von kriegerischen Akten in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. 

Und genau das ist das gefährliche an der jetzigen Situation. Putin ist das alles bewusst. Auch die Sanktionen sind ihm egal. Rational gibt es nicht einen logischen Vorteil den eine Invasion bringt. Ausschließlich Nachteile, egal auf welcher Ebene. Eine Rückkehr zu normalen Beziehungen ist nach dem Überfall ausgeschlossen. Und genau deshalb ist die Angst vor weiteren Überfällen real und begründet. Über Jahre gepflegte Großmachtfantasien werden nach kleineren Vorboten nun brachial offengelegt. 

Man kann nur hoffen, dass gerade die Öffentlichkeit nicht zu spät aufwacht. 

Wünsche euch gute Kurse. Nehme mir jetzt endgültig meine Forenauszeit.

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Das ist eine recht verfahrende Kiste ... Ideologie ist schwer mit Sanktionen und mahnenden Worten bekämpfbar. Auch wenn Russland ein großes Land ist, historisch war es eher zerrissen und immer wieder Spielball der Großmächte. Das zu ändern, hat bereits Stalin versucht ... die verheerenden Folgen sind bekannt. Auf diesen Zug ist Putin auch aufgesprungen und orientiert sein von Ideologie (Russland = Großmacht) getriebenes Handeln ausschließlich daran. Sein Volk ist ihm schei..egal und sein Ansehen international ebenfalls.

Wie bekommt man so jemanden weg ... ganz sicher nicht mit Sanktionen, denn die treffen primär diejenigen, die Putin unterstützen und die er zur Sicherung seiner Macht unterstützt. Dass es sie zu Recht trifft ist unstrittig, aber ob diese so von einem Größenwahnsinn getrieben sind, wie Putin, darf zu einem guten Teil bezweifelt werden. Aber nur diese "Größen" können einen Putin evtl. wegputschen ... und das ist neben einem gezielten Attentat vermutlich der einzige Weg, wie man es schafft mit Russland wieder in einen Dialog zu kommen.

Der Westen wäre gut beraten, wenn er sich nicht in eine permanente Sanktionsaufrüstung begeben würde, sondern eher versucht, hier mit einem "sneaky approach" das Problem "Putin" anzugehen ...

Edited by Gulliver
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Die Frage ist halt auch, ist wirklich nur Putin das Problem oder findet sich dann sofort der nächste größenwahnsinnige Präsident, der als Vergeltung für einen Mordanschlag sofort Atombomben los schickt. Es ist schwer zu sagen.

Ich finde es nur interessant, wenn man sich jetzt im Nachgang Artikel durchliest, welche erst wenige Wochen alte sind:

Zitat

Bei einer Pressekonferenz mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán sprach Putin davon, dass die "russischen Sorgen" von der Nato und den USA "nicht berücksichtigt" worden seien. Der russische Präsident hoffe aber, dass der Dialog über die Ukraine weitergeführt werde, um "negative Szenarien" einschließlich eines Krieges zu verhindern. Putin warnte vor der Gefahr eines Krieges, sollte die Ukraine der Nato beitreten und dann versuchen, sich die Halbinsel Krim von Russland gewaltsam zurückzuholen.

Einen Scheiß hat er gehofft. Da wusste er schon lange, dass er angreifen möchte. "Putin warnte vor der Gefahr eines Krieges, sollte die Ukraine der NATO beitreten und dann versuchen, die Halbinsel Krim von Russland gewaltsam zurückzuholen." Ist irgend etwas davon seit Anfang Februar (Zeitpunkt der Aussagen Putins) passiert? Nein.

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vor 4 Minuten schrieb SisuLa:

Mein nun wirklich letzter Kommentar hierzu:

Ja wir können das ausschließen und ja, es ist eine einzig große Lüge und Vorwand. Durch den Überfall auf die Ukraine, schafft er genau das, was er vorgeblich nicht will. Nämlich viel mehr Nato an seinen Grenzen. Putin wird von vielen als super schlau und ausgebufft dargestellt. Glaubt hier wirklich irgendjemand, dass ihm nicht bewusst ist, dass er dadurch nicht nur näher an die Nato-Grenze heranrückt, sondern die Nato natürlich unweigerlich mehr Truppen zum Schutz stationieren muss? 

Man muss einfach mal in Ruhe über Motive und die Ziele, die jemand erreichen will, nachdenken. Es gibt hier keinen Zweifel. Das sind Propaganda Lügen und Vorwände, die genau das erreichen sollen, was wir selbst hier im Forum sehen. Legitimierung oder zumindest Teillegitimierung von kriegerischen Akten in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. 

Und genau das ist das gefährliche an der jetzigen Situation. Putin ist das alles bewusst. Auch die Sanktionen sind ihm egal. Rational gibt es nicht einen logischen Vorteil den eine Invasion bringt. Ausschließlich Nachteile, egal auf welcher Ebene. Eine Rückkehr zu normalen Beziehungen ist nach dem Überfall ausgeschlossen. Und genau deshalb ist die Angst vor weiteren Überfällen real und begründet. Über Jahre gepflegte Großmachtfantasien werden nach kleineren Vorboten nun brachial offengelegt. 

Man kann nur hoffen, dass gerade die Öffentlichkeit nicht zu spät aufwacht. 

Wünsche euch gute Kurse. Nehme mir jetzt endgültig meine Forenauszeit.

Stimmt schon, dennoch hat die NATO ohne UN-Mandat den Krieg in den Kosovo gerbacht. Ganz so "nur Abwehrkrieg" waren sie nicht immer. Und das war damals ein großer Fehler, sie sind dort mit dem selben Grund eingedrungen, wie Putin nun angeblich hier getan hat.

Somit kann Putins Angst auch "begründet" sein.

Im Endeffekt hatte die NATO kein Grund, Raketenstellungen immer näher an Russland zu stellen gehabt. Russland hat ja auch kein Land angegriffen.

Dieses gegenseitige Misstrauen, scheint nun begründet. Vielleicht täuschen wir uns alle und in Wahrheit ist das eben die Wahrheit, wovor auch beide Seiten sich zu schützen versuchten.

Die Frage, die wir nun nicht mehr beantworten können, ist, ob Putin so oder so in die Ukraine eingedrungen wäre, auch wenn die NATO sich nicht über Jahrzehnte langsam an deren Grenzen hin erweitert hätte.

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1 minute ago, coinflipper said:

Stimmt schon, dennoch hat die NATO ohne UN-Mandat den Krieg in den Kosovo gerbacht. Ganz so "nur Abwehrkrieg" waren sie nicht immer. Und das war damals ein großer Fehler, sie sind dort mit dem selben Grund eingedrungen, wie Putin nun angeblich hier getan hat.

Somit kann Putins Angst auch "begründet" sein.

Im Endeffekt hatte die NATO kein Grund, Raketenstellungen immer näher an Russland zu stellen gehabt. Russland hat ja auch kein Land angegriffen.

Dieses gegenseitige Misstrauen, scheint nun begründet. Vielleicht täuschen wir uns alle und in Wahrheit ist das eben die Wahrheit, wovor auch beide Seiten sich zu schützen versuchten.

Die Frage, die wir nun nicht mehr beantworten können, ist, ob Putin so oder so in die Ukraine eingedrungen wäre, auch wenn die NATO sich nicht über Jahrzehnte langsam an deren Grenzen hin erweitert hätte.

Georgien ?

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vor 3 Minuten schrieb Chantal Krüger:

Georgien ?

Im Prinzip schon, aber geografisch nicht das Gleiche wie Ukraine jetzt. 

Ich meine, was wollen wir sehen, dass Russland ein Feind ist, der, wenn er könnte, ganz Europa einnehmen würde?

Irgendwie will mir dieses Bild auch nicht zusagen.

 

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